Ist Beliebtheit überhaupt ein Argument?

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neuester Beitrag: 10.07.12 13:56
eröffnet am: 10.07.12 13:21 von: Rubensrembr. Anzahl Beiträge: 7
neuester Beitrag: 10.07.12 13:56 von: Evermore Leser gesamt: 277
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bewertet mit 2 Sternen

10.07.12 13:21
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45676 Postings, 4885 Tage RubensrembrandtIst Beliebtheit überhaupt ein Argument?

Immer wieder wird einem entgegengehalten: Aber der oder die ist in der Bevölkerung
sehr beliebt! Aber ist Beliebtheit oder auch Ansehen überhaupt ein Argument?

Am beliebtesten bzw. am angesehensten in Deutschland sind vor allem Angela
Merkel und Helmut Schmidt, wobei die Beliebtheit der ersteren leicht schwindet.
Trotzdem muss man bei Kritik dieser Personen fast immer noch damit rechnen, ge-
steinigt zu werden. Aber ist das übersteigerte Ansehen nicht eher ein Grund, dass
man das Ganze einmal hinterfragt?

Nehmen wir einmal die angesehenste lebende deutsche Politiker-Person Schmidt,
so besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem, wie sie sich darstellen will,
und was sie tatsächlich ist. Schmidt inszenierte sich schon seit langem als genialen
Schachspieler, was anscheinend schon immer den Eindruck einer langfristigen,
kühl durchdachten Politik schinden sollte. Kein Wunder, dass er sich für die Unter-
stützung Steinbrücks in einem (Werbe)Buch für das Cover mit Steinbrück beim
Schachspiel ablichten ließ. Treffenderweise hieß das Pamphlet "Zug um Zug" und
ich frage mich, wie man so einen Schrott, der nur der Aufwertung Steinbrücks
dienen soll, überhaupt kaufen kann. Oder gibt es das Buch umsonst? Aber selbst
umsonst würde ich so etwas nicht haben wollen. Es ist verbürgt, dass die genialen
Schachspieler Schmidt und Steinbrück die Figuren auf dem Schachbrett selbst auf-
gebaut haben. Ärgerlich ist nur, dass die beiden genialen Schachspieler die Figuren
auf dem Schachbrett falsch aufgebaut haben und das nun auf dem Cover des
Buches dokumentiert ist.

Noch immer gefällt sich Schmidt als "elder statesman", der als (ehemaliger?)
Herausgeber der Zeit anderen großartige Ratschläge gibt (vermutlich haben ihm
seine Kumpel von der Atlantik-Brücke diesen Job verschafft). Der Gipfel war vor
Kurzem die Aufforderung an das Bundesverfassungsgericht die Verfassung zu
brechen. In diesem Zusammenhang gab er gleich noch Aufklärung, über welchen
Artikel das zu geschehen hätte.

Betrachtet man das tatsächliche Auftreten Schmidts, so stellt man vor allem fest,
dass er Kettenraucher ist und keine Rücksicht auf andere nimmt, auch wenn er
sich in geschlossenen Räumen aufhält. Rauchverbote sind für ihn nur eine vorüber-
gehende modische Einrichtung, die bald wieder abgeschafft wird. Aber würden
Sie einem Heroinsüchtigen oder Kokainsüchtigen glauben, wenn er über Welt-
politik schwadroniert? Möglicherweise gibt es hierbei graduelle Unterschiede, aber
Schmidt ist vor allem eines: Er ist hochgradig süchtig. In der Presse und in den
Medien wird dies kaum problematisiert. Möglicherweise wird das Ansehen Schmidts
gebraucht, um in der Politik bestimmte Interessen durchzusetzen.

Anscheinend gelten meist folgende Grundsätze:
1. Nichts ist so, wie es scheint.
2. In der Politik geschieht nichts zufällig.  

10.07.12 13:30

15373 Postings, 4744 Tage king charlesTja

so funktioniert Demokratie

wer am beliebtesten bzw. am angesehensten in Deutschland ist, entscheiden die Bürger

und wenn die Mehrheit das so sieht, sind es nun einmal z.B. Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Herr Bundeskanzeler a.D. Dr. Helmut Kohl
-----------
Grüsse King-charles

10.07.12 13:30

45676 Postings, 4885 Tage RubensrembrandtPolitiker werden darauf

getrimmt, bei Wählern und Öffentlichkeit als seriös und aufrichtig zu erscheinen.
Es sind vor allem bessere Schauspieler, die auch von den Unternehmen genutzt
werden, um ihre Interessen durchzusetzen. Nicht umsonst sind viele Politiker
deshalb vor allem auch Lobbyisten.  

10.07.12 13:33

33962 Postings, 7593 Tage DarkKnightSicher ist Beliebtheit ein Argument, aber

nur für die, denen Beliebtsein wichtig ist (meist in Ermangelung anderer Kriterien wie Intelligenz, Durchhaltevermögen, Aufrichtigkeit ...).

Thomas Gottschalk ist beliebt ... und ich kanns verstehen: Intelligenz und Aufrichtigkeit wären da wohl daneben.

Insofern darf ich vorab resümieren: je dümmer das Volk, desto wichtiger Beliebtheit.

Das korreliert zu 100% mit den Ladenöffnungszeiten und der Wichtigkeit von Sportveranstaltungen.


also bitteschön: nichts gegen Beliebtheit in diesem unserem Lande, wir haben uns alle Beliebten wohl verdient.  

10.07.12 13:38

11942 Postings, 5247 Tage rightwingda hat gysi auch nie nach gefragt

10.07.12 13:41

1847 Postings, 6208 Tage MeierDer grösste Politiker-Schauspieler

war immer noch der gute alte Gas-Gerd.  

10.07.12 13:56
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4343 Postings, 3790 Tage EvermoreBeliebtheit eines Politikers sollte jedenfalls

nicht im luftleeren Raum entstehen, sondern sich möglichst aus der Bewertung der politischen Arbeit speisen, welche die betreffende Person zu verantworten hat.

Die indirekte Demokratie krankt daran, dass viele Bürger nicht den Zusammenhang zwischen z.B. dem unbeliebten Meldegesetz und der letztlich verantwortlichen Regierungschefin Merkel herstellen. Daher befürworte ich direkte Demokratie, wo der Bürger wichtige politische Sachfragen unmittelbar beantwortet.

Eine Einzelperson wie Angela Merkel kann man bei einem nächtlichen Gipfel über den Tisch ziehen. 60 Millionen Wähler dürften schwerer zu erpressen und über den Tisch zu ziehen sein.  

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