Israel: "Ich bin froh, ein Faschist zu sein"

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neuester Beitrag: 12.07.14 19:35
eröffnet am: 12.07.14 16:55 von: Nurmalso Anzahl Beiträge: 13
neuester Beitrag: 12.07.14 19:35 von: Nurmalso Leser gesamt: 713
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12.07.14 16:55
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14559 Postings, 5550 Tage NurmalsoIsrael: "Ich bin froh, ein Faschist zu sein"

Faschist zu sein, ist wahrscheinlich eine feine Sache. Außerdem ist die Dame, die das gesagt hat, richtig hübsch und aus dem Parlament des mit uns befreundeten Judenstaates. Dort ist die Politikerin vom Volk gewählte Abgeordnete des Likud, der Partei des israelischen Regierungschefs Netanjahu. Gut, dass es unsere Staatsraison ist, Israel zu unterstützen.

Hier ein paar Fotos der frohen Faschistin:
https://www.google.de/...amp;ved=0CAYQ_AUoAQ&biw=1280&bih=613
Sie diente 25 Jahre in der israelischen Armee, zuletzt im Rang eines Brigadegenerals, war, bevor sie Politikerin wurde, Pressesprecherin der Armee sowie Chefzensorin der Presse und der Medien.

Tolle Sache, das mit Israel. Wir Deutsche dürfen wieder mit Faschisten befreundet sein, nachdem wir ja selbst mit wenig Erfolg welche waren.

Im Judenstaat jedenfalls sind die Rechten in der Mitte der Gesellschaft angekommen und dürfen glücklich sagen, als was sie sich fühlen. Ein aktueller Bericht dazu von heute aus dem Deutschlandfunk:
http://www.deutschlandfunk.de/...n.799.de.html?dram:article_id=291607  

12.07.14 17:00
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36845 Postings, 6615 Tage TaliskerWer sagt,

dass die Deutschen mit solchen Extremisten befreundet sein sollen? Hätte ein interessanter und informativer Thread werden können, so ist leider (mal wieder) nur Hetze bei rausgekommen.
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Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

12.07.14 17:02
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5113 Postings, 3217 Tage materialschlachtder judenstaat... ?

israel heißt der, sowei...  und etwas differenzier... ach egal... verdammte shylocks!!!  

12.07.14 17:19
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14559 Postings, 5550 Tage NurmalsoTalisker, wo ist da Hetze?

Unsere Kanzlerin übrigens hat übrigens von der "besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels" gesprochen, die "Teil der Staatsräson" Deutschlands geworden sei.

Hier auf dem Foto sitzt sie neben dem Regierungschef und gleichzeitig Parteivorsitzenden des Likud, der in seinem Programm so wunderbare Aussagen hat wie die, dass Jerusalem "die ewige, unteilbare" Hauptstadt Israels sei.  
http://www.zeit.de/2012/16/Staatsraeson

Was meinst du Talisker, was die Merkel dem Netanjahu bei der Gelegenheit gesagt hat? Ob sie darauf hingewiesen hat, dass Nazis in Deutschland nicht gern gesehen sind und er soll doch mal prüfen, ob er wirklich Faschisten in seiner Parlamentsfraktion braucht? Oder hat sie ihm vielleicht Sanktionen angedroht, weil er Ostjerusalem annektiert hat, so wie heute Russland die Krim? Auf jeden Fall haben Merkel und Netanjahu sich der "tiefen Freundschaft" versichert. Etwas rumgemäkelt hat sie am Siedlungsbau. Aber die Faschisten in Israel stören unsere Kanzlerin offenbar nicht so sehr.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/...eutschland-a-871327.html
Du siehst, man kann auch mit Extremisten befreundet sein, sogar tief befreundet: "Die Kanzlerin würdigte die Bedeutung der Freundschaft mit Israel. Israel sei die einzige Demokratie in der Region, mit der Deutschland eine strategische Partnerschaft unterhalte."

Nichts anderes habe ich gesagt.  

12.07.14 17:33
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35054 Postings, 5986 Tage Jutonaja

Er hätte mit seiner radikalität
bei uns keine chance.
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Avigdor_Lieberman
aber in israel verhalten sich die dinge etwas anders.
Da kannste mit nem kuschelkurs
nur dein eigenes grab schaufeln.

 

12.07.14 17:45
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103834 Postings, 7898 Tage Katjuschawas soll uns denn die Tatsache sagen, dass

es in allen Demokratien auch Rassisten oder Faschisten gibt, die teilweise auch in Parteien aktiv sind, die auf unterschiedlichen Ebenen Regierungsgewalt ausüben oder ausgeübt haben?

Und was sagt uns die Frage, ob eine Faschistin hübsch ist?


Mir grad echt unklar. Auch die Tochter von Frau LePen ist hübsch. Auch Bridget Bardot ist hübsch (gewesen). Und? Können Faschisten/Rassisten nicht hübsch sein, und können sie nicht von 20-25% der Bürger gewählt werden?

Ich würd mir eher Gedanken um die Wähler machen.  

12.07.14 17:58

9533 Postings, 3405 Tage mexx8888Erst wenn man den versteht, der die Wähler

mit rassistischen Hintergrund überzeugt ihn zu wählen, erst dann kann man die Wähler verstehen.  

12.07.14 18:18
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103834 Postings, 7898 Tage Katjuschasehr philosophisch mexx8888

Ich glaub das ergibt sich beides gegenseitig. Man könnt ja genauso fragen, wieso auch Politiker der Mitte sich oft Rechtsaußen anbiedern? Das passiert ja selten umgekehrt.

Aber mir gings ja eigentlich um was ganz anderes, wie du vielleicht schon bemerkt hast. Eigentlich hätte meine Frage in #6 auch lauten können .... Wieso gibt es eigentlich nicht genauso viele Threads bei Ariva über Ungarn oder Polen oder Frankreich oder Österreich oder Schweden wie über Israel, wenn es um rechtes bis rechtsradikales Gedankengut geht?  

12.07.14 18:33

15596 Postings, 4756 Tage digger2007einfach mal Wikipedia ansehen zu Frau Regev

http://de.wikipedia.org/wiki/Miri_Regev  

12.07.14 18:35

15596 Postings, 4756 Tage digger2007die absicht von #1 ist ....

nurmalso gesagt - leicht durchschaubar - zumal die Bemerkungen ja klar sein dürften, deshalb ist meinerseits dem nicht`s hinzuzufügen.  

12.07.14 19:03

14559 Postings, 5550 Tage NurmalsoNochmal kurz zur Normalität in Israel

"Es gibt bei uns Kreise, die wollen die Tatsache leugnen, dass die Palästinenser Menschen sind, genauso wie wir, nicht mehr und nicht weniger. Viele denken leider, dass wir ein heiliges Volk sind, das Allerheiligste und dass Nichtjuden als unrein und als todeswürdig definiert werden können."



Doch rechtes Gedankengut ist nicht nur in religiösen Kreisen zu finden. Auch in der nichtreligiösen Gesellschaft sind ultranationalistische und rassistische Ansichten weit verbreitet. In Israels Parlament, der Knesset, gehören sie inzwischen zum guten Ton.

Quelle: Deutschlandfunk von heute (siehe in #1)



Mal zum Mitschreiben für einige mit Auffassungsproblemen: In Israels Parlament gehören ultranationale und rassistische Ansichten inzwischen zum guten Ton.  So etwas kann man nicht schön reden. Mit so etwas kann man auch nicht befreundet sein. Und ich sehe auch nicht unsere Staatsraison darin, einen rassistischen Staat zu unterstützen. Unsere Kanzlerin und einige hier im Forum sehen das anders. Naja, die Welt ist eben bunt. Kotzbunt.

 

12.07.14 19:12

103834 Postings, 7898 Tage Katjuscha@Nurmalso, wer leugnet denn, dass es solche

Rassisten oder selbsternannte Faschisten in Israel gibt?

Dein Zitat in #11 zeigt doch, dass es dieses Problembewusstsein bei Israelis gibt. Im Übrigen könnte so eine Politikerin wie aus #1 niemals in Israel in der Regierung sitzen.

Mir macht das Vordringen der Ultranationalisten und einiger ultrareligiöser Fanatiker in die Mitte der Gesellschaft auch Sorgen. Aber man sollte schon mal genauer hinschaun. Es gibt dort etliche Grabenkämpfe auch innerhalb der rechten Politiklandschaft quer durch Religion, Militärs, Politik etc..

Und wie gesagt, Rassisten und Faschisten gibt es auch in europüäischen Parlamenten mittlerweile haufenweise, teilweise sogar in Regierungsparteien oder anerkannten Parteien der (leider mittlerweile) politischen Mitte. Siehe Ungarn, Polen, Italien, Frankreich, Schweden, etc. ... interessanterweise hat man es in Krisenländern wie Griechenland, Spanien und Portugal bislang weitestgehend vermeiden können. Ich möcht nicht wissen wie das in Deutschland aussehen würde. Schon jetzt ist es ja politische Mitte, von Flüchtlingsschwemme, ausländischen Sozialschmarotzern, Integrationsverweigeren etc. zu reden, selbst wenn man die Einzelfälle gar nicht kennt. Von grasierender Islamophobie mal ganz zu schweigen.  

12.07.14 19:35

14559 Postings, 5550 Tage Nurmalso#12 Komm mal bitte in die Realität!

"Übrigen könnte so eine Politikerin wie aus #1 niemals in Israel in der Regierung sitzen."
So ein Politiker war da sogar Außenminister.

Und wenn Rassismus und Ultranationalismus zur Normalität im Parlament geworden sind, spricht das nicht für "Problembewusstsein" sondern für ein ernsthaftes Problem.

Hier ein paar bedenkenswerte Sätze von Gideon Levy schon aus dem Jahre 2009:
Der Kolumnist Gideon Levy schreibt in der linksliberalen israelischen Tageszeitung ?Haaretz?: ?Benjamin Nethanjahu hat bereits versprochen, dass Lieberman ein wichtiges Ministerium in seiner Regierung erhalten wird. Wenn so jemand wie Lieberman in einer europäische Regierung einzöge, würde Israel die Beziehungen zu ihr abbrechen.? Seine Warnung vor dem neuen Königsmacher könnte deutlicher nicht ausfallen: ?Lieberman ist die Stimme des Mobs, und der Mob begehrt Hass, Rache und Blutvergießen.?
http://www.focus.de/politik/ausland/nahost/...r-faust_aid_370203.html  

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