Iran ist Atommacht

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neuester Beitrag: 15.07.09 14:35
eröffnet am: 11.04.06 21:51 von: SWay Anzahl Beiträge: 59
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11.04.06 21:51
7

11123 Postings, 6003 Tage SWayIran ist Atommacht

Dienstag, 11. April 2006
Ahmadinedschads Nachricht
Iran ist Atommacht
http://www.n-tv.de/656607.html

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sein Land zur Atommacht erklärt. Der Iran gehöre nun zu den Ländern, die über nukleare Technologie verfügten, sagte Ahmadinedschad in einer Fernsehansprache aus der Stadt Maschhad. "Dies ist das Ergebnis des Widerstandes des iranischen Volks." Zuvor hatte der frühere Staatschef Akbar Haschemi Rafsandschani der kuwaitischen Agentur Kuna erklärt, der Iran habe Fortschritte in seinem umstrittenen Atomprogramm erzielt. So sei erfolgreich Uran in 164 Zentrifugen angereichert worden.

Der Westen müsse das Recht des Iran zur friedlichen Nutzung der Atomenergie respektieren, da sich das Land dabei an die internationalen Regeln halte, sagte Ahmadinedschad. Der Iran werde weiter danach streben, eine Anreicherung von Uran auf industrieller Ebene zu erreichen. Erst am Montag hatte Ahmadinedschad angekündigt, er wolle dem iranischen Volk eine "gute Nachricht" mitteilen.

Auswärtiges Amt: Falsches Signal

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin bezeichnete die Äußerungen Ahmadinedschads am Dienstagabend als "falsches Signal". Die US-Regierung erklärte ebenfalls, die Schritte des iranischen Atomprogramms gingen in die falsche Richtung. Sollte der Iran sein Programm weiter vorantreiben, müssten die USA weitere Schritte mit dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beraten, teilte ein Sprecher der US-Regierung mit.

Bombentaugliches Uran dürfte Experten zufolge zwar weiter außerhalb der Möglichkeiten der Islamischen Republik liegen. Trotzdem bedeutet die erwartete Ankündigung Ahmadinedschads einen Rückschlag für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN), der den Iran zur vollständigen Aufgabe der Anreicherung bewegen will. In wenigen Tagen soll der Chef der Internationalen Atom-Energiebehörde (IAEA), Mohamed ElBaradei, den Iran besuchen.

IAEA-Mitarbeiter hatten vor zwei Wochen erklärt, dass der Iran in Natans eine Kaskade von 164 Zentrifugen zur Anreicherung aufgestellt habe. So viele Geräte wären nach iranischen Angaben auch nötig, um Uran auf 3,5 Prozent anzureichen. Dies würde für Brennstoff für Kraftwerke reichen, jedoch noch weit von den 90 Prozent entfernt sein, die für Atomwaffen benötigt werden. Ein EU-Diplomat, der nicht mit Namen genannt werden wollte, sagte jedoch, auch 3,5 Prozent wären aus Sicht des Westens zu viel. "Je mehr sie dies tun, desto mehr lernen sie über die Technologie", sagte der Diplomat. "Daher ist jede Form der Anreicherung für uns eine Grenze."

Die IAEA hatte den Streit an den Sicherheitsrat überwiesen, nachdem bei Verhandlungen kein Fortschritt erzielt worden war. Am Montag diskutierten die Außenminister der EU-Länder erstmals über mögliche Schritte gegen den Iran, etwa Visa-Beschränkungen oder finanzielle Sanktionen.
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Und die Ölbörse in Euro ? Wer weiss mehr ?  
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33 Postings ausgeblendet.

12.04.06 14:51
1

15130 Postings, 7368 Tage Pate100@reab

na dann sind wir ja mal einer Meinung.

Mit einen US Luftschlag gegen den Iran rechne ich bis spätestens Frühjahr
nächsten Jahres. Die "Marketing" Phase muss noch anlaufen und dann gibts
noch das ein oder andere Ultimatum und dann kann?s losgehen.
Denke nicht das es noch 2-3 Jahre dauert.

Ich halte einen solchen Krieg gegen den Iran für einen riesigen Fehler der USA!
Das wird denen bei weiten mehr schaden als nutzen und bürgt große Risiken.
Ich könnte ja fast dafür sein, weil das die USA so enorm schwächen kann.

Aber die Risiken sind einfach zu groß, gerade für Europa.
Das Chaos wird dann vor unsere Haustür stattfinden...

Ausserdem wird das Regime dadurch so gestärkt und die Opposition geschwächt,
das man die Option eines Aufstandes eigentlich abschreiben kann.


Die Luftschlägt hat kaum einen Nutzen aber dafür um so mehr Risiken.
 

12.04.06 15:15
2

12104 Postings, 7190 Tage bernsteinalso den verrückten gewähren lassen.

12.04.06 15:30
1

15130 Postings, 7368 Tage Pate100ich hätte erstmal versucht die

Opposition zu stärken und dadurch Druck auf das Regime auszuüben.
Dann muss die Bevölkerung positiv beeinflusst werden, sodass das Regime
keinen Rückhalt in der Bevölkerung hat.

Und je nachdem wie weit man gekommen wäre, hätte man auch eine gezielte
Ausschaltung nachdenken können. In Verbindung mit wirtschaftlichen Anreizen.
Die meisten sind doch käuflich.(Militär,Religöse, Beamte, usw.)
Aber man macht genau das Gegenteil!

Bis der Iran Atombomben herstellen kann, vergehen noch viele Jahre.
Einen Luftschlag hätte man immer noch machen können.

Aber nein, man verzichtet komplett auf eine Option und schlägt wieder blind zu.
Obwohl es noch gar nicht nätig wäre.

Und bernstein mit Luftschlägen wird man die Atomkraftbestrebungen vom Iran auch
nicht verhindern können. Vielleicht verlangsamen.

An der prinzipiellen Lage ändert ein Luftschlag doch nichts.
Es beraubt nur mögliche Optionen und macht die Lage in der Region noch viel
instabiler.

Bei der Börse würde ich sagen, das das ein mieses Chance/Risiko Verhältnis ist.
 

12.04.06 15:33
1

7336 Postings, 6900 Tage 54reab@Pate100: Natürlich kann keiner abschätzen,

wie die Entwicklung nach einem Luftangriff auf den Iran weitergehen wird. Dieser Angriff wird sicherlich nicht nur versuchen die militärischen Anlagen zu zerstören. Er wird sicherlich auch versuchen, die modernen Zweige der Industrie zu zerstören und einen Enthauptungsschlag gegen die Führung auszuüben. Ob man dabei treffsicher sein wird, wird man auch erst im Nachhinein feststellen. Sicherlich wird man damit die Atombewaffnung um mindestens 10 bis 15 Jahre hinauszögern. Ob es nach einem derartigen Schlag zu einer Revolution kommen wird, wage ich persönlich zu bezweifeln. Es wir eher zu einer Verfestigung der Führung der Mullahs kommen und damit würde eine lange Leidensperiode für das iranische Volk eingeleitet werden.

Die Alternative wäre die jetzige Führung gewähren zu lassen. In einigen Jahren wären sie dann im Besitz von Atomwaffen und den notwendigen Trägersystemen. Es wäre nicht unwahrscheinlich, dass es zu einem Angriff auf Israel kommen würde mit einer anschließenden totalen Vernichtung des Irans. Sarkastisch könnte man dann sagen, die Leidensperiode war kurz gewesen.

Das Wunder, das passieren könnte - leider sind Wunder äußerst selten - wäre ein Umsturz vor dem Schlag. Ich fürchte, wir werden dieses Glück nicht haben.


MfG 54reab

 

12.04.06 15:38

11123 Postings, 6003 Tage SWay@Pate

es ist kein Geheimniss das CIA Agenten im Iran GENAU damit beschäftigt sind aber das dauert und vielleicht dauert es zu lange...

Ach ja, einen Tag nachdem im Irak der Ölhandel zurück auf Dollar gestellt wurde landete Bush auf dem Flugzeufträger und verkündete den Sieg...  

12.04.06 15:46

15130 Postings, 7368 Tage Pate100ich glaub die CIA Agenten

machen da unten eher was anders. Wie z.B Ziele markieren...

Natürlich braucht das Zeit. Aber der Iran braucht auch noch einige
JAhre für die Bombe.

Mit wirtschaftssanktionen und ständigen Drohungen stärkt man nur das Regime!  

12.04.06 15:48

11123 Postings, 6003 Tage SWayZiele werden doch von "anderen" markiert ;) o. T.

12.04.06 15:57

15130 Postings, 7368 Tage Pate100vorher wäre erstmal zu klären

warum man den Iranern die friedliche Nutzung der Atomkraft de facto verbietet.
Ja ich weiß offiziell macht das ja niemand.

Ist wie im Irak. Nur waren es da die Massenvernichtungswaffen.
Die USA hätte dem Irak nie geklaubt, egal was sie angestellt hätten

Das selbe ist jetzt die Atomkraft beim Iran.
Die können doch machen was sie wollen, die USA klaubt ihnen  sowieso nicht.


 

12.04.06 16:05

7336 Postings, 6900 Tage 54reabDie Deutschen doch auch nicht!

Diese Regierung nicht und die vorherige auch nicht. Scheint doch ein Unterschied zum Irak zu sein.

MfG 54reab

 

12.04.06 16:26

15130 Postings, 7368 Tage Pate100glaube hin glaube her

ein Luftschlag gegen den Iran kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aus oben genannten
Punkten nicht unterstützen!

Die Wirtschaftliche SEite kommt ja noch hinzu!
Viel Spass mit 2 EUR den Liter Benzin. Und mit dem Wachstum wärs das wohl
auch erstmal vorbei. Öl über 100 $ wäre sehr wahrscheinlich. Je nachdem wie der Iran
reagiert auch viel höher.

Aber in unserer Lage stecken wir das doch locker weg. Bei uns brummts doch
überall.



 

12.04.06 16:38
3

232 Postings, 7454 Tage MilchmädchenKeine Sorge!

Während die Reformer in den vergangenen Jahren den Iran an den Westen heranzurücken versuchten, wandte sich Ahmadinedschad immer stärker der mystizistischen Lehre vom Mahdi zu, einer Art schiitschen Messiaskultes. Der 12. Imam der Schiiten war im Jahr 941 n. Chr. verschwunden, seither warten die Gläubigen auf seine Wiederkehr. Er wird sieben Jahre lang herrschen, bevor er das Ende der Welt und das jüngste Gericht herbeiführt. Seiner Herrschaft wird großes Leid vorangehen. In seiner Ansprache vor der UN-Generalversammlung am 17.09.2005 widmete der iranische Präsident vor verdutzten Diplomaten eine Viertelstunde seiner Redezeit dem verborgenen Imam.

http://www.cicero.de/97.php?ress_id=1&item=1033

http://www.globalsecurity.org/wmd/library/news/...n-050918-irna02.htm

Wenn es tatsächlich Ahmadinedschads Überzeugung sein sollte, daß jetzt langsam die Zeit für das Ende der Welt und das jüngste Gericht gekommen ist, dann ist das große Leid, welches dem Weltenende vorangehen soll, nicht nur billigend in Kauf zu nehmen, sondern sogar ersehntes Ziel, da es nichts anderes ist als eine Station zum ersehnten Finale. Da Ahmadinedschad schlecht 'ne Email "Nuke us to paradise" an den US-Präsidenten schicken kann, muß er zwangsläufig etwas "subtiler" vorgehen, um sein Ziel zu erreichen. Vermutlich sind wir gerade Zeuge dieses subtilen Vorgehens.
 

13.04.06 08:45

11123 Postings, 6003 Tage SWayIst der Militärschlag unvermeidbar ?

 12. April 2006

Iranischer Atompoker: Ist der Militärschlag unvermeidbar?
http://www.n24.de/politik/ausland/?a2006041214424941500

Von Carsten Hoffmann

Die Entwicklung des iranischen Atomprogramms löst in Israel wachsende Sorge aus. Einen eigenen Militärschlag gegen den verfeindeten Staat schließen führende Politiker Israels vorerst aber aus. «Als derjenige, der die Entscheidung zu treffen hat, glaube ich wirklich nicht, dass Israel in diesem Krieg in vorderster Reihe stehen sollte», sagt der amtierende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert in einem Interview.

Israelische Militärexperten warnen aber davor, dass die Zeit für eine politische Eindämmung der Bedrohung abläuft, nachdem Iran mit der Urananreicherung begonnen hat. Binnen drei Jahren könne der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangen und damit im Nahen und Mittleren Osten eine Rüstungsspirale in Gang setzten. Auch Ägypten und Saudi-Arabien könnten dann nach Atomwaffen streben.
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Israel gilt als einzige Atommacht in Nahost

Bisher gilt Israel international als einzige nukleare Militärmacht in der Region. Nach Einschätzung internationaler Experten hält das Land 200 Atomsprengköpfe versteckt. Keine der israelischen Regierungen hat dies jemals bestätigt. Auch dies aber gilt als Teil der israelischen Abschreckungsstrategie. Mit einem atomar bewaffneten Iran würde sich die Kräfteverhältnisse dramatisch verschieben - zumal das Land auch den Bau von weit reichenden Raketen vorantreibt.

«Wenn Iran die Anstrengungen zur Entwicklung von Atomwaffen fortsetzt, ist ein Militäreinsatz (...) unvermeidbar. Er würde dann im Laufe des Jahres 2007 ausgeführt», schreibt die Zeitung «Jediot Achronot» unter Berufung auf Experten aus den USA und Israel. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad wird als religiös verblendet beschrieben, als ein Mann, der eine Konfrontation mit dem Westen und sunnitischen Muslimen sucht und Israel zerstören will.

Hat Iran die Technologie im Griff?

Nach den Worten des Chefs des israelischen Militärgeheimdienstes, Amos Jadlin, will die iranische Führung mit der jüngsten Erklärung allerdings vor allem ihre Verhandlungsposition stärken. «Die Iraner haben gestern der Welt erklärt, dass sie die Forschung und Entwicklung für Zentrifugen abgeschlossen, die Technologie im Griff haben und über erste Fähigkeiten zur Anreicherung verfügen. Aus ihrer Sicht gibt es nun keinen Grund mehr, über Kompromisse bei der Urananreicherung zu verhandeln, wie einen Betrieb auf russischem Boden.»

Dies bedeute aber noch nicht, dass die Atombombe für Iran nun schon in greifbarer Nähe sei. «Es ist eine bedeutende Entwicklung», sagt der israelische Geheimdienstchef. «Aber nur weil jemand Fahrrad fahren kann, heißt es nicht, dass er 80 Kilometer in der Stunde fahren kann ohne herunterzufallen.» (N24.de, dpa)

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13.04.06 09:33
6

21405 Postings, 7318 Tage lehnaDass der ölsprudelnde Iran Atomkraftwerke benötigt

kann Ahmadinedschad seiner Oma oder einigen Träumern hier erzählen.
Für den Rest der Welt sind seine Nuklearträume ein einziger Albtraum.
Mit Wohlstand für alle hat er Wahlen gewonnen,jetzt muss er mit Fanatismus das Volk bei der Stange halten.
Das erinnert stark an unsere eigene grässliche Vergangenheit...

 

13.04.06 09:52

25551 Postings, 7500 Tage Depothalbiereriran könnte in 3 jahren atommacht sein.

so paßt es wohl besser.

wie es schon gesagt wurde, egal, was die uiraner machen, die amis glauben es sowieso nicht, d.h. die option nachgeben fällt schon mal aus, weil das inspektoren im ganzen land ausschwärmen ließe, die alle wichtigen militärischen ziele ausspionieren würden.

wohin das führt, onne man am beispiel irak sehen.

wetr einmal lügt, dem glaubt man nicht, das gilt sowohl für iran, als auch für usa.  

13.04.06 09:53
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913 Postings, 5772 Tage Ziel_Touareg...

Ich muss ja wieder mal gestehen, als Freund pragmatischer Lösungen habe ich eigentlich keine Einwände gegen einen Atomkrieg gegen den Iran. Das Ziel die möglichst komplette Vernichtung, u.U. zu Hilfe eilende andere moslemische Staaten gleich mit abzuhandeln, ist verlockend und durchaus noch umsetzbar. Natürlich moralisch nicht vertretbar, aber eine Möglichkeit die Weltgemeinschaft einen Schritt voranzubringen und einen großen mittelalterlichen Risikofaktor auf dieser Erde zu beseitigen. Danach könnte man sich um Handel, Kultur, Umwelt und Forschung kümmern und streiten anstatt permanent diese fundamentalistisch geprägten Zurückgebliebenen andauernd als angeblich gleichwertige Partner behandeln zu müssen und sich in Zurückhaltung zu üben anstatt einen Schlußstrich zu ziehen...nunja, aber wir wählen den umständlichen Weg und reden und verhandeln mit denen als würden wir ein geistig behindertes Kind zu überzeugen versuchen sein Tun und Handeln zu verstehen und einzuordnen und auf Einsicht zu hoffen.

Trotzdem auch ich habe menschliche Seiten und war doch sehr überrascht über die Reportagen die ich in letzter Zeit unter anderem auch über den Iran gesehen habe! Die Leute, die Bevölkerung, vor allem die vielen jungen Menschen sind total "normal"...fahren Ski, benutzen Handys, wollen sich nicht verschleiern und auch keinen Krieg. Sollte es wirklich so sein, dass unsere unzensierten Medien nur das Bild einer bösen moslemischen Gesellschaft vermitteln? Sind am Ende 90% der Menschen dort viel offener und fortschrittlicher als wir wissen? Würden diese Menschen uns am Ende auch als Partner akzeptieren wenn wir nicht zu Allah beten?...wenn ich da nur Gewißheit hätte....aber vernichten ist einfacher und sicherer. Selber schuld wer solche Ayatollahs und Präsidenten als Führer zuläßt.  

13.04.06 14:16

7336 Postings, 6900 Tage 54reabParis mit einer harten Linie

IRAN

Ahmadinedschad wünscht seinen Kritikern den Tod

Irans Präsident Ahmadinedschad schwingt erneut die verbale Keule. Unbeeindruckt von der Kritik am Atomprogramm seines Landes schleudert er der internationalen Gemeinschaft entgegen: "Seid wütend und erstickt an eurer Wut." Mit einer "harten Linie" im Sicherheitsrat will Paris auf Irans Atompolitik reagieren.

Teheran - Gestern Abend spät lief Mahmut Ahmadinedschad zu dem auf, was seine Anhänger Hochform nennen würden. "Für alle, die wütend sind darüber, dass Iran erstmals erfolgreich Uran anreichern kann, haben wir eine Antwort: Seid wütend und erstickt an eurer Wut", polterte der Präsident und kündigte an: "Wir werden mit niemandem über das Recht des Iran sprechen, Uran anzureichern."

REUTERSAhmadinedschad: "Erstickt an eurer Wut"
Kurz darauf traf der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohamed el-Baradei, in Teheran ein. Er sagte bei seiner Ankunft, er wolle Iran dazu bringen, die Forderungen der internationalen Gemeinschaft zu erfüllen, vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen und die Uran-Anreicherung einzustellen.

Ahmadinedschad hatte am Dienstag erklärt, sein Land beherrsche jetzt die Technologie der Urananreicherung und werde sie auf industriellem Niveau ausbauen. Die Ankündigung war international scharf kritisiert worden. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, die Äußerungen über Fortschritte bei der Atomtechnik seien eine "erneute Provokation, die wir nicht nur zurückweisen müssen, sondern die unsere Sorgen in der Tat vertieft."

Der Uno-Sicherheitsrat hatte Ende März in einer nicht bindenden Erklärung einen Stopp des iranischen Atomprogramms verlangt. Derzeit erstellt el-Baradei dazu einen Bericht, der Ende April vorliegen soll. Diplomaten schlossen nicht aus, dass danach eine bindende Resolution des Uno-Sicherheitsrates gegen den Iran verabschiedet werden könnte. Sie könnte auch Sanktionen vorsehen.

El-Baradei in Teheran

Der Generalsekretär der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed el-Baradei, hat seine Gespräche zur Beilegung des Streits um das iranische Atomprogramm aufgenommen. Er traf zunächst mit dem Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Gholamresa Aghasadeh, zusammen. Geplant war zudem ein Gespräch mit dem Chef des nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani. Nach einer Pressekonferenz am Nachmittag wollte el-Baradei an den IAEA-Sitz nach Wien zurückkehren.

FORUMIran - Welches ist die richtige Politik? II

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901 Beiträge,
Neuester: Heute, 13.53 Uhr
von Jodeldiplom
Bei der Ankunft in Teheran hatte el-Baradei gestern Abend die Hoffnung auf eine "Verhandlungslösung" im Atomstreit geäußert. "Wir hoffen, wir können den Iran dazu bringen, vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen, bis alle offenen Fragen geklärt sind", sagte er. Alle Seiten sollten die "Bedingungen dafür schaffen", dass die Verhandlungen für eine diplomatische Beilegung des Konflikts wieder aufgenommen werden könnten.

Paris kündigt harte Linie an

Die französische Regierung eine harte Linie im Uno-Sicherheitsrat angekündigt, sollte Teheran die Forderungen der internationalen Gemeinschaft nicht erfüllen. In dem Fall werde das Uno-Gremium seiner Verantwortung gerecht werden und die "notwendigen Maßnahmen" ergreifen, erklärte Außenminister Philippe Douste-Blazy heute im RTL-Radio.

Frankreich sei sehr beunruhigt über die Äußerungen Teherans über Erfolge beim Ausbau des Atomprogramms, die den Forderungen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA und des Weltsicherheitsrats diametral entgegenliefen. Keine zivile Nutzung der Kernenergie rechtfertige die Urananreicherung, sagte der Außenminister. Ein Militärschlag gegen Iran sei jedoch "absolut nicht aktuell", so Douste-Blazy. Er bevorzuge eine Verhandlungslösung.

asc/reuters/AP/AFP

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,411266,00.html


 

 

02.06.06 13:44

11123 Postings, 6003 Tage SWayVetomächte bieten Iran einen Handel an

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/29/0,3672,3939901,00.html

Vetomächte bieten Iran einen Handel an
Atomkonflikt mit Teheran - Gespräche in Wien

Im Atomstreit mit dem Iran haben sich die fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschland auf die Grundzüge eines Angebotspakets an Teheran verständigt. Sollte der Iran seine Anreicherung von Uran aussetzen, werde die Einschaltung des Weltsicherheitsrats gestoppt. Das erklärte die britische Außenministerin Margaret Beckett nach einem Außenministertreffen der sechs Staaten am Donnerstag in Wien. Zugleich versprach Beckett dem Iran "bedeutende Vorteile", sollte das Land dem Handel zustimmen.
02.06.2006


Sie sprach von "weit reichenden Vorschlägen". "Wir glauben, dass sie Iran die Chance eröffnen, eine auf Zusammenarbeit basierende Verhandlungseinigung zu erreichen."

"Substanzielle Vorschläge"

Sollte Teheran solche Verhandlungen allerdings ablehnen, "müssen weitere Schritte ergriffen werden", sagte Beckett. Die sechs Staaten riefen den Iran auf, die "substanziellen Vorschläge" ernsthaft zu prüfen. Sie sollten Teheran nun übermittelt werden. An dem Treffen nahmen neben Beckett die Außenminister aus Deutschland, Frankreich, den USA, Russland und China teil. Der Iran soll mit dem Paket dazu gebracht werden, sein Atomprogramm auszusetzen.


"Wir hoffen, dass die iranische Regierung das Angebot in den nächsten Tagen gründlich erwägen wird", sagte Rice vor ihrem Abflug nach Wien in Washington. Die Außenministerin hatte am Mittwoch in Abkehr von der bisherigen amerikanischen Iran-Politik die Bereitschaft der USA zu direkten Gesprächen mit Teheran bekundet, wenn die iranische Führung auf die Anreicherung von Uran verzichtet und die Aktivitäten zur Wiederaufarbeitung einstellt.

Iran lehnt Stopp ab

Der Iran begrüßte das Dialogangebot grundsätzlich, lehnte aber einen Stopp der Urananreicherung als Vorbedingung ab. Außenminister Manutschehr Mottaki sagte am Donnerstag im staatlichen Fernsehen, über angestammte Rechte in Atomfragen werde nicht verhandelt. Doch sei Teheran zu einem "Dialog über gemeinsame Anliegen" bereit.


Auch China und Russland begrüßten die Kehrtwende der USA, die seit 1979 keine diplomatischen Beziehungen mehr zum Iran unterhalten. Man sei überzeugt davon, dass die Probleme nur mit Verhandlungen zu lösen seien, erklärte das Außenministerium in Moskau. Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier hatte am Mittwoch das Gesprächsangebot der USA gewürdigt.

Bush droht mit Weltsicherheitsrat

US-Präsident George W. Bush drohte unterdessen erneut mit der Einschaltung des Weltsicherheitsrats, falls der Iran die Urananreicherung nicht einstellt. Wenn Teheran sich weiter nicht um die Weltmeinung kümmere, dann werde die Welt in einer konzertierten Aktion handeln, sagte Bush am Donnerstag nach einer Sitzung seines Kabinetts.

Mit Material von dpa, REUTERS, AP, AFP
 

02.06.06 13:48

129861 Postings, 6585 Tage kiiwiim.E. ist der Iran noch keine Atommacht, da man

die Technik der Anreicherung noch nicht beherrscht.


MfG
kiiwii  

02.06.06 13:53

11123 Postings, 6003 Tage SWayDa kann man jetzt aber geteilter Meinung sein

ab wann man Atommacht ist und ab wann nicht. Nach dieser Definition wäre Deutschland wohl Atommacht (sind wir ja auch) aber frag mal auf der Strasse nach. Ich würde wetten das wir 20 verschiede Meinugen bei 17 Leuten haben werden.

Der Titel des Threads ist so wegen der News die dem Thread vorausging.

Also nix für ungut...

Weltfrieden !  

21.12.06 13:29

11123 Postings, 6003 Tage SWayJetzt auch offiziell bestätigt.

http://www.allheadlinenews.com/articles/7005915887

Ahmadinejad Says Iran Is Now Nuclear Power

December 20, 2006 1:28 p.m. EST

Julie Farby - All Headline News Staff Writer

Iran (AHN) - Iranian President Mahmoud Ahmadinejad, who made headlines last week for sponsoring a conference on the accuracy of the Holocaust, is once again back in the spotlight.

During a speech in the Western Iranian province of Javanroud, Ahmadinejad declared Iran is "now a nuclear power, thanks to the hard work of the Iranian people and authorities."

The state-run Islamic Republic News Agency (IRNA) also quoted Ahmadinejad as saying that "Iranian young scientists reached the zenith of science and technology and gained access to the nuclear fuel cycle without the help of big powers,"

Ahmadinejad's most recent announcement of Iran's nuclear progress is certain to raise the ire of Western governments, who with the help o the United Nations, have attempted to curb Iran's nuclear ambitions.
 

09.04.07 20:46

Clubmitglied, 6494 Postings, 8064 Tage PeetIran provoziert die Weltgemeinschaft

INDUSTRIELLE URANANREICHERUNG
Iran provoziert die Weltgemeinschaft

Nationaler Atom-Feiertag in Iran: Stolz hat Präsident Ahmadinedschad verkündet, sein Land sei nun zur Urananreicherung in industriellem Ausmaß in der Lage. Die USA sprechen von einer "verpassten Gelegenheit", ungewohnt scharfe Töne kommen aus Moskau.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,476292,00.html



bye bye peet

do you know - there´s a story about a new-born child and the sparrow´s song

 

23.05.07 23:14

Clubmitglied, 6494 Postings, 8064 Tage PeetZahl der Zentrifugen verdoppelt

Mittwoch, 23. Mai 2007
Zahl der Zentrifugen verdoppelt
Urananreicherung im Iran


Der Iran hat in den vergangenen drei Monaten die Zahl seiner im Atomzentrum Natans installierten Gaszentrifugen zur Urananreicherung fast verdoppelt. Dabei wurde die Zahl der anreicherungsfähigen Geräte sogar fast vervierfacht. Dies geht aus einem vertraulichen Bericht hervor, den die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO am Mittwoch dem UN-Sicherheitsrat in New York übergab. Angesichts der unnachgiebigen Haltung des Irans im Atomstreit wollen die USA jetzt den Druck auf Teheran weiter erhöhen. Teheran selbst wertete den Bericht als "weiteres Dokument, das das friedliche Wesen des iranischen Atomprogramms beweist".

Nach dem Bericht hat Teheran erneut die Forderungen des Sicherheitsrats ignoriert, der das Land in zwei Resolutionen zur Einstellung der Urananreicherung unter Androhung von Sanktionen aufgefordert hat. An diesem Donnerstag läuft die in der UN-Resolution vom 24. März genannte Frist ab, bis zu der Teheran seine Anreicherungsaktivitäten einstellen konnte.

"Der Bericht zeigt, dass der Iran sein Urananreicherungsprogramm nicht wie gefordert eingestellt hat", sagte der amerikanische UN-Botschafter Zalmay Khalilzad am Mittwoch in New York. "Deshalb ist es Zeit, sich weitere Maßnahmen zu überlegen und den Druck zu erhöhen." Allerdings machte Khalilzad als amtierender Präsident des Sicherheitsrats deutlich, dass er keinen unmittelbaren Zeitdruck sieht. Zunächst müsse der Bericht im Rat und in Washington gründlich gelesen werden.

Nach iranischer Auffassung bestätigte der IAEO-Bericht, dass es im iranischen Atomprogramm keine Abweichung "zu verbotenen militärischen Zielen" gebe, wie Teherans IAEO-Vertreter Ali-Asgar Soltanieh der Agentur Mehr erklärte. Alle iranischen Projekte seien transparent und zudem auch bei der Atombehörde angemeldet.

Dem IAEO-Report zufolge werden in Natans inzwischen acht so genannte Kaskaden von jeweils 164 Gaszentrifugen zur Urananreicherung betrieben, zwei weitere würden derzeit getestet und drei weitere Kaskaden befänden sich im Bau. Ein mit dem iranischen Atomprogramm vertrauter Diplomat in Wien sagte dazu, Teheran könne bis Ende Juni die ursprünglich angekündigten 3000 Zentrifugen installiert haben.

Nach Teherans eigenen Angaben ist es seinen Ingenieuren gelungen, Uran bis zu einem Grad von 4,8 Prozent anzureichern, was zum Betrieb von Atomkraftwerken, aber nicht zum Bau von Atomwaffen ausreichen würde. Die Internationale Gemeinschaft befürchtet, dass Teheran die Urananreicherung zur Entwicklung von Atombomben missbrauchen könnte. Dazu müsste das Land allerdings Uran bis zu einem Grad von rund 90 Prozent des spaltbaren Urans 235 anreichern.

In dem Bericht, der der Deutschen Presseagentur (dpa) vorliegt, beklagt die Atombehörde, dass sich das Wissen um das Jahrzehnte geheime Atomprogramm Teherans in den vergangenen Monaten eher verschlechtert habe. "Wenn der Iran (...) die nötigen Maßnahmen nicht implementiert, wird die Agentur (IAEO) nicht in der Lage sein, den Hintergrund des iranischen Atomprogrammes vollständig zu rekonstruieren", schließt der Report von IAEO-Chef Mohammed el Baradei.

http://www.n-tv.de/806118.html



bye bye peet

do you know - there´s a story about a new-born child and the sparrow´s song

 

24.05.07 06:28

16661 Postings, 8014 Tage neemaxzum Thema

http://www.ariva.de/..._id=neemax&search_full=iran%20%2Btime%3A6month  

15.07.09 13:59

11123 Postings, 6003 Tage SWayIran und die Atombombe: Der Alptraum der Welt

http://www.stern.de/politik/ausland/...traum-Welt/706336.html#rss=all

Eine Analyse von Hans-Hermann Klare

Die Mullahs und die Atombombe - das ist der Alptraum der Welt. Und es war lange klar, dass es so kommen könnte. Wie gefährlich ein nuklear bewaffneter Iran wirklich ist, und was der Westen jetzt unternehmen sollte.

Am 12. September 2002 - ein Jahr nach den Anschlägen von New York und Washington und einen Tag nach dem Werben von US-Präsident George Bush vor der Uno für einen Krieg gegen Saddam Hussein - sorgte sich Deutschlands damaliger Außenminister Joschka Fischer auf dem Rückflug aus den USA nach Deutschland wegen des iranischen Atomprogramms. "Was auch immer im Irak passieren wird", sagte er damals an Bord seines Regierungs-Airbus, "um den Iran mache ich mir viel größere Sorgen."

gekürzt....

15.07.09 14:35

4566 Postings, 5283 Tage Jon Game,,,

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