Institutionelle vor dem Einstieg

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eröffnet am: 09.03.01 10:20 von: Ramses II Anzahl Beiträge: 5
neuester Beitrag: 09.03.01 13:52 von: Geldgeier Leser gesamt: 593
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09.03.01 10:20
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10635 Postings, 7617 Tage Ramses IIInstitutionelle vor dem Einstieg

Experte: Institutionelle bei Technologieaktien vor dem Einstieg

Düsseldorf (vwd) - Institutionelle Anleger haben sich bei der aktuellen Börsen-Baisse nach Auffassung von Aktienexperten mit als Erste von Technologietiteln getrennt, stehen jedoch offenbar nun davor, wieder in den Techsektor zu investieren.

Die Cash-Positionen bei Asset-Managern seien auf einem hohen Niveau,

sagte Bernd Winter, Aktienstratege bei der Deutschen Bank im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (HB/Freitagausgabe). Im vergangenen Jahr hätten Anleger noch uneingeschränkt an das Wachstum der Technologieunternehmen geglaubt und erwartet, dass das Wachstum auch von steigenden Zinsen und einer sich abschwächenden Konjunktur nicht gebremst werde. Dies habe sich jedoch als Chimäre erwiesen.

                  vwd/9.3.2001/maa/kt
 

09.03.01 10:25

21160 Postings, 8062 Tage cap blaubärOpa Berni meinte Dostag ........

Portf.Hans Bernecker: Nervosität nimmt ab, Sensibilität bleibt
Mails/Nachrichten vom 8.3.2001, Bernecker & Cie.

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Guten Morgen, meine Damen und Herren,
die Nervosität nimmt ab, die Sensibilität bleibt. IDS Uniphase warnte gestern erneut vor Gewinnrückgängen, aber der Markt zuckte nur noch mit den Achseln. Das wird das typische Bild der nächsten 6 Wochen sein, wenn die Gewinnwarnungen der letzten Wochen mit den Quartalszahlen abgedeckt sind und die dann nur noch leichten Korrekturen ein zunehmend kleineres Kursrisiko enthalten. Ich schaue in dieser Situation unverändert auf die Markttechnik. Warum?

Im Moment zeigen Ihnen ausschließlich die Charts (Kurs- und Umsätze!), wo und wie sich ein Gleichgewichtspreis für die jeweilige Aktie bildet. Klar formuliert: Ohne ein eindeutiges Chartbild gibt es keinen Grund zu Engagements. Lassen Sie sich darin von keiner Story beeindrucken. Davon gibt es jetzt jede Menge.

Aufschlußreich ist, was Worldcom-Architekt Ebbers gestern formuliert hat. Acht Jahre lang baute er den zweitgrößten Telekom-Konzern Amerikas auf, um ihn nun auseinandernehmen zu wollen. Bei aktuellem Kurs von 16/17 $ nennt er ein Kursziel von 35 $. Das ist in der Tat realistisch, aber nicht kurzfristig zu machen. Es ist aber ein Indiz dafür, wie überzogen die Baisse in den Telekom-Werten inzwischen geworden ist. Ich hatte auf diese Aktie schon hingewiesen, zusammen mit AT&T und Sprint. Dazu bitte die AB's nachlesen. Die Technik von AT&T sieht von allen Dreien am besten aus. Inzwischen auch 25 $ nach Tief bei 16 1/2 $ mit aktuellem Kursziel von zunächst 30/32 $, was wieder die berühmten 100 % wären.

Ich habe es in der AB schon 4 Mal erwähnt: Niemand redet über die Auto-Zulieferer, aber diese steigen. Ich berichtete in den letzten 3 Wochen darüber. Dana inzwischen knapp vor 20 $, Delphi schaffte zunächst etwas mehr als 15 $. Borg Warner gewann bis 45,45 $. Dazu die letzte AB nachlesen.
Etwas schwieriger ist die Marktlage bei Lear, wo ich Käufe bei 30/31 $ erwarte.

Was sieht bei den Technik-Aktien schon gut aus? AMD inzwischen 25 $ nach 13,56 $ im Tief und es bleibt beim Kursziel von zunächst 28/30 $. Micron Tech. schaffte sogar vorübergehend 43 $, was etwas zu weit ging. 38/40 $ haben auch noch eine Chance. Nebenbei: Yahoo erreichte nun 20 $ ... nach 205 $ in der Spitze. Schon ein Kauf? Bei 10 $.

In Deutschland sind die Technik-Titel das aktuelle Spielmaterial. Unterscheiden Sie bitte zwischen spielen und investieren, wie schon gestern angemerkt. Keine der 4 Titel ist im Moment ein echter Kauf. Die Gewinnwarnung von Epcos ist allerdings weitgehend eingepreist. VW wird heute voraussichtlich einen neuen Top-Kurs erreichen. Dann geht es in Richtung 67 und mit Glück 70 E. Daimler tritt dagegen auf der Stelle, aber hier liegt die Marke bei 57 E., die gestern nicht geschafft wurde. Mein
Rückzug aus Bank Berlin war ebenso richtig wie frühzeitig. Ich bleibe auch jetzt noch zurückhaltend.

Telekom, was nun, denn Sommer bleibt offensichtlich doch. Was übrigens richtig ist. Auch hier schauen Sie jetzt nur auf den Chart und nichts sonst, vor allem auf Stochastik und MACD als die hinter dem Chart stehenden technischen Indikationen. Das oben zitierte Worldcom-Beispiel werten Sie als Indiz.

Welche Branche sieht am besten aus? Die, die ich Ihnen im nächsten Brief nenne. Vielleicht erscheint Ihnen dies nicht ganz originell, aber wer den DAX in diesem Jahr schlagen will, muß darauf setzen. Ich mache das deshalb so spannend, weil es dazu ein paar mehr Fakten gibt als nur einen Tip. Bitte nicht übersehen:

FAG Kugelfischer überwand gestern erstmals 8,30/8,50 E. Da ist sogar ein kurzfristiger Trade möglich, der bis 11 E. geht. Die extreme Unterbewertung habe ich schon begründet.

Bei den Bauwerten ist Pause angesagt. Die Kursgewinne gingen teilweise zu weit. Käufe zurückstellen, Zwischengewinne realisieren. Rückkäufe diskutiere ich demnächst.

Die Urteile der Analysten sind eine Lektüre wert. Anschließend können Sie sich die Augen reiben oder den Kopf schütteln. Immerhin: Lehman Brothers senkt die Prognosen für Epcos. Das hätten sie vor 8 Wochen tun müssen. Jetzt ist es zu spät. Die gleiche Adresse senkt die Perspektive für Nokia mit reduzierter Gewinnschätzung. Auch dies hätten weitsichtige Analysten vor einem halben Jahr sehen können. Jedenfalls wurde mein gelegentlich als verrückt eingestuftes Ziel von 20 E. knapp erreicht. Jetzt geht die technische Korrektur sogar bis knapp über 30 E. Erstaunlich, wie Aventis entdeckt wird. Ebenfalls von der gleichen Investment-Adresse hochgestuft und zum Kauf empfohlen. Dem schließe ich mich an, bin aber schon seit 15 Monaten dabei. Diese Aktie ist eine der wenigen, wo auf hohem Niveau ein weiterer Kauf möglich wird. Dagegen unverständlich, wie die Zahlen von Fresenius bewertet werden. Die Dt. Bank stuft diese Aktie zurück. Von strong buy auf
buy. Immerhin etwas. Die Begründung dafür ist apokryph. Morgan Stanley senkt das Kursziel auf 320 E. Beiden Analysen fehlt es an Schlüssigkeit. Richtig liegt wohl die Hypovereinsbank mit dem Ausblick für Pro Sieben, aber auch hier zu spät: Das hätten sie bei 39 E. tun können, aber nicht bei 27 E. Restrisiko geht allerdings noch bis 20/22 E.

Damit wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Börsentag.

MfG

Hans A. Bernecker
 




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sein Satement zu Telkos ist spannend
blaubärgrüsse
 

09.03.01 11:43

24273 Postings, 7765 Tage 007BondInstitutionelle vor dem Einstieg?

Wo steigen sie denn ein?
Wenn ich heute die Wirtschaftsnachrichten lese, sehe ich da folgendes:

1. "Japan steht vor finanzieller Krise"



  • Düstere Prognosen des Finanzministers ließen Yen auf Rekordtief fallen

  • Höchste Staatsverschuldung aller Industriestaaten


2. "Intel mit Gewinnwarnung - 5.000 Jobs sollen weg"



  • Schwache Nachfrage nach PCs, Netzwerk-Rechnern und Kommunikationstechnologie


Wie sich solche Botschaften auf den Technologie-Sektor auswirken werden, muß ich, so denke ich, nicht gesondert erklären. Wer sich aber dennoch unsicher ist, dem empfehle ich, doch einmal den folgenden Bericht aus dem Handelsblatt lesen:
http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/...90/cnct/1/index.html" rel="nofollow">Zerstörte High-Tech Hoffnungen

Eine Frage, über die jeder einmal intensiv nachdenken sollte: Wenn ein Verlust-Risiko erheblich größer ist, als ein zu erwartender Gewinn, investiere ich dann?



 

09.03.01 12:58
Das Handelsblatt schreibt aber auch dies:
Gruß
EXPRO

Techniker erwarten Bärenmarkt-Rally

ULF SOMMER

HANDELSBLATT, 9.3.2001
DÜSSELDORF. Die Aussichten können kaum schlechter sein: Die Serie negativer Unternehmensmeldungen geht weiter, weil sich die Firmen mit dem starken Vorjahresquartal messen müssen. Gleichzeitig kühlt die Wirtschaft in den USA ab. Darauf deuten zumindest die Stimmungsindikatoren hin. Anleger sehen bei so einem Szenario keinen Grund, Aktien zu kaufen.

Charttechniker legen noch eine negative Schippe drauf: Bei den bereits arg gebeutelten Indizes Nasdaq und Neuer Markt sind die Abwärtstrends intakter denn je. Dem entsprechend erstickt jede Zwischenerholung im Keim, und Kursrückgänge bescheren dem Anleger neue Tiefstände. ?Es gibt sehr viele Warnsignale, wie es für eine ausgeprägte Baisse typisch ist?, meint Michael Riesner von der DG Bank.

Dazu gehört auch, dass der Leitindex für Technologiewerte, der Nasdaq Composite, den immerhin zehn Jahre alten Aufwärtstrend nach unten durchbrochen hat. Die flach steigende Linie verläuft derzeit bei gut 2 400 Punkten ? also knapp 10 % über dem aktuellen Niveau. ?Ebenso wie die fundamentalen Analysten werden auch die Techniker immer pessimistischer. Die Anleger sind es ohnehin bereits?, diagnostiziert Riesner eine sehr negative Börsenstimmung. Und genau die stimmt ihn für die nächsten Monate optimistisch ? getreu der Devise des antizyklischen Engagements. Der Markt ist nach den heftigen Kursrückgängen so extrem überverkauft, wie es nur 1974 in der 30-jährigen Nasdaq-Geschichte vorkam. Nach heftigen Verkaufswellen ab März 2000 brach der Index bereits zweimal aus der abwärts gerichteten Linie aus ? nach unten in einen steileren Abwärtstrend mit noch intensiverem Verkaufsdruck. Genauso sieht es am deutschen Wachstumsmarkt aus. Der Neue-Markt-Index brach zweimal in einen noch steileren Kanal nach unten aus.

Jede kleinere Erholung würde dazu führen, dass sich viele Leerverkäufer, die auf noch niedrigere Kurse spekulieren, mit Aktien eindecken müssten. Allein die Kraft der ?Shortseller? könnte eine Rally auslösen und den Index wieder in einen flacher verlaufenden Abwärtstrend hineinführen.

Wie die meisten Techniker erwartet Riesner auf Grund der negativen Stimmung und der überverkauften Marktsituation eine Rally ? dies allerdings in einem intakten Bärenmarkt. ?Die Erholung steht unmittelbar bevor. Sie beginnt schwach und ist im März noch von Rückschlägen gekennzeichnet. Doch wenn die 2 400er-Marke des langfristigen Aufwärtstrends nachhaltig geknackt wird, ist das für Investoren ein Signal zum Einstieg?, sieht Riesner ?sehr, sehr gute Zeichen für eine ausgeprägte Bärenmarkt-Rally?.

In Erwartung, dass die Kurse auf Grund der schlechten fundamentalen und charttechnischen Daten weiter fallen, seien viele Anleger nicht investiert. ?Gerade deshalb sinken die Kurse nicht weiter?, ist Riesners Szenario. ?Im April erwarte ich eine dynamische Aufwärtsbewegung, die den Index schließlich bis auf 3 300 Punkte führen kann.? Das wäre vom heutigen Niveau eine 50 %ige Erholung.

Alte Höchststände, wie vor einem Jahr (5 132 Punkte) bleiben aber solange in aussichtsloser Ferne, wie die Widerstandsmarke bei derzeit 3 600 Punkten (mittelfristiger Abwärtstrend) und die Höchststände aus der Erholung im vergangenen Sommer (4 289 und 4 259 Punkte) nicht erreicht werden.

Am Neuen Markt wäre eine Trendwende in Richtung alte Höchststände erst bei einem Überwinden der Widerstände aus den Frühlings- und Sommermonaten geschafft. Damals notierte der Nemax-All-Share-Index noch bei über 6 000 Zählern ? fast dreimal so hoch wie heute. Angesichts dieser Ausgangslage sehen Charttechniker jede Rally zunächst nur als Erholung innerhalb des Abwärtstrends, der sich seit März 2000 ausgebildet hat.

Weniger optimistisch ist dagegen Stephen Schneider von der WGZ Bank. Zwar rechnet auch er wie viele seiner Kollegen mit einem Zwischenspurt. Dieser könne den Nasdaq-Index bis auf 2 850 Punkte bringen. ?Danach geht es aber wieder nach unten. Wahrscheinlich bis auf 1 900 Punkte, maximal bis auf 1 400 Punkte.? Schneider leitet seine Szenarien aus dem vor allem in den USA gebräuchlichen Elliot-Wellenprinzip ab. Danach vollziehen sich ? vereinfacht ausgedrückt ? Auf- und Abwärtsbewegungen an der Börse in einem sich wiederholenden Rhythmus: fünf steigende und anschließend drei fallende Wellen. ?Eine Abwärtswelle fehlt noch?, prognostiziert Schneider neue Tiefstände beim Nasdaq.

Die erwartet auch Stefan Salomon vom Verband Technischer Analysten Deutschlands. ?1 500 Punkte im Nasdaq erreichbar?, warnt Salomon in einer Studie. Sein Szenario beruht auf dem intakten Abwärtstrend, in dem nur ?leichte und bisher kraftlose Gegenbewegungen zu sehen sind?. Doch ebenso wie viele Chartkollegen sieht auch Salomon ein ?gutes Kaufsignal?, sollte die wichtige 2 400-Punkte-Marke überschritten werden. Der Techniker warnt allerdings vor einem zu frühen Einstieg: ?Derzeit sprechen alle Hinweise auf weiterhin fallende Kurse.?
HANDELSBLATT, Freitag, 09. März 2001

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Mit niedrigen Zinsen kommt die Kurswende

CHRISTIAN HALLERBERG

Die lang andauernde Korrekturphase an den Börsen hat vielen Anlegern den Spaß an Aktien verdorben. Doch Experten sehen Licht am Ende des Tunnels. Für die zweite Jahreshälfte erwarten sie ein freundlicheres Börsenklima, angeheizt durch sinkende Leitzinsen und eine wieder anziehende US-Konjunktur.

HANDELSBLATT, 9.3.2001
DÜSSELDORF. Seit nun fast einem Jahr ist an den Börsen der Schwung raus. Vor allem mit den Indizes, in denen viele Technologie-, Medien- und Telekommunikationaktien vertreten sind, ging es bergab. Diese Tendenz hat, wenn man den Hoffnungen der meisten Analysten glaubt, bald ein Ende. Sie erwarten, dass sich die Aktienmärkten zum Sommer hin erholen.

Michael Hartnett, Chefstratege für europäische Aktien bei der Investmentbank Merrill Lynch in London, macht zwei Voraussetzungen für eine Wende an den Börsen aus: Zum einen müssen die wichtigsten Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB), die US-amerikanische Federal Reserve (Fed) und Bank von Japan die Zinsen weiter senken. Zum anderen muss sich die Wirtschaft in den USA stabilisieren.

Analysten warten auf

Zinsschritt der EZB

Die Notenbanken scheinen ihren Part erfüllen zu wollen: Die japanischen Zentralbanker haben erst Ende Februar ihre Sätze zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt und sind mit den eher symbolischen Raten wieder fast zu ihrer Null-Zins-Politik zurückgekehrt. Und in den USA hat Fed-Chef Alan Greenspan Hoffnung auf weiter sinkende Zinsen gemacht.

Diesem Trend wird sich auch die EZB nicht widersetzen können. Die Anlagestrategen für Privatkunden der Deutschen Bank erwarten, dass die Euro-Bank ihren Refinanzierungssatz bis zum Sommer um 50 Basispunkte auf 4,25 % senken wird. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr erwarten die Experten der Deutschen Bank für 2001 deswegen keine gewinninduzierte Aktienkursentwicklung sondern eine, die von den niedrigeren Zinsen beeinflusst wird.

Patrick Schmidtke, Aktienstratege bei der Commerzbank-Tochter Commerz-Asset-Managers, rechnet auch damit, dass die sich die Aktienmärkte im zweiten Quartal erholen werden. ?Man sollte zyklische Werte im Auge behalten?, rät er. Als zyklisch gelten Aktien, die besonders stark von der wirtschaftlichen Entwicklung, dem Konjunkturzyklus, abhängen. ?Wenn die Konjunktur, vor allem in den USA, wieder anzieht, dann reagieren die zyklischen Chipwerte am schnellsten?, empfiehlt Schmidtke. Er rät aber auch zu Chemie- und Automobilwerten. Mittelfristig sieht er auch die Technologiewerte positiv, Telekomtitel hat er weiterhin übergewichtet.

Aus defensiven Werten wie Pharma-Aktien ist er bereits herausgegangen. Zwar rechnet er dort mit weiterem Wachstum, aber der ?Sichere-Hafen-Effekt? werde künftig bei diesen Werten keine große Rolle mehr spielen. Der Hintergrund: In unsicheren Börsenzeiten waren defensive Titel gesucht, da diese wertstabilen Aktien Schutz vor allzu großen Kursverlusten boten.

Verhaltener schätzt Aktienstratege Klaus Schlote von Dresdner Kleinwort Wasserstein die Lage ein. ?Die Situation ist unsicher, es gibt noch Revisionsbedarf bei den Gewinnerwartungen, besonders mit Blick auf 2002.? Zwar rechnet auch er damit, dass die EZB im Verlauf des zweiten Quartals die Zinsen senken wird, das werde aber eher nur stabilisierend wirken. Vor einer nachhaltigen Kurssteigerung müssten erst strukturelle Defizite wie Überkapazitäten behoben werden.

Mit Rückenwind für die US-Wirtschaft rechnen die Aktienstrategen Neil Williams und Alain Kerneis von Goldman Sachs in ihrer Studie von Mitte Februar. Die Geldpolitik habe mittlerweile die Liquiditätsbremsen spürbar gelockert. Sie empfehlen Anlagen in Techwerte ? allerdings außerhalb Europas, denn dort erwarten sie noch Gewinnwarnungen.

Interessant sei auch die Finanzbranche. Bei zyklischen Werten, die sie ebenfalls empfehlen, legen die Goldman-Sachs-Experten ihren Schwerpunkt auf Europa. Defensive Titel und Energieaktien gewichten Williams und Kerneis unter.

Dass die zyklischen Werte die Profiteure der Börsenwende sind, glaubt auch Merrill Lynch Spezialist Hartnett. Dabei unterscheidet er in Zykliker der New und der Old-Economy. Die TMT-Aktien der New-Economy werden seiner Meinung nach besonders kurzfristig von den gesunkenen Zinsen und einer stabilen Nachfrage in den USA profitieren, schließlich haben sie in der Vergangenheit am meisten von ihren Kurshöchstständen abgeben müssen. Die Zykliker der Old-Economy werden dagegen eher mittel bis langfristig von den besseren Rahmenbedingungen profitieren, dafür aber nachhaltiger. ?Es hat bei den zyklischen Werten der Old-Economy einen stillen Umstrukturierungsprozess gegeben, der es ihnen ermöglicht, zu profitieren, wenn die Weltnachfrage steigt?, meint Hartnett. Die Überkapazitäten sieht der Merrill Lynch-Stratege eher bei den TMT?s: ?Wir brauchen nicht mehr Mobiltelefone als wir Ohren haben.?
HANDELSBLATT, Freitag, 09. März 2001





 

09.03.01 13:52

195 Postings, 7546 Tage GeldgeierGurus & Börsenbriefe

So langsam geht mir das auf den Geist....
... immer wieder betätigen sich sogenannte "Gurus" als Tippgeber und ver-
kaufen für viel Geld ihre Börsenbriefe und Börsenzeitschriften.
Wenn ich nur den Werbeslogan von Fokus Money im Fernsehen sehe...
..."wir sagen ihnen,welche Aktien sie kaufen sollen"
Der Schrott ist nicht mal das Papier wert,auf dem es gedruckt ist.
Und für sowas soll der Kleinanleger sein Geld hinlegen ? Und was noch viel
schlimmer ist : kauft man die Aktien nach,die dort als Tipp angepriesen
werden,läuft man Gefahr den Insidern auf den Leim zu gehen (Redakteure der
Hefte sind ja bekanntlich auch Aktionäre...).
Aus ihrer jetzt mehrjährigen Erfahrung wissen die ganz genau,wie der Heft-
leser auf positive Artikel (=Pushen)im Heft reagiert.Man kann so als
Insider völlig risikolos Kohle machen.Beispiele gefällig :


Sascha Opel




Opel & Co sind doch mit dieser Masche steinreich geworden und sind bislang
nur unzureichend oder sogar nicht bestraft worden.
Wenn man unbedingt für seine Anlageentscheidung Börsenbriefe braucht,dann
bekommt man diese im Internet auch kostenlos.

z.B.
www.em-research.de
www.stockworld.de
www.aktiencheck.de
www.performaxx.de  usw....

Bis bald GG.


 

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