Informationswirtschaft im Aufwind

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Informationswirtschaft im Aufwind: "Auf einen Skeptiker kommen drei Optimisten"

Informationswirtschaft: 2004 soll das Jahr der robusten Erholung werden - noch Nachholbedarf bei E-Government und Breitband

VDI nachrichten, Berlin, 25. 6. 04 -"Die Zeichen sind positiv", prognostiziert Alfred Tacke, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Anlass zur Freude gibt ihm der aktuelle Monitor zur Informationswirtschaft. Demnach hat sich die Stimmung in der Branche deutlich gebessert, der Jobmotor könnte erneut anspringen.

Die Geschäftsklima-Indizes sind deutlich gestiegen", erklärte Willi Bredemeier vom Hattinger Institute for Information Economics (IIE) bei der Vorstellung des diesjährigen Fakten- und Trendberichts zum "Monitoring Informationswirtschaft" am Montag in Berlin. In der Umfrage von 109 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft "kommen auf einen Skeptiker drei Optimisten".
"Es wird wieder von Investition und Expansion gesprochen", betonte der Forscher. Die Hoffnung, dass sich der IT-Investitionsstau in zentralen Fertigungsbranchen auflöse, greife um sich. Noch schlage die Entwicklung zwar nicht direkt auf das Beschäftigungsklima durch: "Mit Neueinstellungen sind die Unternehmer noch vorsichtig", so Bredemeier. "Zumindest hat sich der Abbau nicht fortgesetzt."
Tacke rechnet dagegen im Laufe des Jahres wieder mit steigenden Beschäftigungszahlen. Er verweist darauf, dass Deutschland auch 2004 mit einem Weltmarktanteil von 6 % und einem prognostizierten Umsatzvolumen von knapp 130 Mrd.  ? den größten Markt für Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK) darstellt. Mit seinen 750 000 Jobs zähle der Sektor generell zu den wichtigsten Arbeitgebern hierzulande. Tacke begrüßt vor allem die gestiegene Internetnutzung der Bundesbürger: "Deutschland hält dabei in Europa vor allem Spitzenplätze im E-Commerce, im E-Procurement und allgemein bei der Nutzung neuer Technologien in Unternehmen." Nicht ohne Genugtuung hält der Staatssekretär fest: "Das Internet spricht deutsch." Zumindest sei es die fünfthäufigste Sprache im weltweiten Datennetz.
Sabine Graumann von TNS Infratest, die das Monitoring mit durchgeführt hat, interpretiert die Daten kritischer: "Das reicht noch nicht aus für ein Massenmedium", kommentiert sie den gebremsten Fortschritt beim Übergang in die Netzgesellschaft. Sie wünscht sich eine Abdeckung wie beim Mobilfunk. Den nutzen inzwischen 77 % der Deutschen, so dass Deutschland beim "M-Commerce" europaweit führt.
Tacke selbst sieht einen "Nachholbedarf im Breitbandbereich", da bis Ende 2004 schätzungsweise nur 6 Mio. Bundesbürger mit dem Turbo durchs Netz düsen. "Im internationalen Vergleich liegen wir hinter den USA und den skandinavischen Ländern", ärgert er sich. Besserung erhofft er sich durch einen verstärkten Wettbewerb durch das neue Telekommunikationsgesetz bei DSL.

Große Potenziale eröffnen sich zudem beim E-Government, sind sich Marktforscher und Regierung einig. Auch hier liegt Deutschland in Europa trotz der Initiative BundOnline 2005 noch weit zurück. "Erst knapp 50 % der 440 vorgesehenen Dienstleistungen sind online", kritisiert Graumann. Doch die in die Trendanalyse einbezogenen Unternehmer sind sich sicher, dass sich der Sektor viel versprechend entwickle. "E-Government wird als Service für den Bürger angesehen, nicht mehr als Rationalisierungsinstrument", erläutert Bredemeier.
Der größte Schub werde auf kommunaler Ebene erwartet. "Hauptsächlich genannt werden das ¿Elektronische Gemeinde- und Finanzamt"." Weitere und unterschätzte Wachstumsfelder sieht Tacke bei der Internet-Telefonie sowie beim digitalen Antennen-TV über DVB-T.
Eher mittelmäßig werden die Chancen der Deutschen bei der IT-Sicherheit beurteilt: "Die Preise für entsprechende Produkte sind zu hoch für die internationale Vermarktung", fürchtet Bredemeier. Auch Open-Source-Software sei momentan kein Schwerpunktthema, aber im Kommen: "Die Unternehmen, die sie einsetzen, urteilen positiv."STEFAN KREMPL
www.tns-infratest-bi.com/bmwa


 

29.06.04 13:38

8215 Postings, 7443 Tage SahneMaschinenbau auch:

Boomender Export

Maschinenbau mit vollen Auftragsbüchern

Die starke Auslandsnachfrage nach Maschinen ?Made in Germany? hat dem deutschen Maschinenbau ein gutes erstes Halbjahr 2004 verschafft.

     

 
Im Mai verbuchten die Maschinenbauer 23 Prozent mehr Aufträge als vor Jahresfrist. Grund dafür war vor allem die starke Auslandsnachfrage nach Maschinen ?Made in Germany?, berichtete der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Dienstag in Frankfurt.

Die Auslandsorders legten um 34 Prozent zu. Vergleichsweise schwach entwickelten sich dagegen die Inlandsaufträge mit einem Wachstum von vier Prozent.

?Der Aufschwung im Euro-Raum hinkt nach wie vor hinterher?, sagte VDMA-Volkswirt Ralph Wiechers und sprach von einer ?Atempause im Inland?. Im Ausland floriere dagegen das Geschäft.

?Großanlagengeschäfte puschten wieder einmal das Bestellvolumen.
Jetzt muss der Funke aber auf das Inland überspringen.? Für den deutschen Maschinenbau gehe es aufwärts, lautet das Fazit des Verbandes für das erste Halbjahr.


 
mehr zum Thema
Exportschlager Maschinen
Freude am "Made in Germany" http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/460/29431/


 
Kontinuierlicher Anstieg
Seit sechs Monaten steige der Ordereingang kontinuierlich. Im April hatte das Plus 19 Prozent betragen, im März 37 Prozent. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich März bis Mai seien die Aufträge insgesamt um 26 Prozent gestiegen. Bei den Inlandsaufträgen habe der Zuwachs 17 Prozent und bei den Auslandsaufträgen 32 Prozent betragen.

Dank ihrer Exporterfolge rechnen die Maschinenbauer 2004 mit einem deutlich stärkeren Wachstum als zunächst angenommen. Der VDMA korrigierte vor einigen Wochen seine Prognose nach oben und erwartet nun einen Produktionszuwachs von real 4 Prozent statt bisher 2 Prozent.

Der Exportanteil der Schlüsselbranche hatte im vergangenen Jahr rund 70 Prozent betragen.

www.sueddeutsche.de

 

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