Im roten Kleid aufs Parkett

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eröffnet am: 11.04.06 15:24 von: ich_will Anzahl Beiträge: 1
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Air Berlin trotzt den Verlusten

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin geht mit roten Zahlen an die Börse. Dennoch sieht sich das Unternehmen angesichts steigender Passagierzahlen für die nächste Zeit gut gerüstet. Die Aktie soll voraussichtlich erstmals in diesem Mai gehandelt werden, sagte Geschäftsführer Joachim Hunold.

Unter dem Strich stand 2005 nach Angaben Hunolds ein Verlust von 115,9 Mio. Euro. Auf der Bilanz-Pressekonferenz am 8. März hatte Air Berlin kein Nettoergebnis genannt. Bankenexperten erwarten für das laufende Jahr einen Überschuss von etwa 50 Mio. Euro. Air Berlin habe 2006 noch "deutliche Sparpotenziale" bei den Kosten, sagte Hunold. Die Buchungszahlen belegten zudem ein "sehr starkes Passagierwachstum". In das Jahresergebnis 2005 seien überdies zwei "Einmaleffekte" von insgesamt fast 100 Mio. Euro eingegangen.

Air Berlin will beim Gang an die Börse mehr als die Hälfte der Unternehmensanteile platzieren und damit zwischen 700 und 900 Mio. Euro erlösen, wie Finanzkreise bestätigten. Damit könnte es der zweitgrößte Börsengang des Jahres in Deutschland nach der Wacker Chemie AG werden. Bei deren Börsengang wurden am Montag rund 1,2 Mrd. Euro erlöst. Zum genauen Zeitpunkt der Erstnotiz äußerte sich Hunold nicht. Er deutete jedoch einen Börsengang vor der Fußball-Weltmeisterschaft am 9. Juni an. Aus Finanzkreisen verlautete am Dienstag: "Es wird darauf hin gearbeitet, den Börsengang noch im Mai über die Bühne zu bringen." Air Berlin wolle von dem guten Klima für Börsenneulinge profitieren. Die Werbetour bei Investoren könnte Ende April/Anfang Mai starten.

Mit den frischen Geldern aus dem Börsengang will Air Berlin die weitere Expansion nach Skandinavien sowie in Länder Osteuropas finanzieren. Auch in Spanien und in Nordengland will die Fluggesellschaft ihre Präsenz ausbauen.

Joachim Hunold hatte die Fluggesellschaft vor 15 Jahren übernommen und mittlerweile hinter den Branchenführern Ryanair und easyJet im Billigflugsektor in Europa positioniert. "Wir haben die dritte Position erarbeitet, und wir möchten das mindestens halten", sagte er.
 

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