Holsten wird möglicherweise zerschlagen

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eröffnet am: 15.11.03 15:20 von: Happy End Anzahl Beiträge: 2
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15.11.03 15:20

95441 Postings, 7563 Tage Happy EndHolsten wird möglicherweise zerschlagen

Frankfurt (Reuters) - Die Hamburger Holsten-Brauerei wird einem Zeitungsbericht möglicherweise zerschlagen.

Holsten verhandele derzeit mit dem Wettbewerber Bitburger über einen Verkauf der Tochtergesellschaften König und Lich, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" in ihrer Samstagausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise. Daneben werde über die Veräußerung des Mineralwassergeschäfts mit dem Markenhersteller Gerolsteiner gesprochen. An Gerolsteiner ist wiederum Bitburger mit 51 Prozent beteiligt. Für weitere Marken wie Holsten selbst, Feldschlösschen oder Lübz gelte die Carlsberg-Gruppe als Favorit. Ein Komplettverkauf an einen großen internationalen Wettbewerber scheine damit unwahrscheinlicher zu werden. Bei Holsten war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erhalten.

Definitiv abgesprungen sei bereits der belgische Großbrauer Interbrew, der in Deutschland Marktführer ist, schreibt das Blatt weiter. Bis zum Jahresende wolle Holsten-Großaktionär Christian Eisenbeiss den Verkauf perfekt machen. Die Unternehmen wollten sich dem Zeitungsbericht zufolge zu möglichen Verhandlungen nicht äußern. Der US-Investor verhandele nur noch mit einem kleinen Kreis von Interessenten. Hauptproblem sei die Preisvorstellung des New Yorker Großaktionärs. An der Börse ist Holsten rund 509 Millionen Euro wert. Auf der Brauerei lasten dem Bericht zufolge Bankschulden von noch etwa 300 Millionen Euro sowie Pensionsverpflichtungen von mindestens 200 Millionen Euro.

HOLSTEN SEIT MONATEN AUF DER SUCHE NACH KÄUFER

Holsten ist seit Monaten auf der Suche nach einem Käufer, seitdem bekannt geworden war, dass Großaktionär Eisenbeiss in erheblichem Umfang Anteile abgeben will. Eisenbeiss hält gut 48 Prozent an Holsten.

Unter anderen war der weltgrößten Brauerei Anheuser-Busch (USA) ein Interesse an einem Einstieg bei Holsten nachgesagt worden. Mit der Übernahme der Brauereiaktivitäten der Münchener Spaten-Gruppe hatte die weltweit drittgrößte Brauerei Interbrew (Belgien) jüngst Holsten von der Spitze des inländischen Biermarktes verdrängt. Interbrew gehören bereits Marken wie Beck's, Hasseröder oder Diebels. Weitere Zukäufe in Deutschland hatte Interbrew nicht gänzlich ausgeschlossen. Auch Heineken (Niederlande) ist bereits in Deutschland aktiv und kooperiert mit der Bayerischen BrauHolding ("Paulaner"). Prinzipiell zeigte Heineken weiteres Interesse am deutschen Markt, bestätigte aber kein Interesse an Holsten.

Holsten produzierte 2002 rund 14 Millionen Hektoliter Getränke, davon rund zehn Millionen Liter Bier. Der Umsatz des im SDax notierten Unternehmens betrug 2002 rund 834 Millionen Euro, der Jahresüberschuss 10,4 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2003 war der Absatz um gut elf Prozent zurückgegangen.

       ariva.de
       

16.11.03 17:03

95441 Postings, 7563 Tage Happy EndThomas Cook vor der Aufspaltung?

Sanierungsfall Thomas Cook - die beiden Gesellschafter Lufthansa und KarstadtQuelle denken nun angeblich über eine Aufspaltung des Touristikkonzerns nach. Unterdessen schließt Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber auch eine Fusion mit einer anderen Airline nicht mehr aus.


Frankfurt - Europas zweitgrößtem Touristikkonzern Thomas Cook steht nach einem Bericht des SPIEGELs die Aufteilung vor. Die beiden Anteilseigner Lufthansa AG  und KarstadtQuelle AG  wollten das Flug- und Veranstaltergeschäft voneinander trennen, berichtet das Magazin unter Berufung auf das Management.

Dem Bericht zufolge, soll Lufthansa mehrheitlich die Fluggesellschaft, KarstadtQuelle hingegen die Reiseaktivitäten übernehmen. Zur Finanzierung sollten englische und französische Beteiligungen verkauft werden. Der Konzernumbau sei der Grund für das plötzliche Ausscheiden von Unternehmenschef Stefan Pichler gewesen.

Lufthansa dementiert den Bericht allerdings: "Wir weisen das als Spekulationen zurück, die jeglicher Grundlage entbehren", sagte eine Sprecher der Fluggesellschaft auf Anfrage und verwies auf Aussagen von Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber.

Dieser hatte der "Welt am Sonntag" gesagt, dass kein völliger Strategiewechsel bei Thomas Cook bevorstehe. Nach dem Rücktritt des alten Managements sei der Weg frei für einen Neuanfang beim Reisekonzern. "Da die Ursachen für die Probleme bekannt sind, sind auch die Lösungen bekannt. Diejenigen allerdings, die glauben, jetzt wird bei Thomas Cook alles wieder zurückgedreht auf den Urzustand, die irren", sagte Mayrhuber. Von einem "kompletten Strategiewechsel" sei nicht auszugehen.

Fusion mit anderer Airline?

Unterdessen schloss der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa betriebsbedingte Kündigungen bei Thomas Cook nicht aus. "Sie dürfen nur die Ultima Ratio, das allerletzte Mittel, sein", sagte Mayrhuber.

Generell müssten die Arbeitskosten gesenkt und die Produktivität erhöht werden. Das könne auch heißen: mehr Arbeit für das gleiche Geld. Der Tourismusveranstalter müsse schleunigst zurück in die Gewinnzone, denn nur profitable Arbeitsplätze seien sichere Arbeitsplätze. Einen Verkauf von Thomas Cook schloss Mayrhuber kategorisch aus.

Aufgeschlossen steht Mayrhuber indes Fusionen der Lufthansa mit anderen Fluggesellschaften gegenüber. "Man soll nie nie sagen. Wenn man nur über solche Investitionen einen Mehrwert für Kunden schafft, dann gilt es, neu zu überlegen", sagte der Manager. Wenn die derzeit noch gültigen Beschränkungen für die Kapitalverflechtung wegfielen, dann könnten auch Investitionen bei anderen Fluggesellschaften ins Kalkül gezogen werden: "Die Zeiten sind vorbei, in denen man sagt: Wir brauchen unsere nationale Airline."

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/...8,274229,00.html  

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