Hohmann bittet Union um Verzeihung

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eröffnet am: 13.11.03 08:27 von: HEBI Anzahl Beiträge: 8
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13.11.03 08:27

2176 Postings, 6874 Tage HEBIHohmann bittet Union um Verzeihung

Hohmann bittet Union um Verzeihung

Von Antisemitismus-Vorwürfen "tief getroffen": Hohmann.

Fulda - "Mehrfach habe ich mich entschuldigt. Ich möchte alles tun, damit die von mir hervor gerufenen Verletzungen geheilt werden, und bitte nochmals um Verzeihung", heißt es in einer Erklärung, die der deutsche CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann am Dienstag in der Fraktionssitzung abgab und aus der nun die "Fuldaer Zeitung" (Donnerstagausgabe) zitierte.
Weiter heißt es darin, die Behauptung, er habe die Juden als "Tätervolk" bezeichnet, sei falsch und eine "böswillige Umdeutung" seitens der Medien. Der Kernsatz seiner Rede habe vielmehr gelautet: "Weder die Deutschen noch die Juden sind ein Tätervolk". Wörtlich erklärte Hohmann, er habe sagen wollen, dass das jüdische Volk mit den Gräueltaten der Bolschewisten "auch nicht im Entferntesten" identifiziert werden könne.

Glückwünsche zur Rede

"Dass ich nun öffentlich als jemand dastehe, der Juden in ihren Gefühlen verletzt und als Antisemit erscheint, trifft mich tief. Mein Anliegen war das Gegenteil", erklärte der Parlamentarierer weiter.

Auch von der Entlassung des Bundeswehrgenerals Reinhard Günzel, der Hohmann in einem Brief zu der Rede beglückwünscht hatte, zeigte sich Hohmann "tief betroffen". "Ich habe dem ausdrücklichen Versprechen des ZDF-Redakteurs Glauben geschenkt, dass der Name auf gar keinen Fall bekannt gemacht wird."

Merkel-Brief

Unterdessen wandte sich CDU-Parteichefin Angela Merkel mit einem Brief an die CDU-Basis. In dem Schreiben an Orts- und Kreisvorsitzende heißt es laut "Bild", viele "Zuschriften, Telefonate und Gespräche" hätten ihr gezeigt, dass die Rede des Fuldaer Parlamentariers "uns alle sehr beschäftigt und bewegt". Zwar sei der angestrebte Partei- und Fraktionsausschluss "von außerordentlich schwer wiegender Bedeutung", aber doch unumgänglich.

Abgrenzung

Weiter heißt es laut "Bild" in dem Brief Merkels: "Wenn wir uns auf solche Gedankengänge einlassen, begeben wir uns auf eine gefährliche und abschüssige Bahn." Die Union dürfe nicht zulassen, "dass durch gedankliche Konstruktionen wie denen von Herrn Hohmann die Grenze unser Ziele und Grundsätze überschritten wird." Diese Grenze werde erreicht, "wenn man sich zu Deutschland nur durch Negativvergleiche mit anderen Menschen, Gruppen und Religionen bekennen kann".

Auch künftig sollten wertkonservative Ideen in der CDU eine Heimat haben, schrieb sie. Damit dies unbefangen möglich bleibe, sei der Ausschluss Hohmanns notwendig. "In jeder Phase der Geschichte von CDU und CSU haben wir eine klare und eindeutige Grenzlinie zu all denen gezogen, die unsere Ideale missbrauchen wollen." Vor diesem Hintergrund sei sie "überzeugt, dass es zu den jetzt eingeleiteten Maßnahmen keine verantwortbare Alternative gegeben hat".

Artikel vom 13.11.2003 |apa,ap |ch

 

13.11.03 08:28

1129 Postings, 7020 Tage kl.SiegerUmfaller o. T.

13.11.03 08:38

14308 Postings, 6901 Tage WALDYTja kl.Sieger.,wenn "Tante Merkel" ein Bein stellt o. T.

13.11.03 08:41

8554 Postings, 7538 Tage klecks1Entschuldigung?

Wir müssen also doch weiter kriechen (10 cm unter der Grasnarbe).

www.eklein.de  

13.11.03 08:43

2273 Postings, 6609 Tage TomIndustryIInach der ethnischen

Ahnenforschung ist der Herr Hohmann nicht einwandfrei christlich, oder? Schaut mal seine nasenlänge an ! Vielleicht hat er sich bei einem privatessen mit spiegel einfach schlecht benommen, oder hat ihm die liebhaberin ausgespannt.

Spass bei Seite, Hohmann sollte nicht umfallen.  

13.11.03 08:46

1129 Postings, 7020 Tage kl.SiegerEr ist schon

Hohmann bittet Union um Verzeihung

 

13.11.03 09:09

2176 Postings, 6874 Tage HEBIAber er rückt ja nicht vom

Inhalt seiner Rede ab. Sogesehen eher standhaft.

Ich würde mich freuen, wenn in Deutschland einmal soviel Energie aufgebracht würde, wenn
es um tägliche Verbrechen geht.

Möchte nicht gleich wieder die Kinderschändergeschichte rausholen.

Aber dass die Parteihanseln 60 Jahre nach Hitler aufschrecken, als sei das große Übel über Deutschland hereingebrochen verwundert nicht nur mich.  

13.11.03 10:15

8110 Postings, 7584 Tage maxperformance"Nichts ist mehr wie früher, ...

Süddeutsche Zeitung,   13.11.2003



"Nichts ist mehr wie früher, auch der Antisemitismus nicht," findet der israelische Historiker Moshe Zimmermann. "Die Tatsache, dass der Antisemitismus-Vorwurf auf israelischer Seite so oft am falschen Ort instrumentalisiert wurde, führt am Ende dazu, dass auch der Hinweis auf den echten Antisemitismus in Deutschland mit dem Automatismus abgewehrt wird, es könne sich nicht um Antisemitismus handeln, weil der Antisemitismus-Vorwurf per definitionem bloße Taktik sei. Da schaut man vom Antisemitismus weg und verfährt entsprechend. Man erlaubt sich zunächst, über eine berechtigte Kritik an Israels Politik hinaus, die Existenzberechtigung Israels zu hinterfragen. Dann geht man zur Verquickung von antiisraelischer Kritik mit judenfeindlichen Klischees (Möllemann-Flyer) über und endet beim puren, altbekannten Antisemitismus (Hohmann-Günzel), ohne den Vollzug des Quantensprungs wahrzunehmen."


gruß Maxp.  

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