Herlitz macht uns alle reich denke ich

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 21.05.02 15:23
eröffnet am: 21.05.02 14:41 von: DonHappy Anzahl Beiträge: 5
neuester Beitrag: 21.05.02 15:23 von: Jayzzz Leser gesamt: 2638
davon Heute: 3
bewertet mit 0 Sternen

21.05.02 14:41

549 Postings, 7419 Tage DonHappyHerlitz macht uns alle reich denke ich

Ein Retter aus Leidenschaft
Konkursverwalter liquidierten einst, was zu liquidieren war
Von Michael Gneuss
Heute heißen sie Insolvenzverwalter und versuchen zu sanieren, was zu sanieren ist. Peter Leonhardt ist Berlins renommiertester Vertreter der Zunft.

Wie wird man eigentlich Insolvenzverwalter? Die Frage wird oft gestellt, weiß Peter Leonhardt. Kein Wunder, der Job gilt als lukrativ. Pleiten - so traurig das auch ist - wird es immer geben. 2.513 Insolvenzen wurden 2000 in Berlin angemeldet. Tendenz steigend. Wer als Insolvenzverwalter große Fälle ergattert, kann auch ein paar Mark verdienen.

"Es drängen viele auf den Markt. Der Einstieg ist aber schwer, oft wird der Job vererbt", sagt Peter Leonhardt. Ihm selbst half vor rund 30 Jahren der Zufall. Als Aushilfs-Tankwart kümmerte sich der Jura-Student um das Auto von Otto F. Gebler. Gebler war Kaufmann und Konkursverwalter und machte ihm das Angebot nach dem Studium bei ihm mitzuarbeiten. Zwei Jahre später, 1975, wurde Leonhardt selbst als Konkursverwalter eingesetzt. Als Notarzt für schwer kranke Firmen sieht sich der 56-Jährige. "Wir kommen fast immer in allerletzter Minute", erklärt er, "und dann muss schnell gehandelt werden." Aktuell kümmert sich Leonhardt um zwei prominente Patienten aus der New Economy - Lipro und Lobster. Innerhalb von 24 Stunden suchen Insolvenzverwalter nach Beauftragung durch den Insolvenzrichter in aller Regel das illiquide Unternehmen auf und analysieren die Lage. Wie viele Aufträge sind noch vorhanden? Wie hoch sind Schulden und Verluste? Wie gut kann ich mit dem Management zusammenarbeiten? Innerhalb kürzester Zeit muss Leonhardt Antworten auf diese Fragen finden. "Dazu gehört viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl."

Diese Erfahrung hat er sich in weit mehr als 500 Firmen, die er als Insolvenzverwalter betreut hat, erworben. Heute gilt er in Berlin als der renommierteste Vertreter seiner Zunft. Die Kanzlei Leonhardt & Partner am Ku'damm hat der gebürtige Berliner mit 100 Mitarbeitern zu ansehnlicher Größe wachsen lassen. Von Januar bis November wurden in Berlin 80 Verfahren eröffnet, die von Leonhardt oder seinen Partnern betreut wurden.

Wie alle seine Kollegen wehrt sich auch Leonhardt gegen die Bezeichnung "Totengräber für Firmen". So werden sie mitunter tituliert. Früher wurden von den Konkursverwaltern tatsächlich meist nur die verwertbaren Teile der Pleite-Unternehmen versilbert. Heutige Insolvenzverwalter sind vielmehr auf das Sanieren der Firmen aus. "Die Sanierung bringt für die Gläubiger immer eine höhere Quote als die reine Liquidation", so Leonhardt. Zudem sei es viel befriedigender ein Unternehmen zu retten, als es zu zerschlagen.

Nach der Analyse des Unternehmens nimmt Leonhardt meist schnell Kontakt zu den wichtigsten Gläubigern auf. Er überredet dann beispielsweise Banken, doch noch ein paar Gelder - oft mehrere Millionen - ins Unternehmen zu stecken, damit etwa eine Maschine fertig gebaut werden kann. "Halb fertig ist die Maschine gar nichts wert", erklärt Leonhardt. "Wenn man nochmal 50.000 reinstecken muss, um sie dann für 100.000 verkaufen zu können, dann sollte man das auch tun." Die Gesprächspartner in den Banken schenken Leonhardt das Vertrauen, das sie den Unternehmern der zahlungsunfähigen Firmen entzogen haben. Doch der Anwalt weiß auch, dass er dieses Vertrauen nie verspielen darf.

Leonhardt selbst kümmert sich fast nur noch um Insolvenzen. Es sei schwer, gute Leute zu finden, denn ein Lehrberuf ist das schließlich nicht. "Juristen lernen in der Ausbildung Fälle zu lösen, aber hier sind das ganz andere Prozesse", sagt der passionierte Jogger und Hertha-BSC-Anhänger. Ein guter Insolvenzverwalter muss viel Talent für die Betriebswirtschaft mitbringen, muss motivieren und überzeugen können und vor allem extrem belastbar sein. Vor allem zu Beginn eines Verfahrens wird bis tief in die Nacht über Akten gebrütet und in Gesprächen mit dem Management über Lösungen nachgedacht.

Wenn ein Unternehmen dann am Ende gerettet wird, freut sich Leonhardt. So musste die Berliner Traditionsfirma Niles 1996 Konkurs anmelden. Mit der Kapp-Gruppe wurde ein Investor gefunden, rund 100 Arbeitsplätze konnten gerettet werden.
 

21.05.02 14:48

3140 Postings, 7886 Tage heal@donhappy, kann morgen leider nich, sorry o.T.

21.05.02 14:51

549 Postings, 7419 Tage DonHappywirklich schade

denn ich hätte dir einiges zu erzählen

wohnst du in muc??? wie alt bist du???  

21.05.02 15:11

3140 Postings, 7886 Tage healmail mir doch, dann können wir uns unterhalten

mcrealy@aol.com  

21.05.02 15:23

152 Postings, 7611 Tage Jayzzzhabe schon letzte Woche die Herlitz AG erwähnt

aber es bestand sehr geringes Interesse.  

   Antwort einfügen - nach oben