Händler: Keine günstigen Impulse von Fonds

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eröffnet am: 05.03.01 14:17 von: Ramses II Anzahl Beiträge: 8
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05.03.01 14:17

10635 Postings, 7615 Tage Ramses IIHändler: Keine günstigen Impulse von Fonds

Händler: Keine günstigen Impulse von Fonds

Frankfurt (vwd) - Von einer abwartenden Haltung der Anleger sprechen Händler am späten Montagvormittag. Die Marktteilnehmer seien weiterhin sehr verunsichert und handelten nach dem Motto "zum Verkaufen zu spät, zum Kaufen zu früh". Auch von den Fonds kämen keine günstigen Impulse. Die Spezialfonds seien extrem risikoavers. Und bei den Publikums-Fonds seien die Mittelzuflüsse nach dem guten Januar im Februar bereits wieder verebbt. +++Herbert Rude

                  vwd/5.3.2001/hru/mn/jej
 

05.03.01 14:19

33875 Postings, 7531 Tage DarkKnightLt. Börsenzeitung schwimmen die Fonds im Cash:

Im Einjahresrückblick brachten Dachfonds mit Anlageschwerpunkt Aktien eine bessere Performance als die Masse der Einzelfonds. Allerdings zehrt die jährliche Verwaltungsgebühr an der Performance. Das Argument niedriger Risiken durch eine breite Streuung in Einzelfonds überzeugt über den Betrachtungsraum nicht.


Auf den ersten Blick scheinen Dachfonds besser zu sein als klassische Aktienfonds. Die aktuelle Jahresstatistik zeigt, dass der Durchschnitt der 22 Produkte mit Anlageschwerpunkt Aktien eine bessere Performance erreicht hat als weltweit investierende Einzelfonds. Durchschnittlich betrug der Verlust der Dachfonds über ein Jahr per Ende Januar 5,8 %. Weltweit anlegende Aktienfonds haben im Jahr 2000 durchschnittlich 7 % verloren. Der MSCI World, der sowohl für die Sauren-Fonds als auch für alle Best-Select-Fonds als Benchmark dient, hat 8 % abgegeben.

In der Berechnung der Fonds ist der Ausgabeaufschlag, der meist 4 bis 5 % des investierten Kapitals beträgt, nicht berücksichtigt. Ebenso sind Kosten für Verwaltung nicht enthalten, die zwischen 0,5 und 1,6 % des investierten Kapitals pro Jahr betragen. Dadurch verringert sich die Differenz aus der Entwicklung des MSCI World und der Entwicklung der Dachfonds auf ein Minimum.

Das Argument, dass bei Dachfonds aufgrund ihrer breiten Anlagestrategie in schwachen Börsenzeiten das Verlustrisiko geringer sei, lässt sich bei dem Vergleich nur bei Unterschlagung der Gebühren aufrechterhalten. Dabei sind die Dachfondsmanager bei ihren Investitionen teilweise flexibler als die Verwalter von Aktienfonds. Umschichtungen in Dachfonds sind jederzeit machbar, ohne dass die Anleger steuerliche Nachteile erfahren müssen.

Um das Vertrauen der Anleger nicht zu verspielen, stehen Verwalter von Dachfonds vor der Herausforderung, permanent eine bessere Performance zu erreichen als der Durchschnitt der Einzelfonds und der Vergleichsindex, und das unter Einbeziehung aller anfallenden Kosten. Im Einjahresvergleich haben die Dachfonds noch nicht überzeugt. Eine Betrachtung über ein Jahr ist zugegebenermaßen wenig repräsentativ. Allerdings ging der Boom der Neuemissionen dieser Produkte erst im März und April vergangenen Jahres los, so dass langfristige Betrachtungen noch nicht möglich sind. Deshalb gibt es auch noch keine Ratings oder Risikoanalysen. Die Fondsgesellschaften halten jedenfalls an Dachfonds fest. So wurden beispielsweise im Februar dieses Jahres mehr Dachfonds als Aktienfonds aufgelegt.


DWS-Strategie unverändert

Trotz der negativen Performance hat DWS-Manager Klaus Kaldemorgen in Zusammenarbeit mit Südprojekt bei den Best-Select-Fonds sowohl die Benchmark als auch den Durchschnitt der weltweit anlegenden Fonds geschlagen. Kaldemorgen gibt bei der Investmentstrategie der Best-Select-Fonds die Asset Allocations nach dem Top-down-Ansatz vor. Südprojekt übernimmt beratend in diesen Klassen aufgrund von quantitativen Vergangenheitswerten das Fonds-Picking nach der Bottom-up-Strategie.

Kaldemorgen will an dieser Strategie festhalten. Dazu gehört auch das Beibehalten seiner mit 10 bis 15 % hohen Cash-Positionen. Tatsächlich ist die Position noch viel höher, weil auch die einzelnen Fonds Kassenbestände haben. Um den Index zu schlagen, wird Kaldemorgen zudem auf defensive Titel wie Konsumwerte setzen. Der Leiter für internationales Aktienfondsmanagement der DWS rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer nachhaltigen Erholung. der Märkte (vgl. Artikel Seite 3).

Zu den größten Positionen in den Best-Select-Branchendachfonds zählen derzeit der Pharma/W Health Fund (5,2 % des Fondsvolumens), der DIT Finanzwerte (4,9 %) und der CS Equity Fund (Lux) Gl FNB (4,9 %). In den Best-Select-Global-Dachfonds stellen der UBS (Lux) Equity FD-Europe mit 10 %, der Fidelity FDS European Growth mit 4,6 % und der DWS Top 50 Europa mit 3,7 % die größten Investments dar.


Spitzen-Performance

Mit einer Performance von 24,1 % von Februar 2000 bis Januar 2001 hängt Eckhard Sauren alle Dachfondsmanager mit dem Fokus auf Aktien deutlich ab. Im Gespräch mit der Börsen-Zeitung sagt der Manager des Sauren Global Opportunities, dass sein Erfolg Ergebnis der Strategie sei, in ein gutes Fondsmanagement zu investieren und nicht Vergangenheitswerte in den Vordergrund zu stellen. Darum nutzt er Fondsratings beispielsweise nur als Informationsquelle. Damit wendet er eine grundsätzlich andere Strategie als Kaldemorgen an. Natürlich hat er aufgrund des geringeren Fondsvolumens einen Vorsprung.

Um ein Fondsmanagement zu beurteilen, verlässt sich Sauren nicht auf die Meinung Dritter. "Wir entscheiden aufgrund unseres persönlichen Eindrucks aus Vis-?-vis-Gesprächen." Auch die Investmentphilosophie der Verwalter und der Weg, wie Vergangenheitsentwicklungen entstanden sind, stehen für Sauren und sein Team im Vordergrund. "Wenn ein Fondsmanager ausscheidet, sind alle Daten der Vergangenheit nichtig", sagt Sauren, zumal mit einem Ausscheiden des Managers oftmals auch ein Team auseinander breche. Den Team-Ansatz vieler Investmentgesellschaften hält er für eine Ausrede: "Der Manager ist als Kopf des Teams wichtigster Bestandteil."

Neben dem Management ist für Sauren, der auch für den Sauren Global Growth verantwortlich zeichnet, das Volumen einzelner Fonds ausschlaggebend für Investitionsentscheidungen. "Wenn Sie einen milliardenschweren Fonds haben, der in Small Caps investiert, ist das ein Problem." Die Volumen der Fonds müssten in einem gesunden Verhältnis zu den Märkten stehen, in denen sie investiert sind. Auch Spezialisierungen von Kapitalanlagegesellschaften sind für Saurens Anlage entscheidend. "Gartmore hat für den europäischen Markt beispielsweise mehr zu bieten als viele andere Gesellschaften. Griffin konzentriert sich auf Osteuropa und hat die entsprechende Erfahrung und Kenntnis in diesem Markt." Er bevorzugt Länder- und Regionalfonds.


26 Prozent Bares

Noch viel größer als bei Kaldemorgens Sondervermögen ist die Cash-Position des Sauren Global Opportunities mit 26,1 %. Die Liquiditätsquote betrug in der Vergangenheit sogar bis zu 35 %, so Sauren.

Mit 15,7 % ist der Global Opportunities in Osteuropa höher investiert als in Kontinentaleuropa (14,7 %). Große Bestände sind außerdem in US-Technologiefonds mit 12,8 % und Biotechnologiefonds mit 12,8 % angelegt. Aus dem hohen Anlagerisiko macht Sauren keinen Hehl. Investoren, die ein hohes Anlagerisiko scheuen, verweist Sauren auf den Global Growth oder den Global Balance.

Einen Ausblick will der Fondsvermögensverwalter nicht geben: "Man kann die Märkte nicht vorhersehen, und deshalb schließen wir keine Wetten darauf ab", erklärt er seine Zurückhaltung. Nur zögerlich nannte der 29-jährige Dachfondsmanager jedoch seine größten Positionen in den Fonds. Der Sauren Global Opportunities sei zu jeweils 15 % im Griffin Eastern European Fund und im CL European SmallCap Fund investiert. 5 % des Volumens fließen in den VMR First Holdings.


 

05.03.01 14:23
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2709 Postings, 7355 Tage brudiniInterview aus dem Spiegel

I N T E R V I E W   M I T   F O N D S M A N A G E R   S C H O P F

"Bei einigen Anlegern setzt der Verstand aus"

Wie managen Profis die Misere am Neuen Markt? SPIEGEL ONLINE sprach mit Josef Schopf, Fondsmanager des Investmentfonds "Neue Märkte Europa" bei der Deutschen Investment-Trust (DIT) in Frankfurt am Main.

 
© AP

Fondsmanager: Wohin mit dem Bargeld?

SPIEGEL ONLINE: Wie empfinden Sie die Stimmung an den Wachstumsbörsen?
Josef Schopf: Das haben wir uns nicht träumen lassen, dass es mal so schlimm kommt. Die Angst im Markt ist derzeit sehr groß. Das kann schon dazu führen, dass bei einigen Anlegern der Verstand aussetzt.

SPIEGEL ONLINE: Welche Auswirkungen hat das auf Ihren Wachstums-Fonds?

Schopf: Uns bleibt nichts anderes übrig, als jetzt im Segment drin zu bleiben. Der Fonds ist ja speziell auf die wachstumsstarken Unternehmen der europäischen Neuen Märkte zugeschnitten. Wie der Name schon verrät.

SPIEGEL ONLINE: Der derzeitige Bargeldbestand Ihres Fonds beträgt 8,6 Prozent.

Schopf: Ja, das ist zu hoch. Das werden wir in den nächsten Tagen investieren. Eigentlich sind zwischen null und fünf Prozent normal. Bei einem Standardprodukt, wie bei diesem Fonds, könnte man auch mal bis zehn Prozent hochgehen.

SPIEGEL ONLINE: Was machen Sie mit dem Geld?

Schopf: Das werden wir auf 10 bis 20 Titel verteilen. Auf jeden Fall werden wohl wieder Kinowelt Medien, LPKF Laser & Elect, Technotrans und Info Vista dabei sein. Ich glaube aber nicht, dass wir mit diesen 16 Millionen Mark den Bärenmarkt rausreißen werden.

SPIEGEL ONLINE: Stehen die genannten Unternehmen auf der Gewinnerseite?

Schopf: Erfolgreich sind jetzt vor allem die herstellenden Branchen. Ein klassischer Bereich ist zum Beispiel der Hightech-Maschinenbau. Da können die Leute die Produkte noch nachvollziehen. Da gibt es ein reelles Geschäft und eine längere Unternehmensgeschichte. Schwieriger sieht es bei allen Internet-basierten Unternehmen aus, also Serviceprovidern. Eine Sonderstellung nehmen inzwischen einige Software-Unternehmen ein. Wir begeistern uns auch für diese Branche.

SPIEGEL ONLINE: Warum?

Schopf: Nehmen Sie zum Beispiel Parsytec, das ist ein Software-Hersteller für die Oberflächenkontrolle in der Papierindustrie. Die sind in ihrer Nische äußerst erfolgreich und haben auch einen dominanten Marktanteil. Oder auch das Unternehmen Cor Insurance, ein führender Software-Anbieter für die Versicherungsgesellschaften.

SPIEGEL ONLINE: IT-Service und Software nehmen aber mit über 30 Prozent auch den größten Raum in Ihrem Fonds ein.

Schopf: Wenn Sie sich aber die Struktur der Neuen Märkte ansehen, dann sind diese Unternehmen sogar mit über 40 Prozent vertreten. Unser Fonds ist dazu, relativ gesehen, niedriger gewichtet. Eine Umschichtung würde also keinen Sinn machen. Wir verwenden sehr viel Zeit für die Unternehmensauswahl. Und sind damit auch sehr zufrieden.

 Rendite-Formeln
Erträge wie mit Aktien, aber kaum mehr Risiko als bei Anleihen - so bewerben Banken ihre neuen Produkte, sogenannte Alternative Investments. Wie funktionieren Hedgefonds & Co., und für wen sind sie tatsächlich geeignet? ...mehr  

SPIEGEL ONLINE: Worauf achten Sie da?

Schopf: Wir achten auf eine gute Marktstellung, gutes Management und überdurchschnittliche Ergebnisse. Enttäuschungen sind zwar auch dabei, aber nichts, was besonders brisant wäre.

SPIEGEL ONLINE: Im Vergleich zum Vorjahr hat der Fonds aber 18,5 Prozent an Wert verloren.

Schopf: Das werden wir ausgleichen. Bis zum Jahresende, da bin ich mir ziemlich sicher, haben wir das aufgeholt. Wir werden sogar ein dickes Plus machen. Für das erste Quartal schaffen wir das nicht mehr. Aber im zweiten Quartal werden wir den Dreh kriegen.

SPIEGEL ONLINE: Wie viel Potenzial sehen Sie da?

Schopf: Schwer zu sagen. Am Markt gibt es jetzt zu viel negative Stimmung. Wir könnten aber auf einen Schlag fünf bis zehn Prozent dazukriegen. Wann das passiert, da können auch wir nur Pfeile werfen.

SPIEGEL ONLINE: Könnte es so weit kommen, dass es den Investmentfonds Neue Märkte Europa gar nicht mehr gibt?

Schopf: Man soll niemals nie sagen. Aber das wäre das Ende der Neuen Märkte. Auf dem Technologiesektor ist in den vergangenen Jahren sehr viel passiert: mobiles Internet, UMTS, Software-Entwicklung. Leider hat sich nicht alles so schnell entwickelt wie erhofft. Wir sprechen hier von Marktkapitalisierungen von 170, 180 Milliarden Euro.

SPIEGEL ONLINE: Wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, um in den Markt einzusteigen?

Schopf: Es ist immer sehr schwer antizyklisch zu investieren. Kurzfristige Gewinne sehe ich nicht. Aber für mittel- bis langfristige Investitionen ist die derzeitige Marktlage ein gutes Fundament für eine Wertsteigerung. Auf dem jetzigen Niveau ist das Restrisiko nicht mehr sehr hoch.

Das Interview führte Andrea Löwer

 

05.03.01 14:33

3839 Postings, 7929 Tage HAHAHA@DarkKnight, Brudini

Genaue Datumsangabe wäre ganz nett !

haha  

05.03.01 14:35

33875 Postings, 7531 Tage DarkKnightheute im Netz o.T.

05.03.01 14:41

2709 Postings, 7355 Tage brudiniSpiegel Online - heute im Netz

nachlesbar. Unter http://www.spiegel.de/wirtschaft/maerkte/0,1518,120496,00.html

OK?  

05.03.01 15:10

13475 Postings, 7952 Tage SchwarzerLordChampagner her! Nemax durchbricht 2000!

Ist das nicht ein Grund zum Feiern? Letztes Jahr war es doch auch so lustig, wenn eine neue Marke genackt wurde. Wo bleibt die Feierstimmung?  

05.03.01 15:18

21160 Postings, 8060 Tage cap blaubärkeiner hat mehr nen Arsch in der Hose jeder

schielt aufn Nächsten,sprich vernünftige recherche kaufen evtl auchn bischen zu früh,datt schnallen die nicht die sind von ihren eigenen Lügen sooo erschrocken und entsetzt(ohh Gott die Andern machen das jaa auch)das Sie gelähmt auf die woher auch immer erfolgende Wende hoffen nur wenn alle warten das einer anfängt WER soll dann anfangen,wenn das nich soo traurig wär könnte man sich über sowas kaputtlachen(5Paranoiker ziehen hinaus in die Welt um die Angst zu besiegen,jeder hält Satements in denen er seinen Mut rühmt und die Ängste der Andern verdammt,kaum hustet jemand.....)  
blaubärgrüsse    

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