HV-Bericht Intershop Communications AG

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HV-Bericht Intershop Communications AG



Pünktlich zur Hauptversammlung konnte die kursmäßig stark unter Druck geratene Intershop AG einen neuen Großauftrag der bol.com AG, ein Tochterunternehmen der DirectGroup Bertelsmann, über mehrere Millionen Euro vermelden. Das Online-Handelsportal der bol.com AG wird auf die E-Business-Plattform Enfinity umgestellt. Die Umstellung soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Derzeit ist auch geplant Enfinity für weitere Unternehmen der DirectGroup einzusetzen. Außerdem wird geprüft, es als eine Standardplattform bei weiteren Bertelsmann-Firmen zu nutzen.
Zur diesjährigen Hauptversammlung am 13. Juni 2001 im Congress Centrum in Hamburg begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende Ekkehard Pfeiffer (früherer CEO von Compaq) etwa 2.000 Aktionäre, Gäste und Pressevertreter, darunter Alexander Langhorst für GSC Research. Nach Erledigung der Formalia und Entschuldigung der fehlenden Aufsichtsratsmitglieder Prof. Esslinger und Lorenzo Pellicolli erteilte er dem Vorstandsvorsitzenden Stephan Schambach das Wort.


Bericht des Vorstands

Vorstandschef und Unternehmensgründer Stephan Schambach begrüßte die Erschienenen ebenfalls sehr herzlich und wies darauf hin, dass trotz aller aktuellen Schwierigkeiten und Probleme das abgelaufene Geschäftsjahr das erfolgreichste in der bisherigen Unternehmensgeschichte gewesen sei. Angesichts der rapiden Verschlechterung des Marktumfeldes im vierten Quartal 2000 musste man am 2. Januar 2001 eine Umsatz- und Gewinnwarnung herausgeben. Der Kursverlauf der Intershop Aktie seit dieser Meldung habe sowohl Vorstände wie auch die meisten Aktionäre in stärkstem Maße getroffen.

Künftig werden der Vorstand und die Mitarbeiter alles daran setzen, um die Profitabilität zu erreichen und Werte für die Aktionäre zu schaffen. Eine sofortige Analyse der Situation hat Vorstand und Aufsichtsrat zur Durchführung eines Turnaround Programms unter dem Namen "Total Performance" veranlasst.

Wesentliche Bereiche des Programms sind "Total Organisation", also der organisatorische Umbau des Intershop Konzerns, "Total Sales" die konsequente Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten und des Vertriebs, sowie "Total Solutions" mit der Zielsetzung die vorhandene Produktpalette zu erweitern und den Markt- und Kundenerfordernissen noch besser anzupassen.

Im Bereich des organisatorischen Aufbaus habe man die Führungsmannschaft mit erfahrenen Kräften gestärkt, die Organisation effizienter gestaltet und die Kosten deutlich um über 12 Millionen Euro oder 19 Prozent gesenkt. Im Vertriebsbereich habe man ein neues Partner-Programm mit namhaften Unternehmen wie KPMG, PricewaterhouseCoopers, Hewlett-Packard, Siemens und Compaq gestartet.

Im Produktbereich wurde auf der diesjährigen CeBIT in Hannover ein neues Angebot an branchenspezifischen und branchenübergreifenden E-Business-Lösungen vorgestellt, um damit die vielfachen Kundenwünsche nach umfassenden Lösungsangeboten zu erfüllen. Dieser Ansatz wurde inzwischen von Analysten und Marktforschern bestätigt. Im Mai diesen Jahres wurde das Intershop Produkt Enfinity in einer Studie des Marktforschungsinstitutes Forrester Research als bestes Produkt bewertet und liegt damit vor namhaften Wettbewerbern wie Broadvision, Art Technology Group, IBM und Microsoft.

In der Zukunft geht der Trend klar in Richtung von kompletten Standardsoftwareprodukten für spezifische Industrien, ein Zusammenwachsen von E-Commerce, Content-Management und eCRM. Die angebotene Software muss als dezentraler Hub für die Automatisierung sämtlicher externer Geschäftsprozesse geeignet sein. Zudem werden sich diese Produkte nur über den Return on Investment den Kunden verkaufen lassen. Die Zeit der strategischen Investitionen ohne konkrete Renditezielsetzung sei vorbei, so Schambach weiter.

Vorstand Wilfried Beeck erläuterte in seinem Vortrag die Positionen der Bilanz der Intershop AG, die hier in den wesentlichen Positionen wiedergegeben werden sollen. Der Umsatz konnte um 166 Prozent auf 74,06 Millionen Euro gesteigert werden (Vorjahr: 29,534 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis lag bei minus 40,74 Millionen Euro (Vorjahr: minus 20,07 Millionen Euro), der Jahresfehlbetrag stieg von 18,38 Millionen Euro in 1999 auf minus 38,92 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Im ersten Quartal 2001 konnte trotz der sehr schwierigen Marktlage insbesondere in den USA ein Umsatz von 20,3 Millionen erzielt werden. Größere Neukunden im ersten Quartal 2001 waren die Ision Internet AG, Alcatel SEL, Swarovski Crystal, Dräger Semantic und Yamaha, Folgeaufträge kamen von Bosch, Hewlett-Packard, der Deutschen Telekom AG, BellSouth, dem Otto Versand und Time Warner. Trotz des bereits eingeleiteten Turn-around Programms wurde im ersten Quartal ein Nettoverlust von 34,6 Millionen Euro erzielt, das Ergebnis je Aktie beträgt minus 0,39 Euro. Im ausgewiesenen Ergebnis sind bereits Kosteneinsparungen von 12 Millionen Euro enthalten.

Vollkommen inakzeptabel war der Kursverlauf der Intershop Aktie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Neben den deutlichen Kursrückgängen an den Technologiebörsen Nasdaq und Neuer Markt wurde Intershop wie auch andere Branchenunternehmen von der rapide zurückgehenden Investitionsbereitschaft in IT Projekte getroffen. Nicht nur Unternehmen der New Economy sondern auch aus anderen Branchen haben angesichts der sich eintrübenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Investitionen in IT Projekte gekürzt, zurückgestellt oder komplett gestrichen.

Im Hinblick auf die anhängigen Verfahren in den USA sowohl gegen die AG wie auch den Vorstand erklärte Wilfried Beeck, dass das Management davon überzeugt sei, richtig und rechtlich einwandfrei gehandelt zu haben. Neben den Klagen in den USA ermittelt auch die Hamburger Staatsanwaltschaft aufgrund von Anzeigen gegen die Gesellschaft. Diese Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft aufgrund der Anzeigen aber unabhängig davon aufgenommen ob ein schuldhaftes Verhalten vorliegt. Da sich die Ermittlungen derzeit erst im Anfangsstadium befinden, sei mit einer endgültigen Klärung der zugrundeliegenden Sachverhalte erst in einiger Zeit zu rechnen.

Im Zusammenhang mit der Gewinn- und Umsatzwarnung vom 2. Januar 2001 erklärte Vorstand Beeck, dass diese so zeitnah und korrekt wie möglich erfolgen sollte. Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Vorschriften in den USA und Deutschland habe die exakte Formulierung von Samstag dem 30.12 bis zum Abend des 2. Januar 2001 in Anspruch genommen. Wesentliches Kriterium war das Bemühen, die Anleger in den USA und Europa gleichzeitig und zeitnah zu informieren. Um jeglichen Spekulationen entgegenzutreten, hätte ohnehin niemand der Beteiligten aus Vorstand und Aufsichtsrat einen Vorteil aus einer möglichen Verzögerung der Meldung ziehen können, da von den Organen der Gesellschaft zuletzt im Februar/März 2000 Aktien der Intershop AG veräußert wurden. Gegenüber dem Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel wurden sämtliche Unterlagen freiwillig und auf Initiative der Intershop AG offengelegt.

( Hinweis: Dem interessierten Leser sei an dieser Stelle die Lektüre des sehr ausführlichen und aussagekräftigen Geschäftsberichtes der Intershop AG empfohlen, der auf der Homepage der Gesellschaft www.intershop.de eingesehen oder unter der untengenannten Adresse angefordert werden kann).


Allgemeine Aussprache

Dr. Nölle, Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), resümierte, dass man sich im vergangenen Jahr nicht nur in einem kleineren Kreis getroffen habe, sondern sich auch an einem wesentlich optimistischeren Ausblick erfreuen konnte. Damals habe der Besucher den Eindruck gewonnen, mit der Investition in die Intershop Aktie eine gute Wahl getroffen zu haben. Aufgrund der Selbstüberschätzung und Realitätsferne der des Managements sei die Gesellschaft in den letzten Monaten jedoch an den Rand des Abgrunds geführt worden. Leittragende dieser Entwicklung waren die Aktionäre, die vom letztjährigen Kursniveau von rund 100 Euro sehr viel Geld verloren hätten.

Trotz Umsatzsteigerungen habe man mit dem vorgelegten Jahresfehlbetrag von 38,9 Millionen Euro die Planungen und Prognosen klar verfehlt. Es sei aus seiner Sicht zweifelhaft, ob die Aktionäre bei der Intershop die Zeit der Erträge noch erleben werden. Es habe sich auf sehr drastische Weise gezeigt, dass eben doch nicht genügt mit einem guten Produkt zu versuchen den US-Markt zu erobern. Ebenfalls nicht nachvollziehbar sei es für ihn, so Dr. Nölle weiter, wie die Analysten, die im letzten Jahr noch Kursziele von 90 Euro prognostizierten, nunmehr den Wert der Aktie auf nur noch 3 Euro taxieren.

Den Umsatz- und Gewinnrückgang hätte man seiner Ansicht nach früher vermelden müssen. In Anbetracht des moderaten Gehaltes der Vorstände und der nichterfolgten Verkäufe von Aktien durch diese seit dem letzten Frühjahr, wie auf Nachfrage vom Vorstand erklärt wurde, zeige man zumindest keine Bereicherungsambitionen im Gegensatz zu anderen Unternehmen am Neuen Markt.

Zu den verschobenen Aufträgen aus dem vierten Quartal in das erste Quartal 2001 gehört laut Vorstandsaussage unter anderem auch einer der Hamburger Ision Internet AG. Im gesamten Zeitraum habe man keinen Kunden verloren, sondern zuletzt noch einen großen Kunden direkt von der Konkurrenz gewonnen, den Bertelsmann-Konzern.

Im Hinblick auf die Kostenreduzierungsbemühungen erklärte der Vorstand, dass bereits 19 Prozent der Kosten gesenkt werden konnten. Teilweise können laufende Verträge mit Consulting Unternehmen oder Mietverträge nicht ohne gewisse Vorlaufzeiten gekündigt oder neu verhandelt werden. Die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen greifen teilweise erst richtig ab dem dritten Quartal 2001.

Im Zusammenhang mit der Gewinnwarnung vom 2. Januar 2001 erkundigte sich Dr. Nölle nach dem Stand der Klagen und Ermittlungen. Laut Auskunft von Vorstand Beeck wurden die Klagen in den USA gegen die AG und die Vorstände bereits zugestellt. Man habe sich aber nichts zu Schulden kommen lassen und habe somit auch nichts zu befürchten. Klagen gegen Unternehmen und Vorstände seien in den Vereinigten Staaten an der Tagesordnung, und angesichts der Gewinnwarnungen von High-Tech Unternehmen befinde man sich dort auch in allerbester Gesellschaft mit namhaften US-Unternehmen.

Bei der Hamburger Staatsanwaltschaft liegen aktuell vier Anzeigen von Kleinaktionären vor. Zum aktuellen Stand der dortigen Ermittlungen könne er leider keine Angaben machen. Bisher sei die Staatsanwaltschaft noch nicht auf Intershop im Rahmen der Ermittlungen zugegangen, obwohl die Offenlegung der notwendigen Unterlagen der Staatsanwaltschaft signalisiert wurde.

Zur Umsatzerwartung für den US-Markt erklärte der Vorstand, dass man dort skeptisch sei. Man werde sich entgegen aller Spekulationen nicht aus dem US Markt verabschieden. Eine Steigerung im US-Geschäft ist aber in den kommenden zwei oder drei Quartalen nicht zu erwarten. Man habe in den USA bereits mit drastischen Einsparungsmaßnahmen reagiert. Die rückläufige Entwicklung in den USA mache sich inzwischen auch in Europa bemerkbar.

Angesprochen auf die Liquiditätssituation von Intershop erklärte Vorstand Beeck, dass die Gesellschaft per Anfang 2001 über liquide Mittel in Höhe von 75 Millionen Euro verfügte. Aufgrund der negativen Ergebnisse im zweiten und dritten Quartal sei mit einer Reduktion zu rechnen, insgesamt sei die Liquiditätslage allerdings als ausreichend zu bezeichnen. Zudem verfügt Intershop über Instrumente zur Kapitalbeschaffung, konkrete Planungen dazu gebe es aber aktuell nicht. Die Veräußerung der eigenen Aktien soll im Rahmen eines Mitarbeiter Beteiligungsprogramms erfolgen. Mittels dieser Maßnahme werde man die bereits sehr hohe Motivation der Mitarbeiter weiter steigern.

Dr. Hildebrandt, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK), dankte dem Vorstand für die offenen Worte und die klare Darstellung der aktuellen Situation. Angesichts der guten Produkte und der ausreichenden Kapitalausstattung erwartet der SdK-Vertreter für die Zukunft wieder bessere Umsatz- und Ergebniszahlen.

Hinsichtlich der Wettbewerbssituation in Europa erklärte Vorstandschef Schambach, dass sich die US-Unternehmen angesichts der schwierigen Situation auf dem Heimatmarkt inzwischen wieder aus Europa zurückziehen. Der Intershop Marktanteil in den USA sei derzeit nicht genau bezifferbar. Eine aktuelle Marktstudie von Metagroup sieht Intershop in Europa klar auf dem ersten Platz, Forrester Research beurteilt Intershop aus technischer Sicht als weltweit führend.

Auf die Nachfrage hinsichtlich einer möglichen Übernahme von Intershop durch ein anderes Unternehmen erklärte der Vorstand, dass das Szenario einer feindlichen Übernahme sehr unwahrscheinlich und in der Softwarebranche auch nicht üblich sei. Bei feindlichen Übernahmen gegen den Willen von Mitarbeitern und Management müsse der Übernehmende von einem erheblichen Verlust an Mitarbeitern ausgehen, so dass eine solche Akquisition nur wenig mache.

Der Kaufpreis, des im abgelaufenen Geschäftsjahr übernommenen Unternehmens Owis Software GmbH, wurde mit ca. 5 Millionen Euro angegeben, die zur einer Hälfte in bar und zur anderen in Aktien gezahlt wurden. Der Wert der Subotnic GmbH wurde mit rund 20,3 Millionen Euro in Aktien beziffert. Die Abschreibung der Firmenwerte erfolgt über 36 Monate. Die Ermittlung des Kaufpreises erfolgte durch eine Unternehmensbewertung, die im Rahmen der Sachkapitalerhöhung vom Wirtschaftsprüfer auf Plausibilität hin überprüft wurde.

Auf die Frage von Herrn Hildebrandt nach namhaften Kunden wurde folgende Unternehmen genannt: Bosch, Otto Versand, Hewlett Packard und Motorola. Zu einer konkreten Aussage hinsichtlich Umsatz und Ergebnis im laufenden und kommenden Geschäftsjahr wollte sich der Vorstand angesichts der sehr schwierigen und kaum voraussagbaren Marktgegebenheiten nicht verleiten lassen. Priorität besitze die Erreichung des Turn-around. In den kommenden zwei Quartalen solle der Verlust signifikant gesenkt werden, für das Gesamtjahr sei aber von einem höheren Fehlbetrag als im Jahr 2000 auszugehen.

Auf die Frage eines weiteren Aktionärs nach der Höhe des von institutionellen Anlegern gehaltenen Aktienkapitals kann man im Hinblick auf die Inhaberaktien keine genauen Angaben machen. Zwar sei der Anteil in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen, die Vielzahl an begleitenden Analysten zeige aber das fortbestehende Interesse der professionellen Anleger an der Intershop AG. Auf Road-Shows und Telefonkonferenzen werden die institutionellen Anleger ständig über die Entwicklung informiert. Die Investor Relations Abteilung hat im letzten Jahr eine Auszeichnung der Financial Times Deutschland AG für das beste IR Team in den Neuen Märkten gewonnen.


Abstimmungen

Nach Beendigung der allgemeinen Aussprache gegen 14:20 Uhr wurde die Präsenz mit 24.139.502 Aktien oder 27,376 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt.

Sämtliche Tagesordnungspunkte wurden mit sehr großer Mehrheit verabschiedet, die Zustimmungsquote lag immer oberhalb von 98 Prozentpunkten. Im einzelnen wurde abgestimmt über die Entlastung von Vorstand (TOP 2) und Aufsichtsrat (TOP 3), die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsanleihen (TOP 4), die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien (TOP 5), Ermächtigung zur Abgabe von eigenen Aktien in anderer Weise als durch Angebot an alle Aktionäre oder über die Börse (TOP 6), Satzungsänderungen im Zusammenhang mit dem NaStraG (TOP 7), sowie die Wahl der Arthur Andersen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft mbH, Hamburg zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2001 (TOP 8).


Fazit

Die Hauptversammlung verlief trotz der massiven Kursverluste der Intershop Aktie von über 100 Euro im letzten Jahr auf zuletzt unter 4 Euro bemerkenswert ruhig und gesittet. Mit dazu beigetragen haben dürfte die offene Darstellung der Gründe, die zu den Rückgängen im operativen Geschäft führten und somit mittelbar auch zu den Kursverlusten. Ebenfalls positiv ist zu werten, dass die rückläufige Entwicklung nicht von Firmeninsidern zum Kassemachen genutzt wurde. Seit dem Frühjahr 2000 wurden von den Organen der Gesellschaft keine Aktien mehr veräußert.

Für eine positivere Entwicklung in der Zukunft ist es nun extrem wichtig, die immer noch sehr hohen Aufwendungen weitmöglichst zu reduzieren. Auch wenn Intershop aktuell noch über liquide Mittel von über 70 Millionen Euro verfügt, sind Fehlbeträge auf Quartalsbasis von über 30 Millionen Euro besorgniserregend. Neben den bereits angestrengten Maßnahmen zur Kostensenkung ist es für das langfristige Überleben der Gesellschaft wichtig neue Finanzierungsquellen zu erschließen.

Der Anleger sollte zunächst abwarten, und anhand der Quartalsberichte prüfen, ob sich die verkündeten Kostensenkungsmaßnahmen in den nächsten Monaten in gewünschtem Maße realisieren lassen.


Kontaktadresse

Intershop Communications
Amsinckstrasse 57
20097 Hamburg

Tel.: 040/23709 0
Fax: 040/23709 111

Email: info@intershop.de
Internet: www.intershop.de





 

18.06.01 14:47

51341 Postings, 7760 Tage ecki@dzdm: Valuekönig auf abwegen?

Wie passt denn Intershop zu Dir?
Intershop ist doch reinrassiges VC-Kapital.  

18.06.01 16:41

3357 Postings, 7627 Tage das Zentrum der M.passt überhaupt nicht zu mir !

habe es nur reingestellt, da es bestimmt einige gibt, die das interessiert. Mit den HV-Berichten ist es eh bald vorbei, da die Seite gebührenpflichtig wird.  

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