Grüner Strom = ein Etikettenschwindel = Betrug

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neuester Beitrag: 15.07.05 09:17
eröffnet am: 03.06.04 19:37 von: proxicomi Anzahl Beiträge: 44
neuester Beitrag: 15.07.05 09:17 von: Depothalbiere. Leser gesamt: 1055
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03.06.04 19:37
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4690 Postings, 7753 Tage proxicomiGrüner Strom = ein Etikettenschwindel = Betrug

Grüner? Strom ? ein Etikettenschwindel
Energie: Der harte Wettbewerb erfordert eine günstige Strombeschaffung ? Billiger Atomstrom wird aus dem Ausland importiert ? Der Strommix im Netz lässt sich nicht nach der Herkunft trennen
VDI nachrichten, 15.6.2001
Wer als Energieabnehmer glaubt, er könne ?grünen? Strom aus der Steckdose beziehen, unterliegt einem Etikettenschwindel. Denn alle Kraftwerke, egal welcher Art, speisen ihren Strom in das Netz ein wie in einen großen See. Und was daraus als elektrische Energie wieder entnommen wird, lässt sich nicht nach der Herkunft auftrennen.

Die Palette der Stromangebote reicht von grünem Naturstrom über den seit der Jahrhundertwende bekannten Wasserkraftstrom, heute "Aqua Power" genannt, bis zu modern gelb oder blau oder virtuell bunt gefärbtem Strom. Das legt die Frage nahe, wie diese Mischung in unsere Steckdose gelangt. Fachleute sprechen vom so genannten Kraftwerksmix.

Die Deutschland von der EU 1997 aufgegebene und in unserem Land seit 1998 in Gesetzestexte gegossene Liberalisierung und Globalisierung des Strommarktes trägt dabei sowohl auf der Einkaufs- wie auf der Verkaufsseite immer neue Früchte. Die sehr erfolgreiche Förderung der Windenergie mit 17,8 Pf/kWh Einspeisevergütung hat deren Anteil an der deutschen Stromproduktion in zwei Jahren vervierfacht auf nunmehr 2 %. Der Sonnenenergieanteil erfreut sich dank des 100 000- Dächer-Programms und einer Vergütung von 99 Pf/kWh noch höherer Steigerungsraten und ist inzwischen auf 0,01 % angestiegen.

Der Bürger fragt sich immer mehr, welcher Strom kommt aus meiner Steckdose? Ist der "Mix" durch den Vertragspartner oder durch Naturgesetze bedingt? Kann die Werbung Naturgesetze besiegen?

Zunächst speisen physikalisch bedingt alle Kraftwerke den Strom als elektrische Energie wie einzelne Zuflüsse in einen großen See ein. Im Stromgeschäft besteht allerdings im Unterschied zu einem wirklichen See die unbedingte Notwendigkeit, den Pegel des Wasserstandes peinlich exakt auf ein bestimmtes Niveau zu regeln. Das elektrische Regulativ ist die Frequenz, deren Nennwert von 50 Hertz nur um bis zu etwa 0,1 Hz von diesem Sollwert abweichen darf.

Bei der Entnahme aus diesem See ist die ursprüngliche Herkunft natürlich nicht mehr lokalisierbar. Vielmehr bekommt jeder den rechnerisch prozentualen Anteil an dem eingespeisten Vorrat ab und dies offenbar unabhängig davon, ob zum Zeitpunkt der Entnahme die Sonne scheint oder der Wind weht. Da sich elektrische Energie praktisch nicht speichern lässt, erfordert der exakt konstant zu haltende Pegel des Wasserstandes im See parallel zu jeder Entnahme eine zeitnahe Einspeisung. Diese Einspeisungen dürfen daher nicht witterungsabhängig sein, d. h. solche Kraftwerke wie Wind- und Sonnenenergie-Kraftwerke sind für die zuverlässige Spitzenlastdeckung nicht geeignet.

Welche Anteile befinden sich nun in dem See, aus dem alle Bürger den jeweils benötigten Bedarf an elektrischer Energie spontan entnehmen?

Dies ist Strom aus Kernenergie, Kohle, Erdgas, Müll und erneuerbaren Energiequellen zu unterschiedlichen Anteilen und Herstellungskosten (siehe Grafiken). Daraus ergibt sich ein mengenanteiliger Mischpreis von rd. 5,8 Pf/kWh. Bis zur Steckdose in der Wohnung kommen dazu Entgelte für Leitungstransporte und Strommessung sowie Abgaben wie Ökosteuer, Konzessionsabgabe, erneuerbare Energiebelastung und Mehrwertsteuer. Insgesamt beträgt der Preis rd. 30 Pf/kWh.

Der Konkurrenzkampf der Anbieter um den privaten Kunden geht also lediglich um den 5,8-Pf/kWh-Anteil für die Stromerzeugung bzw. Strombereitstellung. Der übrige Preisanteil von über 24 Pf/kWh ist je zur Hälfte durch den Netzbetreiber und den Gesetzgeber bedingt und somit für die Stromlieferanten als Wettbewerbsanbieter unbeeinflussbar fest vorgegeben.

Es ist daher verständlich, dass der harte Wettbewerb im Strommarkt eine günstige Strombeschaffung erfordert. Schon Ende 1999 berichtete das Magazin "Stern" über einen erfolgreichen Vertragsabschluss, wonach das Bayernwerk (E.on Energieheute) beträchtlichen "Atomstrom" aus Russland bezieht: "Bereits im März hat Bayernwerk-Chef Otto Majewski einen ersten großen Importvertrag besiegelt. Ab 2001 wird der russische Energieversorger Rao EES Rossiji jährlich rund fünf Milliarden Kilowattstunden Atomstrom nach Deutschland schicken. Die Lieferung ersetzt rechnerisch ein halbes deutsches Kernkraftwerk ? zu einem Preis, der jeden westlichen Konkurrenten ruinieren würde: 1,8 und 2,5 Pfennig je Kilowattstunde. ..."

Damit ist in jeder Steckdose in unserm Land bereits 1 % russischer Kernenergiestrom, übrigens auch in den Steckdosen der Kunden, die glauben ausschließlich grünen Strom zu beziehen. Dies folgt aus dem zuvor dargestellten Modell, wonach zunächst alle Einspeisungen in einen großen See hinein fließen und somit nicht mehr herkunftsabhängig separiert werden können.

Auch wären bei Abschaltung der Kernenergieeinspeisungen die übrigen 70 % aus technischen Gründen ebenfalls nicht verfügbar, es sei denn ein Diktator würde bestimmte Bevölkerungskreise per Dekret von der Stromversorgung definitiv ausschließen. Dies kommt daher, weil die Leistungs-Frequenzregelung die Ausgeglichenheit von Erzeugung und Verbrauch auch zur Spitzenlastzeit eines jeden Tages zwingend erfordert.

Dies ist im übrigen auch der Grund dafür, warum sich die praktische Umsetzung des freien Kundenwechsels zwischen den einzelnen der rd. 900 selbständigen Energieversorgungsunternehmen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des liberalisierten Strommarktes so schwierig gestaltet. Der Strom fließt eben nicht gemäß gesetzlicher oder vertraglicher Abmachungen, sondern entsprechend unbeeinflussbarer Naturgesetze.

Die Mehrerlöse aus teureren "Grünen Tarifen" beinhalten zwar einen zusätzlichen Kostenbeitrag für die Finanzierung höherer Strombeschaffungskosten z. B. aus Wind- oder Sonnenenergie, den der Stromkunde aber ebenso durch eine zweckgebundene Spende an seinen Stromlieferanten noch klarer abgrenzbar und ohne kostenträchtige Zertifizierung erbringen könnte. Jedenfalls können bei z. B. 100 DM jährlichen Mehrkosten höchstens rd. 100 kWh Sonnenstrom zusätzlich in seinem Strommix enthalten sein, alles andere ist Etikettenschwindel.

Insbesondere ist es gegenüber allen Stromkunden unseriös, den immer schon vorhandenen Wasserkraftwerks-Stromanteil nun aus dem allgemeinen Strommix herauszurechnen und diesen Anteil nur noch als "grünen Strom" virtuell bestimmten Kunden exklusiv zuzuordnen. HELMUT ALT

Prof. Dr.-Ing. H. Alt lehrt elektrische Energietechnik/Energiewirtschaft an der Fachhochschule Aachen

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gruß
proxi  
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18 Postings ausgeblendet.

04.06.04 20:13

13475 Postings, 8190 Tage SchwarzerLordDa bleibt einem das Lachen im Hals stecken.

Ein Land voller stillstehender Windräder? Eigentlich nicht zum Lachen, oder doch?  

04.06.04 20:14

129861 Postings, 6595 Tage kiiwiiwer ist der beste

"grüne Goebbels" ?  

04.06.04 20:18

59073 Postings, 7680 Tage zombi17@SL

zu 1: Ja , ist doch nur Geld
zu 2: ja , wahrscheinlich sterbe ich mal in dem Haus, deshalb ist mir der Wertverlust scheißegal. Hier steht so ein Ding, allesdings ein wenig weiter weg. Höllenlärm ist wohl was anderes, ein vorbeifahrendes Auto macht mehr krach. Und Chic finde ich die Dinger auch, auf jeden Fall hübscher als das Kohlenkraftwerg in einiger Entfernung.
zu 3: Ja, ist doch jetzt auch schon so, die neuen Energien bieten mit Sicherheit mehr Jobs als die AKW´s.  

04.06.04 20:19

95441 Postings, 7640 Tage Happy EndSL, Dein Posting 15 ist einfach lächerlich

Wo werden denn WKA direkt am Wohngebiet gebaut und welcher höllische Lärm?


Aber wenn Du lieber neben einem Atom- oder Kohlekraftwerk oder einem Gewerbe- bzw. Industriegebiet wohnst, die ja zur Wertsteigerung Deines Grund und Bodens beitragen......  

04.06.04 20:30

741 Postings, 6445 Tage rotfrontRegenerative Energie: Ja

aber nur mit
einer Anschubsubvention und nicht wie in
Deutschland mit einer ewigen Erhaltungssubvention.
Oder wollen wir neue Steinkohleverhältnisse?
rotgrüngegner  

04.06.04 20:34

59073 Postings, 7680 Tage zombi17Ich habe mal ne Frage an die Wissenden

Wieviel Quadratmeter Solarfläche braucht man um 10000kw im Jahr zu erzeugen?  

04.06.04 20:45

287 Postings, 6420 Tage AlabamaWenn meine Infos, die ich habe, noch aktuell

sind rund 100 Quadratmeter. Quanta Kosta rund 60.000 Euros ohne Subvention. Und Du meinst sicher einen Bedarf von 10.000 kWh.  

04.06.04 20:46

59073 Postings, 7680 Tage zombi17genau o. T.

04.06.04 20:47

59073 Postings, 7680 Tage zombi17Ach so, danke o. T.

03.08.04 23:58

4690 Postings, 7753 Tage proxicomiAm Boom der Windkraft kommen Zweifel auf

Erneuerbare Energie: Deutsche Windbranche will hinaus aufs Meer -
Politiker kritisiert die Kosten der Stromerzeugung



Am Boom der Windkraft kommen Zweifel auf


VDI nachrichten, 9.8.2002


Freunde der Windkraft haben Grund zur Freude. Die Branche boomt in Deutschland. Windmüller profitieren von gesetzlichen Vergütungen ihres Stromes. An den hohen Kosten entzündet sich allerdings auch Kritik. Und Experten glauben, künftige Anlagen auf hoher See seien unwirtschaftlich.


Die deutsche Windkraftbranche feiert einen neuen Meilenstein in ihrer stürmischen Entwicklung. Am Dienstag nahm Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Anlage Nr. 8 im neuen Windpark Bimolten in Betrieb. Damit überspringt die gesamte in Deutschland installierte Windkraft-Leistung die Schwelle von 10 000 MW, wie der Bundesverband Wind-Energie feststellt. Der 30 Mio. $ teure Bürgerwindpark Bimolten nördlich von Nordhorn soll mit insgesamt 14 Anlagen zu je 1,8 MW Leistung umweltfreundlichen Strom erzeugen.


In die Jubelfeiern mischen sich allerdings auch Töne der Kritik. So hatte erst kürzlich der CDU-Politiker Matthias Wissmann die hohen Kosten der Stromerzeugung aus Windenergie beklagt. Diese rühren daher, dass Windmüller für jede Kilowattstunde eine gesetzlich festgelegte Mindestvergütung erhalten, die weit über den Erzeugungskosten von Strom aus fossilen Energien liegt. Folglich fordert Wissmann eine Reduzierung dieser Vergütungen und mehr marktwirtschaftliche Verhältnisse.


Dies seien falsche Schlussfolgerungen, entgegnet der Wirtschaftsverband Windkraftwerke (WVW) in Cuxhaven. Mit den Einspeisungsvergütungen in Deutschland werden die Anschubkosten zum Erreichen der vollen Wirtschaftlichkeit bei erneuerbaren Energien auf alle Stromverbraucher verteilt, stellte WVW-Vorsitzender Wolfgang von Geldern fest.


Auch die Diskussionen um Eingriffe in das Landschaftsbild könnten die Branche nicht treffen, da die Zahl der Windpark-Standorte auf dem deutschen Festland begrenzt sei. In Zukunft entwickeln sich die deutschen Windkraft-Unternehmen zunehmend in das Ausland und auf die hohe See, ist von Geldern überzeugt. Dort lägen gewaltige Potenziale.Im Offshore-Bereich könne mit einem ausdauernderen und zuverlässigeren Wind kalkuliert werden als auf dem Festland.


Aber je weiter Windparks entfernt sind von der Küste, um so mehr steigen die Investitions- und Wartungskosten, stellt eine Studie des Ingenieurbüros Fichtner-Development fest. Ein 90-MW-Windpark an der Küste sei wirtschaftlicher als einer auf dem Meer. Die Studie bemisst den Wartungsaufwand allein nach geplanten Wartungszyklen, kritisieren Gustav Sauer, Ministerialdirigent beim Land Schleswig- Holstein, und Lothar Schedereit, Inhaber einer Hamburger Energiefirma. Man müsse aber auch ungeplante Ausfälle kalkulieren. Dies treibe die Kosten weiter hoch. Denn die Betreiber brauchen mehr Geld für Spezialschiffe, um Reparaturen schnell ausführen zu können. mg


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gruß
proxi  

04.08.04 00:10

21799 Postings, 8043 Tage Karlchen_IWindkraft hat aber eine Vorteil.

Wenn wir nämlich unsere ganze Energieversogung darauf umstellen, brauchen wir die Kaminkehrer nicht mehr. Spart Geld.  

04.08.04 00:14

4690 Postings, 7753 Tage proxicomiKarlchen PLURAL:)einen!!! PISA-K.

du bist ziemlich nervös, bei dem DESASTER welches diese "grünen" angerichtet haben.


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gruß
proxi  

04.08.04 00:17

21799 Postings, 8043 Tage Karlchen_IKomm - um diese Zeit.

Ist aber nicht Plural - sondern der Akkusativ saß nicht.  

04.08.04 00:19

10041 Postings, 7112 Tage BeMi@Karlchen I

Elan hatte nicht proxicomi´s Niveau.
Auch wenn ich seine politische Richtung ablehne,
das musste mal geschrieben werden.
Du vermutest hinter jeder Ecke eine Zweit-ID.
Es grenzt schon an Verfolgungswahn, auch wenn Du in
anderen Feldern interessant und ok. bist.

Gute N8,
Herr Karl
Ciao
Bernd Mi  

04.08.04 00:23

21799 Postings, 8043 Tage Karlchen_IMich interessiert Elan nicht.

Und Proxi kann ich wohl einschätzen - was jetzt nicht negativ gemeint ist. Der will - aus welchen Gründen auch immer - provozieren.

Und nun:

N8 zusammen.  

04.08.04 00:50

16833 Postings, 7686 Tage chrismitzWer ist dieser proxichromi?

Hat der hier was zu melden?  

04.08.04 07:18

13475 Postings, 8190 Tage SchwarzerLordrotfront: Richtig.

Einen zeitlich begrenzten Anreiz für die Einführung neuer Technologien zu schaffen ist durchaus richtig, aber da muß es ein Enddatum geben und die Vergütung darf auch nicht zu hoch sein.  

04.08.04 19:21

4690 Postings, 7753 Tage proxicomiHallo SL

so sehe ich es auch. aber sowie ideologie ins spiel kommt, wird dieser gedanke verwässert.


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gruß
proxi  

04.08.04 19:29

13475 Postings, 8190 Tage SchwarzerLordHallo proxi.

Vor allem sollte man aber auch mit Augenmaß und Weitblick fördern! Es nützt nichts in einem windarmen Land Windkraft zu subventionieren, dabei Fauna und Flora zu zerstören, Tourismus damit unterbinden, Grundstückswerte dadurch zu vernichten. Sinnvolle kurzzeitige Anschubsubventionen, das muß genügen.  

04.08.04 19:35

21799 Postings, 8043 Tage Karlchen_IDa haben sich ja die Richtigen gefunden.

Aber ihr habt Recht.  

04.08.04 20:29

13475 Postings, 8190 Tage SchwarzerLordImmerhin

Immerhin keine Beleidigungen mehr. Sondern wir haben es geschafft wenigstens in Sachfragen gegenseitig Argumente auch mal als richtig anzuerkennen. Ein guter Weg.  

05.01.05 11:55

7538 Postings, 7579 Tage Luki2Versorger müssen Herkunft ihres Stroms

Versorger müssen Herkunft ihres Stroms offenlegen
Von Cerstin Gammelin, Berlin

Energieversorger müssen ihren Endkunden künftig detaillierte Auskünfte über den gelieferten Strom erteilen. Darauf haben sich die Koalitionsfraktionen im Rahmen ihrer Verhandlungen zur Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes geeinigt.

Danach sollen die Stromlieferanten nicht nur die Anteile von Kernkraft, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas sowie erneuerbaren Energien im Energiemix ausweisen, sondern auch Auskunft über die Menge der Kohlendioxid-Emissionen oder des radioaktiven Mülls geben, die bei der Erzeugung des Stroms entstanden ist.

Die Angaben sollen sich jeweils auf das letzte oder vorletzte Jahr beziehen. Das geht aus einem Koalitionspapier hervor, das der Financial Times Deutschland vorliegt. "Wir wollen mehr Transparenz für die Verbraucher schaffen", hieß es in Kreisen der SPD-Fraktion.

Zu den Pflichtangaben sollen in Zukunft auch die Entgelte für die Nutzung des Stromnetzes sowie die Umlagen für den Ausbau der Ökostromerzeugung und der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung gehören. Das Gleiche gilt für die staatlichen Abgaben. Sämtliche Angaben sollen auf der Rechnung an die Endkunden, in Werbematerialien, Stromversorgungsangeboten, Stromversorgungsverträgen, Präsentationen im Internet und Geschäftsberichten aufgeführt werden müssen.

Unmut durch Details

Die verschärfte Kennzeichnungspflicht wird den Stromlieferanten kaum gefallen. Die Unternehmen hatten sich bisher lediglich dazu bereit erklärt, ihren Kunden den gelieferten Strommix nach nuklearen, erneuerbaren und fossilen Energieträgern aufzuschlüsseln. Besonderen Unmut dürfte die Forderung nach detaillierten Angaben zu Umweltbelastungen hervorrufen. Ursprünglich wollte die Elektrizitätswirtschaft dem Verbraucher lediglich Verweise auf allgemeine Informationsquellen anbieten.

Angaben zu Entgelten für die Netznutzung sowie zur Höhe der staatlichen Umlagen waren überhaupt nicht vorgesehen. Auch in Anzeigen für Zeitungen und Zeitschriften, auf Werbeflächen sowie in der Rundfunk- und Fernsehwerbung wollten die Unternehmen komplett auf die Verbraucherinformationen verzichten. Die Vorschläge waren zusammen mit der Deutschen Energieagentur erarbeitet worden.

Laut Koalitionspapier soll die Regulierungsbehörde für den Strom- und Gasmarkt künftig auch die Stromkennzeichnung kontrollieren und Verstöße ahnden. Die Bundesregierung ist entsprechend der Brüsseler Elektrizitäts-Binnenmarkt-Richtlinie verpflichtet, die Kennzeichnung im nationalen Recht zu regeln.

© 2005 Financial Times Deutschland

Q: http://www.ftd.de/pw/de/1104561011133.html

Gr. luki2

 

14.07.05 23:51

1 Posting, 5991 Tage PERMANENTRESID.Klima-Horroristen keine Ahnung von der Realität


Skandalöse PRISMA-Sendung - Klima-Horroristen keine Ahnung von der Realität


Der Artikel kann hier auch im Rich-Text-Format heruntergeladen werden

von Otto Wildgruber

Die Klima-Horroristen haben in dieser Sendung wieder einmal bewiesen, daß sie keine Ahnung von der Realität haben. Sollten sie doch, so bliebe nur der Schluß, daß ihre Charakterlosigkeit wohl grenzenlos ist. Als das Jahr 2000 von den Klima-Horroristen als das "heißeste" Jahr des Jahrhunderts deklariert wurde, gab es aus dieser Ecke auch gleich die begleitenden (pseudo)wissenschaftlichen Studien, die für Süddeutschland und Brandenburg eine Versteppung voraussagten. Das ist jetzt vergessen. Angesichts des Gegenteils - sintflutartigen Regenfällen - vergessen diese Klima-Horroristen ganz schnell ihre Aussagen von gestern und behaupten flugs das Gegenteil. Wie unseriös diese "Herren" sind, belegt ein kleiner Blick in die Historie, in diesem Fall in die des Dorfes Dormitz, in dem ich lebe. Viel Spaß bei der Lektüre. Vielleicht fällt auch bei dem einen oder anderen Ideologen danach der Groschen, obwohl ich dies aus meiner Erfahrung für eher unwahrscheinlich halte.

Hier der Auszug. Ich bitte um weiteste Verteilung, damit diesen angstverbreitenden Gutmenschen (fast wäre ich auf die Idee verfallen, sie als Huren der Politik zu bezeichnen, aber das wäre wohl zu überzogen) endlich Einhalt geboten wird.

Auszug aus "Chronik des Dorfes Dormitz", von Willi Held, herausgegeben von der Gemeinde Dormitz im Jahre 1967, in einer Auflage von 120 Exemplaren:

Witterung
Bei längerer ungünstiger Witterung, Dürre, Nässe, Überschwemmungen, Hagelschlag und Sturm hörte man früher oft die Äußerungen, so arg war es früher doch nicht gewesen, oder so heiße Sommer und kalte Winter wie früher gibt es heute nicht mehr; zuweilen hört man auch, daß der viele Regen der Jetztzeit von den Atombomben herkomme und andere Versionen. Daß aber nicht die heutige Technik an den unterschiedlichen Witterungen schuld ist, und daß früher in der "guten alten Zeit" Sonnenschein Regen, Wärme und Kälte nicht immer in schönster Harmonie herrschten, darüber sollen nachfolgende Berichte Einblick gewähren.

1361: war der Winter außerordentlich kalt. Tausende von Menschen gingen

infolge der bitteren Kälte zugrunde.

1438: überfielen ungeheure Heuschreckenschwärme unser deutsches Vaterland und fraßen alles Grüne vollständig kahl.

1441: war wiederum ein strenger Winter. Schon im Oktober setzte starker Schneefall ein, sodaß der Verkehr auf den Straßen eingestellt werden mußte.

1491: stellte sich wiederum ein sehr strenger Winter ein, der eine große Teuerung mit sich brachte.

1512-1513: gab es eine große Kälte, besonders in der Zeit zwischen dem 6. und 26. Januar.

1531: (Tag nicht bekannt) 6. Dienstag nach Ostern erhob sich nachmittags, 2 Uhr, ein fürchterliches Gewitter mit Hagelschlag und Regengüssen, welches im nahen Neunkirchen und auch in Dormitz großen Schaden anrichtete.

1533-1534: war es von Weihnachten bis Lichtmeß so kalt, daß die Vögel erfroren aus der Luft fielen, aber auch zahlreiche Menschen starben den Erfrierungstod.

1564-1565: wurden durch überaus starken Schneefall viele Dörfer, ja Städte, vom Verkehr abgeschnitten.

1581: ereignete sich abermals eine große Wasserflut, welche alle Brücken über den Brandbach zerstörte. In Neunkirchen stürzten mehrere Häuser ein.

1595, 1605: waren ebenfalls sehr strenge Winter, 1627 gab es im Mai noch viel Eis und Schnee.

1618: am 16. Juli entstand ein fürchterliches Donnerwetter, welches sich in der Gegend von Hetzles in einem so gewaltigen Regen auflöste, daß das Wasser davon über die Mauern des Marktes hineinlief und dieselben bei 200 Schuhe lang mit sich fortriß. Die Flut war so heftig und reißend, daß ganze Quadersteine in die Mitte des Marktes geflößt, 6 Gebäude hinweggerissen wurden. 6 Personen verloren dabei ihr Leben. Dieses Unwetter richtete auch in der Ortsflur Dormitz großen Schaden an.

1624 u. 1627: waren ebenfalls sehr strenge Winter, 1627 gab es im Mai noch viel Eis und Schnee.

1644: lag der Schnee im Mai noch 40 cm hoch. Im gleichen Jahr forderte die Pest und die Kälte viele Opfer an Menschen.

1692: führte die Schwabach mehrmals große Hochwasser, wobei die `Wasserwehren der Schwabachmühlen, und so auch die der zur Gemeinde Dormitz gehörenden Mühlen, Gabermühle, Langenbruck und Habernhof, weggerissen wurden.

1709 u. 1740: waren wiederum sehr strenge Winter.

1747: gefährdete ein Dauerregen die Ernte, sodaß die Pfarrer jeweils in der Messe das Gebet sprachen: "Deus refugium nostrum."

1748, der große Hagelschlag: Am Jakobitag 1748 fiel ein großer Hagelschlag über unsere Gegend. Hagelkörner in Größe von Hühner- und Gänseeiern, über 1 Pfund schwer, fielen in Massen. Die Fluren waren zusammengeschlagen. Das Obst war vollständig vernichtet, dazu auch die Blumen. Die wenigen Ziegeldächer, die es zu dieser Zeit gab, waren alle zerschlagen.

1759-1760: Vom Neujahrstag an gefror es nicht mehr. Im Februar wuchs das Gras und am 12. März blühten die Obstbäume. "Es war ein Paradies" hieß es. Die Bauern konnten schon Ende Februar für ihr Vieh Futter mähen.

1759 und 1763: waren die Winter sehr hart.

1765: mißrieten Grummet und Herbstfrüchte und der Hopfen derart, daß letzterer einen Preis von über 100 Gulden kostete. Im Jahr darauf kostete der Hopfen sogar bis zu 150 Gulden, was dem Geldwert von heute rund 1500 EURO entsprechen würde.

1766: war eine große Kälte, Menschen und Tiere erfroren. Die Ernte war schlecht gewesen. Der Hopfen kostete damals 150 Gulden der Zentner, für diesen Betrag konnte man fast ein kleines Anwesen kaufen. Im Herbst trat starker Wassermangel ein, sodaß das Vieh zum Tränken zur nahen Schwabach getrieben werden mußte. Das Getreide mußten die Bauern im nahen Nürnberg, Erlangen oder Forchheim mahlen lassen, weil die Schwabachmühlen kein Wasser zum Antrieb der Mühlräder hatten.

1770-1771: herrschte eine regelrechte Hungersnot, sodaß die Leute von den Städten Nürnberg und Fürth aufs Land zogen, um Lebensmittel zu bekommen.

1778: am Pfingstmontag, dem 8. Juli, durchtobte ein Sturm die ganze Gegend bis Bayreuth hin und richtete besonders in dem Raum Erlangen - Gräfenberg furchtbaren Schaden an. Ein in Gräfenberg niedergegangener Wolkenbruch riß Häuser, Scheunen, Ställe und Mühlen weg und begrub Menschen und Tiere in seinen Fluten. Es fielen Hagelkörner in der Größe von Hühnereiern in solchen Mengen, daß man, wie eine Beschreibung aus dieser Zeit berichtet, zwei Tage lang noch fast einen Schuh tief (= rund 30 cm) zusammengeschichtet fand. Welchen Schaden dieses Unwetter im Schwabachgrund anrichtete, läßt die Tatsache erkennen, daß man in Kalchreuth über hundert Jahre lang am Pfingstmontag keine Tanzmusik mehr hielt, zum stillen Gedenken an diesen Tag.

1806: vernichtete ein Spätfrost noch im Juni den größten Teil der Ernte.

1811: war ein sehr heißer Sommer, ähnlich waren die Jahre 1833 und 1839.

1816: Mit traurigem Andenken ging das Hungerjahr 1816 in die Geschichte ein. Infolge anhaltenden Regenwetters gab es eine völlige Mißernte. Das Getreide verfaulte auf dem Halm. Es gab eine große Not und Teuerung im Lande. Alles Brot- und Saatgetreide mußte eingeführt werden.

1847: fiel der Schnee in der 2. Aprilwoche 60 cm hoch.

1879: war wiederum ein sehr strenger Winter, wobei ganze Obstgärten erfroren.

1893: war ein sehr heißer Sommer. Es fiel im ganzen Frühjahr und Sommer kein Regen. Es gab eine förmliche Mißernte an Heu und Getreide. Das Heu konnten die Bauern mit dem Schubkarren heimfahren. Erst am Bartholomäustag fiel ein eine gute Grummeternte gab. Zu allem Glück gab es auch noch eine gute Ernte warmer kräftiger Sprühregen und entfachte die Vegetation, sodaß es doch noch für die Herbstgewächse.

1909: gab es große Unwetter, und die Schwabach trat über ihre Ufer hinaus und verwüstete die anliegenden Felder. Im nahen Nürnberg gab es ein großes Hochwasser.

1911: war ein sehr heißer, trockener Sommer. Es regnete den ganzen Sommer nicht. Viele Obstbäume trockneten ein.

1912: war ein sehr nasses Jahr; die Bauern konnten ihr Getreide, welches aus dem Halm wuchs, erst Ende August heimbringen.

1916-1917: war der Winter sehr streng. Es war Krieg, und es gab nur wenig zu essen. Kohlrüben und Kraut waren die Hauptnahrung. Das Brot wurde zum großen Teil mit Kartoffelzusatz gebacken. Selbst die Bauern mußten mit dem lieben Brot sehr sparsam umgehen.

1923-1924: war ein überaus sehr strenger `Winter. Der Schnee lag vom Oktober bis zum Mai auf den Fluren. Dazu war eine große Teuerung und Geldknappheit im Lande. Die vorausgegangene Inflation hatte alle Ersparnisse zunichte gemacht.

1929-1930: erfroren infolge großer Kälte ganze Obstgärten, besonders unter den Kirschen- und Zwetschgenbäumen entstand ein großer Schaden.

1947: Wer erinnert sich nicht des großen Dürre- und Hungerjahres 1947? Das denkwürdige Hungerjahr 1947: Schon der strenge Winter mit seiner kaum nennenswerten Schneedecke und tiefgreifenden Bodenfrösten mußte von vielen als ein schlechtes Omen für den kommenden Sommer empfunden werden. Dieser setzte denn auch schon Mitte April, fast ohne frühlingsmäßigen Übergang, mit großer Hitze und anhaltender Trockenheit ein. Monatelang kein erquickender Regen, der die lechzende Erde befruchten wollte. So gestaltete sich schon die Heuernte zu einer Noternte und noch ungünstiger wirkten sich die hohen Hitzegrade für die Getreideernte aus. Die Grummeternte kam infolge der ausgebrannten Wiesen fast ganz zum Ausfall. Entsprechend schlecht gestaltete sich auch die Kartoffelernte und die der anderen Hackfrüchte. Nur die Obsternte fiel zum Glück gut aus. Das Hungerjahr 1947. Die Not steigerte sich von Monat zu Monat. Die Bauern sahen sich schon zu Beginn des Herbstes vor leeren Scheunen, Kellern und Böden. Infolge großen Futtermangels mußten die Bauern zu großen Notverkäufen von Vieh schreiten. Also standen wir schon zu Beginn des Herbstes inmitten eines harten Not- und Hungerjahres, was um so schwerer empfunden wurde als wir schon seit Kriegsbeginn (1939) unter einer empfindlichen Lebensmittelknappheit zu leiden hatten. Die Furcht vor dem schweren Hungerwinter war allgemein groß. Sie war noch erhöht durch die allgemeine Unsicherheit, die herrschte, da fremde und auch einheimische "Leichenfledderer" ihr unrühmliches Wesen trieben. Dazu kam noch der große Mangel an Gebrauchsgegenständen aller Art und große Absenkung der Kaufkraft unseres Geldes und die Furcht vor der zu erwartenden Geldentwertung. Wahrlich, es war eine böse Zeit.

1965-1966: Diese beiden Jahre waren sehr regnerisch, gleichwohl gab es aber gute Ernten.
Moderation
Zeitpunkt: 14.07.05 23:53
Aktion: Nutzer-Sperre für immer
Kommentar: Regelverstoß

 

 

14.07.05 23:59

6836 Postings, 7910 Tage EgozentrikerNa,...

...wieder auf'm Kreuzzug?
Meld doch noch'n paar IDs an oder war's das schon für heute?  

15.07.05 09:17

25551 Postings, 7510 Tage Depothalbiererstrom ist blau, verdammt noch mal...

oder habt ihr schon mal grüne blitze gesehen.

bei aller propaganda:

fakt ist leider, daß wir bei schneller abschaltung aller akws (atom-) strom importieren müssen.
ist das wirklich besser?  

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