Gratulation an Charly / Striezel und dem

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neuester Beitrag: 13.06.04 16:35
eröffnet am: 13.06.04 16:12 von: leobmw Anzahl Beiträge: 2
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13.06.04 16:12

4719 Postings, 6636 Tage leobmwGratulation an Charly / Striezel und dem


Schnitzer Team !!

super Arbeit !

 

"Dort ist Captain Ahab, ein einäugiger Wilder"


Die 24-Stunden 2003 waren für Stuck eigentlich schon am Start vorbei
München - Schon 1970 gewann Hans-Joachim Stuck auf der berühmt-berüchtigten Nordschleife des Nürburgrings sein erstes 24-Stunden-Rennen. (Das 24-Stunden-Rennen ab Sa., 14.45 Uhr, Live im DSF)

Bis heute startete die deutsche Motorsport-Legende bei nicht weniger als 51 24-Stunden-Rennen. Dabei ist "Strietzel" so manch Ungewöhnliches passiert. Im ersten Teil des Sport1-Interviews mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten verrät Hans-Joachim Stuck seine wildesten Erlebnisse in der "Grünen Hölle".

Sport1: Vor kurzem war die Formel 1 in der Eifel, nun gibt es das 24-Stunden-Rennen. Wie würden Sie die Atmosphäre zwischen beiden Veranstaltungen vergleichen?

Hans-Joachim Stuck: Das kann man eigentlich nicht vergleichen, denn es ist eine völlig andere Fangemeinschaft. Die Fans, die jetzt kommen, haben die Gelegenheit, an der alten Nordschleife ihre Zelte aufzubauen, die Wohnmobile an die Strecke zu stellen und das Wochenende dort zu verbringen. Der Termin ist mit dem Feiertag am Donnerstag auch ideal gelegt. Man bekommt 24 Stunden lang Action geboten. Wenn ich Fan wäre, würde ich mir das auch angucken.

Sport1: Sie sind ja schon oft auf der Nordschleife unterwegs gewesen. Können Sie Ihr schönsten und Ihr schlimmstes Erlebnis beschreiben?

Stuck: Es gibt nur gute Erlebnisse. Das Lustige ist, dass wir 1998 mit einem Diesel gewonnen haben, da ist mein Teamkollege Steve Soper an der Steilstrecke mit einem Schaden stehen geblieben. Da steht immer Captain Ahab. Das ist ein einäugiger Wilder, der dort seine Leute zusammen holt. Er belegt mit fünftausend Mann diesen Abschnitt. Der ist dafür bekannt dafür, dass er den Fahrern, die dort ausfallen, hilft. Aber der Steve wusste das nicht, und als er diesen Mann mit der schwarzen Augenklappe auf sich zukommen sah, hat er Angst bekommen und ist abgehauen.

Sport1: Bereiten Sie sich noch besonders auf so ein Rennen vor oder bauen Sie auf Ihre Erfahrung?

Stuck: Wir haben in diesem Jahr mit Schnitzer eine wirklich sehr gründliche und aufwändige Vorbereitung durchlaufen. Ich bin natürlich auch stolz, da mitmachen zu dürfen. Wenn man die Freude hat, mit Charlie Lamm zusammen zu arbeiten, ist das wie Weihnachten und Silvester zusammen. Wir sind gut vorbereitet.

Sport1: Sicher muss man sich auch geistig besonders auf das Rennen vorbereiten.

Stuck: Natürlich, neben der körperlichen, ist gerade auch die geistige Vorbereitung von Bedeutung. Man kann nicht bis kurz vorher seinen normalen Geschäften nachgehen, wenn man so ein Wochenende vor sich hat. Da muss man vorher abschalten können.

Sport1: Bis in welches Alter kann man diese Strapazen überhaupt auf sich nehmen?

Stuck: Da gibt es in dem Sinne kein Alter. Es gibt eben genetische Unterschiede: Manche Leute sind mit 50 Jahren schon nicht mehr in der Lage, Rennen zu fahren und andere fahren mit 63 immer noch. Das ist immer abhängig von gewissen Anlagen. Ich wollte mit 40 schon mal aufhören, Gott sei Dank habe ich es nicht gemacht. Es gibt drei wichtige Voraussetzungen: die Gesundheit, die Faszination und ein gutes Auto hat.

Sport1: Einer Ihrer Teamkollegen, Dirk Müller, war noch gar nicht geboren, als Sie Ihr erstes 24-Stunden-Rennen gewonnen haben. Können Sie Ihren "Jungen Hüpfern" noch etwas beibringen?

Stuck: Ich muss sagen, gerade Dirk Müller kenne ich schon von seinen Porsche-Zeiten. Er ist ein sehr intelligenter und kompletter Rennfahrer, aber ich finde es toll, dass er bei Team-Briefings trotzdem fragt, wie ich manche Dinge mache. Ich kann ihm als Rennfahrer eigentlich nicht mehr viel zeigen, aber gerade auf der Nordschleife kann ich natürlich viel Erfahrung weiter geben. Von der Teamstruktur sind wir auch so angelegt, dass keiner von uns Dreien einen Ego-Trip macht. Die schnellsten Rundenzeiten sind egal, Hauptsache, wir gewinnen.

Das Interview führte Thomas Hammer

(Im zweiten Teil des Sport1-Interviews lesen Sie, wie Hans-Joachim Stuck mit der Favoritenrolle auf dem Nürburgring umgeht.)

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es hat gepasst !

Gruß

leo

 

13.06.04 16:35

4719 Postings, 6636 Tage leobmwwas für ein Erfolg !

 

BMW trotzt Wetterchaos in 'Grüner Hölle'
13.06.2004

BMW hat dem typischen Eifel-Wetter am besten getrotzt und das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit einem Doppelsieg beendet. Hans-Joachim Stuck (Ellmau), Pedro Lamy (Portugal) sowie Dirk und Jörg Müller (beide Monaco) zeigten sich von den Wetterkapriolen unbeeindruckt und siegten nach 143 Runden mit dem M3 GTR vor ihren Stallgefährten Boris Said (USA) und Duncan Huisman (Niederlande).

 
BMW kam mit den schwierigen Wetterverhältnissen am besten zurecht (imago) 

BMW löschte damit die Schmach vom Vorjahr, als beide M3 ausfielen. Mit aufs Treppchen durfte das Quartett Olaf Manthey (Meuspath), Lucas Luhr (Monaco), Arno Klasen (Karlshausen) und Timo Bernhard (Dittweller) im Porsche 911 GT3.

 

 

 

 

Die 32. Auflage des Langstrecken-Klassikers in der "Grünen Hölle" ließ 220.000 Zuschauer, Fahrer und Teams kaum zur Ruhe kommen. Dramatik herrschte schon in der Startphase. Im Minutentakt wechselten die Witterungsbedingungen und ließen die Reifenwahl zum Pokerspiel werden. Favoriten "trugen" ihre Tourenwagen wie rohe Eier über die 24,358 Kilometer lange Strecke aus Kurzanbindung Grand-Prix-Kurs und Nordschleife zurück in die Box, weil sie sich vom Sonnenschein bei der Startaufstellung blenden ließen und profillose Reifen gewählt hatten.

Das Wechselspiel von Trockenheit und starkem Regen hielt auch in den Nachstunden an. Oft herrschte in der Boxengasse mehr Betrieb als auf der Rennstrecke. "Man fühlt sich wie beim Wasserskilaufen", sagte Stuck. Die meisten Unfälle endeten glimpflich.

Für den 53-Jährigen war es der dritte Erfolg in der Eifel. 1970 hatte der lange Grainauer mit Clemens Schickedanz die Premiere in einem BMW 2002 ti gewonnen, 1998 war er beim einzigen Sieg eines Diesels mit von der Partie. Stuck spielte vor allem in der Nacht seine ganze Routine aus. "Die Bedingungen sind irre. Selbst mit Regenreifen ist es schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten", erklärte Stuck.

"Unsere Fahrzeuge laufen perfekt, auch mit der Reifenwahl lagen wir richtig", freute sich Manager Charly Lamm vom BMW-Team Schnitzer. So viel Glück hatte Titelverteidiger Opel in diesem Jahr nicht. Schon in der turbulenten Startphase hatten die Rüsselsheimer mit profillosen Reifen die falsche Entscheidung getroffen. In der Nacht sorgten zwei Dreher mit Leitplanken-Berührung sowie eine gebrochene Radaufhängung für lange Reparaturzeiten. Zur Spitze fehlten der Startnummer 1 auf Rang 10 am Ende 14 Runden. Das zweite Astra V8 Coupé musste kurz vor Mitternacht mit Totalschaden abgestellt werden.

Auch der im Training dominierende Porsche 996 Turbo der Brüder Jürgen und Uwe Alzen (Klausen/Betzdorf) sowie "Nürburgring-König" Klaus Ludwig (Roisdorf) und Michael Bartels (Monaco) verlor schon in der ersten Runde an Boden. Als dann noch ein Plattfuß hinzu kam, waren alle Siegchancen dahin. Aber das Porsche-Team kämpfte sich aus den hinteren Regionen noch auf Rang 6 vor und schied zwei Stunden vor Rennende aus.

 

 

Gruß

leo

 

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