Grandiose Premiere für Störtebeker-Festspiele

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eröffnet am: 28.06.04 10:44 von: chrismitz Anzahl Beiträge: 10
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28.06.04 10:44

16833 Postings, 7608 Tage chrismitzGrandiose Premiere für Störtebeker-Festspiele

Ralswiek (dpa) Pirat Klaus Störtebeker ist auf der Insel Rügen zu neuen Abenteuern aufgebrochen: Mit einem großen Feuerwerk ging am Samstag die begeistert gefeierte Premiere der 12. Störtebeker-Festspiele zu Ende. Fast 9000 Zuschauer verfolgten auf den ausverkauften Rängen der Naturbühne Ralswiek die aktionsreich inszenierte Geschichte des legendären Piratenhauptmanns. In der Geschichte ?Im Zeichen des Kreuzes? treten Störtebeker (Sascha Gluth) und seine Crew erstmals gegen den Deutschen Ritterorden an. Die Handlung reicht bis nach Russland in die reiche Hanse- und Pelzhändlerstadt Nowgorod.

  Mit rund 335 000 Zuschauern im vergangenen Jahr gelten die Festspiele auf Rügen als meistbesuchte Open-Air-Veranstaltung in Deutschland. Das Piratenspektakel mit 120 Mitwirkenden und 25 Pferden wird bis zum 4. September weitere 60 Mal über die Bühne gehen.

  Die Inszenierung der historisch verbürgten Geschichte um ?Störti?, der Ende des 14. Jahrhunderts die Ostsee unsicher machte, setzt auf die bewährte Mischung von Spannung, Romantik, Stunts und Musik. Unter den Zuschauern war auch CDU-Chefin Angela Merkel. Das Piratenspektakel verspricht auch 2004 ein wirtschaftlicher Erfolg zu werden. Für die Vorstellungen sind bereits 140 000 Karten reserviert oder verkauft.
 

28.06.04 10:45

16833 Postings, 7608 Tage chrismitzStörtebeker zieht bis Nowgorod

Ralswiek feierte gelungene Premiere. Piraten-Geschichte wurde mit halsbrecherischen Stunts und einer Prise Humor spannend umgesetzt.

Ralswiek (OZ) Papa ist der Beste! Stolz kletterte der kleine Sohn Nils Düwells mit seiner selbstgebastelten Fahne auf die Bühne, um seinen Vater zu umarmen. Ist er für den Lütten auch der Beste in der diesjährigen Geschichte um den Piraten Klaus Störtebeker, zeigt sich Düwell alias Konrad von Jungingen von einer ganz anderen Seite. Er spielt den Hochmeister des Deutschen Ordens, der mit harter Hand die Piraten von Gotland vertreiben will.

  Tausende Besucher strömten am Samstag zur Premiere der Störtebeker-Festspiele auf die Naturbühne Ralswiek. Im Zeichen des Kreuzes heißt die diesjährige Episode, die sowohl auf Gotland, der letzten Zufluchtsstätte der Likedeeler, als auch in Nowgorod spielt. Dort, in der letzten großen Handelsstadt der Hanse im Osten, blüht der Handel mit Pelzen. Die Gier nach den kostbaren Fellen wird auch im Westen immer stärker. Doch die Pelze kommen nicht an. Den Piraten wird der Raub zugeschrieben. Grund genug für Konrad von Jungingen, mit dem russischen Pelzhändler Orlow (Ben Hecker) ein Komplott zu schmieden: Gemeinsam wollen sie Gotland überfallen und die Piraten unschädlich machen.

  Was folgt, ist eine Geschichte um Machtbessenheit, Falschheit und Betrug, aber auch von Standhaftigkeit und Liebe. Hecker spielt den Fiesling Orlow mit Hingabe, reizt alle Facetten der Bosheit aus. Düwell steht

ihm darin in nichts nach. Er überzeugt als machtgieriger Ordensritter, der in Orlow einen ebenbürtigen Partner findet.

  Sascha Gluth als Störtebeker und Peter Theiss als Bootsmann versuchen, in Nowgorod hinter das Geheimnis der Allianz zwischen Orlow und von Jungingen zu kommen. Zu diesem Zweck geben sie sich als niederländische Kaufleute aus und landen einen Fauxpas nach dem nächsten. Besonders Gluth versteht es, sich selbstironisch in Szene zu setzen. Mit ausgefeiltem niederländischen Akzent vermag er zwar zunächst die Russen zu täuschen, kann seine Piratenherkunft aber doch nicht verleugnen. Sein eigener Bootsmann bringt ihn immer wieder in die Bredouille, weil dieser sich überhaupt nicht wie ein Kaufmann benehmen kann. Ob solcher Dummheit verliert selbst Störtebeker die Contenance, überlegt laut, ob er sich nicht eine neue Mannschaft suchen oder vielleicht gar den Beruf wechseln sollte. Schließlich sei mit solchen Hummerhirnen kein Blumentopf zu gewinnen.

  Im Gegensatz zu den vorangegangenen Episoden um den Seeräuber ist die diesjährige Geschichte trotz aller Dramatik humoriger in Szene gesetzt. Egal ob Goedecke Michels (Dietmar Lahaine) ganz auf Piratenart seine Scherze mit einem stotternden Bürger betreibt, Haken-Ole (Mircea Krishan) in den buntesten Farben die (un)wahre Geschichte über den Verlust seiner Hand und seines Auges ausmalt oder Wanka (Hans-Jörg Fichtner) nach mehreren vergeblichen Fußtritten endlich erleichtert Maschine rabotajet ausrufen kann dieser urwüchsige Humor kam an, führte immer wieder zu Szenenapplaus.

  Beifall auch immer wieder für die halsbrecherischen Stunts und die pyrotechnischen Effekte Fred Braeutigams. Es knallt, brennt und explodiert wie in keiner Episode zuvor. Zum erstem Mal dabei auch mystische Elemente, als der glühende Kopf des sibirischen Wassergottes aus dem Jasmunder Bodden auftaucht, um die Bitte Maschas (Beate Weidenhammer) zu erhören: Der Gott geleitet die Seele ihres ermordeten Vaters, des Pelztierjägers Jefim Daschkow (Thomas Hinrich), in sein Reich. Wie jedes Jahr dabei die Bänkelsänger, gespielt von Rollo und Wolfgang ?Lippi? Lippert.

  Während man Rollo den Balladensänger durchaus abnimmt, überzeugt Lippert nicht: zuviele Gesten, zuviel Lächeln, zu wenig Stimme. Dennoch bekam auch er höflichen Applaus. Insgesamt eine spannende Geschichte, die mit vielen Effekten, klirrenden Schwertern, halsbrecherischen Stunts, einer Prise Humor und Mystik sowie guten Darstellern aufwartete. Vermisst wurde allerdings die im Vorfeld angekündigte Tanzkompanie Deutschland. Die sechs Tänzer kamen aus unbekanntem Grund nicht dazu, Aram Chatchaturjans Säbeltanz zum Besten zu geben.

IKarten für Störtebeker (bis 4.9. ) unter:

03838 3110-0 oder: info@stoertebeker.de

 

28.06.04 10:46

16833 Postings, 7608 Tage chrismitzStörtebekers Gesicht ist rekonstruiert

Rostock (OZ) Klaus Störtebeker, der legendäre Seeräuber, hat neuerdings ein Gesicht. Spiegel-TV ließ es rekonstruieren, hält das Ergebnis aber noch geheim. Erst im Oktober soll es veröffentlicht werden. Klaus Wiechmann vom Museum für Hamburgische Geschichte ist einer der wenigen, die dem Piraten schon in die neu modellierten Augen sehen durften.

  OZ: Wie sah Störtebeker aus?

  Wiechmann: Er hatte ein energisches Gesicht, war blond und blauäugig, trug Vollbart. Ein nordischer Typ. Auf der Stirn hatte er eine Narbe und ein Schneidezahn fehlte.

  OZ: Ein richtiger Haudegen also?

  Wiechmann: Er musste seine Leute kommandieren. Andererseits kam Störtebeker aus der Oberschicht, war möglicherweise adelig und vermutlich nicht ungebildet.

  OZ: Die Rekonstruktion wurde anhand eines Schädels gemacht, der in Ihrem Museum aufbewahrt wird. Ist es ganz sicher der von Störtebeker?

  Wiechmann: Nein. Es ist aber wahrscheinlich der eines Seeräuberhauptmanns, der um 1400 enthauptet wurde. Wie Störtebeker. Der Schädel war zur Abschreckung an einen Pfahl genagelt. Das Loch für den Nagel wurde eigens vorgebohrt, damit der Schädel länger hängen bleibt. Das lässt auf die besondere Bedeutung des Toten schließen.

  OZ: Störtebeker soll aus Wismar stammen.

  Wiechmann: Auch das ist nicht sicher. Aber die mecklenburgischen Hansestädte gewährten den Seeräubern, die ja im Auftrage ihres Herzogs unterwegs waren, Unterschlupf.

  OZ: Wieso wurde Störtebeker dann in Hamburg hingerichtet, das ja auch zur Hanse gehörte?

  Wiechmann: So fest gefügt war die Hanse eben nicht. Die Seeräuber verkauften in Mecklenburg auch die Waren von den gekaperten dänischen Schiffen. Das hängt damit zusammen, dass die Piraten im Auftrag des mecklenburgischen Herzogs unterwegs waren. Er stellte im 14. Jahrhundert Kaperbriefe gegen dänische Schiffe aus. Damit wollte er Königin Margarete von Dänemark den Thron streitig machen. Wohlhabende Mecklenburger, oft Adlige, rüsteten daraufhin Kaperschiffe aus. Viele der Seeräuber waren also Mecklenburger. Hamburg dagegen unterhielt enge Beziehungen zu Dänemark.

 

28.06.04 10:49

21880 Postings, 7137 Tage utscheckDieser Schnullibulli hat mir mein WF versaut ! o. T.

28.06.04 10:51

16833 Postings, 7608 Tage chrismitzHier noch die Fotos:





von den Festspielen!

Gruß  

28.06.04 10:54

16833 Postings, 7608 Tage chrismitzutscheck, ich hoffe WF heißt nicht das, was ich

denke, od.? *gg*

Gruß  

28.06.04 10:57

42547 Postings, 7461 Tage Dr.UdoBroemmeIrre diese Fotos!

Das scheint ja echt absolute Hochkultur zu sein!


Truth is stranger than fiction, because fiction has to make sense
 

28.06.04 10:58

16833 Postings, 7608 Tage chrismitzGut erkannt , Doc!

28.06.04 11:02

21880 Postings, 7137 Tage utscheckBM Chris o. T.

28.06.04 16:16

10873 Postings, 7784 Tage DeathBullDie Rügener Bergtalbuam

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