Goldene Zeiten!

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neuester Beitrag: 19.11.03 08:02
eröffnet am: 15.11.03 20:04 von: NextLevel Anzahl Beiträge: 12
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15.11.03 20:04

745 Postings, 6541 Tage NextLevelGoldene Zeiten!

Goldene Zeiten!

von unserem Korrespondenten Bill Bonner

Die Aktien steigen ... und auch der Goldpreis steigt. Die Aktienkurse
fallen ... und der Goldpreis steigt trotzdem. Der Goldpreis steigt so
oder so - und jetzt ist er deutlich über 390 Dollar.

Der Goldpreis hat mein Kaufziel von 350 Dollar schon längst
überschritten. Auch mein zweites Kaufziel, von 370 Dollar. Jetzt sieht
es so aus, als ob er durch mein drittes Kaufziel -400 Dollar -
durchstoßen könnte, bevor ich dieses Kaufziel überhaupt definiert
habe. Ich fühle mich wieder wie ein Kind ... das versucht, in der
Badewanne ein Stück Seife zu greifen; jedes Mal flutscht die davon.

Nein, es ist nicht einfach, liebe(r) Leser(in). Es gibt soviel "Lärm",
den man herausfiltern muss: Kaufen Sie diese Aktie, kaufen Sie jene
Aktie ... Unternehmensgewinne ... Bilanzskandale ... die Aktien
steigen ... fallen ... Gerüchte um die Fed ...
Terrroristenangriffe ... Stimmungsindikatoren ... Labertaschen im
Fernsehen ... leere Köpfe in den Editorials der Zeitungen ...

Aber der Goldpreis steigt.

Wir sind hier am Beginn dessen, was meiner Meinung nach ein großer
Bullenmarkt beim Gold sein wird - einer der mehrere Jahre lang
andauern wird und den Goldpreis über 1.000 Dollar pro Unze hieven
wird. Natürlich flüstert mir Gott nicht seine Pläne ins Ohr ... und
ich kann auch nicht die News lesen, bevor sie passieren. Es ist keinem
Menschen gegeben, die Zukunft zu kennen. Nebenbei gesagt - wenn ich
wirklich wissen würde, was der Goldpreis tun wird, dann würde ich
meine Zeit nicht damit verschwenden, das Ihnen mitzuteilen. Zumindest
nicht umsonst!

Nein, meine Ansicht zum Goldpreis ist nur eine Position mit Mängeln;
ich weiß einfach nicht, was ich sonst sagen könnte.

In den letzten 32 Jahren - seit dem Kollaps des
Semi-Gold-Standard-Systems von Bretton Woods - ist die Welt mit
Dollars überschwemmt worden. Seit der Zeit von Noah hat die Menschheit
so eine Flut nicht mehr gesehen. Seit der Ankunft von Alan Greenspan
an der Spitze der Fed sind mehr Dollar gedruckt worden als unter allen
Fed-Vorsitzenden vor ihm zusammengenommen. Dieses Geld flutete um den
Globus herum ... es beflügelte die Volkswirtschaften und es ließ die
Investments fast überall grüner werden.

Die Amerikaner hatten eine Kreditkarte ohne Limit. Wenn Ihnen das Geld
zum Ausgeben ausging ... dann konnten sie einfach mehr drucken.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die USA der größte Gläubiger ... mehr
Leute schuldeten den Amerikanern mehr Geld als allen anderen
Gläubigern. Bis 1988 hatte sich diese Position der Amerikaner
verschlechtert ... in diesem Jahr waren die Amerikaner weder Gläubiger
noch Schuldner gegenüber der Welt, sondern ihre Position war
ausgeglichen. Aber jetzt schulden sie dem Rest der Welt fast 3
Billionen Dollar ... und die Schulden wachsen (gemessen am
Leistungsbilanzdefizit) derzeit mit rund 1 Million Dollar pro Minute.

Innerhalb von 18 Monaten hat sich der Haushaltsüberschuss der
US-Regierung in ein Defizit verwandelt - und der Unterschied zwischen
dem vorigen Überschuss und dem folgenden Defizit ist so hoch, dass er
ungefähr der Hälfte des Marktwertes des gesamten Goldes auf der Welt
entspricht! Und es wird damit gerechnet, dass die amerikanische
Neuverschuldung im nächsten Jahr genauso hoch wie der gesamte
Marktwert aller weltweiten Goldbestände sein wird.

Und die gesamten Schulden der privaten amerikanischen Haushalte sind
ungefähr 20 Mal so groß wie der Marktweit des Goldes der Welt. Wir
wissen, dass die Amerikaner nie so stark wie jetzt verschuldet
waren ... und wir wissen, dass die Welt im Verhältnis dazu nie so
wenig Gold wie jetzt hatte.

Ich kann mich nicht erinnern, wie ich diese Rechnung gemacht habe,
aber ich habe den Zuwachs der Dollar-Geldmenge mit dem Zuwachs an Gold
verglichen. Und dabei entdeckte ich, dass auf jede Feinunze Gold, die
aus dem Boden geholt wird, mehr als 6.000 neue Dollar das Licht der
Welt erblicken.

Die Leute glauben, dass diese "Erholung" real sei. Aber eine Erholung
wovon? Die Rezession war ein Flop - denn die Leute schraubten ihre
Ausgaben nie zurück. Die Fed hat die Konsumenten mit mehr Krediten und
mehr Dollar überschwemmt ... wodurch diese immer tiefer in den
Schuldensumpf gerieten. Aber wo sind die Jobs? Wo die Investitionen?
Wieso werden die Reihen von Leuten, die persönlich pleite gehen, immer
länger? Warum steht die Zahl der Zwangsversteigerungen auf Rekordhoch?

Da ich die Zukunft nicht voraussehen kann, ist alles möglich. Die
Zinsen könnten steigen ... oder fallen. Die Aktien könnten noch
überteuerter werden. Inflation? Deflation? Wer weiß? Alles, das ich
weiß, ist, dass im Moment auch Gold steigt. Und ich sehe nichts, das
diesen Anstieg stoppen wird. Gold wird seinen Tag haben.

-------------

Grüße

NL    

15.11.03 23:08

7885 Postings, 7945 Tage ReinyboyErst mal dürfte es nen Rückschlag bei Gold geben

Vermute im Bereich von 410-414 $.

Aber erst mal müssen die 400$ geknackt werden.  Vielleicht schon am Montag???




Grüße       Reiny


 

16.11.03 11:59

745 Postings, 6541 Tage NextLevelViele sehen den Resist bei USD 397 und erwarten

da erst einmal einen Abpraller nach unten.

Grüße

NL    

16.11.03 12:15

69131 Postings, 8000 Tage Kickyje nachdem


dieser Chart scheint mir interessanter,aber das liegt auch an dem Wert
kann einfach keinen Amex Gold Bugs Index finden  

17.11.03 11:57

745 Postings, 6541 Tage NextLevelKicky: Wie wäre es mit dem?



Vielleicht interessiert Dich auch diese Special Edition?  http://www.financialsense.com/Market/archive/2003/1112.html

Grüße

NL    

17.11.03 14:10

69131 Postings, 8000 Tage Kickyjetzt hab ich ihn

danke 38099902  aber nicht so interessant wie BOG
 

17.11.03 14:42

745 Postings, 6541 Tage NextLevelEinen hab ich noch .. gefunden :))

...
Ich habe geträumt, daß der Goldpreis innerhalb von wenigen Minuten heute Nachmittag von 402 US$ auf unter 300 US$ fällt.
Plötzlich stehe ich im Handelsraum von GoSa und alle freuen sich, daß die K.O.-Zertis ausgenockt wurden. Dann haben die wieder mit dem Verkauf von Gold aufgehört und binnen weniger Minuten ging der Goldpreis auf über 1.000.- US$.

Bin mal auf heute Nachmittag gespannt....


Grüße

NL    

17.11.03 14:45

7885 Postings, 7945 Tage ReinyboyN.L. , tststststst was du träumst,

ich träume wenigsten von schönen Frauen...



Grüße        Reiny  

17.11.03 14:47

745 Postings, 6541 Tage NextLevelReiny ich doch nicht! :) Fundsache!!

Grüße

NL    

17.11.03 14:54

7885 Postings, 7945 Tage ReinyboyAch so, dachte schon

du wärst in solch einem bedauernswerten Zustand, .....

dann wärs nämlich dringend Zeit mal etwas Abstand zur Börse zu gewinnen !!





Grüße         Reiny  

18.11.03 20:34

745 Postings, 6541 Tage NextLevelMit 398,38 ganz knapp an der 400 abgeprallt.

Grüße

NL    

19.11.03 08:02

745 Postings, 6541 Tage NextLevelTechnisch droht eine ausgedehnte Korrektur

Gold ist angeschlagen und wankt – Technisch droht eine ausgedehnte Korrektur
(18.11.2003)


Gold ist zu Wochenbeginn an der Marke von 400 Dollar je Feinunze gescheitert. Der Preis hatte sich dieser psychologisch bedeutsamen Marke in den vorausgegangenen Tagen im Schleichgang genähert.

Der Rückschlag, der im weiteren Verlauf des Montags einsetzte, trieb die Notierungen für kurze Zeit bis auf 386 Dollar zurück. Und das war’s dann fürs erste. Am Terminmarkt wurden im Zuge dieses Falls viele Stops ausgelöst. Die Fußkranken haben den Markt damit fürs erste verlassen.

Kurz- bis mittelfristig stehen die Chancen weitreichender Preissteigerungen am Goldmarkt nicht besonders gut. Die Investment-Nachfrage reicht nämlich zu diesem Zeitpunkt allem Anschein nach nicht aus, um den physischen Markt wesentlich weiter nach oben zu tragen. Er braucht seine Zeit, um sich eine solide Basis zu schaffen.

Die seriösen Käufer wissen sehr gut, dass sie inzwischen nicht mehr alleine sind, sondern von einer wachsenden Zahl nicht überzeugter Trittbrettfahrer auch am physischen Markt begleitet werden. Das Interesse an Gold ist zu rege geworden, als dass die seriösen Käufer steigenden Preisen noch bedingungslos folgen würden. Sie glauben Zeit zu haben und warten auf einen Rückschlag.

Natürlich kann ein stets möglicher Kollaps des Dollar die Bedingungen schlagartig verändern. Doch dies würde dann nur für den Dollar-Preis für das Edelmetall gelten.

Bemerkenswert erscheint unter eher kurzfristigen Aspekten, dass der jüngste amtliche Bericht über die Zusammensetzung der offenen Positionen an der Comex in New York einen Rückgang der von den Fonds gehaltenen Netto-Kaufpositionen auswies. Dies war entscheidend darauf zurückzuführen, dass die Fonds in der Woche zum 11. November ihre Baissepositionen erhöhten.

Mehr und mehr Fondsmanager halten es also offenbar für unwahrscheinlich, dass die Marke von 400 Dollar in naher Zukunft genommen wird. Sie dürften sich von dem Rückschlag in ihrer Haltung bestärkt sehen.

Societe Generale (SocGen) hat dieser Tage die Frage aufgeworfen, ob die Fondsverwalter nicht etwa vermuten könnten, dass die Produzenten den Abbau ihrer Sicherungs- und Vorausverkäufe (Hedge Books) rapide beenden und dass damit eine wesentliche Quelle auf der physischen Nachfrageseite ersatzlos versiegen würde.

Die Antwort steht noch aus, doch handelt es sich hier um eine Überlegung, die in den zurückliegenden Monaten immer wieder in den Raum gestellt wurde und die von herausragender Bedeutung ist. Wir alle wissen, dass es an keinem Markt, auch bei Gold nicht, auf Dauer gut geht, wenn die physische Seite nicht mitspielt.

Walter Murphy, einer der Techniker von Merrill Lynch, New York, hat sich jetzt aus seiner besonderen Sicht mit Gold befasst und ist zu Schlüssen gelangt, die den Haussiers auf mittlere Sicht nicht gefallen können.

Seiner Meinung nach stellt der Anstieg des Goldpreises auf das höchste Niveau seit dem ersten Quartal 1996 eher das Ende einer Aufschwungphase, die im April eingesetzt habe, dar als den Beginn einer neuen, dauerhaften Aufwärtsbewegung. Die Indikatoren, die unter mittelfristigen Aspekten Aufschluss über die Dynamik des Marktes gäben, hätten die jüngsten Preissteigerungen nicht bestätigt. Sie befänden sich jetzt in einer „überkauften“ Situation und begännen zu verfallen. Auch die längerfristige Rate der Preisveränderungen bewege sich im „überkauften“ Bereich. Zudem spiegelten die Stimmungsindikatoren einen exzessiven Optimismus wider.

Murphy sieht in den jüngsten Preissteigerungen das nahende Ende des im April im Bereich von 320 Dollar entstandenen Aufschwungs. Sollte sich diese These bestätigen, erwartet er, dass ein folgender Abschwung einen beträchtlichen Teil der seither verzeichneten Terraingewinne wieder tilgt.

Der Techniker sieht zunächst einen Test der Zone zwischen 360 und 370 Dollar kommen. Zwischen 340 und 345 Dollar befinde sich ein zweiter, wichtiger Stützungsbereich. Mit dem jüngsten Aufschwung habe der Markt dicht unter der Marke von 400 Dollar einen Widerstand von eigener Gesetzmäßigkeit gebildet. Sollte dieser eindeutig überwunden werden, wäre ein Aufschwung in die Zone zwischen 410 und 425 Dollar zu erwarten, bevor die vermutete große Korrektur einsetzen könne.




Grüße

NL    

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