Gesteuerte Demokratie?

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neuester Beitrag: 29.05.04 16:53
eröffnet am: 29.05.04 11:50 von: Spitfire33 Anzahl Beiträge: 10
neuester Beitrag: 29.05.04 16:53 von: DarkKnight Leser gesamt: 627
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29.05.04 11:50
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4420 Postings, 7689 Tage Spitfire33Gesteuerte Demokratie?

Wie neoliberale Eliten die Demokratie beeinflussen

Neoliberale und wirtschaftliche Eliten nehmen immer stärkeren Einfluss auf Politik und Öffentlichkeit. In die Debatte um die "Reformen" der letzten Monate haben sie massiv neoliberal geprägte Ideen eingebringen und verankern können. Auf der anderen Seite werden selbst kleine Ansätze für mehr Umweltschutz oder Gerechtigkeit von Wirtschaftsverbänden und Industrie blockiert, wo es nur geht - sei es die EU-Chemikalienpolitik, die Bürgerversicherung oder jüngst der Emissionshandel.

Während der Streit um die "Reformen" entbrannt ist, bleiben die eingesetzten Einflussstrategien und Machtstrukturen weitgehend unbeachtet. Der Kongress "Gesteuerte Demokratie?" soll das ändern und eine überfällige gesellschaftliche Debatte anstoßen. Denn die medialen Kampagnen der Arbeitgeberverbände hebeln eine faire öffentliche Debatte aus und schädigen die Demokratie. Mit ihnen soll eine Politik mehrheitsfähig gemacht werden, die auf Werte wie soziale Gerechtigkeit oder Ökologie keine Rücksicht nimmt.

Der Kongress "Gesteuerte Demokratie?" nimmt diese Interessen, Einflusskanäle und Methoden unter die Lupe. Diskussionsrunden, Vorträge, Foren und Workshops beleuchten Akteure und Themenfelder, analysieren Strategien und stellen neue Ansatzpunkte für mehr Demokratie und eine kritischere Öffentlichkeit vor. Der Kongress soll ein breites Spektrum gesellschaftlicher Initiativen, Organisationen und Bewegungen zusammenbringen.

Einleitung

Neoliberale und wirtschaftliche Eliten nehmen immer stärkeren Einfluss auf Politik und Öffentlichkeit. In die Debatte um die "Reformen" der letzten Monate haben sie massiv neoliberal geprägte Ideen einbringen und verankern können. Auf der anderen Seite werden selbst kleine Ansätze für mehr Umweltschutz oder Gerechtigkeit von Wirtschaftsverbänden und Industrie blockiert, wo es nur geht - sei es die EU-Chemikalienpolitik, die Bürgerversicherung oder jüngst der Emissionshandel.

Während der Streit um die "Reformen" entbrannt ist, bleiben die eingesetzten Einflussstrategien und Machtstrukturen weitgehend unbeachtet. Der Kongress "Gesteuerte Demokratie?" soll das ändern und eine überfällige gesellschaftliche Debatte anstoßen. Denn die medialen Kampagnen der Arbeitgeberverbände und anderer Lobbies hebeln eine faire öffentliche Debatte aus und schädigen die Demokratie. Mit ihnen soll eine Politik mehrheitsfähig gemacht werden, die auf Werte wie soziale Gerechtigkeit oder Ökologie keine Rücksicht nimmt.

Der Kongress "Gesteuerte Demokratie?" nimmt diese Interessen, Einflusskanäle und Methoden unter die Lupe. Diskussionsrunden, Vorträge, Foren und Workshops beleuchten Akteure und Themenfelder, analysieren Strategien und stellen neue Ansatzpunkte für mehr Demokratie und eine kritischere Öffentlichkeit vor. Der Kongress soll ein breites Spektrum gesellschaftlicher Initiativen, Organisationen und Bewegungen zusammenbringen.

http://www.bewegungsakademie.de


 

29.05.04 14:00

34211 Postings, 7769 Tage DarkKnightFrüher nannte man das

"Kapitalismus, Ausbeutung und Oligarchie".

Aber vielleicht sind diese Begriffe inzwischen dermaßen verhonneckert, daß man sie nicht mehr benutzen darf?  

29.05.04 14:04

9161 Postings, 8083 Tage hjw2bürgerbewegung

gegenwärtig organisiert sich eine breite bürgerbewegung
mit dem ziel der gründung einer bürgerpartei...


http://www.initiative-asg.de/homepages/initiative-asg/home.html
http://www.buko.info/
http://www.wahlalternative.de/

wer was bewegen will,
sollte dabei sein...
 

29.05.04 14:13
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34211 Postings, 7769 Tage DarkKnightEinmal "grün" für Werbung bitte o. T.

29.05.04 15:56

10665 Postings, 6402 Tage lumpensammlerGegendarstellung, marginal verändert

Wie sozialistische Kader die Demokratie beeinflussen

Sozialistische Kader und Gewerkschaften nehmen immer stärkeren Einfluss auf Politik und Öffentlichkeit. In die Debatte um die "Reformen" der letzten Monate haben sie massiv kommunistisch geprägte Ideen einbringen und verankern können. Auf der anderen Seite werden selbst kleine Ansätze für mehr Freiheit oder Marktwirtschaft von Sozialverbänden und Gewerkschaft blockiert, wo es nur geht - sei es die EU-Liberalisierungspolitik, die Reform der Krankenversicherung oder jüngst die Selbstverpflichtung der  Arbeitgeber zur Schaffung von Ausbildungsplätzen.

Während der Streit um die "Reformen" entbrannt ist, bleiben die eingesetzten Einflussstrategien und Machtstrukturen weitgehend unbeachtet. Der Kongress "Gesteuerte Demokratie?" soll das ändern und eine überfällige gesellschaftliche Debatte anstoßen. Denn die medialen Kampagnen der Arbeitnehmerverbände hebeln eine faire öffentliche Debatte aus und schädigen die Demokratie. Mit ihnen soll eine Politik mehrheitsfähig gemacht werden, die auf Werte wie Marktwirtschaft oder Arbeitsplätze keine Rücksicht nimmt.

Der Kongress "Gesteuerte Demokratie?" nimmt diese Interessen, Einflusskanäle und Methoden unter die Lupe. Diskussionsrunden, Vorträge, Foren und Workshops beleuchten Akteure und Themenfelder, analysieren Strategien und stellen neue Ansatzpunkte für mehr Demokratie und eine kritischere Öffentlichkeit vor. Der Kongress soll ein breites Spektrum gesellschaftlicher Initiativen, Organisationen und Bewegungen zusammenbringen.
 

29.05.04 16:12

34211 Postings, 7769 Tage DarkKnight@lumpi: ich glaub das nicht.

Was ich gerne glaube, sind diese Thesen, die aber gerade noch für 10% der Bevölkerung gelten.

Der Rest ist bereits seit langem zur proletarischen Verfügungsmasse geworden.

Die Gewerkschaften "kämpfen" nur noch um ihre Vorstandsposten, die eh schon gegenstandslos sind.

Don Quijote und Sancho Pansa waren realistischer als diese Fuzzis heute: sie hätten vor 10 Jahren gegensteuern sollen, nicht heute. Heute ist jeder erpreßbar, der morgen eine Rate zu zahlen hat. Das ist das Ende der Gewerkschaften, die nur noch eine Frage der Zeit ist.

Die Penner haben es sich selbst eingebrockt: schlecht gearbeitet, und jetzt die verdiente Ernte kassiert.

Ich gebe Verdi noch max. 1 Jahr.  

29.05.04 16:18

10665 Postings, 6402 Tage lumpensammlerScheiße mann, 1 Jahr noch? o. T.

29.05.04 16:21

34211 Postings, 7769 Tage DarkKnight*ggg*

oh mann, das ende aller Illusionen tut weh, aber ich kann noch drüber lachen ...  

29.05.04 16:44

10665 Postings, 6402 Tage lumpensammlerHei armer Ritter

meine Theorie zu den Gewerkschaftsbossen: Das ist die wirkliche geistige Elite Deutschlands, da es die einzigen sind, die weder durch Arbeit noch durch Kapital reich geworden sind.

Irgendwann vor 20 Jahren oder so haben die geschnallt, dass sie eigentlich überflüssig sind, da der Großteil der eigenen Klientel sich nicht mehr im Dreck suhlte sondern sich plötzlich für die schönen Dinge des Lebens und damit um so weniger für sie interessierte. Das nagte natürlich an der Subsatnz und irgendwann war ihr persönlicher Elan dann auch gänzlich durch den Dampf unter ihren Motorhauben substituiert.

Jetzt hieß die Parole "Was tun?". Aus den Gewerkschaftsbüros wieder ausziehen, den A8 wieder halbieren, oder gar selbst wieder was richtiges arbeiten? Nein, es kann nicht sein, was nicht sein darf! Also eine Strategie mußte her.

Es war allen klar, dass sie den wirklich armen Schweinen sowieso nicht helfen können, die anderen aber gar keine Hilfe mehr wollten/brauchten. Ja, und da kam irgendeiner der Oberschlaumeier auf den Trichter: Panem et circenses! Und wenn sie in 100 Jahren nicht gestorben sind, dann werden sie immer noch die armen Schweine auf der Straße liegen lassen, das Gehalt des Daimlermitarbeiters verdoppeln, dem Staat und dem Arbeiter die Kohle aus der Tasche ziehen, und zur Entspannung zu Maybrit Illner gehen.  

29.05.04 16:53

34211 Postings, 7769 Tage DarkKnight@lumpi: die Realitäten aktuell sprechen für Deine

Aussage.

Ich sehe auch keinen Grund mehr für die Existenz von Gewerkschaften, außer der Tatsache, daß es vielleicht noch einen Bodensatz von 70% Beschäftigung in Dtld geben wird, der alleine durch technologischen Vorsprung EINFACH DA IST. Und ich denke hier an viele mittelständische Unternehmen, die ich kennenlernen durfte und an denen all die Diskussionen hier am Arsch vorbei gehen. Da gehts noch um Fragen wie "Kann man den Preis fürs Mittagessen auf 1 Euro erhöhen?".

Sowas gibts noch zuhauf, aber die heißen nicht Siemens oder Infineon.


Dtld wird nur schlechtgeredet. Sonst nichts. Aber der Gerd macht auch nichts dagegen.

In letzter Zeit habe ich seltsame Alpträume mit Kreislaufstörungen ... bis mir klar wurde, was die Ursache ist: ich wünsche mir den Helmut zurück.  

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