Gesamtbild des DAX deutlich verbessert

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neuester Beitrag: 08.05.05 18:45
eröffnet am: 08.05.05 11:12 von: moya Anzahl Beiträge: 2
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1008418 Postings, 6308 Tage moyaGesamtbild des DAX deutlich verbessert

Gesamtbild des DAX deutlich verbessert

HAMBURG (S-T Systemtrade) -

Der letzte Donnerstag hätte ein guter Börsentag werden können. Die am frühen Abend schließenden Standardwerte-Indizes in Europa markierten per Schlusskurs deutlich höhere Bewegungshochs, bezogen auf die aktuell laufenden Aufwärtsimpulse und bestätigten damit die vollendeten Umkehrformationen im DAX, im Dow Jones EuroSTOXX 50 und im spanischen IBEX-35-Index. Der britische FTSE-100-Index, sowie der französische CAC-40-Index zogen nach und vollendeten ihrerseits ihre jüngst ausgebildeten Doppelböden (im CAC 40 liegt uns eine solche Musterformation nur stark verzerrt vor). Im italienischen MIB30-Index 930.AFF erreichte der Index im jüngsten Handelsgeschäft die "Trigger"-Marke zu Vollendung der Umkehrformation fast punktgenau.


Die im Donnerstag Abend eher verhalten verlaufende Wall Street ließ die Nachfrageseite, die sich noch in den Futures FDAX und FESX zeigte, jedoch versiegen. Im Ergebnis verlor der deutsche Aktien-Index Future in den letzten eineinhalb Handelsstunden seinen kompletten Tagesgewinn, gleichermaßen verfuhr der FESX. Damit lagen uns in den wichtigsten europäischen Index-Futures Tagesmuster vor, die auf Grund ihrer überaus stark ausgeprägten Dochte und der nahezu am Tagestief liegenden Körperchen der Kategorie der negativen Doji zugeordnet werden können.
In der Konsequenz sind bestehende Long-Positionen im europäischen Markt durch nachzuziehende Stop-Kurse abzusichern, um auf erneute, mögliche Impulswechsel reagieren zu können. Hierzu werden wir uns im Zusammenhang mit der Beurteilung des DAX-Index etwas näher auseinander setzen.


BUND-FUTURE
Unverändert beeindruckend ist der Kursverlauf des Bund-Futures zu beurteilen. Nach einer über weite Strecken seitwärts ausgerichteten Bewegungstendenz am Donnerstag, legte der Juni-Kontrakt in den letzten dreißig Minuten vergleichsweise deutlich zu und schloss mit 120.94 unmittelbar am Tageshoch (120.95). Somit behalten alle Aussagen der letzten Tage zum Kursverlauf ihre Gültigkeit.


Uns liegt unverändert ein absolut intakter Aufwärtstrend vor, der charttechnisch gesehen nichts zu wünschen übrig lässt, aus markttechnischer Sicht weitestgehend bestätigt wird und keine wirklich verwertbaren Verkaufssignale aufweist. Kritisch bleibt die Interpretation der Schwungkraft, die sich weiterhin in einer negativen Divergenz zum Kursverlauf entwickelt und damit ein ansteigendes Reaktionsrisiko für den laufenden Aufwärtstrend signalisiert, doch für eine konkrete Handlungsaktivität auf der Short-Seite reicht dieser Sachverhalt noch nicht aus.
Die relevanten, charttechnisch herleitbaren Kursniveaus bleiben auch zum Wochenende hin unverändert:
- so lassen sich die nächst tiefer liegenden Unterstützungsniveaus in etwa in den Bereichen um 120.42 und darunter um 119.74 herleiten,
- die Korrekturpotentiale, bezogen auf den bisherigen laufenden Aufwärtsimpuls bleiben unverändert zu den jüngsten Anpassungen:
Minimumkorrektur: 119.82 / 119.64
Normalkorrektur: 119.20
Maximumkorrektur: 118.76 / 118.58

Aus praktischer Sicht heraus, behalten wir unsere aktuelle Strategie bei:


- Long-Bestände sind weiterhin gerechtfertigt; - strategisch ausgerichtete Stop-Kurse sollten unserer Ansicht nach knapp unterhalb der errechneten Minimumkorrektur liegen; hierzu verweisen wir auf unsere statistischen Auswertungen von Folgekursbewegungen nach technischen Reaktionen innerhalb intakter Trendbewegungen, die eine akzeptabel hohe Trefferquote signalisierten, wenn im Zuge von Reaktionen die errechneten Minimumkorrekturen nicht unterschritten wurden;


- taktische Teilpositionsauflösungen bieten sich knapp unterhalb der derzeit gültigen, potentiellen Unterstützungen an, somit knapp unterhalb der 120.42 und knapp unterhalb der 119,74;


- werden diese genannten Kursniveaus nicht erreicht, behalten wir unsere optimistische Erwartungshaltung bei; beachten Sie bitte, dass sich im Kursverlauf des Bund-Futures derzeit keine wirklich sinnvollen Widerstände auf der Oberseite herleiten lassen;
DAX
Widerstände: 4275 (O), 4413 (u), 4435 (u), 4483 (O);
Unterstützungen: 4249 (u), 4160 (u), 4131 (O), 4107 / 4101 (O)

Aktuell angepasste Korrekturpotentiale, bezogen auf die Wegstrecke des vorangegangenen Aufwärtsimpulses:
4256 / 4249 Minimumkorrektur
4231 Normalkorrektur
4214 / 4206 Maximumkorrektur

Mit einem moderaten aber kontinuierlich verlaufenden Kursanstieg erklomm der DAX im Donnerstag ein neues Hoch im laufenden Bewegungsimpuls. In der Tagesspitze erreichte der deutsche Aktien-Index die 4306 und übersprang damit die 4275, ein herleitbares Widerstandsniveau, konstruierbar aus den beiden Korrekturtiefs von Ende Februar und Ende März diesen Jahres. Mit einem Schlusskurs bei 4299, bestätigte der deutsche Aktien-Index den Sprung über den o.g. Widerstand. Mit Blick auf die Folgekursentwicklung im FDAX, belassen wir die 4275 dennoch vorerst als mögliche Widerstandsebene im Chart, stufen diese in ihrer analytischen Bedeutung jedoch auf das Niveau einer Orientierungsmarke zurück.


Im Zuge des Kursanstieges vom Donnerstag, passten wir auch die Korrekturpotentiale nach oben hin an. Grundsätzlich sei an dieser Stelle angemerkt: je länger die Wegstrecke des zu bewertenden Bewegungsimpulses, desto zuverlässiger wird das Arbeiten mit Korrekturpotentialen, da hier zufälliges "Überschießen" immer seltener wird.
Ordnen wir die aktuelle Entwicklungsphase des DAX in das Gesamtbild ein, können wir folgende Aussagen treffen:
- zumindest bisher hat sich der Ausbruch des Kursverlaufes aus der bereits mehrfach angesprochenen Umkehrformation heraus bestätigt; diese war mit Überwinden der 4247 / 4249 im Sinne ihrer Definition praktisch vollendet;
- das sich daraus ableitende Kursziel berechnet sich nach den Regelwerken der klassischen Formationslehre im Bereich um 4340, somit hätte der DAX im Grunde noch rund 35 Indexpunkte platz, sich zu entfalten;
- über die Markttechnik hat sich das Gesamtbild des DAX besonders im Zuge der letzten Handelstage deutlich verbessert; über die als Richtungsfilter unterlegte Kombination verschiedener trendfolgender Indikatoren in differenzierten Zeitfenstern wird dem DAX zwar noch immer ein neutrales set-up ausgewiesen, aber von Seiten der Qualität her, ist dieses set-up überzeugender als es noch vor wenigen Tagen der Fall war;
- über die Schwungkraft wurde uns bereits vor Tagen die Ausbildung einer negativen Divergenz ausgewiesen; aktuell verbessert sich diese markttechnische Bewertungsgröße weiterhin.
Kann sich der DAX oberhalb der 4275 halten / stabilisieren, erlangt dieses Niveau als potentielle Unterstützung wieder eine gesteigerte analytische Bedeutung. In jenem Falle bleiben wir optimistisch und halten das Erreichen der 4340 im Index für realistisch.

Gruß Moya

 

08.05.05 18:45

1008418 Postings, 6308 Tage moyaAnleger halten sich mit Aktienkäufen zurück

Anleger halten sich mit Aktienkäufen zurück

DÜSSELDORF (dpa-AFX) -
Deutschlands Anleger bleiben zurückhaltend. Obwohl die Unternehmen so viel wie noch nie verdienen, investiert die Mehrheit von 1.000 repräsentativ befragten Anleger gar nicht oder nur sehr vorsichtig in Aktien. Das ist das Ergebnis der monatlichen Anlegerumfrage des Meinungsforschungsinstituts AMR im Auftrag des Handelsblatts (Montagausgabe) und der Bank Trinkaus & Burkhardt.

In Europa weist der Gewinntrend nach Angaben der Datendienste JCF und Ibes mit einem Gewinnplus von mindestens sieben Prozent für das laufende Jahr nach oben. Dass aber die europäischen Börsen trotz der Rekordgewinne nur halb so hoch wie vor fünf Jahren notieren, als die Unternehmen 20 Prozent weniger verdienten, macht die Aktien für viele Anleger noch lange nicht zum Schnäppchen. 40 Prozent der Befragten vertreten die Ansicht, dass Aktien nach wie vor zu hoch bewertet sind.

Dementsprechend investieren derzeit 47 Prozent der Befragten eher vorsichtig, etwa in Staatsanleihen und am Geldmarkt. Weitere 33 Prozent halten sich sogar ganz zurück. Nur ein Fünftel der Befragten äußert eine erhöhte Risikobereitschaft und legt das Geld in Aktien oder noch risikoreichere Optionsscheine an. Börsenpsychologen erklären das Phänomen mit einer tief sitzenden Skepsis gegenüber Aktien.

Gruß Moya

 

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