Gerade mitbekommen - die Blödzeitung fragt

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neuester Beitrag: 18.03.09 14:30
eröffnet am: 19.02.09 14:38 von: Karlchen_V Anzahl Beiträge: 22
neuester Beitrag: 18.03.09 14:30 von: kiiwii Leser gesamt: 721
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19.02.09 14:38

14717 Postings, 4566 Tage Karlchen_VGerade mitbekommen - die Blödzeitung fragt

danach, was man von einem Krisen-Soli hält. Also: Dem Bürger werden höhere Steuern angekündigt, um so die Kosten der Staatsinterventionen zu finanzieren.

Die sind doch nur noch bekloppt - okay, ist Weiberkarneval.  

19.02.09 14:40

61594 Postings, 6382 Tage lassmichreinDie Einnahmen vom jetzigen Soli nehmen... ;)

Dann hätten wir wenigstens nicht nur in Teilen Deutschlands blühende Landschaften... ;) *fg*
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Und der Herr sprach zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen."

Und ich lächelte und war froh... Und es KAM schlimmer !!

19.02.09 14:52

129861 Postings, 6354 Tage kiiwiiBevor Steuern gesenkt werden können, müssen

sie doch erstmal erhöht werden...


Also warum wundert sich Karlchen jetzt ?
Vasteh isch ned...
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"Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B. Russell)

MfG
kiiwii

19.02.09 15:00
1

14717 Postings, 4566 Tage Karlchen_VIch wundere mich nur darüber, dass in

Anbetracht der gegenwärtigen Krise so nen Blödzeitungsschnucki auf die Idee von Steuererhöhungen kommen kann.  

19.02.09 15:06

14556 Postings, 5350 Tage NurmalsoWir warten einfach ab, und lösen

das Problem in einigen Monaten mit ner fetten Inflation. Hat zwei Vorteile: Erstens, sie kommt sowieso, zweitens, man muss niemanden fragen.  

19.02.09 15:09
1

129861 Postings, 6354 Tage kiiwiiWo sieht man Inflation ?

Wir haben grad die fetteste Deflation aller Zeiten...

Autopreise fallen...
Ölpreise fallen...
Immobilienpreise fallen...
Aktienpreise fallen...
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"Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B. Russell)

MfG
kiiwii

19.02.09 15:11

14717 Postings, 4566 Tage Karlchen_VNa na - also es gibt beim DAX auch wieder

Einstiegskurse - nach dem, was ich weiß, liegen die bei einem Index von 1900Plus. Schön festhalten.  

19.02.09 15:14

50709 Postings, 6348 Tage SAKUWie jetzt?!?

Alles über 1900 Punkten im Dax sind Einstiegskurse? Oder meinst du den Dau oder den Nikkei oder den Mibtel?!?
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Kleiner Happen...

19.02.09 15:16

14717 Postings, 4566 Tage Karlchen_VUnter 2000 - und etwas über 1900.

Das sollten wie schon dieses Jahr schaffen.  

19.02.09 15:17

129861 Postings, 6354 Tage kiiwii2000 sind drin bis Ende Jahr

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"Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B. Russell)

MfG
kiiwii

19.02.09 15:20

7903 Postings, 4971 Tage jezkimiEnde 2009?

So schnell geht es nicht, 2010 ja.
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Kein Finderlohn für Linksschreipfehler

19.02.09 15:21
1

6254 Postings, 4984 Tage aktienbärHabt

ihr ne Glaskugel oder spürt ihr das im Urin?  

19.02.09 15:43

24273 Postings, 7760 Tage 007BondSteuererhöhungen?!

Vielleicht sollte man von früheren Krisen zumindest ein wenig lernen und Fehler nicht unbedingt wiederholen?!

Aus heutiger Sicht positive wirtschaftspolitische Ansätze, während der letzten großen Wirtschaftskrise

   * nachfrageorientierter Ansatz
   * Arbeitsprogramme, Bekämpfung von Arbeitslosigkeit = Erhaltung der Kaufkraft
   * Steuersenkung Ende 1929 zur Nachfragebelebung

   * Idee = Senkung der Steuersätze führt zu höheren Steuereinnahmen durch
      Verbreiterung der Steuerbasis, d. h. keine Haushaltsdefizite trotz geringerer
      Steuersätze (Vergleiche Reagonomics der 80er Jahre!)

   * Trickle-Down Effect: vermehrte Entlastung der höheren Einkommensklassen;
      Begründung: diese verfügen über Ersparnisse, die sie dann eher in die
      US-Wirtschaft investieren (statt ins Ausland bzw. in Konsum);
      höhere Investitionen führen zu höherem Nationaleinkommen
      = verbreitert die Steuerbasis

   * Mechanismus galt als erwiesen, da er bei einer Reihe von Steuersenkungen
      während der 20er Jahre eingetreten war

Aus heutiger Sicht negative Züge der Wirtschaftspolitik Hoovers

    * zu wenig Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
    * Steuererhöhung (1932) zum Ausgleich des Staatshaushalts
       Effekt: Steuererhöhung in der Krise wirkte als zusätzlicher Konjunkturdämpfer
    * Protektionismus - Lähmung des Welthandels

Quelle:


http://de.wikibooks.org/wiki/Wirtschaft_USA/...e_Weltwirtschaftskrise  

19.02.09 15:47

53414 Postings, 5541 Tage RadelfanHmm, BLÖD war doch bisher immer auf jeden Zug

aufgesprungen, der in Richtung STEUERSENKUNG fuhr! Was ist denn nun plötzlich in die Jünger um Kai Dieckmann gefahren, dass sie sich für Steuererhöhungen engagieren? Das muss sich wohl um eine Aktion der Printausgabe handeln, denn auf bild.de konnte ich eben davon nix entdecken.  

19.02.09 15:48

14717 Postings, 4566 Tage Karlchen_VSchon okay.

Ich habe bloß nen paar mehr Infos.  

19.02.09 16:04

129861 Postings, 6354 Tage kiiwiiwarum keine Steuererhöhungen ?

Jeglich Vorschläge für Steursenkungen zur Unterstützung der privaten Nachfrage (etwa von der FDP) werden doch regelmäßig sofort von allen Seiten verdammt ... also muß das doch was Schlechtes sein....


Dann schlägt man das Gegenteil vor, und dann wird das auch als schlecht und als Fehler gebrandmarkt---

---ja was denn nun ???
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MfG
kiiwii

19.02.09 16:09

29411 Postings, 5155 Tage 14051948KibbuzimRebellion ist gerechtfertigt !

Mao-Tse Tung
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Proletarier Aller Länder vereinigt Euch !
ONE BIG UNION

20.02.09 08:46

14717 Postings, 4566 Tage Karlchen_Vwie gesagt...

http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/...n-finanzkrise.html  

20.02.09 09:34

129861 Postings, 6354 Tage kiiwiiPolitiker wollen Krisen-Soli von Vermögenden

...wie gesagt: bevor man Steuern senken kann, muß man sie erhöhen...



Politiker wollen Krisen-Soli von Vermögenden erheben


Die Rezession dürfte noch Monate dauern, die Staatsschulden steigen mit jedem Konjunkturprogramm - Politiker von SPD und Grünen regen nun eine neue Steuer an: den Krisen-Soli, bezahlt von Vermögenden. Der Wirtschaftsweise Bofinger warnt aber vor Abgabenerhöhungen mitten in der Krise.

Berlin - Einen neuer Solidaritätsbeitrag - mit dieser zusätzlichen Abgabe könnten nach Ansicht von Grünen- und SPD-Politikern die durch die Wirtschaftskrise entstandenen Schulden eingedämmt werden. Der SPD-Haushaltsexperte Florian Pronold sagte der "Bild"-Zeitung: "Wir brauchen einen Krisen-Soli. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass diesen vor allem Vermögende zahlen."

Hintergrund sind die wegen der Krise zusätzlich entstehenden Schulden im Bundeshaushalt. Der Bundesrat wird am Vormittag mit dem Konjunkturpaket II dem größten Rettungspaket in der Geschichte der Bundesrepublik zustimmen. Mit 50 Milliarden Euro will die Bundesregierung die schwächelnde Wirtschaft ankurbeln.

Der SPD-Linke Ottmar Schreiner sprach sich ebenfalls für einen Krisen-Soli aus. Er sagte dem Blatt: "Die Wirtschaftskrise ist ein historischer Sonderfall. Wir brauchen deshalb jetzt einen Krisen-Soli. Dieser muss aber so gestaltet werden, dass die Vermögenden zur Verantwortung gezogen werden."

Der Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick betonte: "Wir brauchen einen neuen Solidarbeitrag, damit die Krisenschulden nicht zu Lasten der Schwachen gehen."

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger warnte jedoch vor einem sofortigen Krisen-Soli. "Das darf man erst machen, wenn sich die Wirtschaft eindeutig stabilisiert hat. Dann kann man darüber nachdenken, denn die Steuerbelastung in Deutschland ist insgesamt zu niedrig", sagte er der Zeitung.

ler/ddp

URL:

   * http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,608819,00.html
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MfG
kiiwii

18.03.09 14:00

129861 Postings, 6354 Tage kiiwiiKonjunkturpaket: Investitionen kommen kaum voran

...wer wissen wollte, konnte es schon vorher wissen...


Investitionen in Straßen und Schienen kommen kaum voran


Von Anne Seith, Frankfurt am Main

Mit Milliardenprogrammen wollte die Bundesregierung der Konjunktur einen Kick geben - doch gerade bei den geplanten Investitionen in die Infrastruktur hapert es. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen ist beim Ausbau von Straßen und Schienen noch kein einziger neuer Auftrag vergeben worden.

Frankfurt am Main - Geld ausgeben ist gar nicht so einfach - zumindest nicht, wenn große Summen fließen sollen. Im November beschloss die Bundesregierung das erste Konjunkturpaket. Zwei Milliarden Euro sollten demnach 2009 und 2010 in Infrastrukturmaßnahmen gesteckt werden - in den Straßenbau, in die Schienen und in die Wasserwege. So sollten neue Jobs in der Baubranche entstehen.

Bauarbeiter in Berlin: "Die ersten Bagger werden frühestens im Herbst rollen"

Doch die Umsetzung zieht sich hin. Bislang ist im Rahmen des Programms noch kein einziger Neuauftrag an eine Baufirma vergeben worden. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Patrick Döring hervor. "Vergabeverfahren (...) wurden bisher noch nicht abgeschlossen", heißt es darin.



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http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-613906,00.html





...und wenn  dann die Aufträge endlich ausgeführt werden sollen, hammwer grad mal wieder Hochkonjunktur und Preissteigerungen - und dann werden wieder die Budgets überschritten...



Sofortige Steuersenkungen für alle (wie die FDP es fordert) wäre der schnellst wirkende Weg gewesen, die Konjunktur anzuschieben, weil Mio Konsumenten schlauer sind als fette Beamtenhintern...
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MfG
kiiwii

18.03.09 14:12

14717 Postings, 4566 Tage Karlchen_VSteuersenkungen sind Quatsch.

Die gegenwärtige Debatte in der Wisssenschaft geht um die Multiplikatorwirkungen der Konjunkturprogramme. Niemand kommt auf einen Multiplikator über 1. In Deutschland stehen wir noch relativ gut da, in den USA laufen die Schätzungen auf unter 0,5 hinaus. IMF ebenso.

Und dann Steuersenkungen? Das geht doch in die Sparquote oder in den Kauf von LCD's aus China. Besser sind allemal öffentliche Investitionen, weil dabei der Nachfrageeffekt vor allem die Wertschöpfung im Inland anschiebt. Im Übrigen belaufen sich - auch wegen des Steuersenkungswahns - hierzulande die öffentlichen Bauinvestitionen auf nur noch 1,2% des Bruttoinlandsprodukts - anfang der Siebziger Jahre war es dreimal soviel, und da gab es noch keinen Aufbau Ost.  

18.03.09 14:30

129861 Postings, 6354 Tage kiiwiiKwatsch - das mit dem Muliplikator

Die Konsumquote ist unter 1, weil ein Teil gespart wird. Der Muliplikator von Konsumausgaben ist aber über 1, was aber bei öffentlichen Maßnahmen grade bezeweifelt wird.

Im übrigen interessiert die Multiplikatordiskussion nur am Rand, wenn erwiesen ist, daß der Timelag 6 - 9 Monate ist bis zur Ausgabenwirksamkeit öffentlicher Maßnahmen, während - siehe etwa Abrackprämie (vom Effekt her im Prinzip eine bedingte, temporäre MWST-Befreiung für Kleinwagen) - der private Konsument SOFORT zu kaufen anfängt....


aber macht ja nix, ich bin ja auch kein Institut, nehme auch kein Geld für meine Ratschläge...
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MfG
kiiwii

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