Für Proxy - an, kommt doch Bewegung rein - oder.

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neuester Beitrag: 09.06.05 16:17
eröffnet am: 05.05.05 15:10 von: Karlchen_I Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 09.06.05 16:17 von: Hartz5 Leser gesamt: 285
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05.05.05 15:10

21799 Postings, 7840 Tage Karlchen_IFür Proxy - an, kommt doch Bewegung rein - oder.

DIW fordert Abschaffung des Schornsteinfeger-Monopols
Berlin (ddp) Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) fordert eine Abschaffung des Schornsteinfeger-Monopols. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) sollte noch in diesem Jahr das Monopol aufheben, forderte Arbeitsmarktexperte Karl Brenke im "Berliner Kurier" (Montagausgabe). Trotz moderner Heizungen rückten Schornsteinfeger jedes Jahr in Einfamilienhäusern an und kassierten dann allein in Berlin jeweils 52 Euro. "Einfache Heizungsinstallateur-Firmen könnten diese Arbeiten als Konkurrenz kostengünstiger übernehmen", fügte Brenke hinzu.

241 Bezirksschornsteinfegermeister gibt es dem Bericht zufolge derzeit in Berlin. Dieter Blümmel, Sprecher der Dachorganisation der Berliner Haus- und Grundeigentümer, sagte dem Blatt: "Auch wenn ein Schornsteinfeger schlecht arbeitet, behält er bis zum Lebensende seinen Kehrbezirk. Künftig sollte eine Neuausschreibung durch die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung alle fünf Jahre erfolgen."

Auch Künast findet, dass das Schornsteinfeger-Monopol nicht mehr in die heutige Zeit passe. "Wir müssen auch hier Wettbewerb zulassen. Denn Wettbewerb hält die Kosten niedrig", sagte sie der Zeitung.
 

05.05.05 15:22
1

26159 Postings, 6282 Tage AbsoluterNeulingEs gibt immer Alternativen

http://www.bioberufe.de/ger_detail_offer.php3?jobid=9360

(da kann er Ausstellungen über die Gefahren von Windkraftanlagen für die Natur organisieren)

Absoluter Neuling  

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10.05.05 23:49

21799 Postings, 7840 Tage Karlchen_IHi Proxy o. T.

24.05.05 22:45

21799 Postings, 7840 Tage Karlchen_IHoch, da Proxy gerade da ist.

Geht übrigens weiter.  

24.05.05 23:35

33926 Postings, 7566 Tage DarkKnightIch finde auch, daß das Schornsteinfeger-

Monopol nicht mehr in unsere Zeit paßt.

Ich könnte mir durchaus eine Verzehnfachung der Schornsteinfeger in Berlin vorstellen, damit wären auf einen Schlag über 2.000 Arbeitsplätze geschaffen. Damit würde die Arbeitslosigkeit um ... naja, es ist schon spät, aber sie würde sinken.

Aber: woher die Schornsteine nehmen?

Ich meine, die Anzahl der Schornsteine ist nicht beliebig teilbar/vermehrbar, so wie Regenwürmer oder Schulden?

Das wäre jetzt eine Aufgabe für die neue Bundesregierung: anstatt Windkraftanlagen Schornsteinanlagen. Man könnte z. B. in aufgelassenen Industrieanlagen Schornsteinparks gründen. Die werden dortselbst mittels Transrapid mit schlechter Luft aus Berlin unterirdisch versorgt und bis zum Verqualmen zugerußt. Ich denke, da sind mehr als 2.000 Arbeitsplätze drin: man denke nur an die

- Absauganlagen der Berliner Luft
- Kondensations- und Verdichtungsanlagen mit Rußzusätzen von BASF
- Tiefbauvorhaben wg. dem unterirdischem Transrapid

usw. usw.

ganz zu schweigen vom TÜV, den Genehmigungsbeamten usw.

das alles läßt sich doch locker aus der Lohnsteuer der neuen Jobs finanzieren oder?

Und die gereinigte, entrußte und frische Luft verkaufen wieder zurück nach Berlin für die neuen Yuppies, die Schornsteinfeger. Die gönnen sich nach getaner Arbeit allabendlich einen guten Schuß "Perri-Air" zur Happy-Hour.

*ggg*  

24.05.05 23:53

166 Postings, 5913 Tage Kieler JungDas ist doch uralt, was der Herr aus Posting 1

vom DIW fordert
http://www.kontra-schornsteinfeger.de/...ik-und-Schornsteinfeger.html  

25.05.05 00:01
1

129861 Postings, 6392 Tage kiiwiiDas DIW strengt sich ja jetzt gewaltig an, nachdem

die Beauftragten der Leibniz-Gesellschaft dazu aufgefordert haben:




Das DIW muß sich anstrengen


Berliner Forschungsinstitut publiziert zu wenig / Aber große Fortschritte


orn. FRANKFURT, 23. Mai. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin muß sich weiter anstrengen, die Qualität seiner wissenschaftlichen Forschung zu verbessern. Das geht aus der routinemäßigen Begutachtung des staatlich finanzierten Instituts durch mehr als 20 Fachleute im Auftrag der Leibniz-Gemeinschaft hervor. Im Evaluationsbericht loben die Gutachter zwar ausdrücklich die raschen Fortschritte des Instituts unter der Leitung von DIW-Präsident Klaus Zimmermann.
"Dennoch ist das Leistungsniveau noch immer zu niedrig", heißt es.


Die Gutachter bemängeln vor allem die unzureichende Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen in international anerkannten Zeitschriften sowie die Unausgewogenheit der verschiedenen Abteilungen.


Bisher erziele das DIW mit Blick auf Qualität und Quantität kein "Forschungsoutput", wie man es von einem internationalen Spitzeninstitut erwarten könne. Nach internationalen Standards müsse es möglich sein, je Forscher und Jahr eine im "Social Sciences Citation Index" verzeichnete Publikation aufweisen zu können. In den Jahren 2001 bis 2003 sei das DIW jedoch nur auf die jahresdurchschnittliche Zahl von 0,2 bis 0,3 solcher Arbeiten gekommen; nur die interdisziplinäre Abteilung des Sozioökonomischen Panel (SOEP) habe die Norm erreicht.


Die mangelnde wissenschaftliche Publikationstätigkeit war der Grund, aus dem der Vertrag des früheren Leiters der Konjunkturabteilung, Gustav Adolf Horn, im vergangenen Jahr nicht verlängert wurde. Die Gutachter der Leibniz-Gesellschaft hätten diesen "Kurs des Instituts, den Wissenschaftsbezug kompromißlos zu stärken, ohne den Umfang und die Qualität der Politikberatung und der Serviceleistungen einzuschränken, klar bestätigt", sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann bei der Vorstellung des Tätigkeitsberichts 2004 am Montag in Berlin.


Im Gutachten heißt es, insgesamt mangele es dem DIW an einem "echten eigenen Forschungsprofil" und einer klaren Strategie. Das SOEP sei unzureichend in die übrigen Aktivitäten integriert. Es sei zu überlegen, die Abteilungen Konjunktur und Weltwirtschaft zu verschmelzen, ebenso wie die Abteilungen Informationsgesellschaft und Wettbewerb sowie Innovation, Industrie, Dienstleistung.


Nach einer Stellungnahme des Instituts muß sich nun der zuständige Senatsausschuß der Leibniz-Gesellschaft mit dem Bericht auseinandersetzen. Dieser wird im Herbst tagen. Erst danach kann eine Finanzierungsempfehlung an die Bund-Länder-Kommission erfolgen.


Text: F.A.Z., 24.05.2005, Nr. 118 / Seite 17










MfG
kiiwii

* * * * *  

09.06.05 15:31

166 Postings, 5913 Tage Kieler JungDas wird Herrn Karl(chen) sicher freuen

SPIEGEL ONLINE - 09. Juni 2005, 07:57
URL: 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,359684,00.html

Monopole
 
FDP will Schornsteinfegern an den Zylinder

Schornsteine putzen und den Immissionsschutz kontrollieren darf in Deutschland laut Gesetz nur der örtliche Bezirksschornsteinfeger. Die FDP fordert nun die Aufhebung des so genannten Kehrmonopols.

DPASchornsteinfeger: Mysteriöses Monopol
Berlin - Bisher dürfen ausschließlich Bezirksschornsteinfeger Bauabnahmen durchführen, Schornsteine kontrollieren und den Immissionsschutz prüfen. Die Wirtschaftsminister von Bund und Ländern sollten bei ihrer heute beginnenden Konferenz eine Abschaffung des Monopols beschließen, sagte die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger der "Berliner Zeitung". "Die Wirtschaftsminister müssen endlich den Weg für mehr Wettbewerb frei machen", forderte sie. "Dies führt zu einer spürbaren Entlastung der Bürger."

Für Unmut bei den Verbrauchern sorgen die Gebühren, die in Berlin nach Informationen der Zeitung mehr als 50 Euro betragen. Ärgerlich für die Kunden sei zudem, dass Heizungs-Wartungsfirmen ebenfalls die Werte prüften, der Kunde somit doppelt zahle.

Nach den Vorstellungen der FDP sollen künftig auch Heizungsbauer den Immissionsschutz kontrollieren, Schornsteinfeger wiederum Beratungs- und Reparaturarbeiten übernehmen können. "Das Schornsteinfegergesetz muss aber auch entrümpelt und von sachfremden Pflichten befreit werden", forderte Homburger. So seien Schornsteinfeger noch heute gesetzlich verpflichtet, in ihren Kehrbezirken zu wohnen und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr zu sein.

 

09.06.05 16:17

1720 Postings, 6138 Tage Hartz5Mit den Schornsteinfegern von ober herab.

Um es gleich vorweg zu sagen, das Schornsteinfegermonopol gehört aufgeweicht und reformiert und an die heutigen Bedürfnisse angepaßt. Doch wo wir gerade von Reformen sprechen, wie geht es weiter beim DIW?

Sollte man an der Königin-Luisen-Straße nicht mal über eine Eigenreform nachdenken? Immerhin kommen 50 Prozent der Gelder aus öffentlichen Mitteln. Nach dem doch recht blinden Anhängen an die Schröder-Politik und den daraus resultierenden eher armseligen Prognosen (knapp daneben ist auch vorbei galt ja insbesondere beim DIW nicht) darf man sich doch sicherlich fragen, wie der Weg weitergeht. Wird man der Union nun auf dem Reformkurs weiterhin blind folgen oder publizieren Zimmermann und Co. zukünftig wieder gewerkschaftnäher im Sinne einer neuformierten Linken?

Ganz nüchtern betrachtet kann man die 50 Prozent an öffentlichen Mitteln mangels Qualität doch auch im Sinne des Schornsteinfegermonopols als vollkommen überzogen bewerten, wenn man bedenkt, daß der gesunde Menschenverstand eines jeden Einzelnen dies mit sicherlich der zumindest gleichen Treffergenauigkeit auch ganz umsonst erledigen kann.

Sicherlich käme das so manchem Beschäftigten beim DIW nicht ganz gelegen, sind doch die Möglichkeiten auf Vorruhestand und Umschulung gerade bei der etwas älteren Generation ziemlich rar geworden. Aber hat es nicht gerade aus diesen Reihen in der jüngeren Vergangenheit so phantasivolle Gründungsideen gegeben, wie z.B. die Orchideenzucht auf ostdeutschem Boden nach holländischem Vorbild? Also voll im Trend liegend, dem Reformgedanken des DIW entsprehend und verquickt mit den Möglichkeiten einer modernen ICH-AG doch nicht nur die Chance einen aktven Beitrag zum Gesunden der deutschen Wirtschaft beizutragen, sondern auch gleichzeitig selbst einen zweiten Frühling zu erleben.

Also ich persönlich glaube ja, daß man beim DIW zukünftig wieder jede noch so absurde Reform der jeweilige Regierung absegnen und mit den abenteuerlichsten Prognosen untermauern wird, solange man nicht selbst von Einschnitten betroffen ist. Der Pattexfaktor soll ja gerade bei solchen Gebilden und deren Beschäftigten in Deutschland besonders hoch sein.  

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