"Fünf Weise": 1,5 Prozent Wachstum 2004

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eröffnet am: 12.11.03 22:05 von: ds99 Anzahl Beiträge: 3
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12.11.03 22:05

962 Postings, 7551 Tage ds99"Fünf Weise": 1,5 Prozent Wachstum 2004

"Fünf Weise": 1,5 Prozent Wachstum 2004  

 

Optimistische Mienen: Kanzler Schröder, Wirtschaftsminister Clement und Gesundheitsministerin Schmidt nach Entgegennahme des Berichts der Wirtschaftsweisen.  




Die "Fünf Wirtschaftsweisen" rechnen im kommenden Jahr mit 1,5 Prozent Wirtschaftswachstum und bei einem Vorziehen der Steuerreform mit 1,7 Prozent. Das geht aus ihrem in Berlin vorgelegten Jahresgutachten hervor. Damit liegt die Schätzung auf Linie mit der Prognose der Bundesregierung, die 2003 ein Nullwachstum sieht und 2004 dann einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,5 bis zwei Prozent.

Geringe Zunahme der Arbeitslosigkeit 2004
Die Zahl der Arbeitslosen werde von 4,38 Millionen im Jahresdurchschnitt 2003 geringfügig auf 4,40 Millionen in 2004 zunehmen, schreibt der Sachverständigenrat weiter. Das deutsche Staatsdefizit dürfte im laufenden Jahr dem Rat zufolge 4,1 Prozent des BIP erreichen. Im nächsten Jahr werde es, falls es nicht zum Vorziehen der Steuerreform komme, auf 3,4 Prozent, andernfalls nur auf 3,6 Prozent sinken. Werde die Steuerreform ohne die geplanten Sparmaßnahmen vorgezogen, wird das Defizit dem Rat zufolge erneut 4,1 Prozent betragen. Auf alle Fälle werde Deutschland aber damit zum dritten Mal in Folge die europäische Defizitobergrenze von drei Prozent verletzen.

Wirtschaftsweise für Sanktionen bei Verstoß gegen EU-Pakt
Der Sachverständigenrat sprach sich für eine konsequentere Anwendung des Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes aus. Er forderte auch die Verhängung von Sanktionen, wenn Länder, wie gegenwärtig in Deutschland und Frankreich absehbar, drei Jahre in Folge gegen die europäische Defizit-Obergrenze von drei Prozent verstoßen. Auch die Haltung der Bundesregierung zu dem Pakt kritisierten die Wirtschaftsweisen "Als Konsequenz der wiederholten und andauerenden Verstöße gegen die Haushaltsregeln des Pakts müssen in Deutschland umgehend entschlossene Konsolidierungsmaßnahmen eingeleitet werden", forderten sie.

Deutliche Kritik an Steuerpolitik
Kritik übte der Sachverständigenrat an der Steuerpolitik der Regierung. In der Steuerpolitik liege derzeit vieles im Argen, hieß es. Es fehle an einem stimmigen Leitbild. "Dieses steuerpolitische Chaos verstärkt (...) die Unsicherheit bezüglich der künftigen Einkommensentwicklung und Ertragserwartungen und ist Gift für einen robusten Aufschwung aus eigener Kraft." Dagegen seien vor allem die auf den Weg gebrachten Reformen am Arbeitsmarkt "mehr als nur ein erster Schritt in die richtige Richtung". Manches, wie der Kündigungsschutz, sei aber zu zaghaft angegangen worden. Die geplante Ausbildungsplatzabgabe ist nach Ansicht der Experten kontraproduktiv.
 

Stand: 12.11.2003  
 

12.11.03 22:10

59073 Postings, 7608 Tage zombi17Sollen wir mal wetten ?

Die liegen daneben wie immer  

12.11.03 22:30

95441 Postings, 7568 Tage Happy EndDann ziehen wir halt den IWF zu Rate!

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