Fluxx: Bewertung + neues Kursziel

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neuester Beitrag: 08.12.05 03:22
eröffnet am: 26.04.05 12:48 von: moya Anzahl Beiträge: 7
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26.04.05 12:48
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1008418 Postings, 6309 Tage moyaFluxx: Bewertung + neues Kursziel

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1. Fluxx: Lotto im Supermarkt<!*-- ><!x -->

+ Einstieg in Lotto-Vertrieb via Einzelhandel
+ Vertriebspartner EDEKA besitzt 20 % Marktanteil
+ Neues Kursziel 12 Euro (aktuell 9,18 Euro)



Unser Musterdepotwert Fluxx (WKN 576.350, Ticker FXX, ISIN DE0005763502) meldete den Einstieg in den Lotto-Vertrieb via Einzelhandel. Wir beschäftigen uns in diesem Sonderbericht mit dem neu angebotenen Produkt, seinen Marktchancen und dem deutschen Lotto-Markt im Allgemeinen. Im Teil 'Bewertung + neues Kursziel' versuchen wir mittels Planrechnungen das Umsatz- und Ertragspotenzial von Fluxx einzuschätzen. Da es vom Unternehmen noch keine Aussagen hierzu gibt und solche auch erst im Zuge der Hauptversammlung am 3.5. oder bei der Veröffentlichung des März-Quartalsberichtes am 10.5. zu erwarten sind, sind dies nur erste grobe Indikationen.

Wir weisen auch darauf hin, dass die Firma den am 14.4. gestarteten Testlauf in Supermärkten offiziell noch als 'Pilot-Phase' bezeichnet; sich das Projekt also in einem Stadium befindet, in dem es theoretisch auch erfolglos abgebrochen werden könnte. Das halten wir allerdings für sehr unwahrscheinlich.


Der deutsche Lotto-Markt

Statistisch gesehen spielt jeder zweite Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren drei Mal im Monat 'Lotto 6 aus 49'. Insgesamt setzte der Deutsche Lotto- und Toto-Block, in dem alle 16 Lotto-Landesgesellschaften zusammengeschlossen sind, im Jahr 2004 rund 8,4 Mrd. Euro um. Davon wurden 88,5 % über den klassischen Vertrieb über die etwa 25.600 Annahmestellen in Deutschland vermittelt. Rund 3,5 % der Lotto-Tipps wurden im Internet aufgegeben und 8 % von gewerblichen Tippgemeinschaften.

Mit 90,6 Mio. Euro Spielumsatz 2004 wickelte Fluxx 1,1 % aller deutschen Lotto-Umsätze ab bzw. rund 1/3 aller im Internet aufgegebenen Lottoscheine. Wer bei Vertriebspartnern wie AOL, Lycos oder Freenet Lotto spielt, dessen Tipp wird über die Fluxx-Tochter JAXX an Lotto weitergegeben. Dank des raschen Wachstums der Internetnutzung wird ein Anstieg des Online-Anteiles an den aufgegebenen Lottoscheinen von derzeit 3,5 % auf 9 % im Jahr 2007 erwartet. Diese Steigerungen sorgen bei Fluxx auch in den kommenden Jahren für starkes, organisches Wachstum.


Das neue Angebot: Lotto an der Supermarktkasse

Als erstes deutsches Unternehmen ermöglicht Fluxx ab sofort das Spielen von Lotto-Tipps an der Supermarktkasse. Gemäss dem Prinzip 'One-stop-shopping' kann der Kunde seinen Lottoschein neben seinen alltäglichen Einkäufen mit aufs Laufband legen und zusammen mit den anderen Produkten bezahlen.

Der Kunde kann beim JAXX Lottoservice zwischen dem klassischen, selbst auszufüllenden Schein und dem immer beliebter werdenden zufallsgenerierten Quicktipp-Schein für kurzentschlossene Spieler wählen. Als Spielmöglichkeiten stehen die bekannten Lotto-Varianten '6 aus 49', Spiel 77 und Super 6 zur Auswahl. Dazu kann der Kunde entscheiden, ob er nur einmal oder mehrere Wochen teilnehmen möchte. Die Quicktipp-Stationen, die vorausgefüllte Scheine aus unterschiedlichen Preiskategorien bereit halten, werden mit geringem Platzaufwand unmittelbar neben oder über dem Laufband positioniert.
Die Ausfüllstationen, an denen man selbst Zahlen auf dem Lottoschein ankreuzen kann, stehen kurz vor dem Kassenbereich. In beiden Varianten sind Platz sparende Flachbildschirme integriert, die den Spielablauf bildhaft erläutern, die aktuelle Höhe des Jackpots anzeigen oder aktuelle News einblenden.

Beim Kassiervorgang führt der Supermarktkassierer den Spielschein in einen speziellen Scanner ein, der die Informationen auf dem Lottoschein einliest und via Internet an die Server von Fluxx übermittelt. Nach erfolgter Übermittlung des Tipps an eine der 16 Lottogesellschaften, druckt der Scanner eine Spielquittung aus, die der Kassierer über den Kassenscanner zieht. Auf dem Einkaufsbon erscheint dann neben den Preisen für alle anderen Artikel der Preis für den Lottoschein. Alles zusammen kann der Kunde im Anschluss wie gewohnt entweder bar oder mit EC-Karte bezahlen. Als Beleg erhält der Kunde die Spielquittung mit den gespielten Tippreihen, dem Teilnahmedatum und dem ausgewiesenen Spieleinsatz.

Gewinne bis 100 Euro können an der Supermarktkasse ausgezahlt oder gleich mit den Einkäufen gegenverrechnet werden. Höhere Gewinnsummen werden vom Supermarkt-Mitarbeiter aufgenommen und auf das Bankkonto des Gewinners überwiesen. Statistiken zufolge liegen 97 % der Gewinne unter 100 Euro und 3 % der Gewinne darüber.
Übrigens, statistisch betrachtet erzielen 27 % der angebotenen Quicktipp-Scheine einen Gewinn. Da Fluxx hierfür insbesondere Zahlen verwendet, die in der Vergangenheit von wenigen Leuten getippt wurden (sogenannte Hochquotentipps), sollten die Glücklichen ihren Auszahlungsbetrag mit weniger anderen Gewinnern teilen müssen. Dann kann nicht so etwas passieren wie am 4.10.1997: Damals wurden die Zahlen 9, 13, 23, 27, 38 und 40 gezogen, die auf dem Tippschein ein 'U' formen. Für einen der 124 Sechser (!) gab es damals statt der erhofften Millionen umgerechnet nur 27.600,56 Euro.


EDEKA Nord und Fotopoint erste Lotto-Vertriebspartner

Für die Betreiber von Supermärkten und andere Einzelhändler liegen die Vorteile des JAXX Lottoservices vor allem in dem geringen Platz- und Personalaufwand, dem hohen Service-Niveau und einer attraktiven Marge. Als einer der ersten Kooperationspartner wird die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH nach erfolgreichem Testbetrieb den JAXX Lottoservice in einem Teil seiner 645 angeschlossenen Geschäfte einführen. Wie wir von EDEKA-Vertriebsdirektor Jörn Trawny auf der Pressekonferenz von Fluxx erfahren konnten, erfüllen rund 400 Supermärkte von EDEKA Nord die dafür notwendigen Voraussetzungen.

Seit Mitte April laufen die ersten Testinstallationen in ausgewählten Supermärkten in Schleswig-Holstein. Hierzu gehören einige EDEKA-Geschäfte sowie die Märkte des Kieler Lebensmittelspezialisten Schlemmermarkt Freund. In den kommenden Wochen werden sukzessive weitere Läden angebunden. In Vorbereitung sind auch Installationen in Geschäften der Fotokette Fotopoint, die mit rund 200 Filialen über ein breit gefächtertes Distributionsnetz im gesamten deutschen Bundesgebiet verfügen.


EDEKA: 20 % Marktanteil im Lebensmittel-Einzelhandel

Die Partnerschaft mit EDEKA Nord birgt für Fluxx enormes Potenzial. Denn läuft der Testbetrieb - wie erwartet - erfolgreich, werden wohl auch die anderen EDEKA-Regionalgesellschaften am Lotto-Angebot Interesse haben. Die EDEKA-Gruppe ist mit 31 Mrd. Euro Umsatz in 2004, 9.000 Geschäften und 200.000 Mitarbeitern die Nummer 1 im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel. Der Marktanteil von 20,2 % im Jahr 2003 (siehe Grafik; Quelle: AC Nielsen) bedeutet, dass 1/5 aller von Endverbrauchern gekauften Lebensmittel in Deutschland bei EDEKA-Märkten erworben wurden. Wenn man bedenkt, dass die meisten Bürger nicht alle Lebensmittel nur in einem einzigen Geschäft einkaufen, könnte alleine durch eine Deutschland-weite EDEKA-Kooperation vermutlich jeder zweite Bundesbürger erreicht werden.

Überträgt man die Einschätzung von EDEKA-Nord, dass in rund 2/3 der Märkten Lotto angeboten werden könnte, auf die Gruppe, so wären das 6.000 Läden (!) in denen Fluxx Lotto ermöglichen könnte. Wir würden schätzen, dass so rund 1/3 der Deutschen mit dem von Fluxx vermittelten Lotto in Berührung kämen. Die Durchschlagskraft bei grossen und von den Medien oft gemeldeten Jackpots - wie etwa jenem im letzten Dezember - wäre somit enorm.





Sehr geringer Investitionsaufwand für den Einzelhandel

Die Investitionen für den Einzelhandel sind minimal: Neben einem DSL-Anschluss und der Bereitstellung des Platzes fallen keine Kosten für den Einzelhändler an. Für den Einzelhandel rechnet sich die Einführung des JAXX Lottoservice somit bereits vom ersten Tag an, da er auf jeden gespielten Lottoschein eine Provision erhält, die deutlich über der durchschnittlichen Erlösmarge im Lebensmitteleinzelhandel liegt. Dies könnte dazu führen, dass nicht mehr Fluxx sich um Vertriebspartner bemühen muss, sondern dass Einzelhandelsketten aktiv auf Fluxx zugehen, um auch das margenstarke Produkt Lotto anbieten zu können.

Die Kosten für die Terminals und die gesamten Dienstleistungen wie Spielscheinverarbeitung, Gewinnermittlung, Zahlungsverkehr und Kundenservice übernimmt Fluxx. Finanziert werden die Installationskosten über den Fluxx zustehenden Provisionsanteil, eine auf den Spieleinsatz erhobene Zusatzgebühr sowie über die Vermarktung der attraktiven Terminal-Werbefläche direkt am Point-of-Sale. Für den Aufwand der Erstinvestition wäre auch Leasing vorstellbar.

Die von Fluxx für den Testbetrieb gekauften und in Deutschland produzierten Geräte mit Flachbildschirm haben schätzungsweise unter 1.000 Euro pro Stück gekostet; die an der Supermarkt-Kasse eingesetzten Scanner und Drucker wohl unter 2.000 Euro pro Stück. Bei einer deutschlandweiten Ausdehnung und dementsprechend hohen Stückzahlen könnten die Kosten für die Geräte durch einen Einkauf in Asien deutlich reduziert werden.


Auswirkungen auf Lotto in Deutschland

Verläuft der Testlauf des Lotto-Angebotes in den Test-Supermärkten erfolgreich, plant Fluxx die bundesweite Ausdehnung des Angebotes. Dazu Rainer Jacken, der Vorstandsvorsitzende von Fluxx: 'Wir befinden uns bereits in Verhandlung mit weiteren Partnern, die ebenfalls über eine breite Vertriebsstruktur verfügen.' Bei der Auswahl der Standorte berücksichtigen Fluxx und seine Partner bestehende Verkaufsstellen der Lottogesellschaften, zu denen man nicht in Konkurrenz treten will. Stattdessen will man dort Lotto anbieten, wo der Kunde bisher keine Möglichkeiten vorgefunden hat.

Jacken schätzt, dass rund 50 % des Umsatzes davor bei klassischen Annahmestellen gespielt wurde und die andere Hälfte des Umsatzes effektiv einen zusätzlichen Umsatz für Lotto bedeutet, den es sonst nicht gegeben hätte. EDEKA-Direktor Trawny erwartet sogar, dass deutlich mehr als die Hälfte des Umsatzes von Leuten stammen wird, die sonst nicht Lotto gespielt hätten. Für den Deutschen Lotto- und Toto-Block würde dies also bedeuten, dass bei einem Erfolg der Lotto-Umsatz in Deutschland dementsprechend steigen könnte.


Deutscher Lotto-Markt 2006: 5-20 % der Lottoscheine in Supermärkten aufgegeben

Im Oktober 2004 hat in Grossbritannien der Vertrieb britischer Lottoscheine in der 2.300 Filialen zählenden Supermarktkette Tesco begonnen. Dies war der Startschuss für Lotto im Supermarkt. Fluxx springt nun in Deutschland als erster Abwickler auf diesen fahrenden Zug auf. Wir gehen davon aus, dass Fluxx auf Sicht der nächsten 12 Monate noch keine Mitbewerber haben wird. Wir können uns aber gut vorstellen, dass dann Internet-Konkurrenten wie z.B. Tipp24.de ebenfalls in den stationären Lotto-Vertrieb in Supermärkten einsteigen wollen. Fluxx wird sich deshalb bei der Gewinnung von Partnern beeilen. Wirft das Produkt eine gute Marge für den Einzelhändler ab, könnte dieses auch für Unternehmen wie Rewe, Aldi oder Spar eine interessante Ergänzung darstellen.

Wir schätzen, dass sich der deutsche Lotto-Markt grundlegend verändern wird. Wir schätzen, dass im kommenden Jahr die Lotto-Umsätze aus folgenden Quellen stammen:

65-80 % klassische Lotto-Annahmestellen
5-20 % Lotto im Supermarkt
8 % Tippgemeinschaften
7 % Internet

Wir gehen davon aus, dass neben dem erwarteten Anstieg der im Internet aufgegebenen Lottoscheine es zwei markante Veränderungen geben wird:

1)
Das neue Lotto-Angebot im Supermarkt wird einen Marktanteil von 5 % bis 20 % erreichen. Je nachdem wie viele Einzelhändler wie schnell diese Entwicklung erkennen, kann der Anteil höher oder niedriger liegen.

2)
Die zweite Veränderung wird sein, dass entgegen der bisherigen Prognosen das Volumen der gespielten Lottoscheine nicht sinken wird. In den letzten Jahren stagnierten die Lotto-Umsätze und es wurde erwartet, dass diese angesichts vermehrter Glücksspiel-Angebote im Internet weiter abbröckeln würden.
Da mit Lotto an der Supermarktkasse es zukünftig noch mehr Berührung mit dem Zahlenglücksspiel geben wird, erwarten wir einen Anstieg des Marktvolumens auf 8,5 bis 9,0 Mrd. Euro. Darüber würde sich nicht nur der Deutsche Lotto- und Toto-Block freuen, sondern auch die Finanzminister der deutschen Bundesländer. Denn bei Lotto wird bekanntlich nur rund die Hälfte des gespielten Geldes wieder als Gewinn ausbezahlt. Der Rest wandert in die Steuertöpfe der Bundesländer sowie in Sportförderung und an karitative Organisationen.













 





 





 





 





  
2. Fluxx: Studie zeigt 10 % Marktpotenzial<!*-- >

+ Einstieg in Lotto-Vertrieb via Einzelhandel
+ Vertriebspartner EDEKA besitzt 20 % Marktanteil
+ Neues Kursziel 12 Euro (aktuell 9,18 Euro)



Fluxx (WKN 576.350, Ticker FXX, ISIN DE0005763502) überprüfte unterschiedliche Lottokioske in Einkaufszentren auf die Quote der Lottospieler im Verhältnis zu den Besuchern des daneben befindlichen Supermarktes. Die grünen Besucherströme auf den Grafiken sind in den Supermarkt hineingehende Kunden und die roten die aus dem Supermarkt herausgehenden Kunden.





Das Ergebnis der von Fluxx durchgeführten, umfangreichen Marktanalysen ist sehr eindeutig ausgefallen: Liegt der Lottokiosk direkt am Besucherstrom (wie etwa neben dem Eingang zum Supermarkt), spielen wesentlich mehr Leute Lotto, als wenn man einen Umweg gehen müsste. Basierend auf dieser Erkenntnis erwartet Fluxx, dass längerfristig jeder zehnte Supermarkt-Kunde einen Lottoschein an der Kasse kaufen wird. Für die erste Startphase wird angesichts des noch recht neuen Produktangebotes eine geringere Spieler-Quote erwartet.







 
  
 3. Fluxx: Besuch im EDEKA-Test-Markt in Wedel<!*-- ><!x --> 

+ Einstieg in Lotto-Vertrieb via Einzelhandel
+ Vertriebspartner EDEKA besitzt 20 % Marktanteil
+ Neues Kursziel 12 Euro (aktuell 9,18 Euro)



Um uns das neue Produkt von Fluxx (WKN 576.350, Ticker FXX, ISIN DE0005763502) vor Ort anzusehen, haben wir den EDEKA-Markt neukauf Kampmann in Wedel aufgesucht. In der 33.000-Einwohner-Stadt rund 20 km westlich von Hamburg wird seit 14.4. von Fluxx vermitteltes Lotto angeboten. Wie uns Marktleiter Arndt Kampmann berichtet, wird von seinen Kunden bereits eifrig gespielt.
Wir haben den Markt am Tag 1 besucht und an diesem wurden von 8 Uhr bis 13 Uhr von den 470 Kunden 50 Lottoscheine gespielt. Damit haben 10,6 % der Kunden Lotto gespielt. Auch wenn dieses Resultat nicht repräsentativ ist, bestätigt diese Quote die Fluxx-Erwartung, die davon ausgeht, dass bis zu 10 % aller Kunden Lotto spielen. Wir können uns sogar gut vorstellen, dass die Quote höher liegen wird. Im Falle eines Lotto-Jackpots wie im Dezember letzten Jahres könnte es durchaus sein, dass jeder fünfte Kunde einen Lottoschein kauft.

Interessantes erzählt uns der Marktleiter auch über die Installation der Geräte. Das Aufstellen und Online-Schalten der drei Quicktipp-Ständer sowie des Ausfüll-Pultes hat lediglich 2 1/2 Stunden gedauert. Wesentlich weniger als wir vermutet hätten. Und die aus unserer Sicht womöglich mühsame Abwicklung von Gewinn-Auszahlungen stellt auch kein Problem dar. Die Lotto-Spielquittung wird, wie z.B. ein Bon vom Leergut-Automaten, über den Kassenscanner gezogen und als Gutschrift für den Kunden erfasst.

Von aussen ein ganz normaler Supermarkt - der EDEKA-Testmarkt in Wedel:




Einzelhändler Arndt Kampmann neben dem Pult an dem man einen Lottoschein selbst ausfüllen kann. Links davon Haarshampoo, rechts davon Lindt-Schokolade. Auf dem Flachbildschirm wechselt alle paar Sekunden das Bild. Es wird auf die Höhe des aktuellen Jackpots hingewiesen und in einem kurzen Film das Ausfüllen des Lottoscheines erklärt. Das zur Decke führende Datenkabel liefert über eine einfache DSL-Internetverbindung die aktuellen Informationen.




Und so sieht der Kassenbereich nun beim Supermarkt aus. Beachten Sie auch die Aufkleber am Boden, die das neue Lotto-Angebot bewerben:



 











 
  
 4. Fluxx: Bewertung + neues Kursziel<!*-- ><!x --> 

+ Einstieg in Lotto-Vertrieb via Einzelhandel
+ Vertriebspartner EDEKA besitzt 20 % Marktanteil
+ Neues Kursziel 12 Euro (aktuell 9,18 Euro)





Wir sehen einiges Potenzial deim Lotto-Vertrieb im Supermarkt, den Fluxx (WKN 576.350, Ticker FXX, ISIN DE0005763502) in den kommenden Monaten aufbauen will. Bevor wir uns mit dem Umsatz- und Ertragspotenzial dieser neuen Unternehmenssparte beschäftigen, sehen wir uns noch einmal die Schätzungen für das bisherige operative Geschäft an. Dieses brachte 2004 bei 90,6 Mio. Euro Spielumsatz einen Nettoumsatz von 17,7 Mio. Euro und einen Nettogewinn nach Steuern von 0,9 Mio. Euro. Für die kommenden Jahre haben wir durch den steigenden Anteil der online aufgegebenen Lottoscheine ein jährliches Umsatzwachstum von rund +30 % erwartet:

20042005e2006e2007e
Spielumsatz90,6 Mio. Euro120 Mio. Euro155 Mio. Euro200 Mio. Euro
Nettoumsatz17,7 Mio. Euro24 Mio. Euro32 Mio. Euro42 Mio. Euro
Nettogewinn0,9 Mio. Euro2,6 Mio. Euro6,3 Mio. Euro9,6 Mio. Euro
Gewinn/Aktie0,10 Euro0,23 Euro0,56 Euro0,85 Euro



Auswirkungen des Lotto-Vertriebes im Supermarkt auf Umsatz und Ergebnis

Wir gehen davon aus, dass im kommenden Jahr 2006 zwischen 5 % und 20 % aller Lottoscheine in Supermärkten aufgegeben werden. Weiters erwarten wir, dass das Lotto-Umsatzvolumen leicht ansteigen wird und bei 8,5 bis 9,0 Mrd. Euro liegen wird, da der schnell mitzunehmende Lottoschein an der Supermarktkasse Leute öfters spielen lässt bzw. bei hohen Jackpots bisherige Nicht-Spieler auch einen Lottoschein kaufen werden. Zudem erwarten wir, dass Fluxx innerhalb der nächsten 12 Monate noch keine (nennenswerten) Mitbewerber auf diesem Neuland haben wird.

Somit erwarten wir für Fluxx bei 5 % Marktanteil und 8,5 Mrd. Euro Marktvolumen einen in den Supermärkten vermittelten Spielumsatz von 425 Mio. Euro. Im bestmöglichen Fall würde bei einem Marktanteil von 20 % und einem Markvolumen von 9,0 Mrd. Euro der vermittelte Spielumsatz bei 1,8 Mrd. Euro liegen.

Lotto bezahlt 9 % Provision für das Vermitteln von Lottotipps. Dazu kommt beim Supermarkt-Angebot eine Zusatzgebühr von 9 %. Das ergibt in Summe eine Marge von rund 18 %. Wir gehen davon aus, dass Fluxx und die Supermarkt-Partner diese Provision 50:50 teilen werden. Somit ergibt sich in unserer Kalkulation bei 425 Mio. Euro Spielumsatz ein Nettoumsatz für Fluxx von 38,3 Mio. Euro und bei 1,8 Mrd. Euro Spielumsatz ein Nettoumsatz von 153 Mio. Euro.

Wir halten eine Nettomarge von 10 % für realistisch. Dies würde bedeuten, das bei 38,3 Mio. Euro ein Nettogewinn nach Steuern von 3,8 Mio. Euro übrig bleiben könnte. Bei 153 Mio. Euro Nettoumsatz und 10 % Marge würde in dem bestmöglichen Szenario der Nettogewinn nach Steuern bei 15,3 Mio. Euro liegen. Bei 11,3 Mio. ausstehenden Anteilscheinen würde dies einen Gewinn pro Aktie von 0,34 Euro bis 1,35 Euro bedeuten.


2006e: 0,90 Euro bis 1,91 Euro Gewinn/Aktie

Summiert man den erwarteten Gewinn aus dem bestehenden und organisch wachsenden Geschäft sowie den möglichen Gewinn aus dem Vertrieb von Lotto im Supermarkt, kommt man für 2006 auf ein Ergebnis von 0,90 Euro bis 1,91 Euro Gewinn/Aktie. Für das laufende Geschäftsjahr 2005 lassen sich schwer Prognosen anstellen, da die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Lotto-Angebotes von einer Reihe Faktoren abhängt, die in Summe schwer eine seriöse Schätzung zulassen. Nach dem 'Roll-Out' 2006 und 2007 kann dann mit dem Glücksspiel-Angebot im Supermarkt ein vergleichbar einfacherer prognostizierbarer Umsatz erwirtschaftet werden.

Da wir für 2007 ebenfalls einen Supermarkt-Markanteil von 5 % bis 20 % erwarten, würde weiteres Wachstum in dieser Szenario-Rechnung primär aus dem Online-Geschäft kommen. Somit würde sich für 2007 eine Gewinn-Erwartung von 1,19 Euro bis 2,20 Euro pro Aktie ergeben.

Gruß Moya

 

21.09.05 13:51

1008418 Postings, 6309 Tage moyaFB erhöht Gewinn-Prognosen

Top-News zu Fluxx: First Berlin stuft Aktie auf - Jetzt Kaufen!Links

+ FB erhöht Gewinn-Prognosen
+ Von 'Halten' auf 'Kaufen' aufgestuft
+ Kursziel 2005: 13,30 Euro (zuvor 12,35 Euro)
+ Kursziel 14 Euro (aktuell 10,60 Euro)





In einer heute veröffentlichten Analyse von First Berlin zum 'Lotto 6 aus 49'-Vermittler Fluxx (WKN 576.350, Ticker FXX, ISIN DE0005763502) wurden die Schätzungen angehoben. Für den SDAX-Blue-Chip, der mit 'Lotto im Supermarkt' in den Startlöchern steht, werden nun +90 % Umsatzwachstum in 2006 und +35 % Wachstum in 2007 erwartet. Dadurch soll sich der Gewinn 2006 mehr als verdoppeln und 2007 um rund +50 % ansteigen.
In Summe erhöht First Berlin im Update das Kursziel für 2005 von bisher 12,35 Euro auf 13,30 Euro. Das Rating wurde von bisher 'Halten' auf nunmehr 'Kaufen' angehoben.

Hier die Schätzungen im Detail:




Fazit

In den letzten Wochen ist es relativ ruhig geworden rund um Fluxx. Es wird hart gearbeitet. Die Firma hat die ersten 1.000 Lotto-Terminals bestellt, womit die ersten 400 Supermärkte und Tankstellen ausgestattet werden können. Ab diesem Zeitpunkt wird Fluxx zu einer wahren 'Cash Cow', die sehr gutes Geld verdient!

Der grössere Einstieg ins Sportwetten-Geschäft könnte ebenfalls neuen Schwung im Unternehmen und im Aktienkurs bringen. Die positive Einschätzung von First Berlin bestätigt diese Entwicklung.
Unser erstes Kursziel liegt bei 14 Euro.

Gruß Moya 

 

07.12.05 18:55

1008418 Postings, 6309 Tage moyaGute Fluxx-Quartalszahlen

Gute Fluxx-Quartalszahlen

+ Quartalszahlen im Plan
+ Sportwetten auf Lotto-Terminals?
+ Kursziel 14 Euro (aktuell 8,04 Euro)





Die September-Quartalszahlen des Lotto-Vermittlers Fluxx (WKN 576350, Ticker FXX, ISIN DE0005763502) bestätigten die gute Unternehmensentwicklung. Der Bruttoumsatz lag bei 25,0 Mio. Euro (Q3/2004: 22,2 Mio. Euro), der Nettoumsatz bei 5,3 Mio. Euro (4,3 Mio. Euro), das EBITDA bei 1,4 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro) und das Nettoergebnis bei 467.000 Euro nach 414.000 Euro in der Vorjahresperiode. Damit entwickelt sich das 'alte' Geschäft der Online-Vermittlung von 'Lotto 6 aus 49' nach Plan. Da im Q3 keine nennenswerten Jackpots ausgespielt wurden, fehlten somit auch externe Impulse..

Aus unserer Sicht besonders spannend ist die Zukunft der Firma, die durch den stationären Lotto-Vertrieb geprägt sein wird. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass Fluxx sich eine goldene Nase verdienen wird mit dem Verkauf von Lottoscheinen in Supermärkten, an Tankstellen und an anderen hochfrequentierten Orten.
Derzeit wird fast 90 % des Lotto-Umsatzes über die rund 26.000 Lottoannahmestellen in Kiosken abgewickelt. Gerade Nichtraucher, die nicht zu den Dauerlottospielern zählen, kann Fluxx mit seinem Angebot ansprechen. Wir schätzen, dass dieses Geschäftsmodell in einigen Jahren 10-20 % des gesamten deutschen Lotto-Umsatzes ausmachen kann. Wesentlich zurückhaltender sind die Einschätzungen von Analysten wie SES Research. Diese erwarten zwar auch einen erheblichen Marktanteil, allerdings das dauert noch eine Weile. So erwartet SES für 2007 erst einen Marktanteil von 2,9 %, für 2008 einen von 4,0 % und für 2009 einen von 6,5 %.

Damit sind wir beim derzeitigen Problem der Fluxx-Aktie angekommen: Die Supermarkt-Expansion dauert. Fluxx meldet, dass die Firma in den nächsten zwei Jahren 2.000 Supermärkte, Tankstellen und andere Einzelhändler mit Lotto-Terminals ausstatten möchte und dass bereits die ersten 1.000 Terminals bestellt wurden. Die Auslieferung dieser Terminals soll demnächst beginnen und im ersten Halbjahr 2006 abgeschlossen sein. Obwohl die Produktion der Geräte und Arbeiten wie das Aufstellen und Warten der Terminals ausgelagert wurden, dauert es einfach seine Zeit. Im unten stehenden Interview mit dem Vorstand finden Sie wahrscheinlich einige Antworten zu den Fragen, die Sie sich jetzt wohl gerade stellen.

Hier die aktuellen Gewinnschätzungen von SES Research. Die Analysten haben wegen der langsamer als erhofften Supermarkt-Expansion Umsatz- und Ergebnisprognosen leicht reduziert, allerdings ihr Kursziel von 11 Euro auf 11,90 Euro erhöht sowie die Aktie von 'Marketperformer' auf 'Outperformer' aufgestuft. First Berlin Research hat übrigens nach den Quartalszahlen die 2006er und 2007er Schätzungen beibehalten und stuft die Aktie weiterhin mit Kursziel 13,30 Euro mit 'Kaufen' ein.




Sportwetten auf den Lotto-Terminals?

Auf einer Investorenkonferenz berichtete uns Finanzvorstand Stefan Hänel von einer interessanten Idee, die man bei Fluxx derzeit durchplant. Fluxx könnte über die 'Vertriebsstruktur' der Lotto-Terminals nicht nur Lotto verkaufen, sondern auch andere Produkte mit guter Gewinnmarge. Etwa am Tag eines Deutschland-Fussball-Länderspieles würde sich eine Sportwette auf dieses Spiel anbieten. Sollte dieses Produkt rechtzeitig marktreif sein, könnte Fluxx bereits während der Fussball-Weltmeisterschaft (9.6.-9.7.2006) zusätzliche Einnahmen erwirtschaften.


Fazit

Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die Fluxx-Aktie mittelfristig unser Kursziel von 14 Euro erreichen wird. Kurzfristig war die Aktie zuletzt kontinuierlich unter Druck. Dies konnte man speziell bei zwei Ereignissen beobachten. Als Fluxx am 3.11. und 8.11. die (positiven) Kooperationen mit dem Ölkonzern Orlen und dem Fernsehsender Premiere meldete, brachte dies nicht Kursanstiege, die man angesichts dieser Meldungen hätte erwarten können. Ein klares technisches Schwächezeichen, das sich weiter bestätigt hat, wie man dem im Tief bis auf 7 Euro abgerutschten Kurs entnehmen kann. Insofern war es gut, dass wir bei 9 Euro einen Stoppkurs gesetzt hatten und damit mit den beiden Fluxx-Positionen einen Gewinn von +239 % bzw. +13 % realisiert hatten.

Wir werden Fluxx weiter fest im Auge behalten und über News berichten. Wir werden die Aktie vermutlich auch wieder einmal ins Musterdepot aufnehmen, wollen aber im Moment abwarten, wo sich die Aktie einpendelt. Basierend auf den derzeitigen Analystenschätzungen von ca. 0,30 Euro Gewinn/Aktie in 2006 und etwa 0,60 Euro Gewinn/Aktie in 2007 würden wir die Aktie bei einer Schwäche auf einem Niveau von 6/7 Euro wieder für unser Musterdepot kaufen.






 
Gruß Moya 

 

07.12.05 18:57

1008418 Postings, 6309 Tage moyaFrage an Fluxx-Vorstand: Wie geht's weiter?

Frage an Fluxx-Vorstand: Wie geht's weiter? 

Vielen Aktionären geht der Aufbau der Lotto-Terminals in den Supermärkten langsamer voran als erhofft. Deshalb gibt es auch eine Konsolidierung beim Aktienkurs. Wir haben deshalb den Vorstandsvorsitzenden und Firmengründer von Fluxx, Rainer Jacken, zu den aktuellen und zukünftigen Entwicklungen befragt.

DER SPEKULANT:
Herr Jacken, Sie besitzen mit dem künftigen Angebot von 'Lotto 6 aus 49' in Supermärkten und Tankstellen ein hochinteressantes Produkt. An wie vielen Supermärkten und Tankstellen ist dieses bereits im Einsatz und wann erwarten Sie die erste grössere Lieferung von Geräten? Wie viele sollen wie schnell aufgestellt werden?

RAINER JACKEN:
Wir haben die Testphase mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Hierbei ging es im Wesentlichen darum, die Technik und die Prozesse auf Herz und Nieren zu testen und zu optimieren sowie geeignete Verkaufsförderungsmassnahmen zu identifizieren. Innerhalb der Pilotphase haben wir sukzessive weitere Terminals installiert; wir können aber sicherlich noch von keiner signifikanten Menge sprechen.

Parallel haben wir uns intensiv mit dem Aufbau der Organisation für unser Direkt-Lotto-Projekt befasst. Mit Jan-Schmidt Wussow haben wir einen sehr erfahrenen Leiter für diese Unit gefunden, der die Einzelhandelswelt aus dem Effeff kennt und herausragende Marketingexpertise für dieses Segment mitbringt.

Im August haben wir - nachdem die ersten Testergebnisse unsere Erwartungen bestätigen konnten und wir die Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Roll-outs erfolgreich abgeschlossen haben - die ersten 1.000 Terminals bei unserem Lieferanten KEBA in Österreich in Auftrag gegeben. Die ersten Geräte werden in diesen Tagen geliefert. Unser Logistikpartner Bechtle wird dann mit der Ausrüstung der ersten Standorte beginnen.


DER SPEKULANT:
Sie haben kürzlich eine Kooperation mit dem Mineralölkonzern ORLEN veröffentlicht. Die Polen betreiben in Deutschland rund 500 Tankstellen, an denen das von Fluxx vermittelte 'Lotto 6 aus 49' angeboten werden soll. Das macht 500 neue Terminals oder ist es bei manchen Tankstellen vielleicht sinnvoll, ein zweites Terminal aufzustellen?

RAINER JACKEN:
Das ist ja gerade das Interessante bei Tankstellen: In der Regel haben die Stationen ein oder zwei Kassen. Ein Terminal kann von beiden Kassen aus bedient werden, davor - also für den Kunden sichtbar - wird der Lottoschein-Dispenser mit dem Monitor platziert. Der Kunde wird also unweigerlich auf unser Angebot stossen. Damit erhöht sich natürlich die Ausschöpfung pro Terminal, die für uns eine ganz wesentliche Grösse im Businessplan ist.


DER SPEKULANT:
Sie haben gemeldet, dass Sie bislang 1.000 Terminals bestellt haben. Wäre es nicht sinnvoll, 'auf Verdacht' gleich weitere 1.000, 2.000 oder 5.000 Geräte zu bestellen, damit diese im Rahmen weiterer Kooperationen aufgestellt werden? Die Zeit zwischen Bestellung und Aufstellung eines Terminals beträgt ja etwa ein halbes Jahr.

RAINER JACKEN:
Für uns steht momentan der Vertrieb an erster Stelle und wir schauen uns unsere potenziellen Partner sehr genau an, ob sie zu unserem Modell passen. Wir werden dieses neue Geschäftsfeld strukturiert, Schritt für Schritt aufbauen. Weitere Vorabbestellungen von Terminals, die wir jetzt noch nicht installieren können, würden überdies zu einer zu hohen Kapitalbindung ohne adäquate Verzinsung führen.


DER SPEKULANT:
Wir wären davon ausgegangen, dass es nach einem (erfolgreichen) Testlauf bei EDEKA Nord rasch zu Vereinbarungen mit anderen EDEKA-Gesellschaften kommt. Warum gibt es noch keine Verträge mit weiteren Supermarkt-Ketten?

RAINER JACKEN:
Wir stehen mittlerweile mit vielen Einzelhandelsketten in intensivem Kontakt. Aber wie gesagt, wir schauen uns unsere Partner sehr genau an und loten aus, welche Struktur sich mit unseren Vorstellungen und den regionalen Marktgegebenheiten verträgt.


DER SPEKULANT:
Sie konnten mit dem Fernsehsender Premiere eine Kooperation abschliessen. Was genau ist geplant?

RAINER JACKEN:
Die Kooperation mit Premiere ist das bislang noch fehlende Glied in unserer Vertriebsstrategie, die im Kern vorsieht, über etablierte Partner mit umfangreichen Endkundenbeziehungen das bekannte Produkt Lotto zu vermitteln. Wir sind gross geworden mit der Online-Vermittlung, haben ein erfolgreiches Tippgemeinschaftsprodukt im Direktvertrieb und haben vor kurzem mit Lotto im Supermarkt den stationären Vertrieb initiiert. Was fehlte, war ein starker Partner, mit dem wir das Medium TV als Plattform für die Vermarktung unserer Produkte nutzen können. Wir halten Premiere für den bestmöglichen Partner in diesem Umfeld, da hier bereits das Konzept 'Zuschauer zu Kunden machen' bestens funktioniert und Premiere als zukünftiger Player im Glücksspielmarkt exzellent positioniert ist.

Zunächst werden wir im Dezember mit der Vermarktung von Tippgemeinschaften über den neuen Sender PREMIERE WIN starten. Anfang nächsten Jahres folgt dann die Online-Glücksspiel-Plattform für PREMIERE WIN, auf der wir unsere gesamte Lotto-Produktpalette anbieten werden. Weitere Felder der Zusammenarbeit sind angedacht, allerdings noch nicht spruchreif.


DER SPEKULANT:
Sie haben eine Mehrheitsbeteiligung an der spanischen DigiDis Digital Distribution Management S.L. erworben. Wie ist die Strategie in Spanien? Sie planen über die spanische Tochter dann auch den Einstieg in Italien bzw. in andere Märkte. Können Sie uns dies auch näher skizzieren?

RAINER JACKEN:
Spanien - genauso wie Italien - sind ideale Zielmärkte für unser Business-to-Business-Modell, in dem wir unsere Produkte und Dienstleistungen anderen Unternehmen zur Verfügung stellen, die bereits über umfangreiche Endkundenbeziehungen verfügen. Der spanische e-Commerce-Markt ist im Vergleich zu Deutschland noch deutlich unterentwickelt und bietet noch erhebliches Potenzial. Und Spanien und Italien sind mit einem jährlichen Umsatzvolumen von 11,4 bzw. 14,9 Mrd. Euro die grössten Lottoländer in Europa.

Mit DigiDis haben wir ein Unternehmen akquiriert, dessen Management die Gepflogenheiten der südeuropäischen und lateinamerikanischen Lotteriemärkte bestens versteht. Anders als in Deutschland haben die spanischen Lottospieler zum Beispiel viel mehr Vertrauen zu den grossen Lottoannahmestellen als zu gewerblichen Vermittlern. Unsere neuen spanischen Kollegen müssen dies wissen, schliesslich waren sie als Geschäftsführer federführend beim Aufbau der Tipp24-Tochter ventura24.

Unser erstes gemeinsames Projekt ist die Überarbeitung der Seite 'www.loterias.com', das spanische Pendant zur deutschen 'lotto.de'-Domain. Hier bieten wir in Kooperation mit einem Partner zunächst die beliebte spanische Weihnachtslotterie 'El Gordo' an. Das Businessmodell ist identisch mit unserem in Deutschland: Neben Vermittlungsprovisionen, die wir von der Lotterie erhalten, erheben wir Handlinggebühren vom Kunden, so dass wir in der Summe eine attraktive Marge auf die vermittelten Spieleinsätze erzielen, die wir dann mit dem Partner teilen.

Unser Ziel ist es, weitere grosse Lotterie- und Onlineportal-Partner in Spanien zu gewinnen und dieses Modell von Spanien aus in weitere Länder zu transferieren.


DER SPEKULANT:
Stichwort Sportwetten. Glauben Sie, dass es noch rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft eine Liberalisierung in Deutschland geben wird? Wie sind Ihre Pläne?

RAINER JACKEN:
Wir glauben nicht, dass die Glücksspielwelt in Deutschland in einem halben Jahr komplett anders aussehen wird. Wir denken aber schon, dass sich das Bundesverfassungsgericht, das sich Anfang November in einer ersten Anhörung ein klareres Bild über die momentanen Missstände machen konnte, noch vor der WM zu Wort melden wird. Die Branche rechnet mit einer Urteilsverkündung zum aktuell verhandelten Fall im Frühjahr 2006.

Natürlich würden wir uns über liberalere Marktbedingungen freuen und wir halten diese im europäischen Kontext auch für unausweichlich. Auf der anderen Seite sind wir als Vermittler von staatlich lizenzierten Glücksspielen in Deutschland sehr gut positioniert. Auf Basis unserer europäischen Sportwettlizenzen könnten wir aber schon heute jederzeit unsere marktreife Sportwetten-Plattform live schalten. Und wir werden dies auch unabhängig vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts tun. Solange die rechtliche Lage in Deutschland noch unklar ist, werden wir dieses Angebot nur noch nicht in Deutschland vermarkten.


DER SPEKULANT:
Ihr deutscher Mitbewerber, Tipp24, ist seit kurzem auch börsennotiert. Sehen Sie dies als eher positiv oder negativ für Fluxx bzw. die Fluxx-Aktie?

RAINER JACKEN:
Grundsätzlich begrüssen wir es, dass einer unserer Hauptwettbewerber in Deutschland nun auch an der Börse ist, weil dies die Transparenz deutlich erhöht. Der Finanzmarkt kann Marktwachstum, Margensituationen sowie wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen besser einschätzen. Allerdings warnen wir davor, FLUXX direkt mit Tipp24 zu vergleichen. Das Kerngeschäft, also die Online-Vermittlung von Lotto und Oddset, sind zwar sicherlich vergleichbar. Aber in der Strategie und in der zukünftigen Ausrichtung unterscheiden wir uns erheblich. Insbesondere unser breiter Vertriebsansatz jenseits des Internets - also Direktvertrieb von Tippgemeinschaften, Lotto im Supermarkt - und das grössere Produktangebot bieten uns und unseren Investoren deutlich höhere Wachstumschancen.

 

 

 

 

 

 
Gruß Moya 

 

08.12.05 02:28

2154 Postings, 6231 Tage hopadesFluxx kurzfristig

es tut mir Leid, aber die Linie 1, die sich exakt mit der aktuellen 38-Tage-Linie deckt, werden wir kurzfristig NICHT nachhaltig überwinden, bestenfalls vielleicht berühren !

wieso ? - Chart deutet fast so was, wie eine Mischung aus sehr stark positiv versetztem W und Kopf-Schulter-Versuch (umgedreht) an, was so eine entschlossene Wende signalisieren würde ;-) - er deutet das aber nur an mit dem gleichzeitigen Hinweis, das das wohl doch eher ein klassisches W werden soll - wieso W ? - der kleine aber feine Aspekt (auf Xetra so deutlich wie in Frankfurt) ist, daß mit den Schlußkursen explizit unter dem Vorgängerniveau geblieben wurde (Linie 3) - klein und fein, aber entscheidend - zweiter Aspekt ist, daß eine so entschlossene Wende fundamental besser untermauert werden müßte, was offensichtlich nicht der Fall ist

Aktie weiterhin sowohl mit viel Phantasie UND mit viel Zweifel - im Kurs wird sich das adäquat niederschlagen, in dem mit großer Sicherheit bestenfalls ein klassisches W konstruiert wird - jetzt behaupte ich sogar, weg von very strong buy um die 8 ?, sondern ggf. strong buy im zweiten Tiefentest UNTER 8 ? - Chart arbeitet erst noch an der Mitte des W - zum Einstieg ist also noch Zeit bei günstigeren Kursen

sorry, GG - ich kann wirklich nichts dafür
hopades


 
Angehängte Grafik:
Fluxx07122005.GIF
Fluxx07122005.GIF

08.12.05 02:43

2154 Postings, 6231 Tage hopades3. Aspekt

es wurde noch nicht einmal der Versuch gemacht, die 38-Tage-Linie per Schlußkurs zu berühren
 

08.12.05 03:22
1

2154 Postings, 6231 Tage hopades4. und 5. Aspekt

4. beim Sprung über die 8 ? muß wohl von einem Gap ausgegangen werden (sowohl Frankfurt als auch Xetra)

5. auch ein zweiter, mit dem ersten harmonischer Tiefentest (harmonisch: beide bleiben im Tief gleich weit von der 200-Tage-Linie entfernt) verletzt nicht die mittelfristigen charttechnischen Aussichten, die da sind: 200-Tage-Linie ist erst mit Kursen deutlich unter 7 ? wirklich abzuflachen

die ganze Konstellation sagt: eigentlich möchte ich nach oben, ich muß mir dazu aber erst ein starkes Sprungbrett bauen ;-)) - 'stark' in zweierlei Hinsicht: 'erdnah', um beim Hochwippen nicht zu tief zu fallen, zweitens Sprungbrett durch ausgewachsene Konsolidierung massiv ausgeführt

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