Fifa hält Fan-Kontrollen für "überzogen"

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WM-Tickets

Fifa hält Fan-Kontrollen für "überzogen"

Jetzt werden sogar der Fifa die Kontrollen zuviel: Der Generalsekretär hat den deutschen Sicherheitsaufwand zur WM kritisiert und für 2010 Besserung angekündigt.
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Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Sicherheitsmaßnahmen um die Tickets für die Weltmeisterschaft als überzogen kritisiert. Generalsekretär Urs Linsi sagte dem Berliner ?Tagespiegel am Sonntag?, die absolute Kontrolle der Zuschauer sei im Fußball neu.

2010 weniger Daten sammeln

Sie entspreche nicht der Mentalität der Fans. Der Schweizer FIFA-Funktionär verwies in diesem Zusammenhang auf den in jeder WM-Karte integrierten Chip, über den auf die persönlichen Daten des Käufers zugegriffen werden kann.

?Damit begann der Ärger?, sagte Linsi in Anspielung auf den Streit zwischen Sicherheitsexperten und Datenschützern in Deutschland. Im Hinblick auf die WM 2010, bei der die FIFA den Ticketverkauf nach eigenen Angaben wieder selbst organisieren will, werde dies nicht mehr so sein: ?So viele Daten wie die Deutschen werden wir beim nächsten Turnier nicht speichern.?

Kritik an den Deutschen

Zwei Monate vor Beginn der WM beklagte Linsi ferner die seiner Meinung nach schlechte Stimmung in Deutschland: ?Die Deutschen haben allen Grund, auf das Geleistete stolz zu sein. Warum fragt man immer, was nicht funktioniert??

In Berlin werde der größte Fernbahnhof Europas zur WM fertig gestellt, Straßen, Stadien und Hotels seien erneuert worden. Linsi warnte die Deutschen vor Pessimismus. ?Auch bei einer WM wird nicht alles perfekt laufen, es kann mal Probleme oder Staus geben?, sagte der Fifa-Generalsekretär und fügte hinzu:

?Aber das ist doch normal.? Linsi wies ferner den Vorwurf zurück, die FIFA leide unter Kontrollwut, weil sie ihre Exklusiv- und Markenrechte mit einem Heer von Anwälten verteidige: ?Die WM ist nun mal eine internationale Veranstaltung und keine deutsche.

Und es ist klar, dass wir ein Unternehmen sind, das sich international behaupten muss.? Exklusive Rechte könne der Weltverband nur verkaufen, wenn er seine Sponsoren schütze. Dies trüge maßgeblich dazu bei, dass eine WM überhaupt stattfinden könne.

(AP)  

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