Experte gesucht: Vorfälligkeitsentschädigung

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neuester Beitrag: 06.07.14 20:02
eröffnet am: 15.12.12 09:22 von: boersalino Anzahl Beiträge: 31
neuester Beitrag: 06.07.14 20:02 von: boersalino Leser gesamt: 5357
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15.12.12 09:22
9

52329 Postings, 3968 Tage boersalinoExperte gesucht: Vorfälligkeitsentschädigung

Eckdaten:

VFE-relevante Tilgung                         30.521,68 EUR

Sollzinssatz                                         5,430 %

Datum frühestmögl. Kündigung           05.09.2017


VFE (gemäß §502 BGB, außer bei Immobiliendarlehen)
Verbraucherkreditmerkmal       Verbraucherkredit

                                                           6.383,92 EUR  


Zurzeit liegen mir nicht alle relevanten Infos vor (Post kam am WE), der Kredit lief auf meine jüngst verstorbene Mutter. Das Haus ist bereits verkauft (Kaufvertrag).

Frage: Schöpft die Sparkasse ihren Berechnungsspielraum nachweislich bis an die Grenze der Sittenwidrigkeit aus?  
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5 Postings ausgeblendet.

15.12.12 10:13
2

52329 Postings, 3968 Tage boersalinoOk., danke! Ich werde das prüfen lassen,

sobald ich die Unterlagen habe. Entweder Verbraucherzentrale oder Finanzsachverständiger. Das Geld dürfte gut angelegt sein.

Irgendwo war zu lesen, dass gelegentlich schon der Musterbrief der VZ genügt, um Verhandlungsbereitschaft zu erlangen.

Allen ein schönes WE !!!  

15.12.12 10:23
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2509 Postings, 5907 Tage KliPich find ja, mit solchen VFE

wird man eh immer gekniffen.
Wenn die Bank die Restschuld auf einen  Schlag zurückbekommt, legt sie die ja nicht 5 Jahre zu Null% Zinsen an, sondern reicht sie wieder als Darlehen aus, der per VFE auszugleichende Schaden
für dei Bank besteht also nur aus der Zinsdifferenz von den z.B. 5,5% im Altdarlehen zu den (sehr günstigen) 2,5% in einer neuen Hypothek.  Und das in deinem Fall aus 5 Jahre.

Wenn ich Tilgungen mal ausklammere:
Bei 30000 Euro Restschuld und 5,5-2,5=3% Zinsdifferenz hat die Bank pro Jahr im Zahlungsstom
also nur  900? Miese, auf 5 Jahre  bis 2017 wären es  also 4500. e

Eigentlich müsste man diesen Zahlungsstrom noch auf heute abdiskontieren und vor allem die Tilgungen einrechnen.  

Wenn das Ursprungsdarlehen zum Beispiel 100000 ? mit 1% Anfangstilgung  war,
dann hat man bei der dezeitigen Restsschuld pro Jahr etwa ne Tilgung von 4600?, die Schadens-Rate aus der Zinsdifferenz wäre nächstes Jahr also schon  deutlich weniger als 900? , nämlich
(30000-4600)*3%    und verringert  weiter sich von Jahr zu Jahr.  

15.12.12 12:44
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52329 Postings, 3968 Tage boersalinoSo ist es im Idealfall, KLiP ...

Hier wurde keine Tilgung vereinbart, sondern dabeben eine Baufinanzierung abgeschlossen (zwei Provisionen !!), es wurden keine Sondertilgungen vereinbart.

Aber der HAMMER ist dies:

Um zu vermeiden, dass die Erbengemeinschaft insgesamt (zu der gehöre ich auch) ein Mitspracherecht zum Kreditvertrag erhält oder gar eine vorzeitige Tilgung vornimmt, wurde seitens des Bankberaters die Variante des Verbraucherkredits (nicht grundbuchbesichert) gewählt.
So wurden wir damals, ohne es zu wissen, von der Bank ausgebootet - und die wusste genau, dass es in der Familie einen diplomierten Betriebswirt (nicht ich) gibt. Dafür gibt es halt die gutgläubigen übersiebzigjährigen Damen - damit die Banken noch Boni auszahlen dürfen.

PS.: Der Queen hat man übrigens auch nicht verraten, dass das Gold da komplett verleast ist.

Ich denke, ich tauch da entweder mit Anwalt oder mit Pump-Gun auf.  

15.12.12 15:52
2

4166 Postings, 3616 Tage Peter Silie... Verbraucherberatung Hamburg, St. Georg

(Bahnhofsausgang Kirchenallee=Termin telefonisch vereinbaren)

Kompetent, mit entsprechenden Computerberechnungen
das Geld für den Beratungstermin scheint mir gut angelegt  

15.12.12 15:57
3

24225 Postings, 7632 Tage modHHer kennen das

http://www.vzhh.de/docs/26162/kontaktinfos.aspx
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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod

15.12.12 16:00
6

24225 Postings, 7632 Tage modboersalino, guck

mal hier, da steht das wesentliche:

http://www.finanzfrage.net/frage/...ng-an-wenn-kreditnehmer-verstirbt
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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod

15.12.12 16:22
1

52329 Postings, 3968 Tage boersalinoJa, dank euch! Aber denkt an den HAMMER

das riecht eher nach Anwalt.  

15.12.12 17:01
4

24225 Postings, 7632 Tage modOberfächlich beurteilt

- es existiert ein Kreditvertrag
  (was steht darin für den Fall, dass .... (nix?)
- der, die Erben treten in diesen Vertrag ein oder lehnen das Erbe ab (*g*)

- Erben verkaufen
- wenn nix im Vertrag steht (oben) , ist Vorf.entsch. fällig

Die Frage jetzt ist, ob die Höhe (Berechnung) stimmt.

Verbraucherzentrale HH ist da kompetent

http://www.vzhh.de/baufinanzierung/30381/...eitsentschaedigungen.aspx
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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod

15.12.12 17:11
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24225 Postings, 7632 Tage modKündigung Darlehen bei Verkauf einer Immobilie

Da ich dazu oben was gelesen habe.

"Beim Verkauf einer Immobilie ist die Bank zur Auflösung des Darlehensverhältnisses gemäß BGH XI ZR 267/96 und XI ZR 197/96 verpflichtet.
Das bedeutet, dass der Darlehensnehmer sich prinzipiell auch aus einem Kreditverhältnis mit fester Laufzeit lösen kann.
Dieser Kündigungsanspruch führt jedoch nicht dazu, dass die Bank auf die Vorfälligkeitsentschädigung verzichten muss.
Vielmehr ist der Verkauf einer Immobilie der häufigste Fall bei Verhandlungen über Vorfälligkeitsentschädigungen. "
http://kapitalanlagerecht.ra-willers.de/...chaedigung-bei-verkauf.php
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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod

16.12.12 11:39
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2509 Postings, 5907 Tage KliP@Boersalino

zunächst noch kurz zu #8
da hatte ich im letzten Absatz die aktuelle Tilgung etwas zu hoch angesetzt da mit dem falschen Zinssatz gerechnet (nur 3% statt 5,4%)   - statt 4600 sinds wohl eher um die 4000
die die Restschuld derzeit pro Jahr sinkt.

Diese Vertragsgestaltung ist natürlich ein Hammer, auch aus Sicht der Bank.
Weil sie einen Zinssatz für ein großes Hypodarlehen  für einen unbesicherten Verbraucherkredit gewährt hat und das bei einer alten Dame (nach Tod ist unklar ob die
Erben den Kredit bedienen werden!, leichtsinniger gehts nimmer. ) . Man hat natürlich die Schätzkosten und den  Grundbucheintrag gespart als Kreditnehmer (ich hoffe   für die Bankster, dass sie die nicht doch berechnet haben damals) .  

Aber  wenn eine Bank solche Risiken eingeht, ist das krimineller
Leichtsinn - kommt öffentlich sehr gut,  gerade in der Kreditkrise.  


Ich würde an deiner Stelle mal drohweise mit dem ganz großen Geschütz auffahren.
Termin direkt  beim obersten lokalen Entscheider, z.B. Geschäftsstellenleiter, Briefchen direkt an den Vorstand wirkt auch manchmal Wunder) , am besten vorher mit Anwalt den Vertrag durchgehen - aber einem der was von der Sache versteht, Gebühren vorher klären, bei dir gehts es ja "nur" um 6000 Euro VFE , oder eben  zur Verbraucherberatung  -
du drohst die Schweinerei dieses Vertrages publik zu machen (Presse) und der Bafin zu melden.

Dein Ziel: Sofortige Aufhebung  des Vertrages, die Bank kriegt ihre 30 lappen zurück und gut ist es. Keine VFE, keine Gebühren. Dafür Stillschweigen.

Auch wenn du das Ziel nicht ganz erreichst kannst du die VFE evtl. kräftig runterhandeln.
Die Bank wird auch nicht dran interessiert sein, als künftige Bad Bank durch die Presse zu geistern, weil sie öfter mal riesige Verbraucherkredite ohne Sicherheit anstatt Hypothekendarlehen vergeben.
(Nehme mal an, die machen das nicht nur bei deine Oma)

Pumpgun ist schlecht, immer höflich und  sachlich bleiben, aber in der Sache knallhart.
Wichtig: Nicht alleine hingehen (Zeugen), nach jedem Gespräch sofort Protokoll oder zumindest Aktennotiz anfertigen, vom Zeugen gegenzeichnen lassen.  

Nochwas zum Thema doppelte Finanzierung mit Bausparvertrag
Das ist abenfalls - wie du richtig erkannt hat - eine ganz beliebte Masche um doppelte
Provisionen zu kassieren. Das Modell lohnt  in den allerwenigsten Fällen.
Eine schlichte Hypothek ohne Firlefanzen (wie Disagio, Zinstreppen)   ist fast immer die günstigste Finanzierung und auf einem Rechenblatt einer   Tabellenkalkution  für jeden Normalverbraucher nachkontrollierbar. Auf versteckte Gebühren muss man natürlich achten und  Zinsbindung
und Tilgung vernünftig auf seine Lebenssituation abstimmen. Oft wird mit viel zu geringen Tilgungen gearbeitet, was in einer Niedrigszinsphase wie derzeit dann zu fast endlosen
Abzahlungen und sehr hohen Restschulden nach Ablauf der Zinsbindungsphase führt)

Man leistet sich dann ein teures  Haus,  das einen nach 15 oder 20 Jahren erschlägt.
Die meisten Leute erschrecken, wenn sie sehen , wieviel sie im Laufe von 30 oder 40 Jahren
nur an Zinsen an die BAnk zahlen. Da könnten sie auch weiter zur Miete wohnen.  

In diesem Zusammenhang muss ich mal die vielgescholtene Deutsche Bank loben.
Die hat kürzlich ein    Abzahlungsmodell per Anzeige beworben, bei dem  nach Ablauf der Zinsbindung der Kredit komplett getilgt ist ("Motto : sie wollen ihren Kindern keine Schulden hinterlassen" ) , also mit hoher Tilgung und Restschuld Null.

Für 100000 Kreditsumme und 15 Jahre Laufzeit kam eine Monatsrate von (aus der Erinnerung) ca 670 Euro raus. Kann aber jeder leicht mit excel ausrechnen.
Man hat so eine völlige Planungssicherheit und Risikotransparenz,
egal ob man nun 15, 20, oder 30 Jahre wählt.
Natürlich muss man da evtl. auf das Marmorbad oder die 30000 Euro Küche verzichten.

Schau mal in faz-net.de, da schreibt  Volker Looman in der Kolummne
"die Vermögensfrage" häufig zu diesem Thema. Die Artikel werden allerdings nach einigen Wochen
kostenpflichtig.

http://www.faz.net/suche/...rname&sort=date&resultsPerPage=20

Viel Glück!  

16.12.12 13:33
2

52329 Postings, 3968 Tage boersalinoHey, danke - das trifft es so ziemlich genau !!

16.12.12 13:41
3

129861 Postings, 6512 Tage kiiwii...ich hör die Bank lachen...

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It ain't over until the fat lady sings.

16.12.12 13:45
3

52329 Postings, 3968 Tage boersalino... und ich mich zuletzt ....

03.02.13 18:55
3

70540 Postings, 6989 Tage datschihat mittlerweile jemand die Lacher auf seiner Seit

03.02.13 18:57
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52329 Postings, 3968 Tage boersalinoBank kennt keine Gnade!

Womöglich hilft ein Formfehler beim Widerrufsrecht, oder innerhalb kürzerer Zeit sagt der BGH mal ein ernstes Wörtchen.  

03.02.13 22:13
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4343 Postings, 3883 Tage Evermore#1 Habt ihr den Kredit von euch aus gekündigt?

Wenn ich die Werte aus #1 nehme und 4,723 Jahre zugrunde lege, komme ich bei 6.383,92 Euro auf einen Zinssatz (lineare Verzinsung) von 4,429 Prozent. Wenn ich mit dem vereinbarten Sollzins von 5,430 Prozent rechne, komme ich auf 7.827,21 Euro. Der Unterschied ist nicht besonders groß.

Wäre es möglich gewesen den Kredit weiterlaufen zu lassen und das Kapital anzulegen sowie in der Erbengemeinschaft eventuell in den Genuss steuerlicher Vergünstigungen durch die Schulden zu kommen? Ihr hättet dann halt mindestens die Differenz von 6.383,92 auf 7.827,21 Euro (also 1.443,29 Euro) bis zum September 2017 erwirtschaften müssen mit dem Kapital.

Ich weiß nicht, wie gut meine Rechnung zu eurem Vertrag passt.  

03.02.13 23:31
4

24225 Postings, 7632 Tage modEvermore

Erben wollen Knete in der Kralle haben.

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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen dummen August,  genannt mod

04.02.13 03:27
2

52329 Postings, 3968 Tage boersalinoJa, mod - so ist es!

Ich sondiere momentan die Märkte und setze dann alles auf 3 bis 4 enge Zertis.  

04.02.13 10:42
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4343 Postings, 3883 Tage EvermoreHabe das gestern ohne zu diskontieren berechnet,

um das einschränkend zu sagen.

Ist jetzt natürlich ein blöder Hinweis jetzt, aber man sollte wahrscheinlich vor der Kündigung mit dem Vertrag zu einem darauf spezialisierten Anwalt gehen und nur kündigen wenn der Anwalt es empfiehlt.  

04.02.13 11:31
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52329 Postings, 3968 Tage boersalinoZu spät! Du rettest den Freund nicht mehr ....

06.07.14 19:26

52329 Postings, 3968 Tage boersalinoIch hab da in der HÖRZU (26) etwas gelesen

Rubrik RECHT (Raus aus teuren Verträgen): Betrifft Ratenkredite ....

"Bei älteren Verträgen, die bis 10.06.2010 abgeschlossen wurden, darf der Kreditgeber keine Entschädigung berechnen."

Weiß jemand etwas Genaues?  

06.07.14 19:31
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5640 Postings, 3043 Tage K.RamelLief dieser Tage auch inner Verbrauchersendung



wurde geraten:

Fachanwalt oder
Verbraucherberatung (die sollen in HH eine Liste mit Fachanwälten haben)

in der Verbraucherberatung HH gibt es laut Auskunft derzeit Termin-Wartezeiten bis zu drei Monaten, die dortigen Finanzjuristen seien überlastet, hieß es.  

06.07.14 19:40

52329 Postings, 3968 Tage boersalinoJetzt genau dieses Thema oder das der

Bearbeitungsgebühren?  

06.07.14 19:43
1

5640 Postings, 3043 Tage K.Ramel... genau Dein Thema



ich hatte zwar diesen thread noch in Erinnerung, fand ihn aber nimmer.  

06.07.14 20:02

52329 Postings, 3968 Tage boersalinoEs gibt kaum Erhebenderes, als die Liste meiner

Threads durchzusehen.

Ich finde da immer wieder wahre Perlen ;-)  

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