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"Es kann noch deutlich weiter nach unten gehen"

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neuester Beitrag: 28.04.01 07:07
eröffnet am: 28.04.01 01:25 von: proxicomi Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 28.04.01 07:07 von: DaLuigi Leser gesamt: 381
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28.04.01 01:25

4690 Postings, 7750 Tage proxicomi"Es kann noch deutlich weiter nach unten gehen"

Interview
"Es kann noch deutlich weiter nach unten gehen"


27. April 2001 Nach der ersten Zinssenkung der amerikanischen Notenbank gehörte der New Yorker Optionsspezialist und Buchautor Max Ansbacher zu denen, die in den amerikanischen Medien davor warnten, dass das Schlimmste für die Aktienmärkte noch nicht überstanden sei. Ansbacher, der die Optionshandelsfirma Ansbacher Investment Management leitet, hat Recht behalten. FAZ.NET fragte nach, ob er seinen Pessimismus mittlerweile aufgegeben hat.

Mr. Ansbacher, wie sieht es jetzt, nach dem vierten Zinsschritt der Fed, mit den Aktienmärkten aus? Haben sie das Schlimmste hinter sich?

Ich glaube nicht. Zwar spricht die Statistik für die Bullen, aber diesmal könnte es ganz anders sein. Was mich stört: Niemand glaubt, dass der Markt wegen der Zinserhöhungen der Fed in die Knie gegangen ist. Warum glauben jetzt alle, dass die Zinssenkungen auch diesmal nützen?
Wir haben derzeit immer noch zu viel Optimismus im Markt. Das zeigen mir vor allem die Nettozuflüsse in Aktienfonds im ersten Quartal. In diesen Markt wurde immer noch Geld gepumpt! Kein Anzeichen für das Ende eines Bärenmarkts, finde ich. Mir fehlt noch die totale Kapitulation, wie ich sie etwa 1974 kennen gelernt habe.

Was raten Sie den Anlegern in dieser Situation?

Erstens: Schauen Sie nie darauf, wie weit eine Aktie von ihren Höchstkursen entfernt ist! Die Tatsache, dass die meisten Titel hoffnungslos überbewertet waren, lässt keinerlei Aussage darüber zu, wie viel sie heute wirklich wert sind. Warten Sie weiter ab, und vergessen Sie nicht, ihre Liquidität am Geldmarkt anzulegen.

Worin sehen Sie den besten Anhaltspunkt dafür, wo der Markt steht?

Der allerwichtigste Faktor ist nach wie vor das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Ein Bärenmarkt endet manchmal erst bei einem KGV im S&P 500-Index von rund zwölf. In den vergangenen paar Jahren lag das durchschnittliche KGV im S&P bei rund 15. Derzeit ist das KGV aber immer noch bei etwa 25, weil die Gewinnschätzungen weiter reduziert wurden. Kaum anzunehmen, dass ein ?Bärenmarkt?  bei einem KGV über dem langjährigen Durchschnitt endet. Es könnte also noch deutlich weiter nach unten gehen.

Wie sieht es mit den Gewinnschätzungen aus? Erwarten Sie weitere Korrekturen nach unten?

Ich kann immer noch nicht recht verstehen, woher alle den Glauben nehmen, dass es im vierten Quartal wieder aufwärts mit den Gewinnen geht. Im ersten Quartal gab es eine Flut von Entlassungen, und wir haben den Effekt auf den Konsum noch nicht gesehen. Nach ein paar Monaten werden die Konsumenten damit anfangen, weniger Geld auszugeben. Solch ein Verzögerungsfaktor ist typisch für eine Rezession.

 
 Das Gespräch führte Detlev Landmesser.


gruß
proxi


 

28.04.01 05:14

1285 Postings, 8078 Tage Guru BrauniDas sind sehr interessante Gedanken... o.T.

28.04.01 07:07

1524 Postings, 8058 Tage DaLuigiIst doch egal wie weit es runter geht....

ich habe meine erfahrungen gemacht und viel verloren. habe nie mit stoppkursen gearbeitet nur mentale. nun gut aus fehlern lernt man.....

ich arbeite jetzt nur noch mit stopps..... bei den paar euros gebühren, was solls, wenn ich ausgetoppt werde, nachkaufen kann ich immer....
nur ohne stopps, was weg ist ist nun mal eben weg. (ne, stimmt auch nicht ganz: es hat ja ein anderer)  

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