"Es ist höchst sozial...

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neuester Beitrag: 18.11.03 13:55
eröffnet am: 18.11.03 11:56 von: lehna Anzahl Beiträge: 19
neuester Beitrag: 18.11.03 13:55 von: HEBI Leser gesamt: 983
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18.11.03 11:56
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21216 Postings, 7257 Tage lehna"Es ist höchst sozial...

die Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln zu reduzieren" so Superminister Clement von der SPD.
Die Arbeitslosigkeit in den USA ist ca. halb so hoch wie bei uns.
Für führende Sozis ist also damit die USA ein höchst sozialer Staat...
Ähem???
Und ich dachte immer da herrscht Raubtier-Kapitalismus??
So kann man sich irren...
 

18.11.03 12:07

10682 Postings, 8041 Tage estrichGeht es noch um soziale Ideen

oder um deren Verwirklichbarkeit... oder nur noch um Machterhalt???

Anyway, Arbeit ist nicht nur zum Geldverdienen da, sondern auch gut für die Stabilität der Psyche, Erhalt oder Erwerb eines Selbstbewußtseins, zur Vermeidung destruktiver Ideen, wie z.B. denen des Terrorismus´. Daher hat Clement recht. Im Zeitalter der Umstrukturierung, des Werteverfalls, der unendlich großen Flexibilität des Denkens und der Bedeutungen des Wortes ist es gut und billig, wenn sich SPD Politiker die USA zum Vorbild nehmen.  

18.11.03 12:25

1339 Postings, 8002 Tage Eddie@estrich: und wo sind unsere Schurkenstaaten?

bisher war es doch mehr oder weniger Konsenz, daß
weder Deutschland noch EU-Zone einen Manchester-
Kapitalismus wie in den USA anstreben sollten.

Wenn der Clement, dieses klein-karierte Karo, jetzt
die USA als Vorbild sieht, bekommt er aber mächtig ärger
mit den CDU Sozial-Ausschüssen.

 

18.11.03 12:25

21216 Postings, 7257 Tage lehnaSoziales Wunschdenken...

der SPD-Linken kostet leider meist ein Haufen Kohle.
Millionäre wie Gottschalk oder Becker um mal zwei zu nennen,kloppen zwar soziale Sprüche,setzen sich aber ins Ausland ab.
Mal ehrlich,wir würdens wahrscheinlich genau so machen??
 

18.11.03 12:29

2101 Postings, 7202 Tage ribaldDie Bundesregierung macht es auf jeden Fall richti

Sie bekämft die Arbeitslosen
und nicht die Arbeitslosigkeit.
Einfach genial.

Schaun mer mal
ribald  

18.11.03 12:42

21216 Postings, 7257 Tage lehnaribaldi,Arbeitslosigkeit zu bekämpfen...

geht nur mit total unpopulären Sachen.
Kündigungsschutz müsste gelockert werden,damit Betriebe wieder leichter einstellen.
Karenztage müssten eingeführt werden,damit die Lohnnebenkosten sinken.
Ich hab momentan einen festen Arbeitsplatz und bin wie die SPD natürlich deswegen gegen solche Sachen.
Wär ich arbeitslos sähs natürlich anders aus....  

18.11.03 12:49

10682 Postings, 8041 Tage estrichMachen wir uns doch nichts vor.

Wir bekommen amerikanische Verhältnisse. Der Traum sozialer Gleichheit (damit ist u.a. die Idee gemeint, dass auch Arbeiterkinder studieren können oder schöne Zähne haben sollen) ist ausgeträumt. Es kommt noch Erschreckendes auf uns zu, was in den USA längst Normalität ist. Das Wirtschaftswunder der 50er Jahre des letzten Jhrh. und sein Folgeluxus sind ein für alle mal passe!
Wer daran schuld ist, ist vollkommen irrelevant. Und niemand wird dies auch vermeiden können: Nochmal: Auf Politkerseite herrscht nichts weiter als ein Machtkampf.  

18.11.03 12:51

2176 Postings, 6879 Tage HEBIClement sollte dringend mal nach N.Y.

Dort lebt 1/3 der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Der, der in Amerika keinen Schulabschluß bekommt, hat von vornherein den Persilschein für verbürgte Armut gezogen.

Aber das Klischee wer es in Amerika geschafft hat, schafft es überall,
kann man ja auch auf die andere Seite der Medaille übertragen, sprich wer es in Amerika nicht geschafft hat, wird es auch anderswo nicht packen.

 

18.11.03 12:56

459 Postings, 7008 Tage patcat72Bei Ossis unbeliebt machen

So jetzt sach ich mal was und das ist Fakt:

4 Mio. Arbeitslose

davon stammen

2,4 Mio. aus Ostdeutschland

bedeutet also

Wir hätten normalerweise nur 1,6 Mio Arbeitslose.

Was das für eine Quote im Vergleich zu frühren Zeiten (vor MAuerfall) ist, brauch ich nicht zu erwähnen.

ACH. GINGE ES UNS DOCH GUT ;-)
 

18.11.03 12:59

2176 Postings, 6879 Tage HEBI@patcat72

Stimmt was Du sagst. Wir haben heute in Osnabrück sogar weniger Arbeitslose als 1990.

Nur die Einheit kostet eben, hat Lafontaine damals doch laut herausgeschrien.

Nur kein Trottel wollte es glauben.  

18.11.03 13:03

9123 Postings, 7667 Tage Reilapatcat72,

in Deiner eindimensionalen Weltsicht übersiehst Du, daß es in Ostdeutschland auch so rund 16 Mio Konsumenten überwiegend westdeutscher Produkte gibt. Konntest Du von der Sonderkonjunktur Anfang der 90er nicht profitieren? Bist Du Dein altes Schrottauto nicht an einen Zoni losgeworden? Oder konntest Du bei der Treuhand kein Schnäppchen machen? Hast Du keinen Beamtenjob im höheren Dienst in der Zone bekommen? (Die wurden hier fast alle an Wessis vergeben)

Stell bitte Dein Gejammere ein, wenn man Dich nicht mit einem ostdeutschen Sozialhilfeempfänger verwechseln soll.
 

18.11.03 13:12

2101 Postings, 7202 Tage ribaldHEBI, interessant,

warst Du schon einmal längere Zeit in NY?
Wo kann ich Dein Posting # 8 nachlesen?

Schaun mer mal
ribald  

18.11.03 13:24

2176 Postings, 6879 Tage HEBI@ribald Schneide Dir den Artikel

aus der konservativen Neuen Osnabrücker Zeitung aus
und schick den gern an deine Adresse.

Hier meine Mail: vico-media@web.de falls du deine Postadresse mailen willst.  

18.11.03 13:35

2101 Postings, 7202 Tage ribaldHEBi,es geht einfacher

Garantieschein für ein Leben in Armut
Kritisach gesehen: Bitter Arm in USA - Arte
Von Thomas Wübker
Die USA gelten als Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wer es dort schafft, schafft es überall. Und wer es dort nicht schafft oder nicht richtig? Uwe Lothar Müllers Dokumentation über die weit verbreitete Armut in den USA zeigte uns gestern Abend bittere Bilder aus dem reichsten Land der Erde.
 
Bilder, die mit boomenden Finanzmärkten und steigender Wirtschaftskraft nichts zu tun haben. Allein in New York lebt ein Drittel aller Menschen unterhalb des Existenzminimums, auf dem Land ist die Situation zum Teil noch schlimmer. Mittlerweile hat sich in den USA eine neue Gesellschaftsklasse gebildet: die ?working poor?. Das sind Menschen, die zwar einen Job haben, aber trotzdem in Armut leben. ?Wer keinen Schulabschluss hat, bekommt einen Garantieschein für ein Leben in Armut?, war der bezeichnende Kommentar dieser bedrückenden Dokumentation.
Müllers aufrüttelnder Film stellte der US-amerikanischen Regierung ein wahres Armutszeugnis aus. Sie schiebe soziale Aufgaben immer mehr an die Kirche ab und kümmere sich kaum noch um Problemfälle. Teilweise beschlich den Zuschauer das Gefühl, dass arme Menschen in den Vereinigten Staaten, vor allem Schwarze, nicht im 21., sondern im 19. Jahrhundert leben. Sollen wir davon etwa lernen?

http://www.neue-oz.de/information/noz_print/medien/kri3.html


 

18.11.03 13:38

2176 Postings, 6879 Tage HEBIRibald mit dem Turbo. Danke habe 56 Cent gespart. o. T.

18.11.03 13:39

13244 Postings, 7879 Tage TimchenWarum gleich in die USA schauen ?

In die Schweiz oder nach Daenemark reicht doch. Obwohl es dort so gut wie kein
Kuendigungsschutz gibt (bei schlechteren sozialen Leistungen, welch ein Graus !!),
haben die nur halb so hohe Arbeitslosenquoten. Laut Soziphilosophie muessten die doch aber hoeher als bei uns sein. Oder sind dort die Arbeitgeber die sozialen Wohltaeter ?
Dann koennten einige Sozialpolitiker hier, noch etwas von denen lernen.

timchen  

18.11.03 13:43

2101 Postings, 7202 Tage ribaldHEBI,

wer lange in NY gelebt hat, weiss, wie
es dort schon immer aussieht.
Die Armen leben überwiegend in Harlem, sind schwarz
und nach Aussage meiner schwarzen Freunde,
mehrheitlich arbeitsscheu.
Sie gammeln lieber in den Tag hinein, so wie ich
das auch immer in Afrika erlebt habe. Eben eine
andere Mentalität.

Schaun mer mal
ribald  

18.11.03 13:48

8215 Postings, 7452 Tage Sahne@Hebi: 55Cent

18.11.03 13:55

2176 Postings, 6879 Tage HEBIKuverkosten 1 Cent berechnet o. T.

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