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Erste 'Pink Slip Party'

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neuester Beitrag: 01.05.01 20:51
eröffnet am: 01.05.01 20:51 von: tom68 Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 01.05.01 20:51 von: tom68 Leser gesamt: 878
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01.05.01 20:51

4579 Postings, 7610 Tage tom68Erste 'Pink Slip Party'


Erste 'Pink Slip Party' - rosa Teppich für Jobsucher blieb leer  
 
BERLIN (dpa-AFX) - Ein pinkfarbener Teppich war für die Jobsucher ausgerollt. Sie sollten darüber schreiten können, die Entlassenen der Internetbranche, und lachend in die Arme der Personalberater und Arbeitgeber mit den neuen Jobs fallen. Auf der ersten deutschen "Pink Slip Party" kam es in der Nacht zum 1. Mai anders. Die wenigen Jobsucher, die den Weg zu den ehemaligen Fabrikhallen im Berliner Stadtteil Treptow fanden, trafen vor allem auf zahlreiche Journalisten. Nur etwa die Hälfte der 640 angemeldeten Gäste war überhaupt gekommen. Initiator Frank Lichtenberg, selbst Chef eines Startup- Unternehmens, brachte die Party-Idee aus Amerika mit, wo sich die nach der Farbe der Kündigungsschreiben benannten Partys seit einem Jahr zu regelrechten Jobbörsen entwickelt haben. "Die Party soll ein bisschen amerikanische Gelassenheit reinbringen", wünschte sich Lichtenberg. In den USA sei der Neuanfang nach einem Scheitern nicht so schlimm wie in Deutschland. Seit Monaten müssen auch in Deutschland immer mehr Beschäftigte aus der Dot.com-Branche mit einer Entlassung fertig werden.
JOBS GIBT ANGEBLICH GENUG

Dass es Jobs gebe, stehe außer Frage, sagte die Geschäftsführerin der Internet Jobbörse worldwidejobs.de, Ursula Triller. Ihre Firma gehört zu den Sponsoren der 50.000 Mark teuren Party. Mehr als 3.000 Stellen böten die deutschen Internetunternehmen zur Zeit an. Dazu kämen noch mehrere tausend Jobs für Internetexperten in allen anderen Unternehmen der Old und New Economy. Vor allem die traditionellen Unternehmen böten immer mehr Stellen an. Die Old Economy war erschienen, neugierig auf das neue Forum für kreative Köpfe. "Wir beobachten das, wie wir ganz viele Sachen beobachten", sagte Jost Altmeyer von der Beratungsgesellschaft KPMG. Vielleicht entwickelten sich solche Partys zu neuen Karrierebörsen. Etwa jeder zehnte der angemeldeten Gäste sei ein potenzieller Arbeitgeber, hatte Lichtenberg angekündigt.

ARBEITSLOSE MIT GUTER LAUNE

Trotz Eintänzerinnen blieb die Tanzfläche leer und die Gäste amüsierten sich vor allem über die Interviews, die sie geben mussten. Über die Arbeitslosigkeit wurde nicht gelacht. "Darüber lachen, das ist Quatsch", findet Michael Bäumer (38). Der Content-Manager, der bei der Internet-Agentur Viviance Lern-Angebote für das Internet erstellte, ist seit Anfang April arbeitslos. Er zweifelt nicht daran, dass er einen neuen Job finden wird. Die Party sei allerdings zu chaotisch, um den richtigen Arbeitgeber zu entdecken. Nächstes Mal will Lichtenberg die Bewerbungsparty besser vorbereiten und konkrete Gesprächstermine vereinbaren. "Viele Jobsucher waren dann doch zu scheu", glaubt er. Die nächsten Versuche starten in Frankfurt (17.5.), München (31.5.) und Hamburg (14.6.). Jens Hildebrandt, Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft LPFV, hatte am Ende des Abends vier interessante Bewerber kennen gelernt. Sonst treffe er auf Karrierebörsen bis zu 20 Kandidaten. Trotzdem wollten alle befragten Arbeitgeber der Party-Idee eine zweite Chance geben./DP/aa -- Von Anke Hüsig, dpa --


01.05. - 14:17 Uhr
 

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