Ericsson fällt schon......

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neuester Beitrag: 10.09.02 11:02
eröffnet am: 10.09.02 10:54 von: fiberoptics Anzahl Beiträge: 3
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10.09.02 10:54

517 Postings, 7382 Tage fiberopticsEricsson fällt schon......

das nenn ich vorauseilender Gehorsam zu den Nokia-Zahlen. Wenn Nokia schlechte Zahlen bringt, was für mich ausser Zweifel steht, dann fährt Ericsson mehr ab als Nokia, wetten?

glasfaser  

10.09.02 10:59

7844 Postings, 7124 Tage all time highAber ericy fällt nicht mehr als....


68 cent!!!!

Nokia könnte bei weitem mehr nachgeben!!
*ggggg*
mfg
ath  

10.09.02 11:02

95441 Postings, 7407 Tage Happy EndUMTS-AUSBAU: Kontroverse um Elektrosmog

Nichts wird in der Telekommunikation so heiß diskutiert wie das Thema Elektrosmog - von Bürgern wie Wissenschaftlern. Der Druck der Straße führt zunehmend zu Kompromissen, die teils weit über gesetzliche Sicherheitsregelungen hinausgehen.
 
UMTS - das heißt nicht nur neue Möglichkeiten für den Mobilfunk, es heißt auch mehr Antennen. Doch mit der Zahl der Antennenstandorte steigt auch die Angst in der Bevölkerung vor Elektrosmog, obwohl wissenschaftlich derzeit mehr gegen als für eine Gefährdung spricht.

Immer häufiger hagelt es Proteste von lokalen Bürgerinitiativen und Umweltverbänden. Nach einer vom Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegebenen bundesweiten Studie zu Befürchtungen und Sorgen der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Mobilfunk machen sich durchschnittlich 35 Prozent der Bundesbürger Sorgen wegen elektromagnetischer Felder, die von Mobilfunksendeanlagen, Handys oder schnurlosen Festnetztelefonen ausgehen. Die Bayern erweisen sich mit 48 Prozent als besonders große Bangbuchsen.

Ein Teil des Problems ist Folge der bisherigen Verschwiegenheit von Genehmigungsbehörden und Mobilfunkbetreibern. Von der Geheimniskrämerei der vergangenen Jahre haben jetzt vor allem die Mobilfunkbetreiber Abschied genommen, die für ein erfolgreiches UMTS-Geschäft die Zahl der Sendeanlagen von derzeit etwa 41.000 in einer ersten Ausbaustufe verdoppeln müssen. Dafür werden etwa 10.000 bis 15.000 neue Standorte benötigt.

Doch schon jetzt scheint klar: Wegen der massiven Proteste von Anwohnern wird das kaum möglich sein. Zur Aufklärung haben die großen deutschen Mobilfunkbetreiber daher bereits im vergangenen Jahr das Informationszentrum Mobilfunk IZMF e. V. gegründet.

"Wir sind bemüht, die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen und den Ängsten innerhalb der Bevölkerung zu schließen", erläutert Dr. Immo von Fallois, Geschäftsführer des IZMF, die Ziele seiner Tätigkeit. "Durch unsere Aktivitäten stellen wir ein großes und ständig wachsendes Interesse an unserer Arbeit fest."

Rüdiger Rosenthal, Pressesprecher des BUND sieht dagegen auch die Politik in der Informationspflicht, denn "auch Bundesumweltminister Trittin muss seiner Verantwortung für mehr Strahlenschutz nachkommen und für bessere Aufklärung sorgen. Das Umweltinformationsgesetz verpflichtet ihn, alle für die Gesundheitsvorsorge relevanten Daten zu veröffentlichen. Dazu gehören Strahlungsleistungen, gemessene Feldstärken und Sicherheitsabstände für medizinische Geräte. Die bisher übliche Deckelung solcher Informationen muss aufhören."

Bereits heute liegen rund 5000 wissenschaftliche Arbeiten zu der Wirkung hochfrequenter und gepulster Felder vor, wie sie das heutige GSM-Netz verwendet. Über die 3G-Technologie, die im Frequenzbereich von 1900 bis 2170 MHz arbeitet, gibt etwa 2000 Forschungsarbeiten.

Eindeutige, gesicherte Erkenntnisse über gesundheitliche Auswirkungen lassen sich den Studien bisher nicht entnehmen, wohl aber Hinweise, wie etwa eine Erwärmung des Gehirns beim Telefonieren mit Handys heutiger Bauart. Vermutet wird auch, dass die im GSM-Netz verwendete Pulsmodulation beim Telefonieren auf die Nervenenden, die so genannten Synapsen, des Gehirns einwirken könnte.

Strengere Grenzwerte in der Schweiz

In der Schweiz hat die Diskussion bewirkt, dass dort im Jahr 2000 die Grenzwerte um das Zehnfache der hier zu Lande festgelegten Werte abgesenkt wurden. Die hiesigen Mobilfunkbetreiber sind dem vor allem durch eine Verpflichtung gegenüber den kommunalen Spitzenverbänden entgangen.

Mit den Kommunen wird bei der Planung von Standorten für Mobilfunkanlagen eine einvernehmliche Lösung angestrebt. Städte wie Leipzig oder München bestehen auf Einhaltung etwa 10-fach niedrigerer Grenzwerte als erlaubt, sofern Sendeanlagen auf städtischen Immobilien errichtet werden.

Auch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gewährt inzwischen den Kommunen Einblick in das bundesweite Mobilfunkkataster. "Mit dieser Datenbank soll mehr Transparenz in der Diskussion um Antennenstandorte in den einzelnen Kommunen hergestellt werden. Sie ist ein weiterer Schritt zur Versachlichung dieser teilweise kontrovers geführten Diskussion", betont Matthias Kurth, Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post.

Manche Kommunen wie Mülheim an der Ruhr oder Nürnberg geben diese Informationen ihrerseits wiederum sogar an ihre Bürgern weiter, andere wie Frankfurt am Main streiten noch darüber.

Allerdings haben Städte, Kreise und Gemeinden nach Auffassung der kommunalen Spitzenverbände ähnlich wie die Netzbetreiber ein eigenes Interesse an gut ausgebauten Mobilfunknetzen, denn sie sind ein wichtiger Standortfaktor und damit bedeutsam für die künftige Entwicklung einer Stadt. Und schließlich haben die Bürger nicht nur Angst vor Elektrosmog, sondern die meisten von ihnen erwarteten bundesweit einen durchweg guten Handy-Empfang.

Kompromiss als Ausweg

"Ideal ist es, die Grenzwerte zu senken und auf neue Antennenstandorte ganz zu verzichten", ist Rüdiger Rosenthal überzeugt. "Und wenn das nicht durchzusetzen ist, sollten bei der Aufstellung neuer Antennenmasten Sendeanlagen mit erheblich geringerer Sendeleistung verwendet werden, um vor allem die Belastung der unmittelbaren Anwohner zu senken."

In Frankfurt am Main wurden bereits einige Dutzend Litfasssäulen mit kleinen Antennen ausgestattet, die unter einem gewölbtem Dach der Säule mit gerade einmal zwei Prozent des maximal zulässigen Wertes senden.

Erheblich weniger Elektrosmog durch Mobilfunkantennen wird es geben, wenn die Lizenzen für die D- und E-Netze auslaufen und die dafür installierten Antennen abmontiert sind. Die erste Lizenz läuft im Jahr 2009 aus, die letzte erst 2016. Bis dahin werden die vorhandenen Antennen überwiegend parallel mit den neuen UMTS-Modellen betrieben.

spiegel.de
 

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