Endlich: Müntefering ist ein Nazi

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neuester Beitrag: 07.05.05 09:23
eröffnet am: 03.05.05 17:36 von: big lebowsky Anzahl Beiträge: 38
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03.05.05 17:36

10156 Postings, 6703 Tage big lebowskyEndlich: Müntefering ist ein Nazi

Historiker vergleicht Münteferings Kritik mit Nazi-Parolen
Michael Wolffsohn wirft dem SPD-Chef vor, Unternehmer mit Tieren gleichzusetzen. Die Sozialdemokraten reagieren empört auf die Vorwürfe
 
Michael Wolffsohn, Historiker
Foto: dpa  
Berlin - Der Münchner Historiker Michael Wolffsohn hat den ?Heuschrecken?-Vergleich des SPD-Vorsitzenden mit der antijüdischen Hetze der Nazis gleichgesetzt und sorgte damit für heftige Empörung. Wolffsohn warf in der ?Rheinischen Post? dem SPD-Chef vor, Unternehmer mit Tieren gleichzusetzen. Bei Müntefering schwinge mit, daß diese ?als Plage vernichtet, ausgerottet werden müssen?. Weiter erklärte der Professor: ?Heute nennt man diese ?Plage? ?Heuschrecken?, damals ?Ratten? oder ?Judenschweine??.


Die nordrhein-westfälische SPD bewertete Wolffsohns Äußerungen als ?unglaubliche Entgleisung?. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, sagte, es sei absurd, Müntefering und der SPD Antisemitismus zu unterstellen. Der bayerische CSU- Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann verteidigte indes die Aussagen Wolffsohns.


Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Rainer Arnold kritisierte Wolffsohn scharf. Er sagte nach einem von der "Mitteldeutschen Zeitung" vorab verbreiteten Bericht: "Ich kann nur noch sprachlos sein über so viel Dümmlichkeit. Dies ist eines Professors unwürdig."


Umstrittener Professor


Wolffsohn hatte vor einem Jahr mit umstrittenen Äußerungen zum Thema Folter erheblichen Wirbel verursacht. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) hatte Wolffsohns Äußerungen als inakzeptabel bezeichnet, aber keine rechtliche Möglichkeit gesehen, den Professor abzulösen.


Auch Henkel führt Drittes Reich an


Der frühere Industrie-Präsident Hans-Olaf Henkel warf SPD und Gewerkschaften ?eine widerliche, ekelhafte Politik? vor. Er scheute in seiner Kritik an Müntefering nicht vor Nazi-Vergleichen zurück. Im Nachrichtensender N24 bezog er in seine Kritik die Gewerkschaftszeitung ?metall? ein, die in einem Artikel amerikanische Investoren als blutsaugende Insekten darstelle. ?Diese Begleitmusik - vor allem aus der IG Metall, aber auch von Herrn Müntefering selbst - der Begriff ?Heuschrecken? - der erinnert nicht nur mich, sondern auch andere an die Propaganda im Dritten Reich?, sagte Henkel. WELT.de

 
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12 Postings ausgeblendet.

03.05.05 22:48

129861 Postings, 6382 Tage kiiwii"Heute Heuschrecken, damals Judenschweine"

"Heute Heuschrecken, damals Judenschweine"


In der Kapitalismus-Debatte hat sich der Ton drastisch verschärft. Der Münchner Historiker Michael Wolffsohn behauptete sinngemäß, SPD-Chef Müntefering hetze gegen Unternehmer wie einst die Nazis gegen Juden.
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Der Münchner Historiker Michael Wolffsohn hat die Kapitalismuskritik des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering mit der antijüdischen Hetze der Nazis verglichen. In der Rheinischen Post wirft Wolffsohn dem SPD-Chef vor, Unternehmer mit Tieren gleichzusetzen.


Bei Müntefering schwinge mit, dass diese ?als Plage vernichtet, ausgerottet werden müssen?. Weiter erklärt der Professor an der Bundeswehrhochschule in München: ?Heute nennt man diese ?Plage??Heuschrecken?, damals ?Ratten? oder ?Judenschweine?.


Jüdische Namen auf der Liste?


Er könne sich nur die Augen reiben, wird Wolffsohn weiter zitiert. ?In der größten Regierungspartei des heutigen Deutschland kursiere eine schwarze Liste von vermeintlich hyperkapitalistischen Unternehmen. Mindestens zwei sind ?jüdisch? bzw. tragen jüdische Namen.?


?Der Mann hat sie nicht alle?, sagte der Vorsitzende des Bundestags- Wirtschaftsausschusses Rainer Wend (SPD) der Netzeitung. Wend verteidigte die Kritik Münteferings am Verhalten deutscher Firmen und internationaler Finanzinvestoren. ?Wenn man im Einzelfall Kapitalisten kritisiert, dann spielt die religiöse Orientierung nun wahrlich keine Rolle.?


Müntefering hatte Mitte April die so genannte Kapitalismus-Debatte ausgelöst, als er internationale Finanzinvestoren, die Firmen übernehmen, um sie zu zerlegen und wieder abzustoßen, mit "Heuschrecken" verglich.


Der Geschichtsprofessor Wolffsohn hatte bereits Anfang Mai vergangenen Jahres mit umstrittenen Äußerungen zum Thema Folter erheblichen Wirbel verursacht.


Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) hatte Wolffsohns Äußerungen als inakzeptabel bezeichnet, aber keine rechtliche Möglichkeit gesehen, den Professor abzulösen.


(sueddeutsche.de/dpa/AFP/AP)



MfG
kiiwii

.  

03.05.05 22:51

2692 Postings, 5935 Tage nichtssag mal kiwii,

bist du zeitungs-chef-redakteur beim "bayern-kurier"??
 

03.05.05 22:55

4428 Postings, 6701 Tage Major TomWusste ich doch: Da geht aber noch etwas.

Von Karlchen_I: "Wolffenssohn? Ist das nicht dieser Folterfritze auf ganz Rechtsaußen?" über Schepper: "der größte Hetzer" der "vor den TV-Kameras gegeifert hat" zu Karlchen_I: "das ist ein Geier, der meint, auf dem Ticket seiner von den Nazis verfolgten Religion reisen zu können" und einer "Figur, die sich auf Kosten des Judentums und dessen Verfolgung fett nähren und wichtig tuen wollen" zu...

Da geht aber noch etwas! :-P

Ciao!

PS Und wieder einmal, Respekt Karlchen_I, Respekt! :-P  

03.05.05 22:56

21799 Postings, 7830 Tage Karlchen_I@kiiwii - Deine Wiederholungen haben nur eins:

Lächerlichkeitswert - aber da kannste nur zulegen, obwohl Du da schon vor dem nonplusultra stehst. Aber die Hürde schaffste allemal. Lauf weiter - wir werden dich verfolgen, wenn auch immer mehr grinsend.

Kennste eigentlich das HB-Männchen?  

03.05.05 23:22

129861 Postings, 6382 Tage kiiwiiMüntefering ist als SPD-Chef nicht mehr tragbar

Wie kommen seine Worte in Israel an ?

Der Chef der großen deutschen Arbeiter- und zugleich der größten Regierungspartei weiß seine Worte nicht zu wählen und greift zu derartigen Vergleichen ??


"Der Schoß ist fruchtbar noch..."



MfG
kiiwii

.  

03.05.05 23:27

95441 Postings, 7427 Tage Happy EndHat die CSU einen neuen Generalsekretär?

Wusste gar nicht, dass kiiwii Herrn Söder abgelöst hat!?  

03.05.05 23:34

59073 Postings, 7467 Tage zombi17Kiwii

Ariva ist ein Börsenboard und sicherlich nicht durchschnittlich repräsentativ. Wie erklärst du dir, dass 70 bis 80% der Bevölkerung die Heuschreckendebatte begrüssten?
Nachdem es sich ein wenig gesetzt hat und die Medien und Eliten den Münte zerreissen ist die Prozentzahl sicherlich abgesackt und die SPD wahrscheinlich nicht mehr zu retten. ich halte es trotzdem für richtig, dass mal jemand auf die Zustände hingewiesen hat. Ein Volk lernt nur durch Schmerzen, wenn dem Volk jetzt schon alles weh tut, wird es sich wundern was für Schmerzen noch kommen.  

04.05.05 00:21

10041 Postings, 6899 Tage BeMiÄääh

Viel Wind um nix.
Auch bei Ariva gibt es schwarze Schafe,
so wie es schwarze Schafe bei den Unternehmern und
z.B. Gewerkschaften gibt.
Münte, tu endlich was, so wie Du als Verkehrsminister
die "Tank und Rast" verscherbelt hast.

Ciao
BeMi  

04.05.05 00:33

59073 Postings, 7467 Tage zombi17@Bemi

Hier gibt es keine schwarzen Schafe!!Sorry, ich muss da selber drüber schmunzeln"fg"  

04.05.05 00:43

10041 Postings, 6899 Tage BeMizombi17

Haste die hier noch nicht gefunden?
 

04.05.05 23:52

10041 Postings, 6899 Tage BeMizombi17

Endlich fündig geworden?

Ciao
Bernd Mi  

05.05.05 00:12

59073 Postings, 7467 Tage zombi17@Bemi, tut mir echt leid

Du gehörst zu den Typen die ich fast gar nicht wahrnehme. Aber ich kann dir versichern das das 999te Schaf Harry heist und mit aller Wahrscheinlichkeit schwarz ist.  

05.05.05 00:36
1

20752 Postings, 7115 Tage lehna"Herr Ackermann,nehmen sie den Müntefehring...

nicht so ernst"...
Münte und Wollfsohn erreichen das Niveau einer drittklassigen Pöpel-Talkshow.
Und Gerd lässt zu dass die Massenarbeitslosigkeit solchen Talkshow-Schwätzern überlassen wird...
 

06.05.05 10:55

10156 Postings, 6703 Tage big lebowskyEin schlimmer Demagoge ist der

alte Mann sicherlich. Seine Sprache und seine Vergleiche wären vor einigen Jahrzehnten sicher auf reifen und fruchtbaren (oder besser: furchtbaren)Boden gefallen.

Nun rudert er zurück. Alles Mist, was er sagte. Zumindest ist nicht viel übrig. Vorstandsgehälter offen legen(zum tausendsten Mal), Kleinunternehmen fördern(bitte sehr, nichts dagegen), die "ehrlichen" Unternehmen schützen (schmunzel--ist die SPD ein "ehrliches Unternehmen"??) etc...

Die SPD Vogt will Unternhmen ächten, die im Ausland produzieren oder Arbeitnehmer entalssen. Das erinnert auch ein wenig(sorry)..an: "Deutsche kauft nicht bei Juden".Sicher, sehr hart, aber die SPD verrennt sich.Schade eigentlich für die Partei.  

06.05.05 11:03

129861 Postings, 6382 Tage kiiwiiBeteiligungsfirmen fürchten Eskalation

Beteiligungsfirmen fürchten Eskalation


Von D.Fockenbrock, P.Köhler, R.Landgraf, Handelsblatt

Der Schaden, den SPD-Parteichef Franz Müntefering mit seinem Vergleich von Finanzinvestoren mit Heuschrecken, die über Unternehmen herfallen, sie abgrasen und dann weiterziehen, angerichtet hat, ist groß.


Manager von Private-Equity-Firmen in Deutschland fürchten schon ?um Leib und Leben ihrer Familien? weil die ?Debatte außer Kontrolle geraten ist?. Das sagte der Deutschlandrepräsentant eines großen ausländischen Finanzinvestors dem Handelsblatt.

                
§
HB DÜSSELDORF/FRANKFURT/M. In Paris wurde ein deutscher Beteiligungsmanager nach eigenen Aussagen auf einer Veranstaltung mit internationalen Finanzinvestoren auf die Äußerungen Münteferings angesprochen und gefragt, ?ob wir bald mit einem gelben Judenstern in Deutschland herumlaufen müssen?.


Das Ansehen des Investitionsstandorts habe Schaden genommen, erklärt ein anderer Beteiligungsmanager, der in den vergangenen Jahren mehrere Milliarden Euro in Deutschland investiert hat.


John Jetter, Deutschland-Chef der US-Investmentbank JP Morgan Chase, unterstreicht die Bedeutung der Private-Equity-Häuser. ?Die Finanzinvestoren haben in den letzten Jahren einen maßgeblichen Beitrag zur Restrukturierung der heimischen Industrie geleistet.? Viele Unternehmen, die an Wettbewerbsfähigkeit verloren hätten, seien auf Vordermann gebracht worden. Gerresheimer Glas sei dafür ein Beispiel.


Wie bei Gerresheimer handele es sich bei 75 Prozent aller Käufe durch Finanzinvestoren um Abspaltungen, erklärt Freddy Strottmann, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Deloitte & Touche. Von Rosinenpickerei, so einer der öffentlichen Vorwürfe, könne also keine Rede sein. Ehemalige Konzerntöchter profitierten davon, dass sie nicht mehr von ihren Muttergesellschaften stiefmütterlich behandelt würden und nun frei entscheiden könnten.


Nach Ansicht des Hamburger Wirtschaftsprofessors Michael Adams verteidigt Müntefering mit seiner Kritik ausgerechnet die ?ineffizienten Strukturen? deutscher Unternehmen. So könnte nach jüngsten US-Untersuchungen der Börsenwert heimischer Konzerne um ein Drittel höher sein, gäbe es keine paritätische Mitbestimmung. Der Einfluss der Arbeitnehmer auf die Unternehmensführung blockiere oft die notwendige Anpassung an den Weltmarkt.


Laut Bankchef Jetter ist es ungeschickt, ausgerechnet ausländische Investoren zu verprellen. Denn gerade die seien zurzeit positiver für den Standort Deutschland gestimmt als inländische Unternehmen und investierten deshalb auch mehr.


Zu den großen Namen unter den ausländischen Adressen zählen
Kohlberg, Kravis & Roberts (KKR),
Apax,
Carlyle,
BC Partners,
Advent,
CVC,
Permira,
Saban Capital,
Investcorp und
Blackstone,

die auch die SPD in ihrem Argumentationspapier über ?Marktradikalismus statt sozialer Marktwirtschaft? der Beteiligungsgesellschaften auflistet. Als einziges deutsches Haus von Rang gilt in der Branche Allianz Capital Partners, eine Tochter des Münchener Finanzdienstleisters Allianz.


Die Mitglieder des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) haben zurzeit insgesamt über 20 Mrd. Euro in mehr als 5 500 kleine und mittelständische Unternehmen investiert. 2004 beschäftigten diese 638 000 Mitarbeiter bei einem Gesamtumsatz von 114,4 Mrd. Euro; das entspricht 5,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), also rund ein Zwanzigstel aller im Inland erzeugten Güter und Dienstleistungen. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland allerdings noch hinterher: Während etwa im Vorzeigeland Großbritannien der Anteil der Finanzinvestoren am BIP bei 0,85 Prozent liegt, hat der Verband für Deutschland 0,17 Prozent errechnet.


Angesichts der jüngsten Kritik besteht nach Ansicht von Bankern die Gefahr, dass der Aufholprozess der vergangenen Jahre erlahmt. Die Branche war als eine der wenigen in Deutschland zuletzt deutlich gewachsen; und die Finanzinvestoren waren vor der politischen Attacke Münteferings optimistisch, wie das German Private Equity Barometer zeigt.


Doch Georg Strathenwerth, Partner beim angelsächsischen Finanzinvestor Advent, sagt: ?Bei bereits investierten Mitteln wird sich nichts ändern. Aber für das Geld, das noch seine Wege sucht, ist die Diskussion sicher nicht hilfreich.? Sein Kollege Kulenkampff von Terra Firma befürchtet Folgen, ?wenn die Diskussion weiter ausufert und gesetzgeberische Konsequenzen verlangt werden, die die Investitionsmöglichkeiten der Private-Equity-Fonds erschweren?.


Private-Equity-Fonds investieren meist innerhalb einer größeren Region, also zum Beispiel in ganz Europa.

Die Folge: Investments können zwischen einzelnen Ländern verschoben werden.

Nach einer Auswertung der britischen Beteiligungsgesellschaft Candover entfielen im ersten Quartal 2005 von den 20 größten Transaktionen in Europa vier auf Frankreich und sechs auf Großbritannien. Deutschland kam nur mit der Übernahme von Tank & Rast durch Terra Firma in die ?Top 20?. ?In einigen Jahren werden die osteuropäischen Rechtssysteme so weit sein, dass sie mit Westeuropa um Beteiligungskapital konkurrieren können. Deutschland wird dann einen schweren Stand haben?, meint ein britischer Geldgeber.


Die Beteiligung mit Private Equity, also außerbörslichem Eigenkapital, kam in Deutschland erst Ende der 90er-Jahre richtig in Schwung. Die Beteiligungsmanager nutzen vor allem Umbruchsituationen in der Wirtschaft. Davon bietet Deutschland gleich mehrere: die Wiedervereinigung, die EU-Erweiterungen, die sozialen Reformen sowie die Konzentration der Konzerne auf ihre Kerngeschäftsfelder.

?Große Veränderungsprozesse rufen immer Private-Equity-Investoren auf den Plan. Zur Gestaltung des Wandels braucht man Geld. In diesem Sinne spielen Finanzinvestoren eine wichtige volkswirtschaftliche Rolle?, sagt Hans Pütter, Chef des Branchenverbandes BVK und Vorsitzender der Geschäftsführung von Allianz Capital Partners. Und Wilken von Hodenberg, Vorstandssprecher der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG), ergänzt: ?Das Eigenkapital, das die Unternehmen in der Vergangenheit auch dank einer entsprechend ungünstigen Steuerpolitik nicht bilden konnten, stellen nun Finanzinvestoren bereit.?


Auch als Job-Maschine haben sich die Finanzinvestoren bewährt, dies aber zu wenig herausgestellt und sich zu sehr auf ihre Renditen konzentriert. Laut einer Studie haben Private-Equity-finanzierte Unternehmen zwischen 1998 und 2003 ihre Mitarbeiterzahl um 4,4 Prozent gesteigert. Dagegen hätten vergleichbare Unternehmen, so von Hodenberg, nur um 2,1 Prozent mehr Stellen geschaffen.


HANDELSBLATT, Freitag, 06. Mai 2005, 10:30 Uhr




MfG
kiiwii

.  

06.05.05 11:19

67112 Postings, 7864 Tage KickyWolffsohn Im Visier des Verteigungsministeriums

Wolffsohn ist wegen seiner Kritik im Verteidigungsministerium offenkundig erneut ins Visier geraten. Minister Peter Struck (SPD) hatte bereits im vergangenen Jahr Maßnahmen gegen Wolffsohn angekündigt, nachdem sich dieser in einem Fernsehinterview mißverständlich zur Legitimität von Folter zur Abwehr einer Terrorgefahr geäußert hatte. Wolffsohn sagte der Morgenpost, ein Sprecher des Ministeriums habe ihn wegen seines Artikels angerufen und ihm gesagt, mit ihm gebe es "immer wieder Schwierigkeiten". Wolffsohn sagte, er wolle nun Struck fragen, welchem Zweck dieser Anruf dienen sollte. Er könne sich "nicht vorstellen, daß die Freiheit der Wissenschaft und Meinung für Professoren der Bundeswehruniversitäten eingeschränkt werden soll". Im übrigen wäre es "befremdlich, wenn im Verteidigungsministerium das Gleichsetzen von Menschen mit Tieren nicht ebenfalls auf Ablehnung stößt", fügte Wolffsohn hinzu.

 

06.05.05 14:16

8034 Postings, 6631 Tage Rigomax#29: Kommt da die Disziplinarkeule?

Wolffsohn hat NICHT gesagt, daß Münte ein Nazi wäre. Er hat lediglich gesagt, daß Münte mit seinem Heuschrecken-Vergleich ein menschenverachtendes Sprachbild verwendet hat, das anderen, von Nazis verwendeten und menschenverachtenden Vergleichen stark ähnelt.

Und daß Wolffsohn damit recht hat, kann man nun wirklich nicht bestreiten.

Man muß diese Unaufrichtigkeit von Müntefehring und seiner SPD einmal deutlich machen: Erst beleidigt Münte Investoren als Heuschrecken. Dann wird er darauf hingewiesen, daß dies ein menschenverachtender Vergleich ist, der Ähnlichkeiten zu von Nazis verwendeten Vergleichen aufweist. Und nun behauptet die SPD, nicht etwa die Investoren, nein, Müntefehring selbst sei beleidigt worden. Und natürlich findet die SPD die üblichen Nachbeter.

Die SPD sollte ihrem Chef Müntefehring lieber mal deutlich machen, wo die Grenzen seiner Rhetorik liegen sollten.  

06.05.05 14:24

69031 Postings, 6395 Tage BarCodeEigenschaften, die wir Tieren zuordnen

und auf Menschen anwenden (üblicher Sprachgebrauch).

AalGerissenheit ()"Glitschig wie ein Aal sein",
"Der Typ ist aalglatt".
AffeFlinkheit"Mit affenartiger Geschwindigkeit".
AmeiseEmsigkeit, Fleiß"Fleißig wie die Ameisen".
AusterVerschlossenheit"".
Bär Stärke,
Tolpatschigkeit
"Stark wie ein Bär",
"Einen
'Bärendienst' erweisen
".
Biene Fleiß (emsig = beharrlich, fleißig)"Emsig wie die Bienen".

* Wie sooft bei Übertragungen stimmt's auch hier nicht.

Bienen (Ameisen und weitere Tiere) sind gar nicht so fleißig, wie uns von Kindesbeinen an immer wieder erklärt wurde. Tatsächlich würden wir sie nach menschlichen Maßstäben eher als faul bezeichnen.

Wir haben (vor allem bei Ameisenhügeln und Bienenstöcken) nur den Eindruck, daß jedes Mitglied des "Staates" ungeheuer beschäfigt ist, weil wir viele der Tiere gleichzeitig betrachten. Markiert man aber eine einzelne Biene oder Ameise und verfolgt dann deren Aktivitäten über einen Tag, wird deutlich, was sie tatsächlich leistet.

Die Tiere verbringen nämlich den größten Teil des Tages in Ruheposition. Tiere gehen eben erheblich ökonomischer mit ihren Kräften um, als wir Menschen.
 Literatur zum Thema: 

"Schön scheußlich / Neue Ansichten von der Natur:
von brutalen Delfinen, zärtlichen Schaben und hinterhältigen Orchideen"
,
(Natalie Angier), (TB) Goldmann, Nr. 15094,
Jahr: 1995, ISBN: 3-442-15094-9
BulldoggeZähigkeit, Hartnäckigkeit
Chamäleon???
DachsFrechheit"Ein Frechdachs sein".
EichhörnchenFlinkheit"Flink wie ein Eichhörnchen".
Elefantgroße Merkfähigkeit,
Unbeholfenheit
"Ein Gedächtnis haben wie ein Elefant",
"Benehmen wie ein Elefant im Porzelanladen".
ElsterHang zum Diebstahl"Diebisch wie eine Elster".
EselDummheit,
Sturheit
"Eselei",
"Stur wie ein Esel".
EuleKlugheit, Weisheit
FaultierTrägheit"Träge wie ein Faultier".
FischStummheit"Stumm wie ein Fisch".
FledermausBlindheit
FliegeSchwäche
FroschAngeberei,
Ängstlichkeit
"Sich aufblasen wie ein Frosch",
"Sei doch kein Frosch!".
FuchsGerissenheit, List, Schlauheit"Schlau sein wie ein Fuchs".
GansEingebildetheit"Sie ist eine eingebildete Gans".
GeierGier
Gockel (Hahn)Stolz, Überheblichkeit"Wie ein Gockel stolzieren".
HabichtRaubgier
HaseFurchtsamkeit,
Schnelligkeit
"Angsthase", "Ängstlich wie ein Hase".
Hecht???"Ein toller Hecht".
Hennegluckenhafte Mütterlichkeit
HeuschreckeGefräßigkeit"Gefräßig wie die Heuschrecken".
Hummel."Hummeln im Hintern haben".
Hundunbedingte Treue
IltisStinken"Stinken wie ein Iltis".
KamelDummheit, Trägheit
Kaninchen (Karnickel)große Fruchtbarkeit
KatzeGeschmeidigkeit"Geschmeidig wie eine Katze".
KiebitzNeugierde??? "Kiebitzen".

Der Begriff: 'Kiebitzen' ist wohl an den Vogelnamen angelehnt, ist aber nicht davon abgeleitet. 'Kiebitzen' meint das Beobachten durch Außenstehende (z.B. beim Kartenspielen).
KlapperschlangeBissigkeit"Bissig wie eine Klapperschlange".
KrokodilFalschheit"Krokodilstränen"
KuhDummheit"Dumm wie eine Kuh".
LammHilflosigkeit, Unschuld"Unschuldslamm", "lammfromm".
LöweErhabenheit, Mut, Stärke, Würde
LuchsWachsamkeit, Schläue"Aufpassen wie ein Luchs".
MarderDiebstahl"Automarder".
MausÄngstlichkeit, Flinkheit"Ängstlich wie eine Maus".
OchseSturheit "Stur wie ein Ochse".
PfauHochmut, Eitelkeit "Eitel wie ein Pfau".
PferdArbeitsamkeit "Er schuftet wie ein Pferd".
RabeHang zum Diebstahl,
Unglück
"Stehlen wie ein Rabe".
RatteFeigheit, Hinterlist, Schläue"Die Ratten verlassen das sinkende Schiff".
RehScheuheit"Scheu sein wie ein Reh".
SchafEinfalt"Einfältig wie ein Schaf".
SchlangeFalschheit, Hinterlistigkeit (aber auch: Klugheit)"Sie ist eine falsche Schlange".
SchmetterlingFlatterhaftigkeit
SchwanAnmut, Schönheit, Stolz"Sie war anmutig wie ein Schwan".
SchweinUnreinheit, Verfressenheit "Sich benehmen wie ein Schwein", "Wie die Sau vom Trog rennen".
SpatzFrechheit"Frech sein wie ein Spatz".
StierKraft, Potenz"Stark wie ein Stier".
TaubeFriedfertigkeit, Harmlosigkeit "Friedlich wie eine Taube".
TigerKraft, Wildheit "Stark wie ein Tiger".
VielfraßFreßlust, Gier"Gierig wie ein Vielfraß".

Der Vielfraß (der zu den bärenähnlichen Mardern gehört) ist tatsächlich ein gefräßiges Tier. Er reißt sogar Kälber von: Rentieren und Elchen.

Der Name ist übrigens von 'Fjellfräss' (Felsenkatze) abgeleitet und wurde zu Vielfraß verballhornt.
WiedehopfGestank"Stinken wie ein Wiedehopf".

*Da ist schon etwas d'ran:

Die Jungvögel verbreiten nämlich einen scheußlichen Eigengeruch (gebildet durch spezielle Drüsen), der Freßfeinde vertreiben soll.
WurmKriecherei, Unterwürfigkeit
Ziege."Zickig sein".

 

http://www.wispor.de/w-eig-ti.htm

Vorsicht! Womöglich schadet auch künstliche Aufregung dem Herzen!

Gruß BarCode

PS: Ich teile im übrigen Müntes Kritik keineswegs...

 

06.05.05 14:25

21799 Postings, 7830 Tage Karlchen_IIst ja nun mehr als überfällig.

Wenn jemand ein internes Gespräch mit der vorgesetzten Behörde nach außen trägt, wirds schon problematisch. Wenn dann aber noch öffentlich gefragt wird, was denn das Gespräch sollte, wirds problematisch. Dann behauptet er auch noch, dass irgendjemand Menschen mit Tiere gleichgesetzt hätte - was Blödsinn ist. Und sich dann auch noch auf die Freiheit von Lehre und Forschung zu berufen, ist der Höhepunkt der Lächerlächkeit. Der Gute ist Historiker - aber nicht Linguist oder Sozailpsychologe.

Schätze mal, dass der in jedem Unternehmen nach seinen Übungen gefeuert worden wäre. Aber das Gute meint offenbar, dass er als Beamter Narrenfreiheit genießt.  

06.05.05 14:27

26159 Postings, 6272 Tage AbsoluterNeuling#31: Darf man das jetzt alles nicht mehr sagen?

Bin ich schon dann ein Nazi, wenn ich z. B. sage, IDTE2 ist anmutig wie ein Schaf?

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06.05.05 14:41

7336 Postings, 6697 Tage 54reabdie art un weise

wie münte seine kapitalismuskritik formuliert hat: erbärmlich!

wie dann eine hochgestellte dame aus der spd zwecks verstärkung zum kaufboykott aufgerufen hat: erbärmlich!

die nachgeschobenen listen über die heuschrecken: passten nicht zur ursprünglichen kritik; lächerlich und erbärmlich.

die konkretiesierung der einzuleitenden aktionen (4 punkte programm v. münte: satire? auf jeden fall lächerlich.

das aktuelle zurückschießen der spd auf eine breite und gerechtfertigte kritik an ihrem schlimmen populistischen ausrutscher: lächerlich und erbärmlich.

man soll die sprache des braunen gesocks nicht gebrauchen, dann braucht man sich auch nicht zu verteidigen.


 
 

06.05.05 14:49

3489 Postings, 5926 Tage johannahwenn ich zu meiner Nachbarin

sage, daß sie eine blöde Kuh ist passiert erst mal nichts. Es sei denn, sie zeigt mich an. Sage ich das Gleiche zu einer Polizistin, dann wirds gefährlich.

Münteferings Heuschreckenplage oder die Unterstellung Friedmanns, 25% der deutschen sind latend antisemitisch gesinnt, bleibt für beide folgenlos. Hätten wir das Antidiskriminierungsgesetz schon, hätte ich Herrn Friedmann angezeigt wegen übler Verläumdung (ich hoffe aber, daß dieses Gesetz nie kommt).

Personen, die im öffenntlichen Rampenlicht stehen, sollten erst Denken und dann Reden. Nicht umgekehrt.

MfG / JOhannah  

06.05.05 14:53

8034 Postings, 6631 Tage RigomaxBarCode (#31): Ganz hübsch, aber was soll das?

Niemand bestreitet, daß Vergleiche von Mensch und Tier zulässig, sinnvoll und manchmal auch erheiternd sein _können_. Aber hier geht es um etwas völlig anderes.

Müntefehring hat Investoren mit Heuschrecken verglichen. Die alles verschlingenden Heuschrecken gehören zu den biblischen Plagen. Man versucht in vielen Ländern, sie auszurotten. Alles das hat Müntefehring sicher gewußt, als er seinen Vergleich brachte. Er hat es trotzdem getan.

Die Nazis haben die Juden mit Ratten verglichen. Die gefräßigen und Krankheiten verbreitenden Ratten sind als Plage der Menschheit seit Jahrhunderten bekannt. Man versucht in vielen Ländern, sie auszurotten. Alles das haben die Nazis gewußt, als sie diesen Vergleich brachten. Sie haben es trotzdem getan.

Ich mag diese Art von polemischer Rhetorik nicht. Bei verantwortlichen Politikern schon gar nicht.

Und wenn ein Parteichef diese Art von Rhetorik benutzt, dann sollte sich seine Partei einen neuen Chef suchen.  

07.05.05 02:49

129861 Postings, 6382 Tage kiiwiiKoch: Kapitalismuskritik ist antiamerikanisch

Koch: Kapitalismuskritik ist antiamerikanisch


In der seit Wochen laufenden Kapitalismus-Debatte hat sich nun auch der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zu Wort gemeldet. Seiner Meinung nach trägt die Diskussion antiamerikanische Züge. Äußerungen aus der SPD- Bundestagsfraktion richteten sich gegen US-Unternehmen, das Titelblatt einer IG-Metall-Publikation zeige in diesem Zusammenhang sogar die amerikanische Flagge, sagte Koch nach der Rückkehr von einer USA-Reise der dpa.


Warnung an Schröder


Koch warnte die Bundesregierung davor, dieser Debatte Taten folgen zu lassen. Beim leisesten Anzeichen würden US-Firmen Deutschland von der Liste der Investitionsstandorte streichen: "Wir sind darauf angewiesen, dass wir ein wettbewerbsfähiger Partner sind. Wenn die Amerikaner sich hier nicht willkommen oder gar gesetzlich bestraft fühlen, investieren sie halt woanders."


Die Amerikaner sind nach Darstellung Kochs über die Debatte irritiert: "Sie sagen: Wir sind wieder Teil eines Feindbildes, es ist wieder vor einem Wahlkampf. Werden wir hier ständig zum Punchingball, wenn Herrn Schröder nichts mehr anderes einfällt?"


(N24.de, Netzeitung)




MfG
kiiwii

.  

07.05.05 09:23

26159 Postings, 6272 Tage AbsoluterNeulingbs, wie DIE Amerikaner sagen

Roland allein im Office/am Faxgerät für Pressemitteilungen.

Nicht vergessen: der war mal für den BuKa-Posten im Gespräch.

 

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