Dt. Biotechs auf Platz 8 in Europa

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Deutsche Biotechs auf Platz 8 in Europa bei Produkten in klinischer Forschung  
 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Jahr 2000 war für die europäische Biotechnologie-Industrie das bisher erfolgreichste. Dabei sei aus deutscher Sicht besonders erfreulich gewesen, dass Unternehmen hier nicht nur die Spitzenposition bei der Anzahl von Biotech-Unternehmen hielten, sondern auch qualitativ aufholten, betonte die Unternehmensberatung Ernst & Young in ihrem Europäischen Biotechnologie-Report der am Donnerstag in Frankfurt vorgestellt wurde. Dennoch stünden die deutschen börsennotierten Unternehmen, wenn die Frage auf die Anzahl der Produkte in der klinischen Forschung komme, deutlich abgeschlagen auf Platz acht in Europa. DEUTSCHE BÖRSENNOTIERTE BIOTECH-UNTERNEHMEN HINKEN BEI PRODUKTEN HINTERHER Während britische börsennotierte Biotech-Unternehmen im vergangenen Jahr 128 Produkte in den einzelnen Testphasen hatten (Präklinik und Phasen I bis III), kam die deutsche Konkurrenz auf gerade mal 6 Produkte. Derzeit seien in Europa 27 Produkte der Phase III vor der möglichen Markteinführung. Dabei sei der Gesamtumsatz deutscher Biotechnologie-Unternehmen im Jahr 2000 um 52 Prozent auf 786 Mio. Euro angestiegen. Auch seien in Deutschland insgesamt 332 Unternehmen ansässig, deren Hauptzweck die Kommerzialisierung der modernen Biotechnologie sei, unterstrich Julia Schüler, Fachanalystin für Biotechnologie bei der Stuttgarter Unternehmensberatung. In Forschung und Entwicklung wurden 2000 insgesamt 719 Mio. Euro investiert - mehr als doppelt so viel wie im Jahr davor. Der globale Trend zur stärkeren Zusammenarbeit zwischen Biotechnologie-Unternehmen bestätige sich auch in Europa: Allianzen, Fusionen und Unternehmenskäufe nahmen gegenüber dem Jahr 1999 um 41 Prozent zu. Dagegen sei bei der Zusammenarbeit zwischen Pharma- und Biotech-Unternehmen eine leichte Abschwächung zu verzeichnen, unterstrich Alfred Müller, Vorstandsmitglied von Ernst & Young in Deutschland. Ein weiterer offensichtlicher Trend seien die zahlreichen Ausgliederungen von Firmenteilen, sogenannten Spin-offs von etablierten Pharma-Unternehmen. So habe die Berliner Schering AG ihre 1996 gegründete Biotech-Tochter metaGEN erfolgreich ausgegliedert, sagte Müller. BÖRSENKAPITALISIERUNG DER EUROPÄISCHEN GESELLSCHAFTEN ÄHNLICH WIE DIE VON AMGEN Obwohl die europäischen Biotechnologie-Unternehmen kräftig aufholten, lägen sie in der Marktposition immer noch deutlich hinter der amerikanischen Konkurrenz zurück, betont Müller. Die durchschnittliche Börsenkapitalisierung der notierten europäischen Gesellschaften erreiche etwas mehr als die Marktkapitalisierung des größten amerikanischen Biotech-Unternehmens Amgen . Der 1980 gegründete US-Riese bringt rund 60 Mrd. USD auf die Waage. Nach der Ernst & Young-Studie müssen sich besonders die Rahmenbedingen für die europäische Biotech-Industrie ändern. Neben einer einheitlichen Besteuerung müssten die Europäer auch regulatorische Prozesse der Produktzulassung vereinheitlichen./ep/sk  

26.04. - 18:09 Uhr
 

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