Die wohl schönste Aegiptens

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 08.05.05 18:38
eröffnet am: 03.05.05 21:00 von: quantas Anzahl Beiträge: 12
neuester Beitrag: 08.05.05 18:38 von: moya Leser gesamt: 1107
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

03.05.05 21:00

15403 Postings, 5875 Tage quantasDie wohl schönste Aegiptens

SAKKARA (Ägypten) ? Sie ist voller wunderbarer Verzierungen ? ein wahrer Augenschmaus. Dabei ist die Mumie schon 2300 Jahre alt.

Vor zwei Monaten hat ein Archäologenteam in der Totenstadt Sakkara südlich von Kairo einen hölzernen Sarg, einen sogenannten Sarkophag, ausgegraben. Darin lag eine Mumie mit einer goldenen Maske und verschiedenen Götterbildern auf ihrem «Körper».

«Wir haben vielleicht die schönste Mumie entdeckt, die jemals in Ägypten gefunden wurde», sagt der Chef der Antiquitätenbehörde ganz stolz. Nun soll mittels Computertomographie herausgefunden werden, um wenn es sich hier genau handelt. Welche Person vor 2300 Jahren starb und anschliessend mumifiziert wurde. Man vermutet, dass die Mumie aus der sechsten Dynastie des Königs Teti stammt, der Ägypten vor über 4300 Jahren regierte.
 

03.05.05 21:04

21799 Postings, 7829 Tage Karlchen_INee nee - bilanz.

Habe am Wochenende ne Ägypterin gesehen, die das alles in den Schatten stellt. Sach ich nur: WOW.  

03.05.05 21:59

4515 Postings, 7326 Tage RealerUnd TOT

isse trotzdem!!!

 

03.05.05 22:05

59073 Postings, 7466 Tage zombi17Die ist ein wenig jünger als ich,

ich kannte sie gut, mit der war nicht viel los!  

03.05.05 22:56

10635 Postings, 7639 Tage Ramses IIzombi,

ist wohl eher mein beuteschema.  

03.05.05 22:58

59073 Postings, 7466 Tage zombi17@Ramses

Eigentlich müsste ich jetzt googlen, aber wenn du so siegessicher vorträgst, spare ich mir das.
Aber mit der Tussy war nicht viel los, das kannste doch bestimmt bestätigen.  

03.05.05 23:02

10635 Postings, 7639 Tage Ramses IIkann ich bestätigen

aber sie hat das blasen erfunden. *ggg*

war doch etwas neu und ungewohnt damals.  

03.05.05 23:05

59073 Postings, 7466 Tage zombi17Was glaubste denn wer ihr

gesagt hat wie sie es machen muss! Ich muss wohl doch mal googlen.  

03.05.05 23:08

10635 Postings, 7639 Tage Ramses II1300 v. chr. und du? o. T.

03.05.05 23:13

59073 Postings, 7466 Tage zombi17Dann musst du einer

anderen Puppe begegnet sein"fg". Ich weiss nicht mehr genau, aber ein alter Kumpel von mir hat das Feuer erfunden:-)  

08.05.05 12:14

15403 Postings, 5875 Tage quantasMumien lehren wenig


Dietrich Wildung, 64, Direktor des Ägyptischen Museums Berlin, über den neuesten Mumienfund in der Totenstätte Sakkara südlich von Kairo

SPIEGEL: Ägyptische Ausgräber haben einen Sarkophag entdeckt, der in den Medien bereits als "schönster der Welt" gefeiert wurde. Wie groß ist die wissenschaftliche Bedeutung des Funds?

Wildung: Die Berichte zeigen wieder einmal, wie unendlich reich der Boden Ägyptens ist und dass praktisch jeder Tag dort für archäologische Überraschungen gut ist. Der Fund selbst ist aber nur "business as usual". Er fügt sich ein in eine sehr große Zahl von Mumienhüllen aus der Ptolemäerzeit und der frührömischen Kaiserzeit, die es massenhaft gibt, seit in Ägypten gegraben wird. Wir haben davon allein in Berlin 50 bis 60 Stück.

SPIEGEL: Nach heller Begeisterung des Museumsmannes klingt das nicht.

Wildung: Wir haben es aufgegeben, bei dem mittlerweile weltweit üblichen Spiel der Mumienuntersuchungen mit Computertomografie und ähnlichen Hightech-Methoden mitzumachen. Wir haben das bis vor 15 Jahren auch mit unseren Mumien praktiziert und dann festgestellt, dass sich die Befunde stark wiederholen. Bei Mumienuntersuchungen sind lediglich Informationen über Alter, Geschlecht und manchmal über die Krankheiten des Verstorbenen zu gewinnen. Das ist nichts, was unsere Kenntnisse über das alte Ägypten wirklich befördert. Wir müssen die Prioritäten anders setzen, um die einzigartige Rolle der altägyptischen Kultur für das Abendland herauszuarbeiten.

SPIEGEL: Neue Mumienfunde helfen Ihnen da nicht weiter?

Wildung: Absolut nicht. Sie lehren uns relativ wenig über diese Kultur, was wir nicht schon wissen. Der neue Fund hat die Standarddekoration von Mumien aus der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends vor Christus. Solche Darstellungen gibt es zu Hunderten, sie sind künstlerisch nur Manufakturware. Es hat Unmengen von Werkstätten gegeben, in denen solche Mumienhüllen in Serie hergestellt wurden. Der Bedarf war groß, sie galten auch nicht als besondere Wertgegenstände. Es ist erst in den letzten Jahrzehnten Mode geworden, jeden derartigen Fund als etwas Außergewöhnliches zu präsentieren.

Ägyptischer Sarkophag von Sakkara
SPIEGEL: Warum wirken die ägyptischen Toten auf die Öffentlichkeit trotzdem immer wieder faszinierend?

Wildung: Das Publikum assoziiert mit Ägypten Gräber, Mumien, Mystik, den Fluch der Pharaonen. Das hat tiefe Wurzeln, die zurückgehen bis in die Renaissance, wo Ägypten als das Land der Geheimnisse und Wunder galt. Dieses Image schleppt die Kultur noch heute mit sich herum. Ich arbeite lieber an einem mumienfreien Ägyptenbild.

 

 

08.05.05 18:38

1008418 Postings, 6308 Tage moyaTutanchamun-Ausstellung in Bonn

Tutanchamun-Ausstellung in Bonn



   
von Bülent Gündüz

Die Schätze des Pharaos Tutanchamuns gelten als kostbarstes Kulturgut Ägyptens. Eine Auswahl der schönsten Stücke ist noch bis Mai 2005 in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen.

"Tutanchamun? An diesen Namen sollten sie nicht mal im Traum denken!" Mit dieser harschen Antwort soll Zahi Hawas, Direktor der Ägyptischen Altertumsverwaltung, den Wunsch des Antikenmuseums Basel nach einer Ausstellung mit Relikten aus dem Grab des Tutanchamun abgewiesen haben. Nie wieder sollte der Pharao das Land am Nil verlassen, nachdem bei einer Ausstellung in Deutschland 1981 eine Holzstatue beschädigt wurde.

Vier Jahre später ist der Traum doch wahr geworden. Das Antikenmuseum Basel zeigte Grabfunde aus der Totenkammer des sagenumwobenen goldenen Pharaos. Jetzt gastiert die Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn. Aus den 33 gewünschten Objekte sind 50 geworden, sowie zahlreiche weitere aus den Gräbern von Amenophis II. und III., seiner Gemahlin Teje, deren Eltern Juja und Tuja, Amenophis IV. und weiterer Würdenträger des ägyptischen Hofes. Grund für den Sinneswandel der Ägypter ist - wie sollte es anders sein - das liebe Geld. Das Land braucht dringend finanzielle Unterstützung für den Bau von zwölf neuen Museen. Rund 350 Millionen Dollar soll alleine der Bau des "Grand Egyptian Museum" kosten, das die Schätze des hoffnungslos überladenen Museums in Kairo übernehmen soll.

Faszination Altes Ägypten

Kein Pharao hat dem Land bisher mehr Geld eingebracht als Tutanchamun. Er ist touristischer Anziehungspunkt in Ägypten und auch in Bonn wird mit mehr als 700.000 Besuchern gerechnet. Schon vor Ausstellungsbeginn waren tausende Karten verkauft und die ersten Führungen ausgebucht. Was fasziniert die Menschen so an dem Pharao? Eine wahre Ägyptomanie hatte schon 1922 die Nachricht ausgelöst, dass Howard Carter das unversehrte Grab des Tutanchamun gefunden hatte. Bis heute hält die Faszination Archäologen, Touristen und Künstler gefangen. Ist es die Kultur der alten Ägypter, die bis heute Rätsel aufgibt und eine der ersten wirklichen Hochkulturen war oder der immense Schatz der Gräber, der heute noch wie vor 3000 Jahren erstrahlt und die ganze Kunst des alten Reiches offenbart? Oder fasziniert einfach der Wunsch, das Diesseits zu überdauern und auf eine lange Reise zu einem besseren Ort aufzubrechen?

 

Revolution und Gegenrevolution

 

Mit neuen Erkenntnissen lässt die Bundeskunsthalle den Verbannten nun zu seinem Recht kommen und die Epoche des "Neuen Reiches" auferstehen. Geprägt war diese Zeit von Umbrüchen: die Wiedervereinigung des zuvor von Invasoren geteilten Reiches durch Ahmose, die gesellschaftlichen Umbrüche unter Hatschepsut und Amenophis III. und die Revolution des Amenophis IV. Begleitet wurden diese Neuerungen und Umbrüche durch einen Aufschwung der Wissenschaften und der Künste, die sich an den Grabbeigaben sehr gut nachvollziehen lässt. Als Höhepunkt der Ausstellung gilt neben dem wunderschönen Eingeweidesarg, in dem die inneren Organe des Pharaos bestattet wurden, der Gold überzogene Statuenschrein. Reliefs erzählen Episoden aus dem Leben des jung verstorbenen Königs und seiner Frau Anchesenamun. Das bedeutendste Fundstück, die Totenmaske des Tutanchamun ist in Bonn allerdings nicht zu sehen. Sie gilt in Ägypten als Nationalheiligtum und darf das Land nicht verlassen.

Sensationelle Ausstellung

Dem Besucher der Ausstellung jagt es Schauer über den Rücken angesichts der perfekt inszenierten kunsthandwerklichen Schätze. Ist der Ausstellungskatalog ganz auf die Vermittlung von Wissen ausgelegt, bietet die Ausstellungskonzeption puren ästethischen Genuss. Während man in Kairo am lieblos ausgestellten Überfluss vorbei schlendert, eröffnet die Ausstellung eine Chance der Neubetrachtung und ermöglicht es, sich auf jedes einzelne Objekt zu konzentrieren. Fast ehrfurchtsvoll nähert man sich der Krone des Pharaos, einem goldenen Reif mit Edelsteineinlagen aus dem ein Geierkopf ragt und sich eine Kobra schlängelt. Spannend sind auch die gegenständlichen Grabbeigaben wie Salbgefäße, Möbel, Schmuckkästchen und Pektorale. Begleitet werden die Exponate von Fotos und Infotexten, die die Grabungssituation schildern und Inschriften und Objekte erläutern. Zwei aufwendige Multimediainstallationen veranschaulichen Fundorte und Grabarchitektur des alten Ägypten.

Gruß Moya

 

   Antwort einfügen - nach oben

  1 Nutzer wurde vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: yurx