Die teuerste Rechnung aller Zeiten

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neuester Beitrag: 15.02.09 14:29
eröffnet am: 15.02.09 11:41 von: quantas Anzahl Beiträge: 15
neuester Beitrag: 15.02.09 14:29 von: Willi1 Leser gesamt: 594
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bewertet mit 17 Sternen

15.02.09 11:41
17

15394 Postings, 5855 Tage quantasDie teuerste Rechnung aller Zeiten

11'000'000'000'000 Franken

Erstmals zeigt eine Übersicht der «NZZ am Sonntag» das Ausmass der weltweit angelaufenen Staatshilfe. Die Staaten stützen ihre taumelnden Banken und Konzerne

mit insgesamt 11'324 Milliarden Franken.

Würde die Rechnung unter der Weltbevölkerung aufgeteilt, müsste sich jeder Bewohner mit 1665 Franken daran beteiligen. Bisher haben weltweit 37 Staaten, die EU sowie der Internationale Währungsfonds Rettungsmassnahmen für Banken und andere Firmen in der Höhe von 11’324 Milliarden Franken beschlossen. Dies ergibt eine Aufstellung der «NZZ am Sonntag», die mit Hilfe von Research-Abteilungen internationaler Grossbanken entstanden ist.

Die Summe ist hundertmal so gross wie die jährliche Entwicklungshilfe derselben Industriestaaten, die nun ihre taumelnde Wirtschaft zu retten versuchen.

Die  Statistik dazu hier:
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/...n/story/13908779

 

 

 

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"Wir leben Zürich und Bangkok"

15.02.09 11:45
3

58056 Postings, 4927 Tage jocyxman sollte auch immer wieder betonen , dass das

alles auf Pump finanziert ist.  

15.02.09 11:49
5

5772 Postings, 5154 Tage MoutonDa sieht man mal, dass der schweizer Franken

auch nichts mehr wert ist.  

15.02.09 11:54

4048 Postings, 6235 Tage HeimatloserMan sollte vor allem betonen, dass solche

Maßnahmen bei Bankenkrisen normal sind. Allein Japan hat bei seiner Krise ca. 15-20% des BIP an fiskalischen Kosten gehabt, um das Bankensystem wieder in die Gänge zu bekommen.
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... das Leben is´n Scheiß-Spiel. Aber die Grafik ist geil!

15.02.09 11:56
3

129861 Postings, 6361 Tage kiiwiiDie ganze Auf-Summierei ist irreführend,ebenso wie

die Aussage falsch ist, alles sei auf Pump finanziert.

Man muss naämlich differenzieren zwischen echten Cash-Einschüssen (die geflossen und damit tatsächlich finanziert sind...)  und Bürgschaften bzw. Garantien, die lediglich dazu gegeben wurden, den Refi-Kreislauf aufrecht zuerhalten.


Wenn sich einer mal die Mühe machen würde, das tägliche weltweite Refi-Volumen darzustellen, würde schnell klar werden, daß es sich bei den in # 1 genannten Zahlen nur um Peanuts handelt.


Aber das muß selbst seriöse Journalisten ja nicht interessieren...
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"Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B. Russell)

MfG
kiiwii

15.02.09 12:09
1

58056 Postings, 4927 Tage jocyxmit der bloßen Summierung hast du natürlich

recht, das ist nicht korrekt. Aber wo kommt denn das Geld her ?
Im TV laufen gerade überall die Werbungen für Bundesschuldscheine und Anleihen an. Was sind denn das ?  

15.02.09 12:12

2102 Postings, 5194 Tage friewoWeitere Kapitalvernichtung für

diejenigen, die diese Scheine und Anleihen kaufen!  

15.02.09 12:28
3

129861 Postings, 6361 Tage kiiwiiWo das Geld herkommt ? Ganz einfach,

es wird an den Geld- und Kapitalmärkten aufgenommen, also geliehen, wo sonst, bitte ?

Die Refinanzierung der Banken findet täglich, stündlich, minütlich statt...
d.h. die Banken leihen sich üblichwerweise ständig Geld. (Nur 5-8 % der Bilanzsumme sind nicht "geliehen", weil Eigenkapital...)

Wie (besser: Warum ?) kommen jetzt plötzlich die Staaten ins Spiel ?
Aus einem einzigen Grund: Weil die Banken sich gegenwärtig wenig vertrauen und sich demzufolge schwer tun, sich gegenseitig (über die Märkte) Geld zu leihen.   Also springt der Staat zur Sicherheit bei und garantiert die Refinanzierungen (genauer: er garantiert, daß die Refinzierungen zum Zeitpunkt ihrer Falligkeit auch wieder zurückgezahlt werden...)

Es wird aber mit Sicherheit der Zeitpunkt kommen, wo diese Garantien zurückgegeben werden, weil sie nicht mehr benötigt werden, weil die Märkte wieder einigermaßen normal funktionieren.  Der Zeitpunkt könnte um so schneller kommen, je eher sich die Regierungen dafür entscheiden, sich direkt an den Banken zu beteiligen.


Bis dahin aber verdienen  die Staaten (über Bürgschaftsprovisionen) und die Zentralbanken (als Mittler für die Banken, die sich eine dicke Marge abschneiden...) goldenen Nasen...
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"Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B. Russell)

MfG
kiiwii

15.02.09 12:39
1

50709 Postings, 6355 Tage SAKUEy kiiwii...

hat dich zombi überzeugt?!

"[...] Es wird aber mit Sicherheit der Zeitpunkt kommen, wo diese Garantien zurückgegeben werden, weil sie nicht mehr benötigt werden, weil die Märkte wieder einigermaßen normal funktionieren.  Der Zeitpunkt könnte um so schneller kommen, je eher sich die Regierungen dafür entscheiden, sich direkt an den Banken zu beteiligen. [...]"

Oder warst du schon immer ein heimlicher Sozi?

;o))

Und so nebenbei haben etwa die CoBa oder die HRE nicht nur Bürgschaften bekommen. Da waren auch drei Oiro Fuffzich an Direktmitteln bei.
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Kleiner Happen...

15.02.09 13:06
1

129861 Postings, 6361 Tage kiiwiinö, Saku, als (ex-)Banker weiß ich, daß alles eine

Vertrauensfrage ist...
Und Vertrauen könnte zwischen den Banken am leichtesten wieder hergestellt werden, wenn sich der Staat an allen mit zb 25,1 % beteiligen würde und so den Jungs einerseits den Rücken stärken, ihnen aber andererseits auch auf die Finger schauen würde.  Mit zombis Stammtisch - Sozialismus hat das nix zu tun...

Übrigens, daß mehr als dre Oiro Fuffzich auch an diverse Banken (nicht nur die CoBa) , war mir schon bekannt (ging aber indirekt auch aus meiner # 5 hervor...)


...aber vielleicht bin ich ja doch ein heimlicher Sozi, ohne es selbst zu wissen...
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MfG
kiiwii

15.02.09 13:14

4048 Postings, 6235 Tage HeimatloserStimme Dir zu Kiiwii, allerdings

gäbe es zwei Möglichkeiten um das zu erreichen.
Norwegen hat damals den Weg der Verstaatlichung gewählt. Alte Aktien wurden im Wert auf Null abgeschrieben, was einer Enteignung gleichkäme. Das Modell war recht erfolgreich. Durch anschließende Reprivatisierung hat der Steuerzahler sogar ein paar fuffzich dran verdient. Ich bin aber der Meinung, das geht nur bei Banken (auch Deine 25%), die auch Kapitalspritzen in Anspruch nehmen.

Zweitens: Bad Bank. Schweden hats vor gemacht. Wurde dafür sehr gelobt, weil ein schneller klarer Cut gemacht wurde. Liquidation der Assets bis 1997. Kosten für den Steuerzahler minimal.
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15.02.09 13:34
1

129861 Postings, 6361 Tage kiiwiija, das sind beides interessante Präzendenzfälle

Allerdings halte ich in der derzeitigen Krise ein einigermaßen abgestimmtes Verhalten aller betroffenen großen Wirtschaftsnationen für wichtig, und das dauert leider etwas (zu) lange..., denn die Krise ist eine globale (was auch eine Folge der viel stärker globalisierten Wirtschaft ist...) .  

Aber staatliche Beteiligungen an Systembanken wirken auf jeden Fall stabilisierend - und nur darum geht es bei der Systemrettung...
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MfG
kiiwii

15.02.09 14:02

9950 Postings, 7088 Tage Willi1Wat denn nun?

Milliarden oder Billionen?

Kinderkinderkinder ...  

15.02.09 14:10

129861 Postings, 6361 Tage kiiwii...kommt nur drauf an, wo du das Komma setzt

it's up to you
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MfG
kiiwii

15.02.09 14:29
1

9950 Postings, 7088 Tage Willi1Unten,

immer unten ...´  

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