Die Wirtschaft steckt in der Umsetzungsfalle

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28.06.04 15:10

10041 Postings, 7035 Tage BeMiDie Wirtschaft steckt in der Umsetzungsfalle

ftd.de, Mo, 28.6.2004, 14:00  
Von Werner Bruckner

Deutsche Unternehmen kennen ihre Potenziale, realisieren sie aber nicht
- wie eine aktuelle Studie herausgefunden hat.

Jetzt ist Schluss mit dem Analysieren, nun müssen Unternehmen die Ergebnisse daraus auch umsetzen. Zu diesem Resümee kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Accenture. Kaum einem Unternehmen fehle das Wissen darüber, welche Potenziale es erschließen könnte und wie es erfolgreicher arbeiten könnte, heißt es. Dennoch setzen die Firmen ihre Erkenntnisse nicht um.

Dietmar Fink von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management und Beratung in Bonn hat im Auftrag von Accenture 211 Vorstände und Geschäftsführer aus dem Produzierenden Gewerbe und aus Dienstleistungsunternehmen zu diesem Thema befragt.


Erkenntnisse mit Know-how umsetzen

Besonders bei internen Dienstleistungen wie Einkauf und Logistik, Informationstechnik und Kundenservice sehen Unternehmen genau, wie sie ihre Leistungsfähigkeit erhöhen und Kosten senken können. 35 Prozent der Befragten heben die Reserven in der IT zur Leistungssteigerung hervor und knapp ein Viertel sehen eine Möglichkeit, die IT-Kosten zu senken.

Aber: "Vielen Unternehmen fehlt das Know-how und die Kompetenz, um das vorhandene Wissen umzusetzen", sagt Stephan Scholtissek, Deutschland-Chef von Accenture. Bei näherer Betrachtung lassen sich diese Lücken aber durchaus schließen. In der Studie werden aus den Fehlern korrespondierende Erfolgsfaktoren erarbeitet, die deutschen Unternehmen weiterhelfen sollen.


Innovation durch Partnerschaft

Ein Erfolgsfaktor betrifft das gesamte Geschäft einer Organisation. "Wir sind eine Nation detailverliebter Analytiker", sagt Dietmar Fink. Dies betreffe aber oft nur den eigenen Verantwortungsbereich. Im Ganzen erweisen sich sinnvollen Einzellösungen sogar als inkompatibel. "Hier fehlt manchem Spezialisten eine konsistente Gesamtvision", sagt Scholtissek. Deutschland steht an der Spitze der im Weltmarkt relevanten Patentanmeldungen und nimmt Platz zwei unter den Technologieexporteuren ein. Trotzdem fehlt den deutschen Unternehmen der Erfolgsfaktor Kreativität, ist immer wieder von Experten zu hören. Denn im internationalen Wettbewerb schieben sich neben Produktinnovationen immer mehr die Prozessinnovationen in den Vordergrund. Das notwendige Wissen dafür hat sich die hiesige Industrie aus dem Bereich der Fertigung zwar hervorragend erarbeitet. Durch kooperative Wertschöpfungsprozesse konnte sie die Fertigungstiefe wesentlich senken und erhebliche Kosten- und Qualitätsvorteile erschließen.

Echte Innovationen entstehen heute jedoch nur noch in starken Partnerschaften, die sich ergänzen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, hat die Accenture-Studie ergeben. "Jetzt müssten beispielsweise Dienstleister die nötige Kreativität entwickeln, um das Wissen aus der Fertigung auf ihre Wertschöpfung zu übertragen", sagt Scholtissek.

  http://www.ftd.de/ub/di/1086416562313.html
 
 

28.06.04 15:16

10041 Postings, 7035 Tage BeMiGeneral Electric will in Deutschland investieren

Der US-Technologiekonzern General Electric sieht Deutschland als Wachstumsmarkt an.
Konzern-Chef Jeffrey Immelt schloss bei der Eröffnung des neuen GE-Forschungszentrums in Garching bei München weitere Investitionen nicht aus.

52 Mio. $ hatte General Electric (GE) in den Neubau investiert. Das Forschungszentrum, eines von weltweit vier des US-Konzerns, hat wegen seiner Nähe zum Hauptsitz des deutschen Konkurrenten Siemens auch symbolischen Charakter. Immelt wiegelte ab, das Forschungszentrum in der Nähe des Siemens-Stammsitzes habe auf den Wettbewerb praktisch kaum Auswirkungen. "Wir sind bereits starke Konkurrenten", sagte der GE-Chef. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber erwartet nach eigenen Worten, dass die unmittelbare Nähe zu Siemens den Wettbewerb der beiden Großkonzerne beflügelt.

Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern sollen in Garching künftig rund 150 Wissenschaftler unter anderem zu Alternativen Energien, Sensor-Technologie und Medizintechnik forschen. GE will dabei auch die Nähe zur Technischen Universität München ausnutzen.



Zweistelliger Umsatzzuwachs erwartet


Für das laufende Jahr rechnet GE mit einem prozentual zweistelligen Umsatzwachstum in Deutschland. Zuwächse werden vor allem in den Sparten Energieversorgung- und Technik, Transportsysteme und Medizintechnik erwartet. Bereits 2003 hatte GE seinen Umsatz mit deutschen Kunden um rund ein Drittel auf knapp 6 Mrd. Euro gesteigert.


"Deutschland ist ein sehr, sehr wichtiger Markt", sagte Immelt. Zu einem weiteren Ausbau des Konzernstandorts Garching sagte er: "Wir haben Platz zu expandieren." Man sollte den Neubau nicht als den letzten, sondern als den ersten Schritt sehen.

   http://www.ftd.de/ub/in/1088230644163.html
 
 

28.06.04 15:23

10041 Postings, 7035 Tage BeMiWer sich für die Studie

interessiert:
http://www.accenture.de/static_pdf/studie_innovationsstandort.pdf  

28.06.04 18:24

10041 Postings, 7035 Tage BeMiAn einem Aktienboard

interessieren sich wohl nur wenige für
wirtschaftliche Themen? ;-)

Ciao
Bernd Mi  

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