Die Manipulateure

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neuester Beitrag: 04.05.05 15:52
eröffnet am: 04.05.05 12:16 von: Karlchen_I Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 04.05.05 15:52 von: Dr.Mabuse Leser gesamt: 366
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04.05.05 12:16
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21799 Postings, 7830 Tage Karlchen_IDie Manipulateure

"Barrosos Antwort ist völlig unzureichend"
EU-Parlamentarier Farage über die Brüsseler Affäre

Brüssel - Mit Rücksicht auf das französische Referendum zur EU-Verfassung verzichtet das Europäische Parlament darauf, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zu der umstrittenen Einladung auf die Luxusyacht des Ölmilliardärs Spiro Latsis zu befragen. Der britische EU-Abgeordnete Nigel Farage, (Unabhängige Demokraten, Ukip) verlangt Auskunft über Interessenkonflikte der Barroso-Kommission, über Einladungen an Kommissionsmitglieder und Vorteilsnahme im Amt. Mit dem Briten sprach Thomas A. Friedrich.

DIE WELT: Die EU-Kommission wollte Ihre Frage zur Vorteilsnahme zunächst gar nicht beantworten. Sind Sie mit der Antwort zufrieden?

Nigel Farage: Eine richtige Antwort gab es nicht. Ohne die Enthüllungen in Ihrer Zeitung wäre die Frage überhaupt nicht beantwortet worden. Die Antwort, die Kommissionspräsident Barroso im Namen der 25 Kommissare abgegeben hat, ist völlig unzureichend.

DIE WELT: Barroso selbst stuft die einwöchige Einladung seiner Familie auf die Luxusyacht seines griechischen Freundes Spiro Latsis im Wert von rund 20 000 Euro als Privatsache ein. Ist dies akzeptabel?

Farage: Sorry, aber dies kann nicht einfach als persönliches Geschenk abgetan werden. Barroso hat derzeit in seinen Amtsgeschäften über Seeschiffahrtsangelegenheiten zu entscheiden. Deshalb hätte er die von mir gestellten Fragen wahrheitsgemäß beantworten sollen. Wenn er wirklich so unschuldig wäre, wie er vorgibt, hätte er dies sehr rasch tun können. Für mich ist der Verdacht der Vorteilsnahme offensichtlich und nicht ausgeräumt.

Die WELT: Die Grünen im Straßburger Parlament verlangen, daß Barroso die fragwürdigen Dossiers an den EU-Verkehrskommissar Barrot abgibt.

Farage: Im Englischen gibt es ein Sprichwort, das besagt, es gibt keinen Grund, die Stalltür zuzuschließen, nachdem die Pferde durchgebrannt sind. Es reicht nicht zu sagen, von jetzt an wird alles besser. Barroso ist mit seinem Team gestartet mit der Zusage, daß sich die Dinge ändern werden. Heute müssen wir feststellen, daß sich in Sachen Transparenz nichts geändert hat.

DIE WELT: Hat Barroso aus Rücksicht um das französische Referendum zur EU-Verfassung seine Haut retten können, weil er nicht öffentlich vor dem Parlament Rede und Antwort stehen muß?

Farage: Es sieht so aus. Auch im letzten November, als ich die kriminellen Machenschaften im Finanzskandal um den französischen EU-Kommissar Barrot aufdeckte, wurde dies unter den Teppich gekehrt. Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres erleben wir, daß das EU-Parlament bei der Wahrnehmung seiner Kontrollfunktion völlig versagt.

DIE WELT: Sind die EU-Bürger überfordert, sich selbst ein Bild von der Affäre zu machen?

Farage: Die EU unternimmt alle Versuche, das Recht der freien Meinungsäußerung zu unterdrücken. Zum zweiten Mal verhindert der deutsche SPE-Fraktionsvorsitzende im Europäischen Parlament, Martin Schulz (SPD), eine offene Aussprache im Parlament. Sowohl in der Barrot-Affäre als auch jetzt im Barroso-Skandal stimmte Schulz zunächst mit mir überein. In beiden Fällen knickte er jedoch am Ende ein und verhinderte die öffentliche Aussprache.
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04.05.05 12:56

8215 Postings, 7310 Tage SahneSCHUUULZ!?

Ist das nicht der "KZ-Scherge"?  

04.05.05 13:02

25551 Postings, 7297 Tage DepothalbiererKönnen die Amis das korrupte gesox nicht wegbomben

klappt in anderen teilen der welt doch auch prima.  

04.05.05 15:52

5261 Postings, 6687 Tage Dr.MabuseGenau, Sahnehäubchen. Als Nebenjof hat

der noch ´ne Filmrolle als Uffz.Schulz in "Ein Käfig voller Narren"  

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