Die Kleinen hängt man !

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neuester Beitrag: 03.05.05 11:02
eröffnet am: 02.05.05 18:51 von: satyr Anzahl Beiträge: 10
neuester Beitrag: 03.05.05 11:02 von: SAKU Leser gesamt: 495
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02.05.05 18:51

42128 Postings, 7961 Tage satyrDie Kleinen hängt man !

Ganz in alter Tradion gehen die wahren Kriegsverbrecher mal wieder leer aus.

Bedenkt man ,dass damals in My Lai Vietnam,ein Soldat für die Beteiligung an der Ermordung

von 504 Menschen(Frauen Kinder Babys) mit 3 Jahren Stubenarrest bestraft wurde,ist das nun

ein Fortschritt wenn einzelne die Befehle ausführen ,10 Jahre in den Knast gehen.

Nur für das Foltern.

In den Nürnberger Prozessen wurden die gehenkt die,die Befehle gaben,von den Amerikanern und

das ZURECHT

Was tun aber die Amis mit den wahren Kriegsverbrechern?

Sie werden wiedergewählt.

Aber so ist das halt die kleinen hängt man und die Grossen schickt man zur Weltbank.

 

Folterskandal von Abu Ghureib
 
Lynndie England bekennt sich schuldig

Sie ist das Symbol eines Skandals, der die USA und die Welt erschütterte. Lynndie England, 22-jähriges Mädchen vom Lande, ist eine der Soldaten, die irakische Häftlinge im berüchtigten Bagdader Gefängnis Abu Ghureib folterten. Heute bekannte sie sich in sieben Anklagepunkten schuldig.

Hamburg - An den Misshandlungen in Abu Ghureib waren mindestens sieben US-Soldaten beteiligt. Doch Lynndie England, die knabenhafte Reservistin aus Fort Ashby in West Virginia, gab dem Gefangenenskandal ein Gesicht: Auf zahlreichen Fotos aus dem US-Gefängnis bei Bagdad posiert die heute 22-Jährige feixend und grinsend, mit einer Zigarette im Mundwinkel, vor nackten Irakern und zeigt auf deren Genitalien. Sie soll mit anderen Soldaten nackte Häftlinge zu einer menschlichen Pyramide aufgetürmt und fotografiert haben.

Besonders ein Bild wurde zum Symbol des gesamten Skandals: Sie hielt einen am Boden liegenden Mann wie einen Hund an der Leine. Doch die wahre Demütigung dieser Fotos ist nur im Zusammenhang mit den Ehrvorstellungen in der arabischen Welt zu verstehen: Eine tiefere Erniedrigung als die pornografische Assoziation mit einem Hund ist dort kaum denkbar.

<!-- Vignette StoryServer 5.0 Mon May 02 18:02:56 2005 -->

LYNNDIE ENGLAND: DAS MÄDCHEN MIT DER HUNDELEINE

Klicken Sie auf ein Bild, um die Fotostrecke zu starten (10 Bilder).


Die Soldaten hätten sich einfach amüsiert, sagte England später in einem Interview zu den im November 2003 aufgenommenen Bildern. Mehrere Pentagon-Untersuchungen kamen zu dem Schluss, dass in Abu Ghureib chaotische Zustände herrschten. Verantwortlich gemacht wurden jedoch nur untere Ränge: US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld konnte sich weitgehend den Vorwürfen entziehen, er stehe am Anfang der Befehlskette, die diese Misshandlungen erst möglich machten.

Vier der ranghöchsten US-Offiziere, darunter der Befehlshaber der US-Streitkräfte im Irak General Ricardo Sanchez, wurden kürzlich freigesprochen. Für Brigadegeneralin Janis Kapinski, die für das Gefängnis zuständig war, wurde die Militärkarriere mit einem Verweis beendet. Von den insgesamt sieben angeklagten Soldaten wurden einige unehrenhaft aus der Armee entlassen, andere mit bis zu achteinhalb Jahren Haft bestraft. Der Prozess gegen die Beschuldigte Sabrina Harman steht noch aus.

Am Montag begann nun Lynndie Englands Prozess - und ihre Anwälte Jonathan Crisp und Rick Hernandez setzen auf einen Deal: Zum einen wollen die Verteidiger psychische Probleme der 22-Jährigen geltend machen, sie als verführbares, etwas beschränktes Mädchen vom Lande darstellen. Viel wichtiger aber ist, dass sich England vor dem Militärgericht in Fort Hood in Texas bereits zu Beginn der Verhandlung in sieben Anklagepunkten schuldig bekannte: Verschwörung in zwei Fällen, Misshandlung von Gefangenen in vier Fällen und Pflichtversäumnis in einem Fall. Die Vorwürfe von unzüchtigen Handlungen und Befehlsmissachtung würden im Gegenzug von Richter Oberst James Pohl fallen gelassen, hoffen die Verteidiger.

Der Handel mit der Staatsanwaltschaft sei im besten Interesse seiner Mandantin, sagen ihre Anwälte. Denn statt einer Höchststrafe von 16 Jahren und 6 Monaten würden der Gefreiten der 372. US-Militärpolizei somit nur noch maximal elf Jahre Haft drohen.

Schon im Februar wurden zehn Vorwürfe von ursprünglich 19 fallen gelassen. Nach Informationen der "New York Times" geht der Deal jedoch noch weiter: Im Gegenzug zu einem umfassenen Schuldeingeständnis könnte die Armeereservistin mit zweieinhalb Jahren Haft davonkommen.

Dabei wollte England zunächst auf nicht schuldig plädieren. Die von ihren Anwälten ursprünglich geplante Verteidigungslinie, dass die Soldaten nur auf Befehl handelten, um die Gefangenen "weich zu klopfen", wurde aber schon im Januar im Prozess gegen den Rädelsführer Charles Graner zunichte gemacht. Graner zeigte keine Reue und wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er ist der ehemalige Geliebte von England und Vater des Babys, das sie im vergangenen Oktober zur Welt brachte.

Lars Langenau

 

 

02.05.05 19:03

295 Postings, 5866 Tage No more Tearsehhhhhhhh holzwurm

wie wäre es mit eimem bier und ne grillwurst
lieben gruss vom Jimmylein  

02.05.05 19:06

295 Postings, 5866 Tage No more Tearssorry ich wollte eimer bier schreiben

dann hätten wir was davon--gluck gluck--
Jimmy  

03.05.05 08:02

3379 Postings, 5891 Tage B GhostDer Fall ist typisch. Wirklich erschreckend ist

doch eher die Tatsache, wie selbstverständlich so etwas heutzutage angenommen wird.

Wie tickt die Gesellschaft??

Mal muss ein Minister wegen einer "Putzfrauenaffäre" den Platz räumen und mal herrschen die brutalsten Menschenverachter über Millionenn von Menschen in der 1. Welt (gemeint ist damit der Westen).

 

03.05.05 09:04

19522 Postings, 7410 Tage gurkenfredist schon interessant zu sehen,

was so für typen in der us-army abhängen...
lernschwache psychopathen sollen die demokratie in den irak bringen. huahuahauaaaa.


mfg
GF

 

03.05.05 09:34

36845 Postings, 6444 Tage TaliskerGestern Abend

gab es ein Portrait über Tony Blair im TV. Darin kam u.a. der erste im Irakkrieg gefallene Brite vor. Der Junge war 19. Und hatte 6 Monate Grundausbildung hinter sich.
Gruß
Talisker  

03.05.05 10:41

36845 Postings, 6444 Tage TaliskerÜberall das gleiche Spiel

Dänemarks Lynndie England

Eine 37-jährige Frau steht seit gestern im Saal 36 des Amtsgerichts in Kopenhagen vor Gericht. Die Offizierin der Reserve Annemette Hommel. Sie personifiziert den größten militärischen Skandal im Dänemark der Nachkriegszeit. Es geht um Foltervorwürfe im Camp der dänischen Besatzungstruppe im Südirak zwischen März und Juni letzten Jahres.

Die Art, wie unter ihrer Leitung Iraker verhört wurden, brachte Hommel als "Dänemarks Lynndie England" in die Schlagzeilen. Sie soll Methoden angewandt haben, die der Genfer Konvention zur Behandlung ziviler Gefangener fundamental widersprechen. Um "Aussagewiderstand zu brechen" wurden laut Anklage die Verhörten in "schmerzhaften und unbequemen Stellungen" gehalten, man habe sie geschlagen, ihnen Wasser vorenthalten und gehindert, ihre Notdurft zu verrichten. Die burschikose Frau mit den kurzen Haaren und der ovalen Brille soll sie mit Ausdrücken wie "Schweinsköpfe" und "Hundescheiße" beschimpft, als "Männer ohne Hoden" beleidigt und gesagt haben: "Das Beste wäre, man würde euch gleich totschlagen".

"Da herrscht Krieg und da reicht es nicht, wenn wir mit Wasserpistolen ausgerüstet werden", hatte Hommel ihren Einsatz gerechtfertigt. Sie fühlt sich als Sündenbock: "Das Verteidigungsministerium will mich opfern. Die haben Angst davor, dass mehr Missstände ans Licht kommen könnten."

Tatsächlich wurde nach den Vorfällen im Irak bekannt, dass das dänische Militär regelmäßig Folterübungen trainierte, die in der Realität gegen die Genfer Konvention verstoßen würden. Geübt wurden genau die Methoden, die im Irak auch angewendet wurden. Doch weder die hierfür Verantwortlichen noch Hommels direkter Vorgesetzter, der umfassend über alle Verhöre informiert worden war, stehen vor Gericht. Entsprechende Ermittlungsverfahren ruhen in Erwartung der Erkenntnisse, die sich im Prozess gegen Hommel ergeben.

Sie, Staatswissenschaftlerin und seit 15 Jahren Offizierin, hatte sich im Januar 2004 als Verhörspezialistin freiwillig zum Dienst im Irak gemeldet. Das gerichtliche Nachspiel hängte man juristisch so tief wie möglich. Die Anklage wirft ihr "Pflichtverletzung" nach einer Vorschrift des Militärstrafgesetzbuchs vor, die beispielsweise angewendet wird, wenn ein Soldat bei der Wache einschläft. REINHARD WOLFF

taz Nr. 7655 vom 3.5.2005, Seite 2, 82 Zeilen (Portrait), REINHARD WOLFF  

03.05.05 10:52

36845 Postings, 6444 Tage TaliskerWozu Menschen fähig sind

Vorsicht, harte Kost:
http://www.taz.de/pt/2005/05/03/a0169.nf/text  

03.05.05 10:53

50712 Postings, 6377 Tage SAKUWar - What is it good for?

Absolutely nothing !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!  

03.05.05 11:02

50712 Postings, 6377 Tage SAKUZu #8:

Ich glaub' ich muss kotzen!

Bin ja bekanntermaßen kein Fan von dumpfer Gegengewalt. Habe mich aber eben ertappt beim Gedanken "Auge um Auge, Zahn um Zahn"...

 

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