Die "Hölle des Nordens"

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neuester Beitrag: 09.04.06 21:12
eröffnet am: 09.04.06 08:46 von: Pantani Anzahl Beiträge: 17
neuester Beitrag: 09.04.06 21:12 von: quantas Leser gesamt: 1511
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bewertet mit 7 Sternen

09.04.06 08:46
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33505 Postings, 6074 Tage PantaniDie "Hölle des Nordens"


>104.Paris-Roubaix am Sonntag


Boonen und Arenberg die Legenden der "Hölle"
Paris-Roubaix: LIVE-Ticker - Pavés


Fotos: Roth

PARIS, 07.04.06 (rsn) - Bei Paris-Roubaix, dem Rennen durch die "Hölle des Nordens", werden Helden und Mythen geboren. Bei der 104.Ausgabe am Sonntag stehen zwei im Mittelpunkt, die bereits zu Legenden des anachronistischen Kopfsteinpflaster- Spektakels wurden: Der Wald von Arenberg, der mythische pavé-Sektor, der nach einjähriger Pause in neuem Glanz zurückkehrt - und Weltmeister Tom Boonen, der mit seinen zarten 25 Jahren endgültig zur lebenden Legende würde, wenn ihm sieben Tage nach seinem Triumph bei der Flandern-Rundfahrt auch in Roubaix die Wiederholung seines Vorjahressieges gelänge.

Vor einer Woche war Boonen der große Favorit der Flandern-Rundfahrt und stand unter enormem Erfolgsdruck. Mit einer unbekümmerten und jederzeit souveränen Demonstration der Stärke wischte er alle Zweifel an ihm weg. "Das ist meine Antwort auf die dummen Fragen der letzten Woche", sagte er trocken nach seinem "Ronde"-Triumph. Die Zweifler sind inzwischen leiser geworden, seine Gegner glauben nicht, dass die Form des Weltmeisters schlechter geworden ist. Daran änderte auch Boonens diskretes Rennen bei Gent -Wevelgem nichts. "Ich war nur noch ein bisschen müde", sagte Boonen danach wie immer mit einem Lächeln im Gesicht. "Ich bin ja kein Roboter. Aber am Sonntag sieht die Sache wieder anders aus!"

Gerade mal 25 Jahre alt ist Boonen und der einstige "neue Museeuw" fährt bereits heute in einer eigenen Kategorie. Er könnte der erste Rennfahrer der Radsport-Geschichte werden, dem zwei Mal hintereinander das seltene Double mit Siegen bei Flandern-Rundfahrt und Roubaix in einem Jahr gelingt. Auf den pavés in Nordfrankreich fühlt sich der Flame zuhause. Schon bei seinem ersten Roubaix-Start 2002 fuhr er sensationell aufs Podium und übertraf seitdem sogar die kühnsten Erwartungen, die damals angestellt wurden. Boonens Quick Step-Team ist das perfekte Umfeld für einen Klassiker-Spezialisten. Die Mannschaft muss das Erfolgsgeheimnis von Paris-Roubaix. kennen: Boonen hat mit Servais Knaven einen Helfer, der 2001 in Roubaix als Außenseiter gewann. Sein Sportdirektor im Begleitfahrzeug heißt Wilfried Peeters, der 1998 (hinter zwei Teamkollegen!) Dritter und 1999 Zweiter war, Seit 1995 hat das Team unter der Leitung von Patrick Lefevere (früher als Mapei und Domo) acht (!) Mal gewonnen. Nicht nur einmal standen drei Fahrer Lefeveres auf dem Podium...

Quick Steps Plan P.

Auch in diesem Jahr hat Quick Step nicht "nur" Boonen. Der Italiener Filippo Pozzato, der elegante Sieger von Mailand-San Remo, ist am Sonntag zweiter Teamleader, sozusagen Quick Steps "Plan P". Schon im vorigen Jahr zeigte Pozzato bei Paris-Roubaix, wie gut er auf den pavés zurechtkommt. Dirk Demol, der Sportliche Leiter von Discovery Channel, kennt derweil auch das Erfolgsgeheimnis von Paris-Roubaix: Er gewann den Klassiker selbst 1988. Mit George Hincapie, der schon lange davon träumt, als erster Amerikaner im Velodrom von Roubaix auf dem Podium ganz oben zu stehen, und dem Zweiten der Flandern-Rundfahrt, Leif Hoste, hat Discovery Channel zwei Mitfavoriten in seinen Reihen. Das US-Team ist geschwächt durch Verletzungsausfälle (Hammond, Van Heeswijk), trotzdem scheint es besser gerüstet als Quick Step-Rivale Davitamon, der weiter darauf hofft, dass dem 36 Jahre alten Peter Van Petegem (Vierter in Flandern) noch einmal der große Wurf gelingt. So wie 2003, als das flämische Urgestein in Roubaix eindrucksvoll gewann.


Von links: BOONEN, WESEMANN, KLIER, ZABEL  Fotos: Roth

Steffen Wesemann (der für uns Wolmirstedter bleibt, auch wenn er jetzt einen Schweizer Pass hat...) kennt auch schon das Gefühl, wie es ist, einen großen Klassiker zu gewinnen. Doch der Triumph bei der Flandern-Rundfahrt 2004 hat seinen Traum, einmal Roubaix zu gewinnen, nur verstärkt. Dennoch zählt der 35-Jährige diesmal nicht zum engeren Favoritenkreis. "Wese" geht nach einer gerade erst überstandenen Virus- Erkrankung an den Start. "Die Krankheit zwang ihn zu zwei Rennabsagen und er musste Antibiotika nehmen. Wir hoffen aber, dass er vorne mitfahren kann", sagte T-Mobile-Manager Olaf Ludwig, der mit Andreas Klier einen zweiten starken Klassikermann aufbieten kann. Wie Wesemann haben auch andere pavé-Routiniers wie Erik Zabel (Dritter 2000), der Holländer Van Bon oder Gerolsteiner-Profi Frak Hoj die Hoffnung nicht aufgegeben. Jüngere wie der Schweizer Fabian Cancellara (Vierter 2004), der Spanier Juan Antonio Flecha (Dritter 2005) oder der Rheinländer David Kopp, der Gent-Wevelgem-Zweite (und 16. in Flandern) haben ihre Liebe zum Kopfsteinpflaster gerade erst entdeckt, was viele Rennfahrer (Rundfahrt-Spezialisten vor allem) gar nicht nachvollziehen können.

Auf dem pavé (in diesem Jahr insgesamt 52,7km) gibt es aber auch immer mal wieder Überraschungen wie die, die Demol 1988 gelang. Das Wetter spielt eine Rolle und lässt das Rennen manchmal zur Lotterie werden. Oder auch nicht, denn Roubaix-Liebhaber wie Wesemann ist schlechtes Wetter gar nicht so unlieb: "Dann hat Dreiviertel des Feldes das Rennen im Kopf schon am Start aufgegeben", sagte er einmal. Der mythische Arenberg wird am Sonntag bei jedem Wetter eine Schlüsselstelle sein. Die 2400 Meter lange Pavé-Zone Nummer 17 steht 93km vor dem Ende des 259km langen Rennens im Programm. Der Waldweg wurde für viel Geld renoviert, sodass keine Sicherheitsbedenken mehr dagegen bestehen. Der Norden Frankreichs, der in den Stellungschlachten des Ersten Weltkriegs den Namen "Hölle des Nordens" bekam, ist heute stolz auf seine pavés, die man eine Zeitlang als Zeichen von Armut sah und sich dafür schämte. Am Sonntag feiert le Nord sein Erbe.

Paris-Roubaix

  • Kurs: 259 km. Start in Compiègne um 11:00 Uhr, Zielankunft im Velodrom von Roubaix gegen 17:40 Uhr. 27 pavé-Sektoren, insgesamt 52,7km Distanz. Schlüsselstellen Arenberg (Km 166), Mons-en-Pévèle (Km 210,5) und Carrefour de l'Arbre (Km 242). Im Velodrom müssen die Fahrer eine Runde absovieren.
  • 25 Mannschaften am Start: AG2R, Bouygues Telecom, Caisse d'Epargne/Baléares, Cofidis, Crédit Agricole, Davitamon, Discovery, Euskaltel, Française des Jeux, Gerolsteiner, Lampre, Liberty, Liquigas, Phonak, Quick Step, Rabobank, Saunier Duval, CSC, Milram et T-Mobile (ProTour), Agritubel, Landbouwkrediet, Skil, LPR und Unibet.com.
  • Favoriten: *****Tom Boonen (BEL), ****George Hincapie (USA), ***Fabian Cancellara (SUI), ***Filippo Pozzato (ITA), **Peter Van Petegem (BEL), *Thor Hushovd (NOR), *Juan Antonio Flecha (ESP), *Leif Hoste (BEL)
  • Palmares: 103 Ausgaben seit 1896 - 50 belgische Siege, 31 für Frankreich, 11 für Italien. Rekordsieger: Roger De Vlaeminck/BEL (Vier Siege zwischen 1972 und 1977). Einziger deutscher Sieger: Josef Fischer 1896
    Die letzten Sieger:
    • 2005 Tom Boonen (BEL)
    • 2004 Magnus Backstedt (Sue)
    • 2003 Peter van Petegem (Bel)
    • 2002 Johan Museeuw (Bel)
    • 2001 Servais Knaven (Ned)
    • 2000 Johan Museeuw (Bel)
    • 1999 Andrea Tafi (Ita)
    • 1998 Franco Ballerini (Ita)
    • 1997 Frederic Guesdon (Fra)
    • 1996 Johan Museeuw (Bel)

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09.04.06 08:58

33505 Postings, 6074 Tage PantaniMit Arenberg heute............... o. T.

09.04.06 09:08

33505 Postings, 6074 Tage PantaniScheiss Editor

06.04.2006/ Steffen Wesemann

 

hat einen Traum. Einmal Paris-Roubaix gewinnen, die "Hölle des Nordens". Dieser Gedanke treibt Wesemann um, dafür quälte sich der 35-Jährige in der Vorbereitung über die gefürchteten Paves. "Paris-Roubaix ist nie vorbei", sagt Wesemann mit fester Stimme und dokumentiert damit seine Liebe zum wohl härtesten Radrennen der Welt.

Einmal schon war er ganz nah dran, 2002 war das. Platz zwei hinter dem Belgier Johan Museeuw. Am Sonntag will der T-Mobile-Profi einen erneuten Anlauf nehmen. Dabei läuft es für ihn in den vergangenen Tagen nicht nach Plan. Ein viraler Infekt verhinderte zuletzt seinen Start bei der Flandern-Rundfahrt, auch auf Gent-Wevelgem am Mittwoch verzichtete er.

Stattdessen trainierte Wesemann in der Schweiz. Am Freitag stößt er wieder zur Mannschaft. So ist es mit dem Sportlichen Leiter Valerio Piva abgesprochen. "Steffen sollte sich in Ruhe auskurieren, um für Paris-Roubaix fit zu sein", erklärt der Italiener und ist guter Dinge, dass "die Atemwegsbeschwerden abgeklungen" sind.

Intensiv auf Paris-Roubaix vorbereitet
Wesemann weiß, dass ihn seine gesundheitlichen Probleme "zum falschen Zeit-punkt" heimsuchen. Dennoch fühlt er sich für die 104. Austragung des französischen Klassikers gerüstet. "Ich habe in den vergangenen Wochen intensiv auf dieses Rennen hingearbeitet und werde alles versuchen, um mir am Ende meinen Traum zu verwirklichen."

Dazu steht dem Neu-Schweizer in Andreas Klier ein Kenner der 27 Kopfsteinpflaster-passagen - Gesamtlänge 52,7 Kilometer - zur Seite. Der 30-Jährige füllte in Flandern die Rolle des Kapitäns aus und stellt sich diesmal in den Dienst seines fünf Jahre älteren Teamgefährten.

Unterstützt wird Steffen Wesemann bei der 259 Kilometer langen Prüfung von Mensch und Material von Compiègne nach Roubaix außerdem von dem russischen Klassiker-Spezialisten Sergey Ivanov, Stephan Schreck, Marcus Burghardt und André Greipel.

Auch Schmitz und Bernucci am Start
Komplettiert wird das acht Fahrer starke Magenta-Aufgebot vom Niederländer Bram Schmitz und dem Italiener Lorenzo Bernucci. Beide hatten in den zurückliegenden Tagen ebenfalls mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, werden aber am Sonntag beim siebten ProTour-Rennen der Saison starten.

"Unsere medizinische Abteilung leistet gute Arbeit", sagt Valerio Piva. "Dass Lorenzo in Gent früh ausgestiegen ist, war so abgesprochen. Er hat nach seinem Sturz bei der Flandern-Rundfahrt einen schmerzhaften Bluterguss am Schienbein, und auch Bram haben wir aufgrund von Rückenproblemen mit Blick auf Paris-Roubaix lieber geschont."

Insgesamt nehmen am Sonntag 200 Fahrer aus 25 Mannschaften den Klassiker in Angriff. Einer der Favoriten ist Vorjahressieger Tom Boonen (Quickstep), aber auch George Hincapie (Discovery Channel), Peter van Petegem (Davitamon-Lotto) oder Juan Antonio Flecha haben in den letzten Rennen ihre Ansprüche auf einen der drei Podiumsplätze unterstrichen. (dw)


Das T-Mobile Team im Überblick:
Lorenzo Bernucci (26/Italien), Marcus Burghardt (22), André Greipel (23), Sergey Ivanov (31/Russland), Andreas Klier (30), Bram Schmitz (28/Niederlande), Stephan Schreck (27), Steffen Wesemann (35/Schweiz).
Sportlicher Leiter: Valerio Piva (47/Italien)


Die letzten Sieger:
2005 - Tom Boonen (Bel)
2004 - Magnus Backstedt (Swe)
2003 - Peter Van Petegem (Bel)
2002 - Johan Museeuw (Bel)
2001 - Servais Knaven (Ned)
2000 - Johan Museeuw (Bel)
1999 - Andrea Tafi (Ita)
1998 - Franco Ballerini (Ita)
1997 - Frederic Guesdon (Fra)
1996 - Johan Museeuw (Bel)
1995 - Franco Ballerini (Ita)
1994 - Andrei Tchmil (Mol)
1993 - Gilbert Duclos-Lassalle (Fra)
1992 - Gilbert Duclos-Lassalle (Fra)
1991 - Marc Madiot (Fra)
1990 - Eddy Planckaert (Bel)
1989 - Jean-Marie Wampers (Bel)
1988 - Dirk Demol (Bel)
1987 - Eric Vanderaerden (Bel)
1986 - Sean Kelly (Ier)
1985 - Marc Madiot (Fra)
1984 - Sean Kelly (Ire)
1983 - Hennie Kuiper (Ned)
1982 - Jan Raas (Ned)
1981 - Bernard Hinault (Fra)
1980-'78 - Francesco Moser (Ita)

 

09.04.06 09:28
1

33505 Postings, 6074 Tage PantaniAb 13 Uhr Live im Eurosport.

 

Gruss Pantani.

 

09.04.06 09:37

1076702 Postings, 6514 Tage moyaMan Pantani

wenn ich diese Bilder und das Kopfsteinpflaster sehe
muss ich immer an mein Hinterteil denken.

Das wird sicher die Hölle, aber ich freue mich schon
auf die Fernsehübertragung.

Gruß Moya

 

09.04.06 09:42

33505 Postings, 6074 Tage PantaniWenn ich das sehe bekomme ich das Augenwasser.

 

Gruss Pantani.

 

09.04.06 09:51

15549 Postings, 6081 Tage quantasMoin zusammen


ich denke dass dies das härteste Eintagsrennen der Saison ist
Werde auch ab und an hineinschauen und vor allem bei Rennende
dabei sein.
Das Wetter ist ja echt fernsehmässig heute. Viel Spass!
Gruss
quantas  

09.04.06 09:54

33505 Postings, 6074 Tage PantaniJa Markus,ist das absolute Highlight heute.

 

Gruss Pantani.

 

09.04.06 10:04

33505 Postings, 6074 Tage PantaniHier ein Bild,Autsch.

 

Gruss Pantani.

 
Angehängte Grafik:
Die_Hölle.jpg
Die_Hölle.jpg

09.04.06 10:10
2

1076702 Postings, 6514 Tage moyaAlle Pflastersteinstücke im Überblick

Exakt 52,7 Kilometer Kopfsteinpflaster müssen die Fahrer auf dem Weg nach Roubaix überwinden - hier finden Sie alle Abschnitte im Überblick:

Aufgeführt sind die Kilometerentfernung des Sektors vom Start des Rennens, die Länge des Abschnitts und sein Schwierigkeitsgard - je mehr Sterne, desto schlechter der Zustand des Kopfsteinpflasters.

27. 98 km Troivilles-Inchy 2,2 km ***

26. 104,5 km Viesly-Quiévy 1,8 km ***

25. 107 km Quiévy-Saint-Python 3,7 km ****

24. 112 km Saint-Python 1,5 km **

23. 119,5 km Vertain - St-Martin-sur-Écaillon 1,9 km ***

22. 126,5 km Capelle-sur-Écaillon - Le-Buat 1,7 km ***

21. 138 km Verchain-Maugré - Quérénaing 1,6 km ***

20. 141 km Quérénaing - Maing 2,5 km ***

19. 144 km Maing - Monchaux-sur-Écaillon 1,6 km ***

18. 155,5 km Haveluy - Wallers 2,5 km ****

17. 163,5 km Trouée d'Arenberg 2,4 km *****

16. 170 km Wallers - Hélesmes 1,6 km ****

15. 176,5 km Hornaing - Wandignies - Hamage 3,7 km ***

14. 184 km Warlaing - Brillon 2,4 km ***

13. 187,5 km Tilloy - Sars-et-Rosières 2,4 km ***

12. 198,5 km Orchies 1,7 km ***

11. 205 km Auchy-lez-Orchies to Bersée 2,6 km ***

10. 210,5 km Mons-en-Pévèle 3 km *****

9. 216,5 km Méringnies - Pont-à-Marcq 0,7 km **

8. 219,5 km Pont-Thibaut - Ennevelin 1,4 km ***

7. 225 km Templeuve - L'Épinette 0,2 km *

7. 225,5 km Templeuve - Moulin-de-Vertain 0,5 km **

6. 232 km Cysoing - Bourghelles 1,3 km ****

6. 234,5 km Bourghelles - Wannehain 1,1 km ****

5. 239 km Camphin-en Pévèle 1,8 km ****

4. 242 km Carrefour de l'Arbre 2,1 km *****

3. 244 km Gruson 1,1 km **

2. 251 km Hem 1,4 km *

1. 259 km Roubaix 0,3 km *

Gruß Moya

 

09.04.06 10:14

1076702 Postings, 6514 Tage moyaSo könnten die Jungs heute aussehen

Gruß Moya

 

09.04.06 10:21

33505 Postings, 6074 Tage PantaniJa Michael,Favorit für mich ist Boonen

Drei Fragen an Tom Boonen


"Arenberg komplizierter als Koppenberg"

COMPIEGNE, 08.04.06 (rsn) - Tom Boonens Weltmeister-Trikot wird am Sonntag beim Klassiker Paris-Roubaix mit dem Logo verziert sein, das normalerweise auf dem Trikot des ProTour-Führenden prangt. Der belgische Jungstar, der die Chance hat, als erster zwei Kopfsteinpflaster-Doubles hintereinander zu gewinnen, sagt, er sei "absolut" bereit für die "Hölle des Nordens".

Was halten Sie von der Rückkehr des Arenberg-Sektors?

Boonen: Das ist eine gefährliche Stelle des Rennens. Am Anfang geht es leicht hinunter, man fährt mit hoher Geschwindigkeit in den Wald hinein, mit 65-70 km/h. Einige sind schon erschöpft und haben ihr Rad nicht mehr so im Griff. Es kommt zu Stürzen und wenn man dahinter fährt, muss man schon Glück haben, um unbeschadet durchzukommen. Im allgemeinen gibt es auf pavés eine Ideallinie. In Arenberg nicht. Dort ist das Kopfsteinpflaster ganz ungleichmäßig. Arenberg ist komplizierter als der Koppenberg.

Sind Sie bereit für die Hölle des Nordens?

Boonen: Ja, aber sicher. Absolut bereit. Ich bin wieder komplett erholt, die Mannschaft ist stark. Und ich werde ein neues Rad fahren, das wir letztes Jahr entwickelt haben und das nun speziell für dieses Rennen gebaut wurde.

Wen sehen Sie als Ihre Hauptgegner?

Boonen: Man wird aufpassen müssen auf Leif Hoste und andere von Discovery Channel. Und auf Peter Van Petegem. Es wurde gesagt, ich sollte ihm dankbar sind, dass er für mich fuhr bei der WM in Madrid und ich solle nicht nachfahren, wenn er attackiert. Aber dabei vergessen die Leute, dass wir jetzt in verschiedenen Teams fahren. Aber ehrlich gesagt: Ich schaue nicht so sehr nach den Gegnern. Ich werde mein Rennen fahren.

Gruss Pantani.

 

09.04.06 11:16

33505 Postings, 6074 Tage PantaniGeorge Hincapie,Achtung.

Roubaix-Favorit George Hincapie
An American Dream - sur les pavés

PARIS, 08.04.06 (rsn) - Der New Yorker Central Park, in dem George Hincapie seine ersten Radrennen fuhr, ist nicht nur geographisch Welten entfernt von den alten Kopfsteinpflastersträßchen Nordfrankreichs. Doch für den 32-Jährigen war es schon bei seinem Paris-Roubaix-Debüt bei der legendären Ausgabe von 1994 Liebe auf den ersten Blick.

Zwölf Jahre nach seinem ersten Start bei Paris-Roubaix geht George Hincapie am Sonntag als einer der großen Favoriten ins Rennen. Schon lange träumt er davon, sich als erster Amerikaner in die Siegerliste der "Königin der Klassiker" einzutragen. Im vergangenen Jahr schwankte der Discovery-Profi im Velodrom von Roubaix nach seinem zweiten Platz hinter Tom Boonen zwischen tiefer Enttäuschung über den verpassten Sieg und Genugtuung darüber, einmal mehr zu den Besten gehört und erstmals auf dem Podium gestanden zu haben. "Ich kann und werde dieses Rennen einmal gewinnen", erklärte Hincapie damals, nachdem ihn sein kleines Töchterchen Julia wieder ein bisschen aufgeheitert hatte.

Hincapies Roubaix- Bilanz
1994: 31.Platz
1995: 21.
1996: 29.
1997: 59.
1998: 66.
1999: 4.
2000: 6.
2001: 4.
2002: 6.
2003: Kein Start
2004: 8.
2005: 2.
Nun kehrt Hincapie wieder zurück - mit den alten Zielen, auch wenn sich seine Rolle im Discovery-Team verändert hat. Nachdem sein Freund Lance Armstrong, für den er bei allen seinen sieben Tour de France-Triumphen als Helfer gefahren war, seine Karriere beendet hat, ist Hincapie der Leader der Mannschaft. Bei der nächsten Tour de France startet er nicht als Edelhelfer des Topfavoriten, sondern fährt selbst aufs Gesamtklassement. Eine bemerkenswerte Wandlung für einen, der einmal als Sprinter begann. Doch trotz aller Veränderungen, bleibt Roubaix ein Fixpunkt. Fasziniert war Hincapie von dem anachronistischen Spektakel schon, als er Anfang der Neunziger seinem Landsmann Greg LeMond am Fernseher die Daumen drückte.

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Hincapie war letzte Woche Dritter bei der Flandern-Rundfahrt
Fotos: Roth
<!--FOTO_EINSCHUB-->Seine Liebe zur "Hölle des Nordens" entdeckte der New Yorker dann selbst, als er mit 20 Jahren erstmals dort startete. 1994 war das - ausgerechnet in der legendären Schlammschlacht von 1994, in der man doch viel eher einen Hass für das Rennen entwickeln konnte. Doch Hincapie kämpfte sich durch und wurde auf Anhieb 31. Das war für ihn Ansporn und in den nächsten Jahren sammelte der kolumbianischstämmige Amerikaner Erfahrungen und lernte, die unzähligen Fallen, die das ganz spezielle Rennen bietet, zu vermeiden. Bei vier weiteren Teilnahmen lernte er alle Geheimnisse des Rennens. Seit 1999 kam Hincapie bei allen seinen Starts unter die ersten Zehn (siehe Kasten). Nach seinem zweiten Platz im letzten Jahr kann sein Ziel nur noch lauten: Sieg.

Bei der Flandern-Rundfahrt am vergangenen Sonntag war Hincapie Dritter und er weiß, dass ihn Boonen und die anderen Mitfavoriten nicht aus dem Auge lassen werden. Doch vor dem übermächtigen Quick Step-Team braucht sich Discovery Channel auch nicht zu verstecken. Der Belgier Leif Hoste, bei der "Ronde" Zweiter hinter Boonen, ist ein zweiter ganz starker Fahrer im Team. Discovery Channel-Sportdirektor Dirk DeMol, dem selbst 1988 in Roubaix ein Überraschungscoup gelang, hofft, dass seine beiden Leader Boonen in die Zange nehmen können. In Flandern gelang das allerdings nicht: "Für mich war letzte Woche Hoste so stark wie Boonen. Der war nur einfach (im Sprint) nicht ganz so schnell. Als er attackiert hat, war das, damit die anderen reagieren müssen. Er hat sich mit Boonen in der Tempoarbeit abgewechselt, aber nicht forciert. Die Hoffnung war, dass Hincapie aus dem Feld kontert und nach vorne kommt. George kam an der Muur in Geraardsbergen 6, 8 Meter weg, dann hat Bettini das Loch zugefahren", so DeMol, der betont, man fahre am Sonntag "für den Sieg, nicht um Boonen zu schlagen".


Copyright © 1996-2005. Radsport-News.com
(http://radsport-news.com)

 

09.04.06 11:43

33505 Postings, 6074 Tage PantaniKlaus Angermann........

 

Klaus Angermann07.04.2006/ Hallo, liebe Radsportfreunde!

Paris-Roubaix: "La Dure des Dures". Treffender kann eine Schlagzeile nicht sein. Sie steht für das härteste aller harten Radrennen, dessen Symbol seit 1896 die Steine sind. Klobig, kantig, bis zu zehn Kilogramm schwer. Einer von ihnen, den abertausenden, gefürchteteten Quadern aus Granit oder Basalt, ist in diesem Jahr zum Blickfang auf Plakaten und Programmen geworden: drohend thronend auf dem Sattelrohr. Anstelle des Sattels. Eine graphische Meisterleistung!

Im 110. Jahr von Paris-Roubaix das 104. Rennen, dessen erster Startschuss an einem Ostersonntag gegeben wurde. Früh um halb sechs - nach einer kurzen Messe - auf dem Boulevard Maillot. 280 Kilometer, 61 Fahrer. Ziel: die Radrennbahn von Roubaix. Zwei Industrielle haben sie 1895 erbaut, um in der damaligen Woll-Metropole Frankreichs für Abwechslung vom tristen Fabrik-Alltag zu sorgen.

Trompetenkorps für Fischer
Gefahren wurde das erste Paris-Roubaix hinter Tandems und anderen mehrsitzigen Schrittmachern. Kontrollposten in den Durchgangsstädtern notierten die Startnummern der Fahrer und telegraphierten (! ) den aktuellen Stand des Rennens ins Vélodrome nach Roubaix.

Kaum aus Paris heraus, hatte ein gewisser Josef Fischer aus Deutschland die Spitze übernommen. Der 31-Jährige, Sieger schon bei großen Langstreckenrennen wie Wien-Berlin oder Mailand-München, war schier konkurrenzlos; distanzierte mit einem Durchschnittstempo von 30 km/h die Favoriten Maurice Garin und Charles Meyer um mehr als 20 Minuten. Gefahr drohte dem Oberpfälzer aus Cham lediglich von dem scheuenden Pferd einer Kutsche und einer Herde Kühe, weil sie die Straße versperrte.

Als sich Fischer - neun ein Viertel Stunden nach dem Start - dem Vélodrome näherte, signalisierte das den 16.000 Zuschauern ein Trompetenkorps. Bei seiner Triumphrunde wurde die Marseillaise gespielt. 1000 französische Gold-Franc waren der Lohn für den ersten Sieger von Paris-Roubaix - so viel wie damals sieben Monatsverdienste.

"Das ist die Hölle!"
Geboren aber wurde an jenem 19. April 1896 ein Radrennen, das zum Mythos werden sollte: die Fahrt durch die "Hölle des Nordens". Doch nicht durch die Strapazen auf dem berühmt-berüchtigten Kopfsteinpflaster ist dieser Name entstanden, sondern durch den 1. Weltkrieg. Als nämlich im Frühjahr 1919 bei der Streckenbesichtigung ein Funktionär angesichts der zerschossenen und verwüsteten Landschaft ausrief: "Das hier ist die Hölle!"

Im übertragenen Sinne sind es natürlich die etwas mehr als 50 Kilometer "Pavés" - verteilt auf 27 Abschnitte, die das Rennen zur Hölle werden lassen. Doch ihr entronnen, wähnt man sich, im Stadion von Roubaix, im "Paradies". Nicht nur der Triumphator.

Was ein Fahrer aber zuvor, unterwegs, empfindet, hat Walter Godefroot 1969 nach seinem Sieg (über Eddy Merckx!) einem Journalisten gestanden: "Ich habe geflucht und gebetet. 'Der' da oben muss mir das vergeben. Das endlose Holpern über das Kopfsteinpflaster hat meinen Körper so durcheinander geschüttelt, dass ich nicht mehr wusste, wo das Herz sitzt. Ich hörte es nur noch klopfen. Immer lauter, als wollte es jeden Augenblick herausspringen. Dann meine Hände: alles voller Blasen! Und auf jedem Stein sackte ich ein bisschen mehr in mich zusammen. Bis ich schließlich, wie im Traum, das Ortsschild 'HEM' vor mir sah. Das Ende der Hölle! Nur noch vier Kilometer bis zum Ziel! Da fiel auf einmal der ganze körperliche Schmerz von mir ab. Ich fühlte mich wie ein Kind auf dem Weg zur Kirmes."

Moralische Sieger
So war wohl einst auch dem Franzosen Roger Lapébie zumute, als er - 1934 - nach einer Panne 15 Kilometer vor dem Ziel sich blitzschnell das Rad einer Zuschauerin schnappte und mit diesem die kleine Spitzengruppe wieder einholte. Danach sah er am Straßenrand ein Rennrad stehen, "lieh" sich auch das aus und gewann damit! Doch das Glück währte nicht lange: Das geborgte Rad hatte - wie vom Reglement verlangt - weder eine Rahmennummer, noch war es am Start verplombt worden. Lapébie wurde disqualifiziert, trotz allem aber als der moralische Sieger gefeiert.

Eine Fehlleitung durch das Führungsfahrzeug führte 1949 drei Siegesanwärter, dem Feld voraus, nicht ins Radstadion, sondern auf dessen Parkplatz. Geistesgegenwärtig fanden zwei der drei durch den kleinen "Eingang Presse" doch noch den Weg auf die Zementpiste. Wo der Franzose André Mahé das Duell für sich entschied.

Im Sprint der Verfolgermeute sicherte sich ein gewisser Serge Coppi den dritten Platz. Was seinem berühmten Bruder Fausto nicht genug war. Er protestierte gegen den Sieger ein und erreichte, dass der schon geehrte Franzose die Blumen wieder abgeben mußte - an Serse Coppi. Mehr als ein halbes Jahr später erfuhr André Mahé doch noch verdiente Gerechtigkeit und er wurde erneut zum Sieger erklärt. Allerdings zusammen mit Coppi.

Die knappste aller Entscheidungen bei Paris - Roubaix , und die wohl härteste, erlebte ich - damals als Kommentator für das ZDF - im Jahre 1990. Damals "gewann" der Belgier Eddy Planckaert mit 1/1000 Sekunde bzw. zwei Millimetern Vorsprung gegen den Kanadier Steve Bauer. Schier endlose fünf Minuten dauerte die Auswertung des Zielfotos. Der Sieger hieß Planckaert. Die Jury wurde damit zwar dem Paragraphen gerecht, nicht aber dem "unterlegen" Sportler. Vehement plädierte nicht nur ich damals für zwei Sieger.

Ein zweiter deutscher Name
Fast immer haben große Rennfahrer die "Hölle des Nordens" als Sieger verlassen. Sie hießen u.a. Fausto Coppi, Van Steenbergen, Bobet, Van Looy, Peter Post (seit 1964 Rekordmann mit einem Schnitt von 45,129 km/h), Janssen, Moser, Roger De Vlaeminck, Kuiper, Kelly, Marc Madiot, Duclos-Lassalle, Ballerini, Tafi, Museeuw und zuletzt Tom Boonen.

Nur, ein zweiter deutscher Name fehlt noch in diesem Goldenen Buch! Ein paar Asse waren nahe dran sich einzutragen - wie Altig, Thurau, Braun, Zabel, Olaf Ludwig und Steffen Wesemann.

Ist es vielleicht an diesem Sonntag so weit? 110 Jahre nach Josef Fischer? Auch wenn es noch nicht Ostern ist...

Klaus Angermann

 

09.04.06 16:56

33505 Postings, 6074 Tage PantaniGratulation in die Schweiz

Super Fabi.

 

Gruss Pantani.

 

09.04.06 17:10

33505 Postings, 6074 Tage PantaniHätt ich nicht gedacht,Super sach ich.

 

Gruss Pantani.

 

09.04.06 21:12
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15549 Postings, 6081 Tage quantasGratulation an Fabian Cancellara


Rustikal: Cancellara mit der Sieger-Trophไe.

Cancellara landete mit dem Sieg in Roubaix den mit Abstand grössten Erfolg in seiner noch jungen Karriere. Vor zwei Jahren war er dem Triumph in der «Hölle des Nordens» schon einmal ganz nahe gewesen, doch damals musste er sich im Schlusssprint der Spitzengruppe mit Platz vier bescheiden. Die bisherigen Highlights Cancellaras waren der Prologsieg vor zwei Jahren in der Tour de France und die Bronzemedaille an der WM im Zeitfahren 2004.

 

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