Der Planet der Affen

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eröffnet am: 21.06.04 12:27 von: Schwachmat Anzahl Beiträge: 6
neuester Beitrag: 05.07.04 16:26 von: zombi17 Leser gesamt: 713
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21.06.04 12:27

6383 Postings, 7179 Tage SchwachmatDer Planet der Affen

Der Planet der Affen (oder: PEOPLE ARE STILL HAVING SEX!!!)

In meiner Kindheit gab es viel zu entdecken. Ich weiß nicht, wie die Welt für Kinder heute aussieht. Heute, da sie mit einer unzahl von TV-Kanälen, 24-Stunden Programm Nonstop, dem eigenen Homecomputer und dem Internet aufwachsen. Ist das ein Mehr an information, oder nur ein Mehr an Wirrungen..?  

Ich wuchs mit dem TV auf, und das hieß anfangs: Drei Hauptsender, und zwei Nachbarsender. ZDF; ARD, Bayern 3, ORF (das österreichische TV), und ORF 2. ORF 2 hat meine Kindheit entschieden mitgeprägt. War dies doch der Sender mit den Freitagnacht-Filmen.

Damals lief nicht auf jedem Sender eine Unzahl von Spielfilmen, hundertfach durch Werbung unterbrochen. Spielfilme waren in meiner Kindheit Leckerbissen. Sie waren relativ selten, und für mich, der sein gesamtes Taschengeld in Kinos trug, war es eine riesige Freude wenn mein Vater Freitagnacht in ein Wirtshaus verschwand und ich mit meiner Mutter den Freitagnachtfilm sehen konnte. Meinem Vater war das aus unerfindlichem Grund nicht recht, doch meine Mutter erlaubte mir diese besondere Leidenschaft. Um 22 Uhr 20 (denk ich) fingen dann Filme an, die getrost als die Höhepunkte des Amerikanischen B-Pictures bezeichnet werden können. Es waren dies Filme von Abenteurern, Ganoven, Spionen, Horrorfilme ebenso, wie Actionfilme voller Verfolgungsjagden und Ballereien, und sehr oft Science Fiction-Filme. In dieser Programmreihe sah ich zum erstenmal "Silent Running" (mit Bruce Dern), und wirklich, der Film ließ mich nicht kalt, da er den ökologischen Gedanken ungefähr 15 Jahre vorwegnahm.  

Vor allem blieb mir ein Film in Erinnerung, der sämtliche Verschwörungstheorien und Akte X-Ideen in den Schatten stellt. Es war ein SF-Film, in dem es um einen Gedanken ging , der heute kein Kind mehr beeindrucken würde: Ein Außerirdischer lebt als Mensch getarnt auf der Erde.
Ganz genau betrachtet war er ein Gott. Etwas naiv, aber auf der Erde, um zu beobachten.

Der staunende Junge, der ich war, folgte dem Ausserirdischen auf einem Trip durch das Amerika der 60er Jahre. Zwei Momente des Filmes sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Zum einen, der Schluß des Filmes, wo der Alienmann, seinen Menschenfreund in eine Höhle führt, wo all seine Vorfahren in einer unendlichen Reihe von Sarkophagen aufgebahrt in einer Höhle stehen. Der letzte Platz, sein Platz, das sollte das Ende der Beobachtung der Menschen, und gleichzeitig das Ende der Menschheit markieren. Starker Stoff.

Die andere Szene zeigte das Alien mit seinem Freund auf einer Party, deren Sinn dem Erdengast etwas schleierhaft erschien. Also versuchte der Menschenfreund eine Party zu erklären. Daß sich dort Männer und Frauen treffen würden, zum kennenlernen, und so weiter. Worauf der Alienmann fragte:  
"Kann ich hier sehen wie Menschen sich paaren..?"
Der Freund lacht, ich lache, toller Witz, und eben dieser Witz sollte mich nie wieder loslassen. Denn die Frage war eigentlich:

WARUM kann ich keine Menschen auf einer Party bei der Paarung sehen?

Angenommen ich bin das Alien, und angenommen ich kann in die Menschen sehen. Ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse sehen. Was sollte ich meinen außerirdischen Freunden übermitteln?
Hier folgt die Übersetzung des Reports an die Rasse der Luap in den Plejaden:

"Liebe Freunde, vor wenigen Tagen entdeckte ich bei meinen Studien der Menschen ein Buch eines Italieners. Sein Name ist Aretino, und er lebte vor ungefähr 500 Jahren (Erdzeit). In diesem Buch habe ich ein paar Hinweise bekommen, die ich Euch unbedingt mitteilen möchte. Es läßt den Leser das Gespräch zweier Frauen belauschen, die sich über ihre Erfahrungen mit Männern, Frauen und Sex austauschen. Es ist dies, wie das fehlende Glied, das ich so lange gesucht habe. Erinnert ihr Euch noch über die vielen Unklarheiten und Fragen, die das menschliche Verhalten für mich aufwarf? Nun habe ich die Antwort:
Der Mensch ist vom Sex gesteuert, und vom Sex allein. Alles was Mensch macht oder gemacht hat, ist ausschließlich (oder im besten Fall "überwiegend) von seinem Trieb gelenkt. Bei den Menschen gibt es einen Spruch, der besagt, die Männer würden mit ihren Schwänzen denken. Dies ist die Wahrheit. Und Frauen denken mit Ihrer Muschi. Das gesamte Handeln und Streben, alles was heute auf der Erde zu finden ist, hat einen Ursprung in Lust oder sexueller Gier. Beim letzten Besuch im Zoo (vor Jahren) hatte ich noch versucht die Unterschiede zwischen den Primaten und Menschen herauszufinden. Nun kenne ich den Unterschied: Menschen sind zum einen um ein vielfaches lauter bei ihren Paarungsritualen. Und sie sind um ein vielfaches unehrlicher - um nicht zu sagen verlogener. Gerade die Lügen scheinen eine zentrale Rolle beim Sexspiel eingenommen zu haben. Doch dazu später. Erst ein paar Worte zum Lärm:

Während Affen laut "Uh-Uh" rufend oder kreischend über Felsen und durch Bäume turnen, ehe sie ein Weibchen bespringen oder sich bespringen lassen, haben Menschen andere Formen des Werbens um den Partner oder die Partnerin entwickelt. Zum Beispiel gelten Gegenstände der Fortbewegung als Ausdrücke sexueller Potenz. Was bei Affen noch ein roter Hintern oder eine pralle Eichel war, ist bei Menschen ein Mofa, Motorrad, später ein Auto, mehrere Autos, und in der Hierarchie der Potenzsymbole müßten demnach Flugzeuge ganz oben stehen. Dies gilt für Männer wie Frauen gleichermaßen. Ich muß inzwischen bezweifeln, daß jemals etwas anderes, als der Wunsch zu beeindrucken hinter der Anschaffung eines Fortbewegungsmittels stand. Genau wie auch alles andere Materielle, wie auch bedruckte Scheine oder Plastikkarten mit Magnetbeschichtungen als Ausdruck von Potenz gesehen werden können. Der laute Ghettoblaster, das extra winzige Handy, die Watt-Zahl der Hifi-Anlage. Die teure Armbanduhr. Der teure Anzug, Das teure Kleid. Alles nur Potenzsymbole.

Menschen weigern sich, dies zuzugeben, doch ich weiß nun mehr, und habe erkannt, daß das alles nur ein Bestandteil des Spieles ist. Kriege werden nicht geführt um Landesgrenzen zu verschieben, sondern weil bestimmte Menschen andere Menschen sexuell beeindrucken, oder Stämme miteinander mischen wollen.
(Wieviele Kriege wurden für Frauen gekämpft, wieviele unglückliche Lieben führten zu Stammesfehden..?)
Erstaunlicherweise gibt es etwas, das als sexueller Reiz mehr zählt als jede Schönheit oder Liebesfähigkeit: Macht. Mächtige Menschen machen das Fehlen jeglicher Erotik (oder Erfahrung in sexuellen Genuß) in ihrem Leben durch Macht wett. Interessant ist dabei nur, daß sie am wenigsten zugeben, daß sie überhaupt Sex haben.

Ich wollte die Sache mit der Materie noch ausdehnen, doch ist ein anderer Aspekt so interessant, daß ich mich kaum mehr zügeln kann: Die Lüge.

Die Masse der Menschen läßt ihre Geschicke von Politikern lenken. Eben diese Menschen gehören zu den Mächtigsten, gleich nach den Geldbesitzern. Angeblich werden sie vom Volk gewählt, und handeln für das Volk, doch habe ich nichts entdecken können, was diese These stützt. Vielmehr sind sie Könige und Königinnen, ohne die prachtvollen Gewänder vorangegangener Jahrhunderte. Anders als Königinnen und Könige von damals, erfährt man selten von sexuellen Handlungen dieser Mächtigen. Es scheint als hätten sie garkeinen Sex. Sie propagieren auch eine Gesellschaft ohne Sex. Das ist sehr seltsam, denn sie haben selbst Schwänze oder Muschis. Sie machen Gesetze, die Sex in verschiedensten Formen verbieten, aber Familien fördern oder erst schaffen sollen. Mir scheint, als würden sie ihre eigene Natur, ihre eigene Körperlichkeit verleugnen. Es wird über das Sexleben von Politikern nur berichtet in Form von sogenannten Skandalen. "Skandal" ist ein moralischer Begriff, der verurteilt wenn Politiker Sex haben, zu Huren gehen, oder sich von Frauen während der Geschäftszeiten einen Blasen lassen (Politikerinnen sidn entweder Mütter, udn dürfen garkeine Sexualität mehr haben, doer es ist gänzlich unwahrscheinlich sich bei ihr Sex vorzustellen. Siehe Margret Thatcher.). Es gibt auf der Erde extra Menschen die sich darauf spezialisiert haben, sexuelle Gewohnheiten offenzulegen, um Politiker zu stürzen. In früheren Jahrhunderten wäre das nicht möglich gewesen. Da war es ein offenbar ein natürlicher Bestandteil des Regententums Sex zu haben. Könige hielten sich neben ihrer Frau Mätressen, und Königinnen hatten einen ganzen Staat von Lustdienern. Jeder wußte es und vermutlich wurde auch darüber gesprochen.  

Ganz anders heute. Heute haben alle Sex, einschließlich der Mächtigsten, doch wird versucht alles Sexuelle zu verheimlichen und durch Gesetze zu erschweren. Ich habe dafür nur eine Erklärung: Daß Verbergen und Lügen einen besonderen Reiz der Sexualität ausmacht. Daß so, wie jedes Jahrhundert eine bestimmte Mode hatte, heute die allumfassende Mode ist, aus allem ein Geheimnis zu machen. Ein Verbot  machen, damit der erregende Kitzel der Lust gesteigert wird, sobald das Verbot übertreten wird. Natürlich ohne daß andere etwas davon bemerken. Aber gleichzeitig in der Hoffnung "entdeckt zu werden" um aus der daraus resultierenden Peinlichkeit neuen sexuellen Reiz abzuleiten, oder um den eigenen Ruf zu ruinieren, um dann noch tiefer in die Welt der Lust zu springen.

Nach den ethischen Begriffen der Menschen ist das "nicht in Ordnung". Dennoch spielt die Mehrzahl der Menschen genau dieses Spiel. In allen Bereichen menschlichen Seins ist Sex allgegenwärtig. Doch moralisieren die Menschen des 21ten Jahrhunderts mehr denn je.  

Die Sexindustrie der Erde hat gigantische Ausmaße angenommen. Doch darf das nur im Verborgenen geschehen. Häufiges Phänomen: Wird über Sex geredet, beginnen bei den meisten Menschen Lügen. Noch ein Phänomen: Die Lüge an sich scheint dem sexuellen Rreiz ähnlich oder verwandt zu sein. Noch ein Phänomen: Sowohl Sex als auch Lüge sind mit religiösen Tabus belegt, welche als die mächtigsten Tabus auf Erden gelten. Gerade das spornt viele Menschen dazu an, in diesen Disziplinen eine Meisterschaft zu erlangen. Entgegen den Versprechen der Kirche erscheint denen, die's besonders doll treiben kein Racheengel,der sie bestraft und stoppt, sondern auf Erden sind eben jene erfolgreich, die es verstehen andere für sich zu nutzen, zu benutzen, zu mißbracuhen, zu belügen, und ihren Vorteil auszubauen.
Lügen sind eine Art Verschleierung der wahren Interessen, sofern diese Lügen nicht aus Angst geboren werden. Schon Teenager lernen wie sie auf bestimmte Fragen zu antworten haben. So bedienen Teenager in Umfragen Klischees, von denen sie glauben, was Erwachsene für " normal" hielten. Jungs onanieren dann "zwei bis fünfmal die Woche" (obwohl dieser Wert wohl eher pro Tag zutreffend wäre), und Mädchen reden von "romantischer Liebe" (obwohl sie sich vielseitig selbst befriedigen, während ihr Blick auf den geilen Körper von Brad Pitt auf dem Poster über dem Bett gerichtet ist, und sie sich nicht nur Küsse vorstellen...)

Eben diese Lügen setzen sich im späteren Leben fort:
Frauen haben demnach heutzutage garkeinen Sex mehr, und finden Männer nur abstoßend. Männer sind angeblich ernsthaft an den Persönlichkeiten der Frauen interessiert.  

Die unausgesprochene Wahrheit ist das genaue Gegenteil. Frauen haben mehr Sex denn je, in allen erdenklichen Arten, finden Männer geil und benutzen sie gerne, und Männer haben sich null geändert und wollen einzig ihr Ding versenken. Sie haben alle nur besser gelernt zu Lügen, mit dem Segen der Kirche wie des allmächtigen Staates - denn beide Lügen "daß es kracht", wie auf der Erde gesagt wird.  

Frauen wollen geleckt und gestopft werden.
Kerle gesaugt werden, stoßen und abspritzen.  

Egal wohin ich sehe, finde ich mehr Beweise für meine Entdeckung. Selbst die Intellektuellen, die auf der Erde für theoretisierenden Sex (also eigentlich keinen Sex) und recht gewöhnliche Sexspielformen berüchtigt sind, gehen nur in Vorlesungen oder zu intellektuellen Treffen, um ihren intellektuellen Partner zu finden. (Das ist wie in intellektuellen Filmen, in denen zwei Stunden geschwätzt wird, um irgendwann die Brüste der schönen Hauptdarstellerin zu zeigen. Siehe Jean Luc Goddard).

Es wurde auf der Erde sogar eine Krankheit erfunden, deren einziger Sinn darin zu bestehen zu scheint, das sexuelle Wagnis größer erscheinen zu lassen. Damit gaukeln sie sich vor, daß es eine große Sauerei (weil tödliche Gefahr) wäre, wenn sie ohne Kondome ficken würden. Stell sich das mal einer vor. Es gilt inzwischen als besonderes Zeichen von Verruchtheit und Perversion, ohne Gummi zu ficken um damit die eigene Hingebung an den oder die Andere(n) zu zelebrieren. Weil riskant. Als ob das jemals anders gewesen wäre. (In anderen Zeiten konnten selbst harmlose Sexkrankheiten schwerste Folgen für's Leben haben. Sex war zu keiner Zeit ohne Risiko!!!)
Es war nie anders. Eben weil es so gewöhnlich ist, machen die Menschen heute mehr daraus.

Ich gehe davon aus, daß gerade jene, die moralisch ihren Zeigefinger erheben, die wildesten Sexformen leben. Dabei scheint das Kino, vor allem Hollywood, eine wichtige Rolle zu spielen. Es werden dort Geschichten von Menschenmonstern erfunden, die großes Vergnügen an allen Arten von Sexmorden haben. Offenbar nur, um davon abzulenken, daß gerade die harmlosesten, unscheinbarsten Menschenbürger als Kinderschänder unter ihren Artgenossen leben.  

Viele Menschen verurteilen und verachten Kinderschänder, aber sprechen Kindern ab eine eigene Sexualität vor dem 18ten, 16ten oder 13ten Lebensjahr zu haben. Mir scheint, daß die Menschen es sich dort sehr einfach machen, um sich nicht in Gefahr zu bringen, selbst zu Kinderschändern zu werden. (Wie sonst ist das ambivalente Verhalten von Erzieherinnen in Kindergärten zu erklären. Die zwar Kindern alles erdenkliche beibringen wollen, doch Kuscheln gehört nicht zum Programm, da Kinder vielleicht keine Trennlinie zwischen Kuscheln und Sex kennen..?)  

Ich habe Menschen  kennengelernt, die weit bevor sie in die Schule kamen ein lebhaftes Interesse für die Öffnungen zwischen ihren Beinen gehabt hatten. Die Menschen tun das als "Doktorspiele" ab, doch bin ich mir fast sicher, daß Kinder ein außergewöhnliches, weil unverkrampftes Empfinden von Körpern haben. Ich werde dazu weitere Beobachtungen anstellen und weitere Reporte folgen lassen.  
Vermutlich ist eine einfache Wahrheit, daß Menschen generell sexuelle Wesen sind: Von dem Moment, da sie sich ihrer Körper bewußt werden. Daß Menschen sich dadurch definieren, daß sie Körper haben und zu sinnlichen Empfindungen fähig sind. Es scheint auch zur Evolution dieser Menschenspezies zu gehören, daß sie die Funktionsweisen ihrer Gehirne besser kennenlernen, und dem entsprechen, wenn sie ihre Sexualität modifizieren um dadurch den Reiz zu erhöhen.

Es ist schwer einzuschätzen, ob die Menschen voriger Jahrhunderte ihren Sex sinnlicher empfunden haben, oder die Menschen des 21ten Jahrhunderts. Ich glaube, daß die Masse der Menschen, es sind längst über 6 milliarden Menschen auf der kleinen Erde (Tendenz steigend), einige recht absurde Spielformen der Sexualität lebt. Cybersex oder Telefonsex, die sich mir einfach nicht erschließen wollen, denn selbst als Nichtmensch empfinde ich die Nähe eines menschlichen Körpers als angenehm, und weiß nicht wie ein Monitor oder Telefonhörer das ersetzen soll. Kann doch nichts das Aroma und den Geschmack von Körpersäften ersetzen oder imitieren. Auch hat sich auf der Erde noch nicht herumgesprochen, daß elektronische Medien das sinnliche Empfinden herabsetzen. Vielleicht müssen die Menschen auch erst die Fehler begehen, die auf unserem Planeten gemacht wurden.

Bevor ich diesen Report beende, noch ein letzter Eindruck:  
Das wichtigste beim interaktiven Sexspiel bei Menschen ist, was ein anderer Mensch von ihnen denkt.  
Zum Beispiel ist eine häufige Phantasie von Menschen, daß sie gerne Sex in der Öffentlichkeit hätten. Wer dies direkt und frei ausspricht, wird belächelt, nicht wirklich für voll genommen.  
Wer das jedoch praktiziert, gilt erstaunlicherweise als mutig und steigt in der Hierarchie der Achtung auf - jedoch nur, wenn diese Menschen sich zu dem bekennen was sie tun. Das ist allerdings ein wenig konfus, denn die meisten Menschen tun so, als ob sie nichts sehen, wenn Sex in der Öffentlichkeit stattfindet.  Weshalb sollte man sich etwas entsagen und entgehen lassen, wenn es ohnehin nur von jenen wahrgenommen wird, die es wahrnehmen wollen. Aber auch: Weshalb sollte man sich zu etwas bekennen?

Ja, Menschen sind recht seltsame und vielschichtige, insgesamt schwer durchschaubare Wesen. Bis demnächst.

 

22.06.04 10:33

6383 Postings, 7179 Tage SchwachmatPolitik - Mangel an Phantasie und Sex

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich fast darüber lachen. Tagtäglich sind in allen Medien wie eh und je die Schreckensmeldungen menschlicher Schwäche, Dummheit und Unzulänglichkeit zu finden. Und was macht es doch für einen gewaltigen Spaß aufeinander einzuhacken. Immer feste rein in die Fresse! 
Politiker X ist ein Versager? Er ist Schuld an unser aller Misere? Na, wer's glaubt..! Wenn erst mal die Partei Y wieder dran ist, dann werden die Lügen gleich eine ganz neue Dimension bekommen, und der Schwachsinn wird bestimmt nicht weniger... 
Das fällt im Selbstmitleid jedoch kaum jemandem mehr auf. Noch weniger fällt irgendwem auf, daß die ganzen Diskussionen über die Not des Volkes genauso ablaufen, wie sie immer abliefen. Und am Ende steht die Fortsetzung. "Das dritte Reich,  Teil 2: Die Rückkehr der braunen Krisenmanager".

Doch die eigentliche Problematik liegt viel, viel, viel tiefer. Denn: Wie sollen unglückliche Menschen einen Staat mit Geschick führen?

Wie krank ist eine "Gesellschaft", die von Politikern Antworten erwartet, jedoch diesen Menschen jegliche Sexualität abspricht? Bill Clinton wurde für sein Sexspiel mehr in der Luft zerrissen, als George Bush für seine faschistischen Kriegsphantasien. Findest Du das normal? Ich nicht. Ich finde, daß Politiker vor ihrem Einsatz im Senat erst mal fünf Jahre Sextraining durchziehen sollten. Tantra, S/M, Massagekurse, Meditationstechniken, Orgasmusübungen, und so weiter. Nur das kann wirklich ein Schritt sein. Denn in dem Moment, da Politiker sich ihres Lebens als Mensch bewusst sind, und in der Lage sind Lust zu genießen, sind sie in der Lage andere Gedanken zu denken als: "Mehr Macht, mehr Macht, mehr Macht!!!"
Andere Phantasien zu entwickeln, als Geldgier und Stolz auf die eigene Verschlagenheit.

Es ist egal welche Partei Du wählst. Die Lügen, auf denen sie schwimmen, sind die Lügen in denen "das Volk" ertrinkt. Sieh' Dir die Gesichter der Staatsmänner und -frauen an. Sind das glückliche Menschen? Abgesehen davon, daß ihre Aufgaben angeblich verhindern, bestimmte Dinge zu genießen, glaube ich nicht, daß irgendwelche Politiker in der Lage sind Lust zu haben. Ich meine Lust mit einer Liebe zu sich und Sexpartnern. Im besten Fall sind Politiker in der Lage mit Sex etwas zu kompensieren. Aber nicht dabei erwischen lassen, kleiner Schlingel. Sonst Skandal!

Ich sage: Mir sind PolitikerInnen tausendmal lieber, wenn sie Sex haben (egal ob mit SexarbeiterInnen oder FreundIn oder Ehefrau/mann), als wenn sie so tun als wären sie irgendwelche Geistwesen. Es sind nämlich keine. 

Es gab eine Zeit, da wurden Könige nach Stärke und Gesundheit ausgewählt. Heute werden "wir" regiert von altersschwachen, fettleibigen, frustrierten, deprimierten Lügnern, deren ganze Impotenz daran abzulesen ist, daß sie zu keinen klaren, eindeutigen Aussagen mehr fähig sind. Das Vorbild dieses Menschentypus ist Helmut Kohl, der seine Aufgaben nur aussitzen, aber nicht lösen konnte - denn besonders beweglich war er nicht mehr. 

Das ist Pervers. Keine sexuelle Spielform auf Erden ist so krank und pervers, wie unser sogenanntes politisches System. Ich schreie allen zu: Vergesst die Möglichkeit, daß sich etwas zum Guten wenden wird. Denn ohne Liebe macht das keinen Sinn. Solange ein Politiker oder eine Politikerin nicht in der Lage ist Entscheidungen im Namen der Liebe, statt im Namen eines imaginären Volkes zu treffen, werden Menschen weiterleiden. Solange PolitkerInnen kein ausgefülltes und befriedigendes Sexleben haben, werden sie nicht erkennen, daß sie Menschen sind, die nur eines brauchen: Berührung, Zärtlichkeit, Nahrung und Liebe. Sie werden ihre Körper als Maschinen missbrauchen. Und sie werden glauben, daß andere Menschen ebensolche Maschinen sind.

Nun, Bushy, in meinen Venen fließt Blut. Vielleicht würde bei dir was anderes rauskommen, wenn man dir Messer reinrammte...Aber vermutlich würdest auch du jämmerlich verbluten, so wie du Soldaten für deine gierigen Interessen verbluten lässt. 

Blut. Ein entscheidender Punkt: Wir alle LEBEN. Unsere Körper sind Wunder und sie zu achten und zu lieben ist ein wirkliches Gesetz. Politiker, die das missachten sind keine Wesen, die über mich bestimmen dürfen. Das hat nichts mit verkorkster Religion oder religiöser Moral zu tun. Wer in den Armen der oder des Liebsten einmal gefühlt hat, wie tief der Frieden gehen kann, wie groß und leuchtend die Liebe ist, wird sich nicht mehr von den lausig dummen und öden Spielen der Macht und des Geldes berühren lassen.

Es geht hierbei nicht um Probleme eines imaginären Staates, oder einer imaginären Gesellschaft.  Es geht nichtmal um Deine Gefangenschaft innerhalb eienr Kaste. Das sind Gedankenkonstrukte. Es geht um Dich. Es geht darum, ob Du befriedigt bist. Ob Du Lust hast. Ob Du Lust genießen kannst. Ob Du Liebe fühlst. Ob Du Dich geliebt fühlst. Ob Du liebst. Nicht mehr, nicht weniger. Einzig Deine individuellen Antworten auf diese Fragen werden die Welt ändern. Zum Guten ändern. Für Dich. Und wenn sich die Welt für Dich in einen wundervollen Ort verwandelt hat, wirst Du vielleicht andere Menschen mit Deiner gefundenen Liebe infizieren.

Politiker können nur Tod in seinen vielen Farben bringen und selbst sterben. Politiker müssen mit allen Mitteln nach Aufmerksamkeit gieren, denn eine der einfachsten Wahrheiten ist für die Politiker und Machtmenschen am schwersten zu ertragen: Wenn sie weg sind, wird die Erde weiterbestehen - und selbst die Menschen kämen klar, ohne sie...Politik und Politiker sind überflüssig. Doch Du bist das Leben, Bestandteil dieser Welt, und einzig Dein höchsteigenes Wunder ist für diese Erde von Bedeutung
Hör' auf Zeitungen zu lesen und richte Dich einzig nach Deinem Herzen.

Jetzt!
 

 

23.06.04 19:12

6383 Postings, 7179 Tage SchwachmatDas goldene Zeitalter des Schwachsinns

Das goldene Zeitalter des Schwachsinns
Oder: Computer sind so doof, wie Jene, die sie und die Programme darin schufen
 

Schritt eins.

Der erste Schritt führt mich zurück. In Kindheitstage. Meine erste Berührung mit etwas, das entfernte Ähnlichkeit mit einem Computer hatte, war ein Telespiel. Eine Atari Konsole mit wunderbaren Spielmöglichkeiten. Die eckigen, bunten Quader sprangen fröhlich auf dem Bildschirm herum, und es war ganz normal, daß die Faszination dieser elektronischen Spiele (Pac Man oder Donkey Kong) selbst sonnige Sommernachmittage ausblendete. 

Die mitgelieferten Sounds waren unerträgliches Gepiepse, das ich meist mit Musik überdeckte.

Schritt zwei.

Einige Zeit später hatte ich eine elektronische Schreibmaschine mit Display. Ich empfand es als genial einfach, daß ich nun eine Seite oder mehr tippen, speichern, auf dem mickrigen Display ansehen, und nach der Korrektur ausdrucken konnte. Nie mehr ein Tippfehler auf der letzten Zeile, der mich zwang, die Seite neu zu schreiben, oder zum Tipp-Ex zu greifen.

Schritt drei.

Wirklich ekstatische Zeiten brachen heran, als ein Freund mir seinen alten Atari überließ. Eine Kiste mit Monochrombildschirm und netten, einfachen Programmen.
Ich benutzte das Ding, um Tonnenweise Texte zu schreiben, und naja, wenn's irgendein Problem gab, dann wurde das mit kleinen Bomben auf dem Monitor angekündigt - ehe der Absturz manche geniale Zeile in die Twighlightzone verbannte.

Ich will nicht unbedingt den Atari heiligsprechen, doch das Ding war das perfekte Schreibinstrument, und funktionierte hervorragend. Es gab eine handvoll intelligenter Parameter, und eine handvoll Zubehör, und dieses kleine, bescheidene Maschinchen war ein hilfreiches Arbeitsinstrument. Ich brachte Tage und Wochen vor diesem Ding zu, und einige interessante Texte entstanden. Bis ein Virus von einer Diskette die Tagebucheintragungen eines ganzen Jahres killte, und ich den Spaß daran verlor.

Schritt vier.

...was nicht zu schlimm war, denn zu dieser Zeit weihte mich mein Freund Yamo in das Wunder "PC" und dort in das Programm Photoshop ein. Ohne Frage: Das war eine grossartige Zeit. So phantastisch, daß ich nach zehn Stunden am Monitor selbst vor dem Einschlafen die vielen bunten Möglichkeiten vor meinem Auge sah. Der PC und Photoshop entsprachen am ehesten einer Droge, und ich war in dem Moment süchtig, als ich ahnte, was ich an Bildern schaffen konnte. Bilder, für die ich in meinem Schwarzweiß-Fotolabor Tage benötigt hätte; nun genügten Stunden und in Farbe entstanden Collagen, die alles übertrafen, was ich mir je vorgestellt hatte. Ich war begeistert. Ich war infiziert.

Damals war die Rechnerleistung noch etwas dürftig, aber naja, mit etwas Geduld ging das schon, und mir war klar, daß ich auch so ein Ding brauchte. Aber dringend!

Schritt fünf.

Ich bekam so ein Ding, und nutzte es als Werkzeug. Mein Werkzeug für Bilder und Texte. Für ein paar Wochen wurde ich vom Lara Croft-Fieber durchgeschüttelt, aber ganz ehrlich, den Charme meiner Kindertelespiele erreichte das Hightech-Ding nicht. Die Luft war bald raus, und ich habe mich einen Scheiß drum gekümmert, alle Level durchzuspielen. So interessant war das nicht. Wirklich nicht.

Um's kurz zu machen: Ich arbeitete FÜNF JAHRE an meinem PC ohne einen einzigen Absturz.  Kein Scheiß! Sowas gibt es! 
Ich hörte von anderen, die sich mit ihrem PC rumärgerten, aber ich hatte null Probleme. Windows 95 lief fabelhaft, und die paar Programme auf meiner Kiste taten das was sie sollten: Sie funktionierten.

Das wäre vielleicht so weitergegangen, hätte ich nicht die üble Idee gehabt, ein paar essentielle Dinge von der Festplatte zu löschen. Damit war die sorgenfreie Zeit vorbei, und ich tauschte meine alte Kiste, gegen eine neue. Mit Windows 98...

Damit begann der Schwachsinn, und hält bis heute an.

Schritt sechs.

Es war mir immer ein Rätsel, warum manche Leute tausende Programme auf ihrem PC benötigten, warum sie tausende Schriften für ihr Schreibprogramm benötigten. Warum jedes Jahr eine neue Version von tadellosen Programmen auftauchte. Doch noch größer war das Rätsel, warum manche User diesen Mist mitmachten, und ihre PC's mit Schwachsinn fütterten, den niemand brauchte. Nun, manche Leute brauchen nichtmal einen PC. Gewissermaßen ist so eine Kiste noch immer ein Prestigeobjekt, das kaum jemand beherrscht.

Wie auch?

Als ich meine neue Kiste bei mir stehen hatte, staunte ich über diese UNMENGEN AN SCHWACHSINN. Trillionen Parameter in jedem Programm und das neue Windows-System hatte mehr Schnick und mehr Schnack, als ich jemals benötigen werde.
Statt übersichtlicher geworden zu sein, hatte ich nun einen PC bei mir, bei dem ich erstmal durch einen Wust an Einstellungen klettern mußte. Aber wozu? 
Ich glaube keine Sekunde, daß ich zu dumm für diesen Mist bin. Ich bin ein relativ einfacher Mensch und ich weiß was ich will: Ein Programm zum Schreiben, ein Programm für Bildbearbeitung, und irgendwas für's Internet. Mehr nicht. 

Womit ich in der Computerwelt ein krasser Außenseiter bin. Denn da ist es ganz normal, sich alles auf den Computer zu laden, was irgendwie NEU ist. Ob es jemals gebraucht wird...Egal. Rauf auf die Festplatte!

Geht es um Angeberei? Um das eitle Abgewichse, etwas zu haben, was andere nicht haben? Kann natürlich sein, aber ich glaube eher an eine Art Massenpsychose, die durch subliminale Botschaften auf dem Monitor erzeugt wird. Etwas wie: 
DU KANNST NICHT MEHR KLAR DENKEN! KAUF WAS NEUES FÜR DEN PC!
In Sekundenbruchteilen kurz über den Bildschirm blitzend. Sich ins Unterbewußtsein fräsend.
Ja, die einfachsten Idiotien sind noch immer die Besten. 

Es gäbe keinen Grund zu klagen, wenn das was ich kaufe, wenigstens funktionieren würde...
Ich erinnere kurz: Früher kaufte ich eine Stereoanlage, schloß sie ans Stromnetz an, schloß die Lautsprecher an, legte ein tape ein, und voilá: Musik!
Anders beim Computer: Ich kaufe eine neue Hardwarekomponente und riskiere beim Anschluß, daß der ganze PC flachgelegt wird. 

Kennst Du das flaue Gefühl vorm öffnen des PC-Turms..? Du denkst das ist Irre? Na, einen hab ich noch! Der maximale Wahnsinn ist doch wohl, daß wir uns alle daran GEWÖHNT haben, daß ein Computer nicht funktioniert...

Wir geben viel Geld aus, für etwas, das nicht funktioniert. Oder anders gesagt: Würdest du dir eine Uhr kaufen, von der du weißt, daß du sie erst zum Laufen bringst, nachdem du einen Uhrmacher konsultiert hast?
Würdest Du ein Auto kaufen, das in der Gebrauchsanleitung bereits ankündigt, daß das Bremssystem kleine Mängel haben kann, die, naja, in der Version 0.2 vielleicht behoben sein werden..?

Völlig paralysiert sitzen Menschen vor diesen Maschinen, verstehen langsam aber sicher gar nicht mehr, was IN diesen Maschinen vorgeht, und werden immer aufs neue  mit Sachen zugemüllt, von denen NIEMAND weiß wozu sie gut sind.

Zum Beispiel: Früher habe ich eine Photo-CD ins Laufwerk geschoben, und einfach Bilder in mein Bildbearbeitungsprogramm ziehen können. 

Heute bekomme ich ein vollkommen überflüssiges Auswahlmenü, mit dem ich die "Bilder meinem Monitor anpassen kann..."Ja, verdammt, wozu denn das??? Ist die Welt in einem solchen Perfektionismuswahn? Ein Bild ist nur eine minimale Abbildung der Realitäten. Wie Wahnsinnig muß man den sein, um anzunehmen, man könnte die Farben im Druck "identisch" wiedergeben? 
Warum können die Leute nicht einfach ein bißchen locker bleiben? 
Ein PC ist nix als ein Werkzeug. 
Sowas wie ein Schraubenzieher oder ein Staubsauger. Oder eine Klobürste.
Weiter nix. Ein PC wird nie einen Freund ersetzen, und es gibt einfach verdammt vieles, was so eine Kiste NICHT KANN. 
Weshalb haben die Programmierer den Wahn, genau das verkaufen zu wollen? Einen Freund, der alles kann? Haben diese Freaks ein so gestörtes Verhältnis zum Leben, daß sie nichts mehr merken? Haben sie vergessen, wie toll es war, das erste Mal am Computer etwas gemacht zu haben, und es war EINFACHER als ohne Computer?

Heute ist es bereits am Kippen. Alle schreien laut "Geschwindigkeit". Doch die Computer werden immer langsamer. Denn die Zeit, die der Computer uns sparte, wird mit durchkämpfen durch Funktionsparameter der Programme zunichte gemacht. Oder mit dem lesen der Gebrauchsanleitung...
Ach ja, das Buch!
Ich greife zum Beispiel immer öfter wieder zum Buch, weil Freund Hirnwichs im Internet unbedingt Shockwave Flash nutzen muß. Wodurch das Laden einer Seite millionenmal länger braucht, als einfach in den Buchladen zu gehen, ein entsprechendes Buch zu kaufen, und aufzuschlagen...

Bist Du auch ein Blindfisch? 
Glaubst Du, das Internet ist schnell?

Nun, es könnte schnell sein. Doch statt an Inhalten zu arbeiten, dödeln alle wie Kinder an Telespielen an der Form herum. Selbst die Seiten von Institutionen müssen heute eher Visuell etwas hermachen und repräsentieren, statt daß sie einfach zu handhaben sind. Aber welchen Sinn macht eine Seite eines...Stromerzeugers, für einen Kunden, wenn dieser nichtmal eine Mail an die Firma schicken kann. Weil alles soooo schick ist, daß nach zehn Minuten die Seite noch nicht geladen ist...

Oder was nutzen schicke, hübsch anzusehende Seiten über berliner Behörden, wenn die wichtigsten Sachen an letzter Stelle stehen: Die Öffnungszeiten. Ha! Die dann nichtmal richtig angegeben sind!!! 

Es scheint mir, daß der Computer nicht doof ist, wie Spliff einmal gesungen haben, sondern daß Computer doof machen. In dem Maß, in dem der User vor den Geräten sitzt, vergißt dieser die EINFACHHEIT.

Okay, ich könnte jetzt noch weiter labern, aber das Wort um das es geht, ist eben gefallen:

EINFACHHEIT.

Halte einen Moment inne, und überlege, ob die Kiste Dein Leben WIRKLICH einfacher macht. Oder ob das Ding längst zu einem Ärgernis geworden ist...

EINFACHHEIT!

 

24.06.04 01:01

6383 Postings, 7179 Tage SchwachmatTja, irgend etwas passiert halt immmer...

any time, any way...  

05.07.04 15:57

6383 Postings, 7179 Tage Schwachmatmoney makes the world go round...

Wodurch zeichnet sich der Mensch aus?

Durch sein Streben nach dem was er nicht hat? 
Ich nannte das mal "das Sreben nach Neuem". Vielleicht ist das nur ein wahnsinniges Ablenkungsmanöver. 
Ein Hinterherhetzen nach Dingen, die Mensch vom Eigentlichen ablenken sollen: Der Leere. 

Bis heute, hat es kein Mensch geschafft, ein allgemein gültiges Bild von "Wahrheit" oder gar "Sinn" zu finden. Selbst edle Geister wie Buddha, waren nur andere Arten von Sklaven ihrer Natur. 
Als Buddha seine weise Wahrheit aussprach, glaubten andere darin ihre Wahrheit gespiegelt zu sehen. 
Doch statt sich selbst Gedanken zu machen, hängten sie sich an einen orangenen Rockzipfel, und ließen sich zutexten, und von ihrer eigenen Wahrheit  ablenken. Doch viel schlimmer ist wohl, daß sie damit verhinderten, daß Buddha selbst frei war. Sie zwangen ihn in das Kostüm eines Wanderpredigers - und niemand kann sagen, was geworden wäre, hätten sie ihn frei gehen lassen. Gehen lassen können...
Die andere Seite: Wie erleuchtet war der Erwachte, wenn er glaubte, seine Weisheit an Andere weitergeben zu können, oder aus irgendeinem moralischen (?) Blah heraus dachte, er könne die Welt ändern?

Ich glaube weniger daran, daß irgendein Mensch als Mensch frei sein kann. 
Vielleicht ist jede Form von körperlichen Leben dazu verdammt in einer Abhängigkeit zu was auch immer zu stehen. 

Das ist nicht gerade einer meiner fröhlichsten Gedanken. Wenn ich ein Sklave bin, tja, was zum Teufel soll dann der Scheiß mit der Freiheit ??? Ein Wort, das von geistig Verwirrten in Umlauf gebracht wurde, um ein weiteres Druckmittel gegenüber fühlende Wesen zu schaffen..?

Mein bester Freund brachte mich auf eine andere Bedeutung von Freiheit: 
FREUHEIT: freu(de und)heit(terkeit).
Oder anders gesagt: Genieße, was du hast, wo du bist, jetzt. 

JETZT!

(Okay! Ich bin dran an dem Thema. näher als je zuvor.)
Kann sich jemand meine Schrecken vorstellen, als ich bemerkte, daß die Mechanismen der Abhängigkeit so subtil getrickt sind, daß ich praktisch keine Tomate mehr kaufen kann, ohne einen Salzstreuer gleich dazu..? Und das Messer für die Tomate. 
Das Schneidbrett für das Messer. 
Den Tisch für das Schneidbrett. 
Den Stuhl zum Tisch. 
Die Küche für Stuhl und Tisch. 
Die Wohnung für die Küche. 
Das Haus für die Wohnung. 
Das Stück Land für das Haus. 
Das Fahrzeug um das Land zu erreichen. 
Benzin um das Fahrzeug zu betreiben. 

...hier befinde ich mich an dem Punkt, wo das Gebilde fraktal explodiert. An jedem Einzelteil hängen weitere Teile. Das Gebilde aus Abhängigkeiten wird immer komplexer und undurchsichtiger. Allein für einen einfachen Reifenwechsel sind dutzende Werkzeuge nötig. Allein um ein Fahrzeug zu betreiben, unterschreibe ich mit Blut einen Vertrag mit...äh...ja...mit wem eigentlich?

Führerschein...Versicherungen...Steuern...Parkscheine...Autoclubkarten...Ein nicht enden wollender Kreislauf von Abhängigkeiten. Angeblich zum eigenen Nutzen. Dumm nur, daß das ganze Leben nur mehr dazu dient, für ein unbekanntes Phantom sein Leben zu leben. 

Naja...Es gibt ja ein paar Wochen Urlaub. Dann geht das schon alles, nicht wahr..? Wie großzügig unsere Sklavenhalter doch inzwischen geworden sind. Die Peitschenhiebe tun garnicht mehr weh.  That's what i call HUMANITIY. 

Ich will immer weniger. Bisher muß ich für ein Fahrrad keine Verträge unterschreiben. Aber naja, machen wir uns nichts vor, das kommt schon noch. Zu unserem und meinem eigenen Schutz...
Aber was brauche ich wirklich?

Ich will essen, trinken, ab und zu meine Gedanken ausdrücken - kann ja sein, daß das auch ne Dummheit meinerseits ist, aber naja, wo andere in den Krieg ziehen, und Menschen wie Sachen kaputt machen...Hm...Da kann ich ruhig das eine oder andere Bild schaffen...
Möglichst mit minimalen Mitteln. 

Doch wie ist das mit dem PC..? Kaum tippe ich etwas, brauche ich einen Drucker. Brauche ich Tintenpatronen, brauche ich Papier, brauche ich Programme, brauche ich Ordner für das Papier, Schutzhüllen, und was weiß ich nicht alles! Es ist zum wahnsinnig werden! Je weniger ich will, desto deutlicher wird mir, wie viel Scheiß sich bei mir ansammelt, und mir den freien Blick verbaut. 

Es scheint mir, als wären jene subtilen, clevere Mechanismen an mir angeschraubt. Sie sorgen dafür, daß selbst ich das System am Laufen halte. 

Welches System???

Wo Menschen  via SMS kommunizieren?
Wo Leute Party feiern, um das triste Alltagsleben zu vergessen - und nicht aus freude?
Wo Menschen schneller, hektischer, und kälter werden, obwohl sie fast alle nach Liebe und Wärme betteln und dürsten?

Würde eine Sintflut den ganzen Scheiß wegspülen, wäre ich auf einem hohen Berg, und würde mir das Spektakel mit einem zufriedenen und genußvollen Lächeln ansehen. Es gäbe nicht all zuviel dem ich Tränen nachweinen würde. Denn Mutter Erde IST im Gleichgewicht, und hat so manche Hochkultur überlebt, und mache Rasse aussterben sehen. Gaya bewegt sich gleichmütig durch das Universum, und kümmert sich nicht, um meine oder Deine Worte und Taten. 
Ökologie? 
Sowas blödes auch, Greenpeace interessiert sich für die Erde, aber sie interessiert sich nicht für Greenpeace.

Bleibt nur die Frage, ob mit den Menschen, auch die Lüge sterben würde. Die angstvolle, ausweichende, dumme Lüge, die immer dann auftaucht, wenn jemand vor dem beängstigenden Zustand des "allein gelassen werdens " steht.

Jeder ist allein, aber alle tun so, als wäre es anders, und geben sich beruhigenden Illusionen hin.
Und kaufen mehr. 
Kaufen. Die Beruhigungsdroge überhaupt. Früher gab es Jesus, Buddha oder wen auch immer, heute suchen die Menschen ihre Erlösung in den Einkaufszentren. Das neue Versprechen für Erlösung lautet: je mehr Du kaufst, desto sicherer wirst Du den Schmerz des Daseins ertragen. 

Tatsächlich ist es so, daß Du soviel zu tragen hast, daß Du keine zeit mehr für den Schmerz hast. Aber er ist da. Der Schmerz ist die Straße über die Du deine vollen Einkaufstüten und Kartons mit Hifi-Geräten schleppst. 

Du hast was vergessen..? Schnell umgedreht, zurück in Kaufhaus, bevor's zumacht, und Du allein Zuhause das Gefühl hast, es könnte Dir was fehlen. BRAV! 

In dieser Welt, wird die Größe eines Menschen weniger an seinen Taten der Liebe gemessen, sondern an seinen Besitztümern. Es gilt der am Meisten, der am Meisten hat. Jener ist der König, der nicht nur ein Auto hat, sondern mehrere - wenngleich er nur eines zur Zeit fahren kann. Jene ist die Königin, die viele Häuser hat, wenngleich sie nur ein Zimmer benötigt, zum Wohnen.

Anhäufung von Materie wird als richtig ermessen, als erstrebenswert und als Zeichen von Können. Es ist klar: Dieses Verhalten hält das System am Laufen. Du hältst das System am Laufen. Doppeltbrav!

Doch wer hat mehr Mut? Der Mensch, der viel anhäuft, und den Weg geht, den jemand Anderes vorgeschrieben hat, oder der Mensch, der nichts hat und nichts braucht?

Ist es wirklich eine große Tat Materie anzuhäufen? Ist es eine große Tat, Mutter Erde immer weitere Fetzen ihres Fleisches rauszureißen um fragwürdige Klischees zu erfüllen? 
Jedes Ding der Menschen wird mit gewaltigen Aufwand der Erde entrissen. Es scheint, als wären die Geräusche der Maschinen Schreie; die Maschinen schreien vor Schmerz. Sie schreien, weil es sie soviel Kraft kostet, gegen die Natur zu arbeiten.
Flugeuge durchschneiden den Himmel mit ohrenbetäubenden Lärm. Der Schrei der Maschinen zeigt, daß es den Tonnen Metall nicht leicht fällt, sich gegen die Natur aufzulehnen. Fugzeuge gleiten nicht wie Vögel durch den Himmel. Sie kämpfen wütend und leidend durch die Wolken, als wollten sie nicht da sein. Ab und zu holt sich die Erde eines dieser Monster zurück. Dann weinen die Menschen um ihre Brüder und Schwestern, doch wer weint für unsere Erde? Kann man damit Geld verdienen?

Das einzige, worüber sich die Menschen voller Lust Gedanken machen: Wie bekomme ich MEHR.
Mehr Geld.
Mehr Sex.
Mehr Macht.
Mehr Dies, mehr das...

Gibt es denn etwas, das über den Tod erhaben ist. Etwas, das Du ins nächste Leben mitnehmen kannst, falls sowas existiert? Oder ins Nirvana? Oder zu einem bärtigen Kerl auf 'ner Wolke..?

Wenn nicht, wozu all die Aufregung???
Warum atmest du nicht tief durch, jetzt, und sagst dir: Alles halb so wild. Meine Zeit ist da! Ich bin glücklich! 

JETZT!

Warum rennst du Phantomen hinterher?
Oder anders gesagt: 

Wann hast du zuletzt einen Baum berührt???

 

05.07.04 16:26

59073 Postings, 7607 Tage zombi17Das war mal gerade

vor einer halben Stunde. Ich bin sicher der Baum hat sogar leise gekichert, aber wohl nur weil ich danach schutzige Hände hatte.
Du solltest mal dein Dope wechseln, deins macht eindeutig deppresiv.  

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