Das Karfreitags-Gebet von Papst Benedikt XVI.

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 29.04.06 21:55
eröffnet am: 13.04.06 11:08 von: bammie Anzahl Beiträge: 15
neuester Beitrag: 29.04.06 21:55 von: bammie Leser gesamt: 572
davon Heute: 1
bewertet mit 3 Sternen

13.04.06 11:08
3

8970 Postings, 6648 Tage bammieDas Karfreitags-Gebet von Papst Benedikt XVI.

Heute schon in BILD: Das Karfreitags-Gebet von Papst Benedikt XVI.
?In Dir haben die Guten gesiegt!?

Vatikan ? Der Papst auf dem Leidensweg Jesu ? 500 Millionen Menschen weltweit werden morgen abend live im TV (u. a. Bayerisches Fernsehen) dabei sein, wenn Benedikt XVI. ab 21.15 Uhr in Roms Kolosseum die 14 Stationen des Kreuzweges Jesu geht. Es ist sein erstes Osterfest als Papst!
BILD erhielt vom Vatikan exklusiv die Genehmigung, bereits am heutigen Gründonnerstag das Gebet zu drucken, das der Heilige Vater morgen sprechen wird, bevor er der Kreuzigung Jesu gedenkt.

Die Texte für den Kreuzweg, die vergangenes Jahr Kardinal Joseph Ratzinger geschrieben hatte, stammen diesmal von Erzbischof Angelo Comastri, Generalvikar des Vatikans. Bereits heute abend wird Benedikt in Erinnerung an die Fußwaschung der zwölf Jünger durch Jesus in der Lateranbasilika 12 Männern mit Wasser und Seife die Füße waschen.

Das Karfreitags-Gebet von Papst Benedikt XVI.:

Herr Jesus, Deine Passion ist die Geschichte der ganzen Menschheit: die Geschichte, in der die Guten gedemütigt werden, die Sanftmütigen ... angegriffen, die Anständigen ... mit Füßen getreten und die, welche ein reines Herz haben, spöttisch verlacht werden. Wer wird der Sieger sein? Wer wird das letzte Wort haben?

Herr Jesus, wir glauben, daß Du das letzte Wort bist: In Dir haben die Guten schon gesiegt, in Dir haben die Sanftmütigen schon triumphiert, in Dir werden die Anständigen gekrönt und die, welche ein reines Herz haben, leuchten wie Sterne in der Nacht.

Herr Jesus, heute abend werden wir Deinen Kreuzweg nachgehen, und wir wissen, daß es auch unser Weg ist. Doch eine Gewißheit gibt uns Licht: Der Weg endet nicht am Kreuz, sondern er führt weiter, führt ins Reich des Lebens und in die Explosion der Freude, die uns niemand mehr nehmen kann! An der zweiten Station heißt es: In der Passion Christi hat sich der Haß ausgetobt, unser Haß, der Haß der ganzen Menschheit. In der Passion Christi hat unsere Schlechtigkeit reagiert auf die Güte, hat sich unser Hochmut gereizt entladen angesichts der Demut, fühlte sich unsere Verkommenheit beleidigt angesichts der strahlenden Lauterkeit Gottes!

Und so sind wir ... das Kreuz Gottes geworden! Wir, die wir uns töricht auflehnen, wir haben mit unseren widersinnigen Sünden das Kreuz unserer Ruhelosigkeit und unseres Unglücks gezimmert: Wir haben unsere Strafe geschaffen. Doch Gott nimmt das Kreuz auf die Schultern, unser Kreuz, und er fordert uns heraus mit der Macht seiner Liebe.

Gott nimmt das Kreuz! Unergründliches Geheimnis der Güte! Geheimnis der Demut, das uns mit Scham darüber erfüllt, noch hochmütig zu sein!

©2006 Libreria Editrice Vaticana, Citta del Vaticano; © KREUZWEG. Mit Benedikt XVI. am Kolosseum. Beten mit dem Heiligen Vater. Verlag Herder, Freiburg. 2006


mfg
Bild  

15.04.06 12:05

15556 Postings, 6089 Tage quantasGott war tot

Christen glauben an Jesus Christus. Sie glauben daran, dass er Gottes eingeborener Sohn ist, dass er von Maria geboren wurde, dass er gekreuzigt, gestorben und begraben wurde; sie glauben, dass er in das Reich des Todes hinabgestiegen und am dritten Tage auferstanden ist und aufgefahren in den Himmel - wo er zur Rechten Gottes sitzt und von wo er kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten. So sagt es das Apostolische Glaubensbekenntnis, das in der «westlichen» Christenheit gleich welcher Konfession gesprochen wird.

unbegreiflicher tausch

Christen glauben noch mehr. Sie glauben, dass Jesus Christus «um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt» worden ist (Röm. 4, 25). Sie glauben an das, was Karl Barth, einer der bedeutendsten protestantischen Theologen des vergangenen Jahrhunderts, einen unbegreiflichen Tausch nennt: Gott setzt sich an die Stelle des Menschen, und der Mensch wird an die Stelle Gottes gesetzt. Gott erniedrigt sich, indem er Mensch und sein Wort Fleisch wird; und Gott erhöht den Menschen, indem er den als leibhafter Mensch gestorbenen Jesus - den toten Christus - auferweckt. Dieser unbegreifliche Tausch ist das eigentliche Geheimnis des Osterfestes.

Gott tut das Unbegreifliche aus überschwänglicher Liebe und aus Gnade; er tut es, um die Menschen, seine Geschöpfe, loszukaufen - um sie freizukaufen aus der selbstverschuldeten Sklaverei ihrer Sünde. «So gross ist das Verderben des Geschöpfs», schreibt Barth, «dass weniger als die Selbsthingabe Gottes zu seiner Rettung nicht genügen würde.» - Hat sie aber genügt? Hat die Selbsthingabe Gottes ausgereicht, um den Menschen zu retten aus Sünde und Tod? Die Antwort, die christliche Theologie auf diese Frage gibt, lautet salopp formuliert: «Im Prinzip ja.» Mit der Auferstehung Christi hat die Zeit sich gewendet, ein neuer Äon ist angebrochen. Aber dessen Zeit hat sich noch nicht erfüllt, die Wiederkunft Christi steht noch aus.

Die neue Zeit, die Zeit, in der die Christenheit lebt, ist eine Endzeit. Halten wir uns wiederum an Barth: «Die Uhr ist abgelaufen, auch wenn das Pendel noch ein paarmal hin und her schwingt. In diesem Zwischenraum leben wir . . . Die Osterbotschaft sagt uns, dass unsere Feinde: Sünde, Fluch und Tod, geschlagen sind. Sie können letztlich nicht mehr Unheil stiften. Sie gebärden sich noch, als sei das Spiel nicht entschieden, die Schlacht nicht geschlagen, wir müssen noch mit ihnen rechnen, aber wir müssen sie im Grunde nicht mehr fürchten.» Darum auch könne, wer die Osterbotschaft vernommen habe, «nicht mehr mit tragischem Gesicht umherlaufen» und die «humorlose Existenz» eines Menschen führen, der keine Hoffnung hätte.

der schrei

Indes schwingt das Pendel nun schon zwei Jahrtausende weiter - und dies, obgleich Jesus den Seinen versprochen hatte, der Herr werde ihnen ihr Recht schaffen «in Bälde» (Lk. 18, 8). Ein Schalk, der dem Christenmenschen im Nacken sässe, könnte sagen, da brauche er ausser Geduld allerdings auch einigen Humor. - Christlicher Ernst, ob mit oder ohne Humor begabt, könnte versucht sein, in der ihm zugemessenen und zugemuteten Zwischenzeit so etwas wie eine ferne, eine sehr ferne Entsprechung zu jenem «Zwischen» wahrzunehmen, in dem Christus gefangen war. Dies Zwischen war ein Unten. Es öffnet sich als Abgrund in dem Augenblick, der im Matthäus- wie im Markusevangelium eindringlich geschildert wird. Unmittelbar bevor der gekreuzigte Jesus stirbt, entfährt ihm der Schrei: «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?»

In diesem Schrei, so der eminente katholische Theologe Hans Urs von Balthasar, versinkt der Gottessohn in die Totenwelt, «aus der kein Wort von ihm mehr heraustönt». Das Neue Testament schweigt sich weitestgehend aus über das, was dem toten Jesus in der Unterwelt widerfährt. Gibt die Gottverlassenheit, die im Moment des Todes Jesu sich kundtut, einen Fingerzeig? Balthasar spricht - tastend - davon, dass sich im Totsein Jesu alle Gottlosigkeit, alle Sünde der Welt, «realisiere»; oder auch: dass der gestorbene Erlöser im Totenreich der «reinen Sünde als solcher» ansichtig werde, der «absoluten Lebensentleerung des Toten». Gott habe das «Widergöttliche» in der Weise des letzten Gehorsams des Sohnes gegenüber dem Vater auf sich genommen.

Ohne den Sohn, heisst es im Johannesevangelium, kann niemand den Vater sehen oder zum Vater kommen. Darum wird, so Balthasar weiter, an dem Tag, da der Sohn tot ist und den Vater nicht sehen kann, «niemand Gott sehen, von ihm hören, zu ihm gelangen». Und dieser Tag ist der Karsamstag. Die Theologie kann von der «heilsgeschichtlichen Notwendigkeit» dieses Tages handeln: davon, dass der durch die Sünde in die Welt gekommene Tod den Menschen mitten entzweireisse, dass nur durch eine göttliche Tat die Entzweiung des Menschen geheilt werden könne und dass die Mitte dieser heilenden Tat «notwendig die Bruchstelle selber» sei: Tod, Hades, Verlorenheit in Gottferne. Die gebrochene Mitte vermittelt zwischen dem alten und dem neuen Äon. In dem «unfassbaren Augenblick zwischen Karsamstag und Ostern» - so ein letztes Mal Balthasar - findet die heilsgeschichtliche Wendung statt.

das unglückliche Gemüt

So kann Theologie, als Lehre vom Wort Gottes, dem Karsamstag seinen Platz in der Heilsordnung zuweisen. Aber wer ist schon immer so weise wie die Theologie? Kein Christ ist dagegen gefeit, dass der Karsamstag sich in ihm als Stimmung gleichsam ausdehnt. Es kann sich, wie es der Philosoph Hegel vor zweihundert Jahren formulierte, «das schmerzliche Gefühl, dass Gott selbst gestorben ist», breit machen. Das Gemüt, von dem dieses Gefühl Besitz ergriffen hat, ist ein unglückliches. Es kann sein Unglück - seine Gottferne und Glaubensschwäche - in dem Sarkasmus zu ertränken versuchen, der später aus Nietzsches Zarathustra sprach. Der hat den Teufel sagen hören: «Gott ist tot; an seinem Mitleiden mit den Menschen ist Gott gestorben.»

Das unglückliche Gemüt kann aber auch Jean Paul lesen, die «Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab», die der Dichter 1795 zu Papier brachte. Bei der Lektüre kann es in sein eigenes Unglück eintauchen - und darf hoffen, daraus verwandelt wieder hervorzukommen. Die dichterische Phantasie malt in düstersten Farben aus, wie es dem toten Christus ergangen sein mag an jenem Karsamstag: «Ich stieg herab, soweit das Sein seine Schatten wirft, und schauete in den Abgrund und rief: ?Vater, wo bist Du??, aber ich hörte nur den ewigen Sturm, den niemand regiert . . . Und als ich aufblickte zur unermesslichen Welt nach dem göttlichen Auge, starrte sie mich mit einer leeren bodenlosen Augenhöhle an . . .» - Doch das Szenarium grauenerregender Einsamkeit, in dem der tote Christus seine Rede hält und statt von Auferstehung nur von ewiger Mitternacht zu berichten weiss, ist ein Traumgespinst. Der schlafende Erzähler wird von dem erhabenen Schrecken eines heillosen Weltendes geweckt - auferweckt. Er findet seinen Glauben an einen guten Ausgang der Geschichte wieder. Seine Seele «weinte vor Freude, dass sie Gott wieder anbeten konnte». - Warum sollte es dem unglücklichen Karsamstags-Gemüt nicht ebenso ergehen können?

ujw.

 
 

15.04.06 13:00
2

8970 Postings, 6648 Tage bammieGott ist nicht tot,

er war, ist und wird immer lebendig bleiben. Die Menschen haben den Sinn des Daseins Jesus Christus überhaupt nicht verstanden. Stattdessen wurde das Bild durch die Macht der Kirche verzerrt und die Wahrheit seiner Worte blieb verborgen. Die wahren Worte, Jesus Christus, stehen im Thomasevangelium.

Ich sage euch die Wahrheit, Jesus wollte aufzeigen, das jeder Mensch selbst ein Teil Gottes ist. Jeder Mensch, wenn er doch wirklich wollte, kann seinen eigenen göttlichen Wesenskern in sich selbst entdecken. Nicht umsonst heißt es, "Erkenne Dich Selbst" ! Nur deswegen kam er auf die Erde, nur um den Menschen genau Das mitzuteilen.

Die prophetischen Religionen sind darauf ausgerichtet, das Bewußtsein der Menschen völlig nach außen zu fokussieren bzw zu manifestieren, dadurch würde er folglicherweise nie sein eigenes göttliches Wesen erkennen. Im Gegenteil, es führt dazu, das er sich selbst vergisst bzw die eigene Verantwortung anderen überläßt. Nicht umsonst wird der Mensch durch die Gesellschaft diktiert.

Das ist die Lebendige Wahrheit und nichts als die Wahrheit.

greetz bammie



PS: Alle Wege führen nach Rom, der Erlöser bist Du Selbst.  

15.04.06 13:05

11570 Postings, 6563 Tage polyethylen"Bild" nimmt Karfreitag die Spannung

 

"Bild" nimmt Karfreitag die Spannung

Natürlich hätte alles viel schlimmer kommen können. "Bild" hätte titeln können:

1

Norbert Körzdörfer hätte als "Bild"-Sonderkorrespondent nach Rom geschickt werden können für die Schlagzeile:

2

Oder "Bild" hätte, nie auszuschließen, Hitler irgendwie ins Spiel bringen können:

(Keine Abbildung.)

So gesehen muss man froh sein, dass die "Bild"-Zeitung3 daraus, dass sie "vom Vatikan exklusiv die Genehmigung erhielt, bereits am heutigen Gründonnerstag das Gebet zu drucken, das der Heilige Vater morgen sprechen wird, bevor er der Kreuzigung Jesu gedenkt", nur folgende Schlagzeile gemacht hat:

4

Und das stimmt ja auch zweifellos ? vielleicht bis auf die Wörter "exklusiv" und "Papst-Gebet". Denn die Gebete und Meditationen, die der Papst morgen sprechen wird und die "heute schon in BILD" stehen, wurden nicht nur am Dienstag schon5 in einem Buch auf deutsch veröffentlicht, sondern stehen auch mindestens seit Montag schon6 auf der offiziellen Internetseite des Vatikan. Und das, was "Bild" "das Karfreitags-Gebet von Papst Benedikt XVI." nennt, ist gut zur Hälfte nicht einmal ein Gebet, sondern nur eine "Betrachtung"7. Die "Bild"-Zeitung hat aus zwei verschiedenen Arten von Kreuzweg-Texten einfach ein eigenes Papst-Gebet montiert.

Das hat sie dafür aber nun tatsächlich exklusiv.

Danke an Martin R. und Jason M. für die Hinweise!

 

15.04.06 16:39

12570 Postings, 6572 Tage EichiGott ist lebendig!

Deshalb sollte man einen lebendigen "Erlöser" suchen!  

15.04.06 17:04

10665 Postings, 6402 Tage lumpensammlerWie kann eigentlich

ein nicht existentes Wesen lebendig oder tot sein? Bzw. seit wann schafft der Glaube alleine eine reale Existenz? Und falls der Glaube das tatsächlich bewirken könnte, kann dann dieses allein durch Glaubenskraft geborene Superwesen überhaupt jemals wieder sterben. Falls auch das zutreffen sollte, müsste man doch nur wieder stark glauben um die sozusagen totgeglaubte Überkreatur wiéder zum Leben zu erwecken. War da nicht was mit Ostern? Na, egal.

Also falls jemand den Typen mal sehen sollte - das müsste doch zumindest möglich sein, wenn er schon entweder tot oder lebendig ist - dann schickt ihn bitte bei mir vorbei. Den faulen Sack würd ich gerne mal genauer unter die Lupe nehmen und ihn an ein paar seiner Aufgaben erinnern.  

15.04.06 20:48

12570 Postings, 6572 Tage EichiGott kann aufgrund der Kommunikation

nur auf dergleichen Ebene wie du erscheinen @lumpensammler!

D. h., er muss einen menschlichen Körper haben und zu deiner Zeit leben.

Eine Begegnung mit diesem ist nur durch Gnade möglich.  

15.04.06 21:37

8970 Postings, 6648 Tage bammieselbst dann würde er es nicht glauben @Eichi

@lumpensammler, Gott ist nicht Er, Gott ist nicht Sie, Gott ist Es.

Die reale Existenz bzw die Realität, erschaffst Du durch das Bewußtsein und nicht durch Glaube allein. Leider wird der Glaube derzeit missbraucht.

"Das Denken ist die Basis der Realität" , bisher waren die Menschen noch nicht soweit. Nun ist das Zeitalter gekommen, indem alles offenbar werden wird.

Jeder ist im Grunde genommen unsterblich, weil der Tod nicht existiert. Den Tod hatte man sich selbst erschaffen, und das schon seit Urzeiten. Das ist auch der Grund, warum jeder seine eigene Göttlichkeit vergessen hat.


greetz bammie
 

16.04.06 12:19

10665 Postings, 6402 Tage lumpensammler@bammie

Ich will ja jedem seinen Glauben lassen, erwarte aber von den Andersdenkenden das gleiche. Nur deshalb schreibe ich ab und zu etwas in solchen Threads. D.h. ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass die Gläubigen ständig den Drang verspüren - einige Religionen sind sogar offiziell darauf ausgerichtet - die Nichtgläubigen bekehren zu wollen.

Für mich ist es immer dasselbe Schema. Da sich der Glaube und alles drumherum jeglicher Logik und teilweise auch der Vernunft entzieht, wird einfach ein scheinbar komplexes Gedankengebilde als Erklärung heraufbeschworen und das Irrationale quasi zum Axiom erhoben, weshalb es schließlich selbst durch Logik nicht mehr anfechtbar wird. Beispiel: die Existenz Gottes ist nicht beweisbar, deshalb heißt es auch Glaube und nur dadurch würde diese Existenz erst real. Für die meisten ist das beruhigend genug und sie profitieren dann auch von diesem Opium. Für manche halt nicht, die bleiben dabei und behaupten: Es gibt weder Gott noch sonst irgendetwas ähnliches, alles eine Wunschvorstellung, in der man eine Zeit, mit etwas Glück sogar ein Leben lang, weil die unangenehme Realität partiell ausblendend, hervorragend leben kann. Mit der tatsächlichen Realität hat das wenig zu tun.

Diese stellt sich für mich und jeden anderen Menschen nur so dar, wie der Mensch sie durch seine entwickelten Sinne wahrnehmen kann. Das ist die erfasste Realität, die erglaubte Realität ist ein Oxymoron, das wohl nur Gläubige zu verstehen glauben.

Das wäre an sich kein Problem, denn wenn ich einen Baum sehe, der Gläubige darin aber ein Geschenk Gottes, sind wir beide zufrieden. Wenn ich aber einen total sinnlosen Glaubenskonflikt sehe, der Gläubige darin aber die Beleidigung seines Gottes, dann geht mir der Wahrnehmungsunterschied grenzenlos auf den Sack.

Auf der anderen Seite sehe ich durchaus auch das Positive des Glaubens. Viele Religionen haben im Kern ja einen sehr moralischen Ansatz. Gäbe es sie nicht, wären wahrscheinlich das Chaos und die Zügellosigkeit der Menschen noch brutaler als sie es jetzt durch die Glaubenskonflikte sind.

Deshalb wäre wohl der beste Kompromiss derjenige, die Gläubigen der ganzen Welt zu 100%iger Toleranz ggü. Andersgläubigen zu erziehen. Leider funktioniert das aber nicht, da dann die Wolfsreligion, die hier nicht mitmacht, die restlichen Schafsreligionen zerfleischen wird, frei nach dem Motto "The winner takes it all". Also bleibt es so, wie es ist. Die Gläubigen leben und bleiben in Ihrer erglaubten Realität, die sie mit immer mehr Mauern verteidigen. Die Nichtgläubigen sehen sich das Spektakel kopfschüttelnd an und müssen den Mist, der daraus entsteht, auch noch ausbaden.

Frohe Ostern urbi et orbi, im wahrsten Sinne.  

16.04.06 12:21

8970 Postings, 6648 Tage bammiePapst Benedikt feiert erste Ostermesse

Zehntausende sind gekommen, um die Messe mit dem neuen Papst zu feiern. Schon die Nacht brachte bewegende Momente: Benedikt XVI. taufte sieben Menschen im Petersdom.

Rom - Vor Zehntausenden Gläubigen hat Papst Benedikt XVI. am Sonntag auf dem Petersplatz in Rom erstmals die Ostermesse zelebriert. Der Gottesdienst im Vatikan begann um 10. 30 Uhr, gegen 12.00 Uhr wollte das katholische Kirchenoberhaupt den traditionellen Segen ?Urbi et Orbi? (Der Stadt und dem Erdkreis) erteilen.

Im vergangenen Jahr war das Osterfest von der Sorge um den todkranken Johannes Paul II. überschattet. Die Fernsehkameras zeigten damals Bilder von einem Papst, der nur mit Mühe seine Hand heben konnte - beim Versuch, den Segen zu sprechen, versagte ihm die Stimme. Sechs Tage später, am 2. April, starb er.

Am 19. April wurde der damalige Kardinal Joseph Ratzinger zum Nachfolger bestimmt. Benedikt XVI. wird an diesem Ostersonntag 79 Jahre alt.

Erste Osternacht mit Benedikt XVI.

Mit Tausenden Gläubigen hatte Papst Benedikt XVI. die Osternacht im Petersdom gefeiert. Er pries die Auferstehung Jesu als ?entscheidendsten Sprung? in der Geschichte der Menschheit.

In seiner Predigt wandte sich der Papst gegen die Auffassung, daß die von der Kirche an Ostern gefeierte Auferstehung für den heutigen Menschen irrelevant sei. In den Worten der Evolutionslehre könne man dieses Ereignis als die größte ?Mutation? bezeichnen, sagte Benedikt XVI. Es gehe um den ?Sprung in eine völlig neue Dimension?, von dem jeder Einzelne und die gesamte Geschichte betroffen seien.

Eine ?Transformation zu neuem Leben? feierte der Pontifex zusammen mit den Gläubigen auch bei der Taufe von sieben Menschen. ap


Artikel erschienen am So, 16. April 2006

Wahrlich wahrlich, der Christus ist auferstanden. "Sprung in eine völlig neue Dimension", diese Worte des Papstes haben einen tiefen Hintergrund.  

16.04.06 20:42

8970 Postings, 6648 Tage bammie@lumpensammler, nun hab ich Zeit für Dich

Ich kann Dich voll und ganz verstehen. Der derzeitige Stand sieht so aus, das die Menschen an etwas glauben, welches sie nicht sehen oder erkennen können. Weil andere Menschen erst Recht nicht sehen können, haben sie überhaupt keinen Glauben. Darin liegt der Konflikt zwischen Gläubigern und Nichtgläubigern.

Das was Du als scheinbares komplexes Gedankengebilde erklärst, zeugt davon, das Du oder andere, die Natur durch die rationalen physischen Augen betrachtest, anstatt mit "Kinderaugen". Ich will versuchen Dir das einmal anders zu erklären. Nicht umsonst sagte Jesus, werdet wie die Kinder. Denn wer sich an seine eigene Kindheit erinnern kann, sah und erlebte die Welt mit völlig anderen Augen. Es ist eine völlig andere Wahrnehmung, gegenüber eines Erwachsenen. Wenn Du selbst kleine Kinder hast, dann haben sie vielleicht mal erwähnt, das sie irgendwelche Dinge gesehen oder erlebt haben, welches der Erwachsene als Fantasie und Spinnerei abstempelt. Oft sagen sie, es wäre jemand im Schrank, obwohl für Dich da niemand ist, aus Erwachsenensicht durchaus logisch. Für den Erwachsenen ist es eine reine Fantasiewelt, die aber in Wahrheit eine reale Existenz haben. Nur Kinder können es nicht erklären. Diese Wahrnehmung wird im Laufe der weiteren Entwicklung und Prägung, respektive das älter werden, völlig aberzogen. Mit der Pubertät als Übergangsphase, verliert der Mensch diese spezifische Wahrnehmung. Das ist der Grund warum Erwachsene heute nicht mehr in der Lage sind, das zu verstehen, woran die Gläubigen heute festhalten. Diese andere Existenz ist die Welt des Feinstofflichen. Dort befindet sich das wahre Leben. Viele Mythen, Märchen, Legenden und und und, sind Versuche, diese Welt irgendwie zu erklären.  Auch die Prophezeiungen aus der Bibel, sind Allegorien aus dieser Welt.

Ein Oxymoron, wie Du es so schön sagst, ist es nicht, denn beide Seiten sind real. Genauso wie die Diskussionen um Intelligent Design und Darwin unsinnig ist, denn beide haben Recht. Sie sehen und erkennen bloß die Gemeinsamkeiten nicht. Die Lage spitzt sich darüber hinaus immer weiter zu, wir stehen am Ende des alten dunklen Eisernen Zeitalter und das neue steht unmittelbar bevor, dann wird die Menschheit am eigenen Leib erleben, was Gottes Reich auf Erden ist.

Dein Beispiel mit dem Baum passt sehr gut. Der Baum ist einfach Nur! ein Baum, genauso wie der Körper des Menschen einfach Nur ein Stück Fleisch ist. Der Mensch besitzt darüberhinaus aber noch eine Seele und seinen Geist. Der Baum ist ebenfalls beseelt, aber genau das erkennt der Mensch nicht bzw. an sich selbst schon lang nicht mehr. Nicht umsonst heißt es daher, Gnothie Seauton.

Das ist der Sinn des Lebens. Erkenne Dich selbst und erkenne, das Du nicht Nur einfach nur ein Stück Fleisch bist. Desweiteren ist jeder Mensch ein göttliches Wesen, er hat nur alles vergessen. Tief in der Seele, sind alle Informationen verborgen. Bald, wird es für den Menschen einfacher sein, sich selbst zu erkennen. Ich rate hierbei jedem, sich langsam etwas mit Meditation, Entspannungstechniken und den Weg zu sich Selbst, anzufreunden. Tut er es nicht, wird er einen extremen Schock erleben.


Um nochmal zum Gott zurückzukommen, jeder kann sein Göttlichen Wesenskern, in sich finden. Gott ist eigentlich ein gewisser Grad des Bewußtseins, den man erlangen kann. Um  Dir Gott zu erklären, müßtest Du Dich vorher mit Psychologie (Selbstanalyse), Schamanismus, die großen Mysterien und noch weitere große Themenkomplexe beschäftigen. Der Stoff ist zu immens, alsdass man es lernen könnte. Deswegen muss man dieses erfahren, vergleiche im indischen mit Atman, Brahma und Brahman. Das ist auch der Grund, warum kaum jemand in der Lage ist, ein solches Komplexum mit ein paar Worten zu erklären, denn der rationale Verstand kann es nicht fassen bzw begreifen. Das Erfahren muss mit Fühlen gleich gesetzt werden.


Der Kern der Religionen sprechen alle die gleiche Sprache, leider wird sie durch dritte Machtmenschen missbraucht, verzerrt und anders ausgelegt bzw auch gegeneinander aufgehetzt. Auch das wird sich bald alles ändern.

Um Dir wirklich alles zu erklären, müßtest Du theoretisch Dein restliches Leben nur noch mir zuhören, begreifen würdest Du es dann am Ende immer noch nicht, weil Du es eben nicht erfahren hast.

Deswegen höre ich jetzt auf, habe jetzt keine Lust mehr zu tippen ;)

Ich wünsche Dir ebenfalls noch einen schönen morgigen Ostermonstag :)

greetz bammie


 

29.04.06 17:42
1

10665 Postings, 6402 Tage lumpensammler@bammie

Ich gebe dir recht. Begreifen werde ich das wohl nie, nachvollziehen vielleicht schon. Letzten Endes kommt es immer darauf an, ob und vor allem wieso sich der Einzelne auf diese un-/bewusste Einbildung einlässt bzw. dazu gezwungen ist. Hat man den Schritt einmal getan, dann kann ich mir auch ganz gut die Erweckungs- und Hochgefühle, die damit verbunden sind, vorstellen. Habe es ja schon teilweise selbst erlebt. Irgendwann ist man dann auch so weit, dieses Mehrerlebnis als Erkenntnis anzuerkennen und den anderen diese Fähigkeit abzusprechen, womit wir auch wieder beim Axiom wären.

Ich kann mich noch vage an einen Spiegelartikel erinnern, der sich auch am Rande mit dem Thema befasste, und der meine These unterstützt hat. Demnach ist bei Glaubensfanatikern der Teil des Gehirns defekt, der für die Zuordnung der Wahrnehmungen zu real existierenden und bereits abgespeicherten Objekten/Erfahrungen zuständig ist. Genau mit diesem Abgleich wird im Gehirn die Umgebung interpretiert. Somit wird also zunächst das Objekt identifiziert und im 2. Schritt wird festgestellt, ob z.B. das Auto, der Schrank oder auch die Frau schön ist, oder ob der Gesprächspartner aufgrund seiner Mimik gerade gute oder schlechte Laune hat. Im Normalfall findet dieser Abgleich mit realen abgespeicherten Erfahrungen statt. Bei den Glaubensfanatikern werden die realen Erfahrungen in der Datenbank durch Wunsch- bzw. Wahnvorstellungen ersetzt. Das heißt nichts anderes, als dass das Gehirn durch Erziehung, Krankheit oder aus Gründen des Selbstschutzes zu dieser Fehlfunktion gezwungen wird.

Um auf das Beispiel des Baums zurückzukommen: Der analytische Mensch sieht nichts anders als eine große und unter Umständen schöne Pflanze mit grünen Blättern darin, der Gläubige vielleicht ein lebendiges Geschenk Gottes, das ihm vielleicht an der ein oder anderen Stelle grüner, beweglicher oder wer weiß, was sonst was erscheint. Jeder der beiden wird aber mit Fug und Recht behaupten können, dass seine Wahrnehmung die richtige sei. Ist auch klar, sein Gehirn sagt ihm ja, das das, was er sieht, real ist. Und keines der beiden Gehirne wird dem Besitzer gleichzeitig noch mitteilen, dass es einen Treffer hat.

Die Seele eines Menschen ist auch so ein weit verbreiteter Trugschluss. M.E. existiert keine Seele, die unsterblich wäre oder etwas Mystisches an sich hätte. Der Mensch ist einfach nur ein sehr komplexes Wesen, und das einzig und allein durch die Fähigkeiten, die ihm sein Gehirn verleiht. Die Gefühle, zu denen der Mensch fähig ist, sind einzig und allein dem Gehirn und den von dort gesteuerten Botenstoffen zu verdanken. Ändere auch nur einen Baustein, ein Gen, oder vielleicht nur die Ernährung und die Erziehung, und aus der gutmütigen Seele wird ein Kinderschänder ohne jegliches Gewissen. Das ist meine Meinung dazu. Klingt sehr hart, ich weiß, aber so sehe ich das. Alle, die zu "normalen" Gefühlen und Gedankengängen in der Lage sind, sollten ... na wem denn ... dankbar sein.

Somit stellt sich eigentlich nur die Frage, was ist normal bzw. i.O.?  

29.04.06 19:33

8970 Postings, 6648 Tage bammiebeides ist normal und i.O. @lumpensammler

Die Wissenschaft kann nur das erforschen, was es auch sehen kann. Es weiß, welche Stoffe durch den Körper wandern, wenn sich ein bestimmtes Gefühl einstellt. Soweit richtig, es gibt allerdings darüber hinaus, einen Impuls, der das erst hervorruft. Und dieser Impuls, entspringt aus dem Gedanken, aus dem eigenen Bewußtsein. Als Beispiel kennen wir die buddhistischen Mönche, die ihren Körper mit der Kraft der Gedanken und ihrem Willen, quasi  selbst manipulieren. Für die westliche Welt ist das Show und Attraktion, beruht aber auf obige Erklärung. Beides bedingen einander. Das sind die 2 Seiten der Münze. Das physische ist die Eine, das geistige die Andere.

Erkenntnis ist ein Synonym für Erinnerung. Erleuchtung ist das erhellen des eigenen Wissens, respektive die Wiedererinnerung. Allein durch Extase oder andere Hochgefühle, wie man sie gerne im Suffismus praktizieren sieht, erlangt man keine Erkenntnis. Dieser Gedanke ist nicht richtig. Wer es als solches versteht, sitzt einem Irrtum auf. Es gibt viele Schüler, die meinen beim ersten Kitzeln schon sonst etwas erreicht zu haben.


Zum Baum, der analytische Mensch sieht nur einen schönen Baum. Der gläubige, sieht auch einen schönen Baum. Er glaubt aber gleichzeitig daran, das dort auch noch etwas anderes unsichtbares vorhanden sein muss. Er ist, im positiven Sinne, "nur" ein gläubiger, er sieht nicht mehr und nicht weniger als der analytische Mensch. Hier erweitere ich das Beispiel. Wer Eins mit sich Selbst ist, respektive das Ergebniss von Gnothi Seauton, der ist gleichzeitig Eins mit der Natur. Ein solcher, sieht bzw zum besseren verstehen, fühlt zusätzlich den Baum. Darin liegt das gewisse unsichtbare, weil man es fühlen muss und nicht sehen. (Der Begriff Sehen steht nur dafür, das gefühltes in Bildern vor dem Inneren Auge entstehen) Dieses fühlen ist mit der Seele gleichzusetzen. Die Seele ist mit anderen Worten das Gemüt. Oft sagt man, wenn man durch Arbeit ect. gestresst ist, ist nicht nur der Körper gemeint, sondern das eigene Wohlbefinden generell. Diese Verbindung macht es möglich, das man den Baum und auch alle anderen Lebewesen erfühlen kann. Das ist die zweite Seite der Münze, respektive betrachtet man den Baum und sieht/fühlt, das dort noch etwas ist. Man kann also fühlen, wie krank der Baum ist, oder sogenannte Tierflüster/Tierversteher arbeiten ebenfalls auf dieser Basis.


Damit komme ich zu der Zuordnung der Wahrnehmungen, es sind also, gemäß der Münze, 2 Wahrnehmungen. Es ist auch kein defekt im Gehirn, ganz im Gegenteil, solche Menschen finden wir zum Beispiel bei den uralten Indianerstämmen, die sehr bewußt im Einklang mit der Natur lebten und nicht, wie es heute ist, darüber herrschen, manipulieren und zerstören, denn das entspringt dem analytischen Denken, ohne jegliches Mitgefühl.

Desweiteren steht es sehr eng mit dem räumlichen Gedankenvermögen im Zusammenhang. Der heutige Mensch kann räumlich denken, ist aber vom Niveau der Möglichkeiten her, noch in den Kinderschuhen. Ein wahrer Erwachter, kann somit in weit größeren Dimensionen denken. Für den Analytiker, sogut wie nicht nachvollziehbar. Deswegen gibt es auch soviele Meinungsverschiedenheiten und dennoch reden alle über das gleiche. Das bedeutet also, das das Gehirn weitaus stärker beansprucht wird als bei einem (normalen) Menschen.

Folgende Zitat aus Deinem Text, basiert genau darauf ab, um es bewußt (denn Gestik, Mimik sind unbewußte Elemente) zu entdecken und weiter sich selbst zu beobachten.

Zitat:"Somit wird also zunächst das Objekt identifiziert und im 2. Schritt wird festgestellt, ob z.B. das Auto, der Schrank oder auch die Frau schön ist, oder ob der Gesprächspartner aufgrund seiner Mimik gerade gute oder schlechte Laune hat. Im Normalfall findet dieser Abgleich mit realen abgespeicherten Erfahrungen statt."


Was Du jetzt anbringst, sind, wenn wir mal genauer hinschauen, immer wieder nur die prophetischen Religionen. Nur von dort, kommt der Fanatismus. Genau aus diesem Grunde, weil das Fanatiker mit anderen Zielen sind, wird all das was ich oben bisher beschrieben habe, in ein derart schlechtes Bild verzerrt, das es kaum wieder gut zu machen geht.

Zitat:"Bei den Glaubensfanatikern werden die realen Erfahrungen in der Datenbank durch Wunsch- bzw. Wahnvorstellungen ersetzt. Das heißt nichts anderes, als dass das Gehirn durch Erziehung, Krankheit oder aus Gründen des Selbstschutzes zu dieser Fehlfunktion gezwungen wird. "


Schau Dir die Fernöstlichen Religionen und deren Weisheiten an, darin finden wir einen kompletten Widerspruch zu den prophetischen Religionen. Wenn ich die Wege des Buddha oder Zen oder Tao anführe, finden wir die wahren Hintergründe vom Sinn des Daseins. Dort gibt es keinen Hass, Terror oder Selbsmordattentäter. Sie haben mit den Fanatikern nichts zu tun, nur Atheisten, die mit Religion nichts am Hut haben, scheren alles über einen Kamm. Genau hier ist es wichtig, zu trennen.

Auch hier ist es kein defekt im Gehirn, sondern es sind die Schriften, die immer wieder gepredigt werden. Die Kinder sind die leidtragenden, denn sie werden von klein auf speziell in diese Richtung erzogen. Wenn sie älter geworden sind, vertreten sie auch nur diese Meinung, die voll von Hass sind, obwohl er gleichzeitig andere Dinge oder Sichtweisen garnicht kennt. So wie man eine Pflanze beeinflussen kann, in welche Richtung sie wachsen solle, genauso kann man auch Kinder und/oder allg. Menschen manipulieren.      

Das sollte wieder reichen, man darf nicht voreingenommen sein, um alles zu verstehen.

"Wer nicht offen ist, verschließt sich nur Selbst"

"Die Logik ist immer stärker als die Emotion, weil das so ist, blockiert man sich selbst"

Daher meditiert man über Neugelerntes, um mit dem Logos die Übereinstimmung zu suchen.


greetz bammie





   

29.04.06 19:45

8970 Postings, 6648 Tage bammieDer defekt im Gehirn,

ist wohl eher psychologisch gemeint, als die der Hirnmasse. Psychische Neurosen. Bei den Fanatikern mag das stimmen, aber sicherlich nicht bei einem buddhistischen Mönch. Denn wenn das doch, lt. Wissenschaft, so sein sollte, müßte der Dalai Lama auch psychisch krank sein. Schönes Paradoxon der Wissenschaft.

greetz bammie  

29.04.06 21:55

8970 Postings, 6648 Tage bammie..

@lumpensammler, um alle Details mit Deiner sehr analytischen Sichtweise übereinzustimmen, müßte ich extrem weit ausholen. Betrachte daher obige Beschreibungen als einen kleinen Anriss, einen Tropfen auf dem heißen Stein, um das Ausmaß der ganzen Thematik zu verstehen. Das funktioniert nicht auf dieser Kommunikationsebene hier.

greetz bammie  

   Antwort einfügen - nach oben