CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2001/09

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1125 Postings, 7656 Tage indexCONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2001/09

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CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2001/09
Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
Consors Discount-Broker AG Freitag, 02. März 2001

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THEMEN DIESER AUSGABE:

1. CONSORS INTERN
2. MARKTANALYSE DEUTSCHER MARKT

3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
4. CONSORS FAVORITEN

5. MUSTERDEPOT
6. NEUER MARKT REPORT

7. NICE*LETTER-EMPFEHLUNG
8. EMPFEHLUNGEN INLAND

9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
10. DISCLAIMER


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1. CONSORS INTERN
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+ F O N D S U N D Z E R T I F I K A T E +
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ab sofort alle M.M.Warburg-Fonds mit 50 % Consors-Discount

Ab sofort können Consors-Kunden alle Fonds von M.M.Warbung mit einem
Consors-Discount von 50 % auf den regulären Ausgabeaufschlag erwerben.
Hiervon ausgenommen sind die Fonds der Luxemburger Tochtergesellschaft
M.M.Warburg Luxinvest.

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2. MARKTANALYSE
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Aktienmärkte, 9. Woche vom 26. Februar bis zum 02. März 2001

"Lächle, es könnte schlimmer kommen - ich lächelte und es kam
schlimmer"; viele von Ihnen kennen vielleicht diesen Bürospruch, der
diesmal gut auf die Börsenentwicklung in der hinter uns liegenden
Handelswoche paßt. Über lange Strecken hinweg gab es Verkaufspanik und
Käuferstreik. Anscheinend verlassen die letzten "Bullen" das sinkende
Börsenschiff.

Die Wachstumsmärkte dies- und jenseits des Atlantiks kommen einfach
nicht zur Ruhe, denn Umsatz- und Gewinnwarnungen bleiben dominierendes
Thema. In diesem Umfeld schaffte der Blue-Chip-Index des Neuen Marktes
(Nemax50) neue All-Time-Lows in Serie, der Nemax All share Index hatte
sich diesbezüglich nicht lange bitten lassen und verfehlte im Verlauf
das bisherige Tief vom Oktober 1998 bei 1934 lediglich um 2 Punkte.
Der Deutsche Aktienindex DAX 30 zeigte zur Wochenmitte eine
hoffnungsvolle intraday-Erholung, konnte diese allerdings nicht bis
zum Ende durchhalten und mußte dabei auch die Verteidigung der
Unterstützungsmarke bei 6200 aufgeben. Bei den Einzeltiteln zeigten
sich insbesondere die "Siemens-Familie" sowie SAP und ThyssenKrupp
unter kräftigem Kursdruck. Wohltuende positive Performance konnten
dagegen beispielsweise BMW, Deutsche Telekom, FMC, KarstadtQuelle,
Schering und Finanztitel allgemein vorweisen.

(Alle nachfolgenden Indexstände beziehen sich auf den 02. März 2001 um
21.10 Uhr MEZ).

--- 1. Deutscher Aktienindex ---

Der DAX 30 notierte zuletzt dank der Erholung an der Wall Street mit
6159 Punkten wieder deutlich über dem Wochenverlaufstief bei 6052 und
mit einer positiven Wochenperformance von 1,4 %. Das
Wochenverlaufshoch lag bei 6284.

Technisch bewegt sich das deutsche Aktienmarktbarometer unverändert in
dem seit März 2000 bestehenden Abwärtstrendkanal zwischen aktuell 6690
und 5890. Die in der Vorwoche gebrochene Unterstützungszone zwischen
6470 und 6190 hat zuletzt ihre neue Funktion als Widerstandsbereich
bestätigt. Auf dem Weg Richtung Süden besteht die nächste sinnvolle
Auffanglinie bei 5670, auch wenn bei 5960 und 5820 kleinere Supports
zuvor bereits bremsend wirken sollten. Unsere "letzte Hoffnung", daß
die Unterstützung bei 6200 gehalten werden kann und sich ein Doppelbo-
den ausbildet, zerrinnt wie Sand in den Händen. Rettung in Form einer
zumindest kurzfristig deutlichen Kurserholung könnte die Betrachtung
der Put/Call-Ratio der Aktienoptionen (auf geglätteter Ein-Wochen-
Basis) bringen. Dieser Kontraindikator für die Stimmung am Aktienmarkt
ist aus dem zuvor extrem "bearishen" nun in den neutralen Bereich
zurückgestürzt. Vergleichbare Situationen erkennen wir innerhalb der
Entwicklung des vierten Quartals 2000 gleich dreimal. Damals ging es
innerhalb von ein bis zwei Wochen nach dem "Rücksturz" mit dem DAX 30
nach oben. Unterstützung käme auch von zuletzt wieder ansteigenden
Umsatzvolumen. Andere Marktindikatoren geben negative Signale,
befinden sich dabei aber teilweise bereits in Extrempositionen.

--- 2. Neuer Markt Deutschland ---

Wir sind sicher, wir müssen es nicht mehr erwähnen, aber zur
Vollständigkeit - ja, das war die sechste Woche in Folge, in der der
Neue Markt uns ein Minus präsentierte. Mit Wertentwicklungen von minus
3,5 % beim Nemax 50 und mins 3,1 % beim Nemax All Share setzt sich die
Negativserie der letzten Wochen fort. Herrschte zu Anfang der
Handelswoche noch wegen der Spekulationen über US-Zinssenkung eine
relativ gute Stimmung, verpuffte diese nach diesbezüglich
enttäuschenden Aussagen durch den FED-Chef Alan Greenspan. Der
Chefvolkswirt der Investmentbank Bear-Stearns hatte eine Zinssenkung
von 50 Basispunkten mit einer 60%igen Wahrscheinlichkeit für die
vergangene Woche prognostiziert. Doch wie so oft kam es anders, als
der Markt es gern gesehen hätte. Alan Greenspan ließ bei seiner Rede
vor dem Finanzausschuß in Washington keine Hinweise auf eine
Zinssenkung vor dem nächsten offiziellen Notenbanktreffen am 20. März
erkennen. Hinzu kamen negative Wirtschaftsdaten, Gewinnwarnungen und
Analystenherabstufungen aus den USA, die die Nasdaq unter Druck
brachten. Und da nun mal der Neue Markt immer schön brav der Nasdaq
hinterher läuft, ging es auch beim Deutschen Wachstumssegment abwärts.

Technisch sieht es beim Neuen Markt nach wie vor düster aus. Der Index
markierte in der vergangenen Woche neue Tiefststände, wobei sich die
Dynamik der Abwärtsbewegung noch beschleunigt hat. Die ehemalige
Unterstützung im Nemax All Share bei ca. 2210, die für eine
Doppelbodenbildung vorgesehen war, ist nachhaltig gebrochen. Der Neue
Markt befindet sich technischer im Niemandsland. Sinnvoll herleitbare
Unterstützungszonen sind nicht mehr vorhanden. Als Widerstände gelten
die ehemaligen Unterstützungszonen bei 2210 und 2600. Die technischen
Indikatoren sind nach wie vor im überverkauften Bereich, zeigen aber
weiterhin keine Kaufsignale. Bei den Sektoren verloren am stärksten
die Bereiche Biotech und Finanzdienstleister. Mit einem Minus von rund
3 % hielt sich der Industriebereich vergleichsweise gut.

--- 3. Europäischer Aktienmarkt ---

Der europäische DJ STOXX 50 Index legte eine Konsolidierungswoche ein
und notierte zuletzt bei 4087 Punkten fast auf Vorwochenniveau
(-0,1 %). Die Wochenverlaufsextremwerte lagen bei 4161 und 4039.

Technisch läßt sich der Index von dem seit Mitte Dezember 2000
intakten Abwärtstrendkanal zwischen aktuell 4360 und 4070 nach unten
ziehen. Nachdem die Unterstützung bei 4160 gebrochen wurde, kommt als
Korrekturziel der Support bei 3940 in Sichtweite. Spätestens dort
sollte der Index zum Stehen kommen. Einige Marktindikatoren geben
negative Signale, befinden sich dabei aber teilweise bereits in
Extrempositionen.

--- 4. US-Aktienmarkt ---

Der Freitag stimmte versönlich. Nachdem der US-Notenbankchef Greenspan
äußerte, er sehe die US-Wirtschaft nicht mehr unmittelbar von Inflati-
on bedroht, lebte die zuvor gedämpfte Zinssenkungshoffnung wieder auf.
Man interpretierte hier unter anderem, daß die FED allzeit bereit ist,
um einer ausufernden Konjunkturabschwächung mit weiteren Zinssenkungen
zu begegnen. Der Dow Jones industrial average konnte sich daraufhin
von seinem (Wochen-)Verlaufstief bei 10302 deutlich lösen und notierte
zuletzt mit 10490 Punkten um 0,5 % über dem Vorwochenniveau. Erste
Heilungsversuche der anhaltenden Enttäuschungen bei Umsatz- und
Gewinnaussichten, gab es zuletzt bei den Aktienmarkt-Schwergewichten
Sun Microsystems, Motorola, Texas Instruments und Oracle. Sogar den
Konsumgüterriesen Procter&Gamble hat es mit Gewinnwarnungen getroffen.
Infolge der Finanzkrise in der Türkei wird ein schwächeres zweites
Halbjahr 2001 erwartet. Wohltuend war die Bekanntgabe von ausnahmswei-
se mal guten Gewinnaussichten für den amerikanischen Blue-Chip-Titel
IBM. Haben wir bald einen Anlaß für den erhofften Stimmungsumschwung
oder wird weiterhin Wasser auf die Mühlen der seit Wochen herrschenden
Vertrauenskrise gegossen? Die Zukunftsängste um die US-Wirtschaftsent-
wicklung halten die Marktteilnehmer in ihrem Bann. Zweifellos ist die
Stimmung zwar schlechter als die Lage, aber ebenso zweifellos besteht
in den USA die Gefahr einer selbsterfüllenden Rezessions-Prophezei-
hung. Die US-Auftragseingänge zeigen sich rückläufig, und das Konsu-
mentenvertrauen ist im Februar auf den tiefsten Stand seit 1996 ge-
fallen. Wenn schon nicht Rezession so scheint doch eine längere Wachs-
tumspause in den USA denkbar. Nicht vergessen sollte man dabei aber,
daß hier teilweise noch "Nachwehen" aus der restriktiven FED-Geldpoli-
tik 2000 nachwirken. Diese laufen jedoch infolge der zum Jahresbeginn
eingeläutenden geldpolitischen Zinswende langsam aber sicher aus.

Aus technischer Sicht hat der Dow Jones der bislang bewährten
Unterstützungszone zwischen 10500 und 10300 Respekt gezollt und genau
auf der unteren Marke wieder nach oben gedreht. Dies werten wir
positiv, denn hier sehen wir eine Basis für einen beginnenden
Aufwärtstrend innerhalb der seit April 2000 bestehenden
Seitwärtsbewegung mit oberer Begrenzung bei 11300. Jetzt gilt es, die
Unterstützungszone erfolgreich zu verteidigen. Andernfalls stünden der
"alte" Aufwärtstrend vom März 1999 bei derzeit 10060 sowie die nächste
Supportzone zwischen 9980 und 9790 auf dem Plan. Einige Marktindi-
katoren geben negative Signale. Aus Sicht der Marktstimmung kann man
weiterhin ableiten: Recht viel schlimmer kann es nicht mehr kommen.

--- 5. Nasdaq ---

Mit gemischten Gefühlen betrachten wir die Charttechnik an der Nasdaq.
Zuletzt notierte der Index um 5 % unter dem Vorwochenniveau bei 2150
Punkten. Die Gewinne vom Wochanfang wurden im Verlauf wieder
abgegeben. Dennoch scheint der Kampf zwischen Bullen und Bären noch
nicht entschieden zu sein. Der Nasdaq markierte mit 2071 ein neues
Jahrestief. Als Widerstände auf dem Weg nach oben dienen die Marken
bei 2250 und 2400. Unterstützung bieten der Bereich zwischen 2185 und
2050. Die technischen Indikatoren zeigen noch keine Entwarnung. Sie
befinden sich allerdngs bereits im überverkauften Bereich. Insofern
stellen einzelne Kursgewinne nur eine Gegenbewegung innerhalb der
übergeordneten abwärts gerichteten Grundtendenz dar. Zunächst bleibt
alles beim Alten. Die Kurse werden wahrscheinlich auch in der nächsten
Woche unter Druck bleiben. Wir rechnen mit weiteren Abgaben.

--- 6. Japanischer Aktienmarkt ---

Gemeinsam mit dem Nikkei 225 Index haben wir uns wohl zu früh gefreut.
Leider wurde um die 13000-Marke nur ein Scheinsieg errungen. Wieder
einmal schmerzten die negativen Vorgaben aus den USA. Das japanische
Aktienmarktbarometer schloß auf einem 15-Jahres-Tief bei 12261 Punkten
umd gewaltige 7,4 % unter dem Vorwochenniveau. Am Montag lag das
Wochenverlaufshoch noch bei 13315. Zunächst beflügelten die
Erwartungen einer weiteren Zinslockerung. Deflationäre Gefahren in
Japan und die Verschlechterung des weltwirtschalftien Umfeldes
erforderten eine Reaktion. Als dann aber der ersehnte Beschluß kam
(Bank of Japan senkt Leitzins und Callrate auf je 0,15 %), wurde
kritisiert, konjunkturelle Impulse wären dadurch kaum zu erwarten. Die
Notenbank habe sich lediglich dem öffentlichen Druck gebeugt. Eine
neuerlich in Sichtweite rückende Nullzinspolitik brachte den Yen unter
Druck. Möglicherweise sind weitere Währungsabwertungen eine
Möglichkeit zur Konjunkturbelebung. Was für die USA die
"Erwartungshaltungs"-Rezession ist, entwickelt sich in Japan mehr und
mehr zur traurigen Wirklichkeit mit negativen Folgewirkungen für die
ganze Region. Politische Reformen werden angemahnt. Die Regierung hat
nun ein Notpaket für die Wirtschaft in Aussicht gestellt, und die Bank
of Japan soll weiter die Zügel lockern.

Aus technischer Sicht geht das Trauerspiel des Nikkei 225 weiter. Der
seit Ende März 2000 dominierende Abwärtstrendkanal zwischen derzeit
13700 und 12100 gibt die Richtung im "technischen Niemandsland" vor.
Dadurch müssen wir die erhoffte Bodenbildung im Bereich zwischen 13000
und 14000 abhaken, ebenso wie das Kurspotential im Bereich des offenen
Gaps (Kurslücke) bei 13600/13700 vom 5. Februar 2001. Die gebrochene
Unterstützungszone zwischen 13300 und 12900 wandelt sich nun zum
Widerstandsbereich. Längerfristig orientierten Anlegern raten wir
abzuwarten, bis sich eine deutliche Bodenbildungsphase abzeichnet.
Einige Marktindikatoren geben negative Signale. Die Stimmung am
japanischen Markt wird weiterhin nervös bleiben. Abwarten und - dem
Land entsprechend - Tee trinken.

--- 7. Rentenmärkte und Euro ---

Sowohl der europäische als auch der amerikanische Rentenmarkt
profitierten diese Woche von der Baisse an den Aktienmärkten. An den
Terminmärkten gab es einen kräftigen Kursanstieg im mittleren und
langen Laufzeitenbereich. In Europa gewann der Bobl-Future 0,5 % und
der Bund-Future 0,7 %. Die Geldmenge M3 in Euroland bewegte sich im
Januar auf Basis des Drei-Monats-Durchschnitts mit 5,0 % in die
richtige Richtung des von der EZB angepeilten Ziels von 4,5 %. Die
Stimmungsindikatoren in Euroland fielen leicht unter den gedrückten
Erwartungen aus und signalisieren eine Abschwächung der Konjunktur. In
Deutschland lag das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts im
vierten Quartal 2000 nur noch bei einer Jahresrate von 1,9 %. Trotz
dieser schwächeren Konjunkturindikatoren beließ die Europäische
Zentralbank auf ihrer Ratssitzung am letzten Donnerstag die Zinsen
unverändert. Gleichwohl gibt es berechtigte Hoffnung, daß die EZB die
Geldmarktzinsen um 25 bis 50 Basispunkte in den nächsten Wochen
zurücknehmen wird. Die Hausse am europäischen Rentenmarkt dürfte
kurzfristig weiterhin von der Entwicklung am Aktienmarkt dominiert
werden. Solange hier keine Stabilisierung zu erkennen ist, dauert die
Flucht in Rentenwerte an. Der Euro-Bobl-Future ist allerdings momentan
gefangen zwischen dem Widerstand bei 106,70 % und der Unterstützung
bei 105,40 %. Somit lautet die Tendenz für die nächsten Tage und
Wochen: seitwärts. Der Euro-Bund-Future bewegt sich technisch zwischen
der Unterstützung bei 108,20 % und dem Widerstand bei 109,70 %.
Allerdings besteht hier die Chance, daß der Widerstand geknackt wird
und ein Kursziel von 112 % in greifbare Nähe rückt.

Die US-Wirtschaft (reales BIP) kam im vierten Quartal 2000 gerade noch
mit 1,1 % auf Jahresbasis voran. Damit bestätigt sich die Aussage des
Fed-Präsidenten Greenspan, daß die US-Lokomotive momentan zum Stehen
gekommen ist. Wie geht es weiter? Die Auftragseingänge für langlebige
Wirtschaftsgüter brachen im Januar ein. Das Konsumentenvertrauen war
im Februar nochmals niedriger als schon befürchtet. Allerdings gibt es
auch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Denn sowohl der Einkäuferindex
als auch der Michigan Consumer Index für Februar fielen besser als
erwartet aus. Grundsätzlich gilt nach wie vor: Der US-Bondmarkt preist
die Rezession bereits seit Dezember 2000. Die Aktienbaisse hat nun
aber in den letzten Wochen dem Rentenmarkt nochmals einen Kursschub
versetzt. Der T-Note Future und der T-Bond Future sprangen diese Woche
um 1,2 % bzw. 2,2 % nach oben. Beide Futures notieren auf ihren
Höchstkursen von Anfang Januar dieses Jahres. Entweder, sie
durchbrechen diese Niveaus - dann sind weitere Kurssteigerungen
vorprogrammiert - oder sie prallen an diesem Widerstand ab. Beides
hängt eng mit der Entwicklung der Aktienkurse zusammen. Sie sind der
Trendindikator für die Renten.

All dies hat zuletzt einen positiven Effekt auf den Eurokurs gehabt.
Der Euro konnte sich wieder kräftig auf über 0,93 $ erholen. Vorerst
gilt hier die Devise: Eine grundsätzliche Trendwende zum Besseren
dürfte eingeleitet sein. Die Unterstützung liegt einerseits bei 0,89 $
und der Widerstand andererseits bei 0,96 $. Ein Bruch einer dieser
beiden Marken bedeutet eine größere Kursbewegung. Im Zuge der Baisse
an der WallStreet ist der Bruch des Widerstand bei 0,96 $ derzeit am
wahrscheinlichsten.

--- 8. Fazit - Ausblick - Empfehlung ---

BSE, Schweinepest, Maul- und Klauenseuche... und die Aktienmärkte
stehen diesen Katastrophenmeldungen in nichts nach und spielen
verrückt. Bislang wird jede Erholung im Ansatz von der Last der miesen
Stimmung erdrückt unter dem Motto "Sell on facts". Insbesondere die
Wachstumswerte leiden - schon namentlich -, wenn die Wachstumsaussich-
ten kräftig nach unten korrigiert werden. Zu ihrem Recht kommen dabei
nur Trader, die Zwischenerholungen umgehend zu Glattstellungen und
Gewinnmitnahmen nutzen. die "richtigen" Investoren bleiben dem Markt
fern und schieben die seit Jahresbeginn zusehends auflaufende Liquidi-
tät (vernünftigerweise?!) weiter vor sich her. Bezeichnend für die
zwischenzeitlich deutlich überverkaufte Lage ist, daß Aktien anschei-
nend zu jedem Preis verkauft werden, ohne Rücksicht auf fundamentale
Qualitäten - spiegelbildlich zum Verhalten von vor einem Jahr.

Für eine Stabilisierung der Börsenlage gilt bislang noch "Fehl-
anzeige". Dabei würde aufgrund der total schechten Stimmungslage eine
zumindest kurzfristig kräftige Erholung nicht überraschen. Der ameri-
kanische Aktienmarkt preist bereits die vielfach heraufbeschworenen
Rezessiongefahren für die US-Wirtschaft. Es bleibt deshalb dabei:
Das Überraschungsrisiko liegt eindeutig in einer relativ besser als
erwarteten Konjunkturentwicklung. Diese Hoffnung auf konjunkturelle
Besserung bis zum Jahresende 2001 birgt Phantasie und Kurspotential.
Gefragt sind allerdings Fakten, die diese Entwicklung untermauern.

Für den DAX kommt wieder einmal die nächste 1000er-Marke in Sicht -
diesmal allerdings von oben her betrachtet. Die technische Situation
ist bei den im Rahmen dieser Publikation besprochenen Aktienmarktin-
dices angeschlagen, und dies auch noch im Rahmen von intakten Abwärts-
trends oder gebrochenen Unterstützungsniveaus. Seit dem Jahresanfang
zeigen sich nur Minuszeichen bei der Wertentwicklung: DAX 30 rund
-4 %, Stoxx 50 ca. -10 %, Dow Jones knapp -2,5 %, Nikkei 225 gut -11 %
und der Nemax 50 erschütternde rund minus 34 %. Die ersehnte
Bodenbildung ist einem kurzfristigen Sell-Out gewichen. Im Bewußtsein
des weiterhin vorhandenen Marktrisikos können gerade in solchen Zeiten
sukzessive Positionen aufgebaut werden, um langfristige Chancen nicht
zu verpassen. Dies sollte mit ausgewählten Qualitätswerten, sowohl am
"alten" wie auch am Neuen Markt gelingen, mit denen auch längere "Sau-
re-Gurken-Zeiten" überstanden werden können. Unsere Titelvorschläge
lauten unter anderem für Europa: Carrefour, Consors, DaimlerChrysler,
Deutsche Telekom, Dr. Hönle, Ericsson, Epcos, FMC, Funkwerk, Infineon,
LVMH, MAN Vorzüge, Nokia, Preussag, SAP Vorzüge, Telefonica, Thyssen-
Krupp und 3U Kommunikation. Für die USA: AOL Time Warner und Yahoo.

Der Winter hat die Natur und anscheinend auch die Börse weiter fest im
Griff - doch der Frühlingsanfang rückt unweigerlich näher, nicht nur
kalendarisch am 20. März. Wir warten deshalb gemeinsam mit Ihnen auf
die Trendwende.

Eine besinnliche Fastenzeit wünschen Ihnen Ihre "Seelentröster"
(SchmidtBank-Researchteam) aus Nürnberg.

Verfasser: Alois Bauer, Dieter Mäckler, Mike Otto
Quelle: SchmidtBank-Research


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3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
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Die Gewinner und Verlierer der Börsenwoche
vom 23.02.2001 bis 02.03.2001 [14:55 Uhr]

Wochen-Hits 23.02.01 02.03.01 %

Schleicher & Co 2,25 3,25 +44,44
Sanochemia 25,60 35,00 +36,72
Bremer Woll-Kämmerei 2,36 3,12 +32,20
Ehlebracht VZ 5,00 6,50 +30,00
PA Power Automation 30,40 39,10 +28,62
Escada VZ 162,00 199,00 +22,84
BioLitec 8,50 10,40 +22,35
Buch.de 1,26 1,53 +21,43
DataDesign 3,45 4,15 +20,29
Escada ST 158,00 190,00 +20,25

Wochen-Flops 23.02.01 02.03.01 %

Trintech ADR 6,31 2,34 -62,92
Micrologica 2,95 1,20 -59,32
Heyde 5,70 2,61 -54,21
Met@Box 2,85 1,74 -38,95
Kabel New Media 9,96 6,50 -34,74
Refugium Holding 4,60 3,11 -32,39
PC-Ware 15,70 10,80 -31,21
TelDaFax 2,14 1,49 -30,37
Condat 16,50 12,00 -27,27
Direkt Anlage Bank 27,20 19,80 -27,21


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4. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei Consors (17.02.2001 - 01.03.2001)

1. DEUTSCHE TELEKOM AG 555750
2. SAP AG 716463
3. SIEMENS AG 723610
4. NOKIA CORP. 870737
5. COMMERCE ONE INC. DEL. 924107
6. D. LOGISTICS AG 510150
7. ADVA AG OPTICAL NETWORKING 510300
8. COMROAD AG 544940
9. AIXTRON AG 506620
10. BROADVISION INC. 901599


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5. MUSTERDEPOTS
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Platowbriefe

Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
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Condomi 544490 1000 23,50 28,20
Citigroup 871904 880 56,00 51,90
Süss Microtec 722670 1750 28,00 30,45
DaimlerChrysler 710000 1000 51,50 52,30
Dicom Dt. Zerti. 931486 6000 8,70 7,50

Der Aktionär - Bernd Förtsch

Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
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PROTEIN DESIGN LABS 883428 180 72,90 62,50
VAXGEN INC. SHARES 923976 240 25,75 25,75
MILLENNIUM PHARMAC. 900625 380 36,50 36,80
ADVA AG OPTICAL NET. 510300 800 22,50 21,20
CO.DON AG 517360 830 16,70 16,30


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6. NEUER MARKT REPORT
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Czerwensky's Neuer Markt Report:

"Realismus statt Goldgräberstimmung"

Mit dieser Formulierung charakterisieren die Genossen in ihrer
zwölften Sonderstudie zum Neuen Markt die umgekrempelten Verhältnisse.
Übertragen kann man diese Einschätzung wohl auch auf die eigene Analy-
se. Noch im November vergangenen Jahres zeigte sich das Research-Team
trotz mehr als 50%iger Einbußen "bullish" und prognostizierte einen
Anstieg bis auf immerhin 8000 Punkte im nun angebrochenen März. Davon
ist das Wachstums-Segment meilenweit entfernt. Gekämpft wird derzeit
heftig mit der 2000er-Marke (akt. 1984 Punkte). Nunmehr spannen die DG
Banker einen Fächer für den NEMAX ALL SHARE von 2700 bis 3300 Punkten
bis Ende 2001. Wie heftig der Niedergang ausfiel, dokumentiert der
Anteil an Unternehmen mit einer Kapitalisierung von jenseits einer
Milliarde Euro, der innerhalb eines Jahres von 55 auf 17 sank - trotz
mittlerweile 339 notierter Aktien und 133 Börsengängen im Jahr 2000.
Mittlerweile dominieren die mehr als 100 "leichten Werte" mit weniger
als 50 Mrd. Euro das Segment. Interessant: Das Hauptübel - Ergebnis-
verfehlungen - ist überwiegend nicht auf konjunkturelle oder
branchenzyklische, sondern vielmehr auf unternehmensspezifische Gründe
wie Marktpositionierung oder Management-Probleme zurückzuführen. Im
Schlußquartal 2000 übertrafen gerade sieben Unternehmen die Erwartun-
gen signifikant, 14 leicht, 30 erfüllten sie. 38 Companies verfehlten
sie indes deutlich, 16 moderat. Widersinnig erscheint uns vor allem
die Tatsache, daß der Markt defizitär arbeitenden Unternehmen eine
höhere Umsatzbewertung zubilligt als solchen, die Gewinne
erwirtschaften. Ganz schlecht entwickelten sich die 133 Debütanten des
vergangenen Jahres, von denen deutlich mehr als 100 unter Ausgabekurs
notieren. Am schlechtesten schnitten Emissionen des Internetsektors
ab. Unsere Empfehlung: Wenn ein Expertenteam so daneben liegt wie das
der DG-Bank, sollte es sich bei Prognosen in mehr Zurückhaltung üben,
schließlich steht der Ruf des Arbeitgebers auf dem Spiel.

Alternative Energien: Die großen Gewinner im IPO-Zirkus 2000

Einen guten Schnitt machten hingegen Anleger, die Aktien der
Windkraft-Unternehmen Umweltkontor (aktuell 56 Euro, +387 %) und
Energiekontor (92 Euro, +188 %) zeichneten. Überhaupt zählten Aktien
aus dem Segment regenerative Energien wie Plambeck, Sunways, P & T
Technology und lange Zeit auch S.A.G. Solarstrom, Solon oder
Solarworld zu den Anleger-Lieblingen. Im Gegensatz zu den in der
Brennstoffzellen- und Solar-Technologie engagierten Gesellschaften,
die überwiegend noch im Forschungs-Stadium stecken, trotzten
insbesondere die Windkraftanlagen-Projektierer dem Abschwung am Neuen
Markt. Dies läßt sich damit erklären, daß sie bereits attraktive
Renditen und Mittelzuflüsse erwirtschaften.

Dem Segment erneuerbarer Energieträger sagen Fachleute einen wahren
Boom voraus. Sie rechnen in den nächsten zwanzig Jahren mit einer
Steigerung des weltweiten Strombedarfs um 60 %. Nicht nur der
technische Fortschritt und ein gesteigertes Umweltbewußtsein sollen
dabei zu einem starken Wachstum insbesondere bei Windkraft und
Sonnenenergie sowie der Brennstoffzelle führen. Vor allem mit der
Stromversorgung von Schwellenländern, wo nach wie vor Milliarden von
Menschen nicht am Versorgungsnetz hängen, erschließt sich ein riesiges
Wachstumsfeld. Auch 2000 stieg der Anteil des Stroms aus Biomasse,
Wind, Wasser und Sonne in Deutschland weiter von 6 auf 7 % der
Gesamtproduktion. Nach Angaben des Verbandes der
Elektrizitätswirtschaft (VDEW) lieferten die erneuerbaren Energien
etwa 34 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom, das entspricht etwa dem
Stromverbrauch von 9 Millionen Haushalten mit vier Personen. Größter
alternativer Energieträger bleibt die Wasserkraft mit 20,5 Mrd. kWh.
Es folgt die Windkraft, die von 5,5 auf 9,2 Mrd. kWh zulegte.

Eine bislang untergeordnete Rolle spielt der Anteil der Erzeugung aus
Biomasse (z. B. Holz, Stroh, Getreidepflanzen, Mais, Zuckerrüben,
Raps, Sonnenblumen), der um 18 % stieg und mit 4,5 Mrd. kWh etwa 0,9 %
des Stromverbrauchs der Bundesrepublik deckt. Potentiell ließen sich
indes 10 % des Bedarfs an Primärenergie aus Biomasse und Biogas
decken. Daß der Beitrag sich im Gegensatz zu anderen Ländern - z. B.
Österreich 12 % - recht gering ausnimmt, liegt daran, daß Energie-
Gewinnung aus Biomasse zwar wesentlich umweltverträglicher als aus
fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Öl ist, im Gegensatz zur
Windkraft oder Photovoltaik aber bei der Verbrennung schädliche Stoffe
freigesetzt werden. Auf eine erhebliche Ausweitung der Biomasse-
Verstromung durch die noch für dieses Frühjahr geplante Verabschiedung
der Biomasse-Verordnung hofft indes der Deutsche Bauernverband. Mit
Farmatic Biotech Energy (Umsatz 2000: 18 Mill. Euro) führt im zweiten
Quartal die WestLB Panmure erstmals einen reinrassigen Biomasse-
Spezialisten an den Neuen Markt. Wie die Konkurrenten strebt auch FBE
ins Ausland, in Ungarn und Dänemark bestehen bereits Töchter.

Tips und Termine

Soweit es sich die Unternehmen LS Telcom und OHB Teledata nicht noch
anders überlegen, bekommt der Neue Markt nach vielen Wochen wieder
Zuwachs. Die Aktien des Software-Herstellers für Funknetzplanung LS
Telcom können voraussichtlich vom 6. bis 12. März gezeichnet werden,
die des Telematik-Spezialisten OHB Teledata vom 6. bis 9. März. Man
darf gespannt sein, wie der Markt die beiden IPOs aufnimmt, das Umfeld
ist zweifelsohne schwierig.

Überdies ist am Neuen Markt nun die Zeit der Bilanzpressekonferenzen
angebrochen. Den Anfang in der kommenden Woche machen am Montag MIS
und Kontron Embedded, am 6. März präsentiert ACG seinen Jahresabschluß
für das vergangene Geschäftsjahr. Die i:fao AG empfängt ebenfalls am
Dienstag ihre Aktionäre zur Jahreshauptversammlung, wie auch Lambda
Physik und Asclepion Meditec am Mittwoch. Die Vorstände von Gauss
Interprise dürfen auf ihrer Bilanzpressekonferenz unangenehme Fragen
in Zusammenhang mit den hohen Verlusten und der "dünnen" Liquidität
erwarten. DCI "stellt" sich ebenfalls der Presse mit der Empfehlung
einer miserablen Kursentwicklung. Harmonischer dürfte es auf der
Hauptversammlung der Analytik Jena zugehen, die Aktionäre können sich
über das Unternehmen kaum beklagen. In den Abwärtssog der Medienwerte
wurde ebenfalls die InternationalMedia gerissen, die vorgelegten
Geschäftszahlen übertrafen indes die Erwartungen der Börse. Das
Management dürfte der BPK am 8. März somit relativ gelassen
entgegensehen. Ein Dauerbrenner am Neuen Markt ist die Aixtron AG
(BPK: 9.3.), die sich indes in den letzten Wochen den Turbulenzen
ebenfalls nicht entziehen konnte.

Quelle: Czerwensky intern


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7. NICE*LETTER-EMPFEHLUNG
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Onvista: mehr als nur Finanz-Portal

Denkt man an Onvista, fällt einem zuerst die gleichnamige
Finanzwebsite www.onvista.de ein. Dies ist auch nicht verwunderlich,
denn mit über 80 Mio. Page Impressions im Januar 2001 gilt Onvista
laut IVW als führende Finanz-Website in Deutschland - und das vor
Gatrixx, Consors und wallstreet:online. Durch den Verkauf der freien
Bannerseiten erwirtschaftet Onvista jedoch nur rund 35 % des
Gesamtumsatzes. Die Haupteinnahmequelle mit rund 60 % sind hingegen
Analysetools. Über 40 Lizenznehmer kann das Unternehmen vorweisen, zu
denen auch die Direkt Anlage Bank, das Handelsblatt und seit Kurzem
auch die Nachrichtenagentur Reuters gehören. Für Reuters werden
Kursdaten von über 500.000 Wertpapieren sowie 100 Realtime-News in
fünf Sprachen geliefert. Konkurrenz im Bereich Analysetools kommt
dabei lediglich von der nicht börsennotierten Teledata. Gemeinsam
deckt man dabei 95 % des Gesamtmarktes für Analysetools ab. Im
Gegensatz zum News-Lieferanten Bloomberg kann man bei Onvista die
verschiedenen Angebote auch einzeln in Modulen erwerben. Für Aufsehen
sorgte kürzlich das neue Projekt www.neuermarkt.com.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse AG will man hier Anlegern
umfangreiche Informationen wie Echtzeitkurse, Analystenmeinungen und
Realtime-News liefern. Die Website hat das Zeug, zum Highflyer zu
werden. Überzeugend sind auch die Finanzdaten. So ist Onvista als
eines der wenigen Internet-Unternehmen bereits im ersten Börsenjahr
profitabel. 7,2 Mio. EUR Umsatz stehen in den Plandaten für das
Geschäftsjahr 2000, das Ergebnis (EBITDA) soll dann bei 0,7 Mio. EUR
liegen. Wie wir hören, bereitet man derzeit die Internationalisierung
nach England, Italien und Frankreich vor. Zur Finanzierung liegen noch
über 30 Mio. EUR aus dem IPO in der Kasse.

Unsere Meinung: Als profitables Unternehmen mit einem 2002er KGV von
15 ist Onvista günstig bewertet. Die Analysetools finden großen
Anklang, zudem ist man nicht vom stagnierenden Werbebanner-Markt
abhängig. Bei einem Wiederaufschwung am Neuen Markt dürfte die Firma
vorne mit dabei sein - akkumulieren.

Quelle: NICE*LETTER


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8. EMPFEHLUNGEN INLAND
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Altana kaufen (Merrill Lynch)

Die Analysten von Merrill Lynch empfehlen die Aktie von Altana zum
Kauf.

Altana sei nach Meinung der Experten eines der am schnellsten
wachsenden Unternehmen überhaupt. Belegen würde dies vor allem ein
Gewinnwachstum von fast 40 % im Jahre 2000. Für das Jahr 2001 sei
wieder ein Wachstum von 35 % prognostiziert. Das Wachstum werde zu
gleichen Teilen vom pharmazeutischen und dem chemischen
Geschäftsbereich getragen. Die Analysten erwarten weitere gute
Nachrichten in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Aventis und von der
Klinischen Erprobung von Venticute phase 3.

Altana (WKN 760080)

Quelle: Aktienresearch

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Technotrans Trading Buy (Hornblower Fischer)

Die Analysten von Hornblower Fischer stufen die Aktien von Technotrans
als "Trading Buy" ein.

Mit der allgemeinen Marktschwäche habe sich auch der Kurs von
Technotrans deutlich nach unten entwickelt. Fundamentale Gründe für
den Kursrückgang bei der Aktie des Herstellers von Anlagen für die
Produktion von Print- und optischen Speichermedien gebe es nicht.
Vielmehr habe das Unternehmen mit den gestern gemeldeten
Geschäftszahlen für 2000 die eigenen Ziele deutlich übertreffen
können. Der Umsatz sei um 43 % auf 104,9 Mio. Euro gestiegen, während
der Gewinn nach IAS um 27 % auf 5,4 Mio. Euro bzw. 2,64 Euro je Aktie
angestiegen sei. Für 2001 sei ein Umsatzplus von 29 % auf 135 Mio.
Euro und ein Anstieg beim Gewinn von 55 % auf 8 bis 8,5 Mio. Euro
geplant. Bei derartigen Wachstumsraten per annum halte man den Wert
mit einem geschätzten KGV um 15 für das Jahr 2002 für unterbewertet.
Zudem gehöre Technotrans zu den wenigen Werten am Neuen Markt, die
ihre Anleger mit einer Dividendenzahlung erfreuen. Die Dividende für
das abgelaufene Geschäftsjahr werde auf 1,25 Euro angehoben. Das
aktuelle Kursniveau biete eine gute Kaufchance; auch langfristig stufe
man den Wert mit Kaufen ein, so die Analysten.

Technotrans (WKN 744900)

Quelle: Aktienresearch

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Linde akkumulieren (DG Bank)

Die Analysten der DG Bank stufen die Aktien von Linde auf
"akkumulieren" herunter und streichen sie von ihrer TOP-15-Liste.

Linde habe seit der Aufnahme in die Liste am 15. November vergangenen
Jahres gegen den Markttrend knapp drei Prozent zulegen können, während
der DAX im gleichen Zeitraum knapp elf Prozent verloren habe. Nach den
am Mittwoch veröffentlichten Ergebniszahlen für das abgelaufene
Geschäftsjahr 2000, die am unteren Rand der Erwartungen gelegen
hätten, nehme man den Titel von der Liste.

Das Kurspotential auf Sicht von sechs Monaten sehe man jetzt nur noch
bei sechs Prozent.

Linde (WKN 648300)

Quelle: Aktienresearch

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SCM Microsystems Market Outperformer (Goldman Sachs)

Die Analysten von Goldman Sachs stufen die Aktien von SCM Microsystems
als Market Outperformer ein.

Man fahre die Schätzungen vom oberen Ende des vorigen Leitfadens des
Managements auf das untere Ende des revidierten Leitfadens, der sich
an den Ergebnissen des vierten Quartals orientiere, zurück. Obwohl man
glaube, daß der Markt für Smartcard-basierte Sicherheitsarchitektur
und Digitalverbindungen sehr überzeugend sei und daß SCM langfristig
ein Gewinnner in diesem Bereich sei, beherberge der momentane
wirtschaftliche Hintergrund doch beträchtliche Risiken. Die Bewertung
bleibe überzeugend, aber losgelöst von mittelfristigen Performance-
Auslösern nehme man SCM von der Empfehlungsliste herunter, so die
Analysten. SCM habe 2001 die Gewinnwachstumsspanne von +40 bis 53 %
auf +30 bis 45 % gesenkt, obgleich man keine Bestellverzögerungen,
längere Verkaufszyklen oder einen Aufbau von Lagerbeständen sehe. Die
Analysten vermuten, daß dies ein Zeichen einer geringeren
Markttransparenz sei und daß ein größeres Risiko einer verzögerten
Einführung bestehe, die mit einer schnelleren Verlangsamung der für
SCM relevanten Märkte einhergehe. Die Analysten vermindern ihre
EPS-Schätzungen 2001 um 48 % auf $ 0,95 und für 2002 bis 2003 um 45 %
bzw. 42 % auf $ 1,62 bzw. $ 2,84. Man senke die Gewinnschätzungen für
2001 bis 2003 um 16 bis 30 %, während man die Schätzungen für die
Bruttomargen um 130 bis 170 Basispunkte senke. Die Bewertung sei immer
noch attraktiv. Man sehe bei $ 32 eine faire Bewertung der Aktie.

SCM Microsystems (WKN 909247)

Quelle: Aktienresearch

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D.Logistics Outperformer (Merck Finck & Co)

Die Analysten von Merck Finck & Co stufen die Aktien von D.Logistics
als Outperformer ein.

Der 51%ige Anteil im Joint Venture mit Infraserv Gmbh & Co., einer
Hoechst-Tochter, Infraserv Logistics, wirke rückwirkend zum 1. Januar
2001 und werde die Bereiche von Chemie und Life-Science umfassen,
durch die Verbindung mit einem etablierten Player. Das Joint Venture
werde seinen Beitrag in Richtung value-added Services, Beratung und
IT-Services leisten. Die primäre Funktion von Infraserv Logistics,
einer Tochter von Infraserv Hoechst, seien der Umgang mit und die
Entsorgung von gefährlichen Materialien. Infraserv Hoechst habe selbst
als ausgelagerter Industrieservice-Provider für Hoechst begonnen. Das
neue Joint Venture, was den Umgang mit gefährlichen Materialien mit
Supply-Chain-Services kombiniere, werde Dienste anbieten, die
Beratung, Training, IT-Services, Interface-Management, Verpackung und
Lagertechnologien, strategische Transportlogisitk und Controlling-Pro-
zesse einschließen - alle maßgeschneidert für den Chemie/Life-Science-
Sektor. Infraserv und D.Logistics haben bisher in einer Kunde-Anbie-
ter-Beziehung kooperiert, was ungefähr zwei Millionen Euro jährlich
eingebracht habe. Die Beziehung gehe jetzt in eine gemeinsam geführte
Firma auf. Die Gewinne 2000 von Infraserv Logistics belaufen sich auf
112 Millionen Euro, und D.Logistics habe eine Gewinnprognose für 2001
von 117 Millionen Euro. Man schätze ein konstantes Level an Gewinnen
für 2001, mit einem moderaten Wachstum, da das Unternehmen damit die
Hände voll habe, seine Profitabilität zu erhöhen. Im Jahr 2000 habe
die EBIT-Marge bei mageren 2 % gelegen, von der das Unternehmen hoffe,
sie im Jahr 2001 auf 5,3 % verbessern zu können. Die Verbesserung
sollte mittels Synergien, System- und Prozessverbesserungen geschehen,
um die Palettenkapazität um 20 % zu erhöhen und die Palettenkosten um
40 % zu senken. Der Kaufpreis sei 12,8 Millionen Euro innerhalb eines
komplett in Aktien abgewickelten Deals mit Meilenstein-basierten Aus-
zahlungen, die von Ergebnissen abhängig seien, über einen Zeitraum von
drei Jahren. Der Preis befinde sich am unteren Ende der allgemeinen
Preisspanne für Akquisitionen von D.Logistics bei dem Sechs-
bis Achtfachen des vergangenen EBITs. Die Zahl der Anteile basiere auf
dem Durchschnittspreis der Anteile über einen bestimmten Zeitrahmen
hinweg. Diese werden zu den ausstehenden 27.864.355 Anteilen
hinzugezählt, so die Analysten. Obwohl der Deal - zumindest anfangs -
die EBIT-Marge der gesamten Gruppe verdünnen werde, sei der Deal
strategisch zum Vorteil für D.Logistics ausgelegt, was mit Hilfe eines
etablierten Partner für Logistik von chemischen und pharamzeutischen
Organisationen und Abläufen Zugang zu neuen Kunden gewinnen werde. Die
angepassten Schätzungen zeigen die größten Änderungen in den Gewinnen,
weil der EPS-Effekt durch die erwartet niedrigere EBIT-Marge des Joint
Ventures verstumme. Die Analysten von Merck Finck & Co. bleiben bei
ihrer Beurteilung der Aktien als "Outperformer".

D.Logistics (WKN 510150)

Quelle: Aktienresearch

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Bipop Carire kaufen (Credit Suisse First Boston)

Credit Suisse First Boston empfiehlt, Bipop Carire zu kaufen.

Das Unternehmen sei eines der innovativsten Finanzinstitute Italiens.
Sein Kerngeschäft sei das Angebot persönlicher Finanzdienste (Mutual
Funds, Privatkundengeschäft, Lebensversicherung, Hypotheken,
Wertpapierhandel, Verpachtung und Verbraucherkredite) durch ein
Multi-Kanal-System.

Der Hauptwertfaktor sei die große Präsenz im Finanzberatungsbereich
durch drei unabhängige Netzwerke, die verschiedene Marktsegmente
anvisierten: BipopCity, das den Massenmarkt anvisiere und in das Bipop
Zweignetz integriert sei, Azimut, eine historische Marke, die auf das
obere Marktsegment spezialisiert sei, und die neugegründete Banca
Fineco, die voll in den Online Handels- und Bankbereich, Fineco
Online, integriert sei.

Bipop sei das erste Fianzinstitut Italiens gewesen, das das Internet
mit dem Ziel, Wachstum in Bezug auf Kundenzahl und verwaltetes
Vermögen zu erreichen, verbunden habe.

Bipop Carire (WKN 880064)

Quelle: Aktienresearch


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9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
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Aventis übergewichten (Delbrück Asset Management)

Die Analysten von Delbrück Asset Management raten dazu, Aktien von
Aventis überzugewichten.

Der Gewinn im vierten Quartal habe sich fast verdoppelt und liege über
den Erwartungen. Die Pharmasparte sei weiterhin sehr stark. Eine
Abspaltung von Agro werde noch in diesem Jahr vollzogen.

Aventis (WKN 925700)

Quelle: Aktienresearch

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AXA-Gruppe Outperformer (GZB-Bank)

Die Analysten der GZ-Bank stufen die Aktie der AXA-Gruppe als
Outperformer ein.

Die AXA-Gruppe ist ein Unternehmen aus der Versicherungsbranche.

Die Analysten der GZ-Bank empfehlen die derzeitige Konsolidierungs-
phase als Einstieg, da die AXA-Aktie im Vergleich zu den europäischen
Hauptkonkurrenten deutlich unterbewertet sei. Die AXA-Gruppe zeichne
sich durch eine gute Diversifikation - sowohl geographisch als auch
über die Geschäftssegmente - aus, die zur Risikominderung beitrage.
Das Papier sei nach Ansicht der Analysten ein attraktives Investment
für langfristig orientierte Anleger, die ein geringes Risiko
bevorzugen. Die Aktie wird als "Outperformer" eingestuft.

AXA-Gruppe (WKN 855705)

Quelle: Aktienresearch

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USG Corporation Marketperformer (JP Morgan)

JPMorgan stuft USG Corporation als Marketperformer ein.

Das Mangement des Unternehmens habe alle erforderlichen Schritte
unternommen, seit USG 1993 aus dem Bankrott herausgetreten sei, aber
die Aktien seien nun unter dem Druck von Herausforderungen, den USG
nicht selbst kontrollieren könne.

Das Unternehmen sei Marktführer bei Gypsum Produkten durch sein
Vorzeigeprodukt, Sheerock, und weltweit ein starker Zweiter bei
Bedachungen. Zudem betreibe es ein führendes Bauprodukte-Unternehmen
in den USA. USG, wie viele andere Unternehmen aus der Baubranche,
leide unter einem Rechtsstreit, der auf die Produktion von
asbesthaltigen Produkten vor 1972 zurückzuführen sei.

USG Corporation (WKN 852784)

Quelle: Aktienresearch

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Telefonica empfohlen (Goldman Sachs)

Die Analysten von Goldman Sachs empfehlen die Aktien von Telefonica
zum Kauf.

Die Analysten setzen die Aktie aus drei Gründen auf ihre
Empfehlungsliste: Man erwarte ein mildes Wettbewerbsumfeld, was eine
sehr gute Sichtbarkeit des EBITDA-Wachstums gewährleiste, trotz der
Komplexität der finanziellen Darstellungsweisen, mit 50 % des EBITDA
aus Latein-Amerika. Man erwarte eine attraktive Bewertung für 2001 mit
EV/EBITDA von 8,3x. Des Weiteren erwarte man eine starke Bilanz, ohne
Kreditrisiken. Die zwei negativen Aspekte, die man für Telefonica
annehme, seien zum einen die Bedenken über die negativen Auswirkungen
durch eine potentielle Rezession in den USA auf die Vermögenswerte der
lateinamerikanischen Telefonica. Zum anderen bestehe ein Mangel an
Transparenz, wie Telefonica Shareholder-Value aus seinem Portfolio von
EU-3G-Lizenzen in Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz
schöpfen könnte.

Telefonica (WKN 869961)

Quelle: Aktienresearch

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Oracle neutral (Delbrück Asset Management)

Die Analysten von Delbrück Asset Management stufen die Aktien von
Oracle als neutral ein.

Auch Software-Firmen befinden sich im Strudel der Gewinnwarnung. Das
Unternehmen Oracle weise eine Schwäche im Datenbankgeschäft auf, so
die Analysten. Der Gewinn im laufenden Quartal betrage 10c pro Aktie
statt 12c pro Aktie.

Oracle (WKN 871460)

Quelle: Aktienresearch

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BAT Outperform (Morgan Stanley Dean Witter)

Die Analysten von Morgan Stanley haben ihr Zwölfmonats-Kursziel für
British American Tobacco angehoben.

Die Anhebung des Preises auf Sicht eines Jahres von 550 Pence auf 620
Pence solle verbesserte Fundamentaldaten reflektieren und berücksich-
tige die Tatsache, daß das Risiko von Rechtsstreitigkeiten rückläufig
sei. Im Vergleich zum aktuellen Kurs würden die korrigierten Zahlen
einen Anstieg von 10 % bedeuten. Das Urteil der Analysten von Goldman
Sachs für die BAT-Aktie lautet weiterhin "Outperform".

BAT (WKN 916018)

Quelle: Aktienresearch


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10. DISCLAIMER
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