Bürgerversicherung vom Tisch

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neuester Beitrag: 21.11.03 13:10
eröffnet am: 21.11.03 11:11 von: HEBI Anzahl Beiträge: 2
neuester Beitrag: 21.11.03 13:10 von: SchwarzerLo. Leser gesamt: 276
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21.11.03 11:11

2176 Postings, 6878 Tage HEBIBürgerversicherung vom Tisch

Zum Glück scheint die Bürgerversicherung vom Tisch. Seehofer rückt jetzt von seiner Position ab:

Der CSU-Sozialexperte Horst Seehofer hat sich von dem bislang von ihm favorisierten Modell einer Bürgerversicherung im Gesundheitswesen distanziert. Er kündigte seine Unterstützung für das CSU-Reformkonzept an.
Er unterstütze jetzt das CSU-Konzept einer Reform des bestehenden Systems der gesetzlichen Krankenversicherung, sagte der stellvertretende CSU-Vorsitzende der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er habe immer gesagt, wenn es gelinge, innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung eine soziale Fortentwicklung zu gewährleisten, dann akzeptiere er das, sagte Seehofer weiter.

"So wie es derzeit aussehe, ist die CSU zu einer solchen Reform bereit". Das halte er für einen großen Fortschritt. Denn dann bliebe der soziale Ausgleich zwischen stark und schwach, gesund und krank sowie jung und alt aufrechterhalten. "Und darauf kommt es mir besonders an", sagte Seehofer. Er akzeptiere als Demokrat zudem, dass sich die CSU gegen eine Bürgerversicherung ausgesprochen habe.



Seehofer kritisiert erneut Kopfpauschale

Das geplante CSU-Reformkonzept für das Gesundheitswesen sieht nach Angaben Seehofers unter anderem ein Einfrieren des Arbeitgeberbeitrags sowie einen stärkeren Wettbewerb bei Ärzten, Apotheken und Krankenhäusern vor. Die CSU wolle zudem, dass die Versicherten viel mehr als bisher ihren Versicherungsschutz auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zuschneiden könnten.

Seehofer kritisierte erneut, das von der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel favorisierte Kopfpauschalen-Modell könne böse finanzielle und politische Überraschungen bergen. Die Union wolle die Steuern für alle senken. "Ich weiß aber nicht, wie wir die Milliarden ohne Steuererhöhungen bekommen sollen, die die CDU für den sozialen Ausgleich bei der Kopfpauschale und für den Kinderbonus bei der Rente vorsieht."

Zwischen CSU und CDU schwelt seit längerem ein Streit über die richtigen Konzepte für anstehende Sozialreformen. Dabei war von der CDU vor allem Seehofer kritisiert worden, weil er offen den CDU-Plänen widersprochen hatte.

© 2003 Financial Times Deutschland  

21.11.03 13:10

13475 Postings, 8118 Tage SchwarzerLordAlles privatisieren.

Auch die Reform der GKK kann nur zweitbeste Lösung sein. Wenn eine Radikaländerung, dann hin zu den Kopfpauschalen. Das Gespenst der Bürgerversicherung (und weig lockt der wohlklingende Name?) ist gottseidank wohl auf Nimmerwiedersehen verschwunden.  

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