BIZ - Aktienkurse immer noch zu hoch

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neuester Beitrag: 11.06.01 13:42
eröffnet am: 11.06.01 13:28 von: händchen Anzahl Beiträge: 2
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11.06.01 13:28

551 Postings, 7630 Tage händchenBIZ - Aktienkurse immer noch zu hoch

SCHWEIZ/BIZ/AKTIEN

   Zürich, 11. Jun (Reuters) - Auch nach dem "Schrumpfen einer
weltweiten Preisblase" sind die Aktienmärkte nach Ansicht der
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) immer noch hoch
bewertet. Der breit gefasste S&P-500-Index der US-Aktien habe
wieder ein Niveau erreicht, das dem 27-fachen der tatsächlich
erzielten Gewinne entspreche, heißt es in dem BIZ-Jahresbericht,
der am Montag zur Generalversammlung der Bank veröffentlicht
wurde. "Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis, das beinahe doppelt so hoch
war wie der langjährige Durchschnitt", so die BIZ weiter. Die
sich gegenseitig verstärkenden Faktoren Anlegeroptimismus und
Herdenverhalten hätten die Aktienkurse in die Höhe getrieben, so
das Fazit der "Zentralbank der Zentralbanken".
   Im April 2001 habe die Meldung eines PC-Herstellers, dass die Gewinnerwartungen erfüllt worden seien, die Kurse an den
US-Börsen hochschnellen lassen, heißt es in dem Bericht. Auf dem
Höhepunkt der Entwicklung habe der Kurs der US-Aktien im
Durchschnitt um das 33-fache über dem tatsächlich erzielten
Gewinn je Aktie gelegen, "ein noch nie dagewesenes
Kurs/Gewinn-Verhältnis".
    Für den Rückgang der Aktienkurse zwischen April 2000 und dem
ersten Quartal 2001 hätten sich keine realwirtschaftlichen
Ursachen ausmachen lassen. Die BIZ-Experten diagnostizierten
zwei Phasen der Kursrückgänge. Für die erste Phase in den
Monaten April/Mai 2000 lasse sich keine spezielle Ursache
ausmachen. Es seien keine wesentlichen Informationen auf den
Markt gekommen, die einen solchen Kurseinbruch hätten
rechtfertigen können. In dieser Hinsicht sei das Geschehen mit
den weltweiten Kursstürzen im Oktober 1929 und im Oktober 1987
vergleichbar. Die zweite Runde der Kursrückgänge ab September
lasse sich dagegen auf Gewinnwarnungen zurückführen.
    ajs/och/sam
 REUTERS

111315 Jun 01
 

11.06.01 13:42

551 Postings, 7630 Tage händchen....zweiter Teil,

wie ich finde sehr interessant....gruß händchen
  Notenbanker blicken gebannt auf US-Konjunktur -
  Erste Zusammenfassung (neu: Rede BIZ-Präsident)

  Utl: Vorsichtiger Optimismus trotz vielen Unsicherheiten =

  Basel (AP) Trotz der Unsicherheit über den Verlauf der
US-Konjunktur haben sich die Notenbankchefs aus aller Welt
vorsichtig optimistisch gezeigt. Der schwedische Notenbankgouverneur
und BIZ-Präsident Urban Bäckström sagte am Montag auf der 71.
Generalversammlung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich
(BIZ) in Basel, es gebe ermutigende Anzeichen, dass die
Weltkonjunktur auf dem Weg zu einer relativ schnellen Erholung sein
könnte.
  Der Inflationsdruck sei trotz gestiegener Ölpreise bemerkenswert
gedämpft geblieben. Beruhigend sei, dass einige Zentralbanken
deshalb noch Spielraum für eine weitere Lockerung der Geldpolitik
hätten, sagte Bäckström. Der Schlüssel für einen weiteren Aufschwung
in den USA und für eine dauerhafte Erholung in Japan sei die Wahrung
beziehungsweise die Wiederherstellung der Ertragskraft der
Unternehmen. Kurzfristig könne die Förderung der Rentabilität wegen
der damit verbundenen erheblichen Arbeitsplatzverluste allerdings
die Verbraucherausgaben erheblich dämpfen. Als sehr ermutigend
wertete der BIZ-Präsident den Umstand, dass der deutliche
Kursrückgang an den Börsen bisher keine offensichtlichen Spannungen
auf den Finanzmärkten ausgelöst habe.
  BIZ-Generaldirektor Andrew Crockett wies im Jahresbericht
allerdings darauf hin, dass die Konjunkturschwankungen trotz New
Economy und weitgehend gebändigter Inflation nicht der Vergangenheit
angehören. Zu der entscheidenden Frage der Entwicklung der
US-Konjunktur stellte die Baseler Finanzinstitution fest, dass jedes
Szenario plausibel begründbar sei.
   Als günstig stuft die BIZ die Voraussetzungen in den USA ein,
dass bessere Aussichten auf eine Erholung der Unternehmensgewinne
eine anhaltende Wachstumsschwäche vermeiden helfen. Im Falle einer
verlängerten Rezession wäre allerdings energisches Handeln nötig.
Für Japan sei die Sanierung des Unternehmens- und Finanzsektors
zentral. Die Probleme Europas werden von Crockett demgegenüber als
eher alltäglich bezeichnet. Im Euro-Raum seien kaum zur Kenntnis
genommene Fortschritte bei der Steigerung der Effizienz der Arbeits-
und Gütermärkte sowie bei den Strukturreformen erzielt worden. Vor
allem bei der Flexibilität der Arbeitsmärkte und bei der Aus- und
Weiterbildung seien aber weitere Anstrengungen nötig.
   Der weltweite Trend zu sinkenden Inflationsraten wird von der BIZ
als der wohl bedeutendste Wandel im gesamtwirtschaftlichen Umfeld
der letzten zwei Jahrzehnte eingestuft. Allerdings zeige sich immer
mehr, dass niedrige Teuerungsraten nicht ausreichten, um die
Stabilität in der Gesamtwirtschaft und im Finanzsystem zu sichern.

   Zwtl: Warnung vor Rückfall in Protektionismus

   Mit Nachdruck rät die Bank der Zentralbanken zu einer umfassenden
und wirksamen internationalen Zusammenarbeit. Dies werde
schwieriger, falls sich die neuen Regierungen in Washington und
Tokio stärker auf ihre inländischen Angelegenheiten ausrichten
sollten und wenn die EU zu sehr mit der Erweiterung beschäftigt sei.
Die BIZ warnt in diesem Zusammenhang vor dem Rückfall in den
Protektionismus.
   

 

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