Anklage fordert acht Jahre Haft

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eröffnet am: 03.05.05 15:25 von: ruhrpott Anzahl Beiträge: 2
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Anklage fordert acht Jahre Haft für Neonazi Martin Wiese

München (ddp-bay). Im Terrorprozess gegen den Münchner Neonazi Martin Wiese hat die Bundesanwaltschaft acht Jahre Haft gefordert. Der Staatsanwalt beim Bundesgerichtshof, Christian Ritscher, sagte heute vor dem Oberlandesgericht, der Anschlag für den Tag der Grundsteinlegung des jüdischen Kulturzentrums in München am 9. November 2003 sei fest geplant gewesen. Die Anklagebehörde wirft Wiese unter anderem Rädelsführerschaft in einer terroristischen Vereinigung und Verstoß gegen das Waffengesetz vor.

Auch für die mitangeklagten Gesinnungsgenossen Wieses aus der rechtsextremen «Kameradschaft Süd» forderte die Bundesanwaltschaft unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung mehrjährige Haftstrafen. Alexander M. soll laut Bundesanwalt Bernd Steudl sechs Jahre hinter Gitter, Karl-Heinz S. vier Jahre und sechs Monate. Bei David S. hält die Anklagebehörde eine Jugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten für angemessen.

Staatsanwalt Olaf Juterzenka bezeichnete den Hauptangeklagten als «politischen Verführer», der mit seinen Gesinnungsgenossen «dem braunen Ungeist der Geschichte wieder zum Durchbruch verhelfen wollte». Wiese sei klar gewesen, dass sich sein Ziel nicht durch eine friedliche Revolution realisieren ließe. Er habe immer wieder von einer blutigen Revolution gesprochen und seine Anhänger nach und nach mit Waffen ausgestattet.

Mit dem geplanten Anschlag für den Tag der Grundsteinlegung des jüdischen Kulturzentrums habe er ein symbolträchtiges Ziel gewählt, sagte der Staatsanwalt. Die ganze Gruppe sei sich bewusst gewesen, dass dabei Menschen getötet werden könnten, und habe dies in Kauf genommen.

Wiese hatte während des Prozesses die ihm vorgeworfenen Anschlagspläne auf das jüdische Kulturzentrum vehement zurückgewiesen. Schwer belastet wurde er allerdings von zwei Mitangeklagten. In einem Parallelprozess wurden bereits drei Frauen und ein Mann aus der so genannten zweiten Riege der Münchner Neonazis wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu Bewährungsstrafen von 16 bis 22 Monaten verurteilt. Der Prozess wird am Dienstag mit dem Plädoyer der Verteidigung fortgesetzt.




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