Am Montag gehts wieder kräftig runter, viel Spaß ! o.T.

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neuester Beitrag: 03.03.01 19:17
eröffnet am: 03.03.01 14:56 von: boerseXXX Anzahl Beiträge: 15
neuester Beitrag: 03.03.01 19:17 von: hjw2 Leser gesamt: 479
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03.03.01 14:56

445 Postings, 7357 Tage boerseXXXAm Montag gehts wieder kräftig runter, viel Spaß ! o.T.

03.03.01 15:44

421 Postings, 7921 Tage jan2hast gut lachen

das will ich mir nicht vorstellen kann aber sein  

03.03.01 15:47

445 Postings, 7357 Tage boerseXXXDie Nasdaq wird nachgebildet ist doch klar, außer

der future ist im plus dann könnte es auch anders aussehen !  

03.03.01 18:20

9161 Postings, 7847 Tage hjw2Fut. 1878..- 4,16 % o.T.

03.03.01 18:40

793 Postings, 7904 Tage hailwoodwarum eigentlich?

Mir ist auch klar, daß es bei negativem Future wieder runtergeht, aber einsehen tu ich es nicht!
Der Wirtschaft in Euroland gehts gut und wird es auch weiterhin gut gehen.
Die Einführung des Euro wird unsere Wirtschaft weiter stärken.
Die Meisten Unternehmen am NM sind nicht weltweit tätig und nur ein kleiner Teil ist auf das USA-Geschäft angewiesen.
Die schlechte Wirtschaftslage in Japan und USA könnte doch unser Vorteil sein.
Die Meisten Umsätze werden doch hier in unserem Wirtschaftsraum gemacht.
Warum kann sich der NM nicht von Mami Nasdaq lösen?
Dieser "vorauseilende" Gehorsam geht mir langsam auf die Nerven!

Oder sehe ich das total falsch?

hail  

03.03.01 18:50

9161 Postings, 7847 Tage hjw2Richtig..das frage ich mich auch, rationale Erklär

scheint es nicht zu geben..  

03.03.01 18:58

445 Postings, 7357 Tage boerseXXXDa Amerika, die größte Volkswirtschaft der Welt

ist, sagt Sie auch wo es langgeht. Manche sachen muß man halt einfach hinnehmen, auch wenn es einem nicht passt.  

03.03.01 19:00

21799 Postings, 7807 Tage Karlchen_INachbörslich sieht es in Amiland doch gar nicht so

schlecht aus....

http://cnnfn.cnn.com/markets/afterhours/
 

03.03.01 19:01

9161 Postings, 7847 Tage hjw2Wien..scheint das anders zu sehen...!! o.T.

03.03.01 19:04

9161 Postings, 7847 Tage hjw2Wien war für@boerseXXX o.T.

03.03.01 19:07

10723 Postings, 7728 Tage GruenspanNasdaq-Future kann auf keinen Fall so deutlich

im Minus sein. Es gibt zur Zeit keinen aktuellen Future.
Traut man den freitäglichen nachbörslichen Kursen an der Nasdaq etwas, sollte der Future am Montag leicht positiv starten. Was der Tag und die Entwicklung des Nasdaq-Future bringt, steht natürlich auf einem anderen Blatt!
Grundstimmung ist jedenfalls erstmal vorsichtig slightly green.
Von Trendwende kann aber keine Rede sein.

http://dynamic.nasdaq.com/dynamic/afterhourma.htm


                                  Gr.Gr.:-)

 

03.03.01 19:07

818 Postings, 7406 Tage Hopes@hjw

Dein Future-Stand von minus 4,16% ist der Schlußstand von Freitag 22 oder 23Uhr, neue Futures gibt es erst wieder Montag früh, ca.0.30Uhr, also nicht schon vorzeitig die Nerven verlieren; ist doch schön so ein Wochenende ohne Indizes...

Außerdem werden wir uns so niemals von den USA abkoppeln, wenn wir dies auf der einen Seite bedauern, aber doch selbst am Wochenende noch versuchen irgendwelche Trends aus Amerika zu prognostizieren!!!

Viele Grüße Hopes  

03.03.01 19:09

818 Postings, 7406 Tage Hopes@Grünspan

Da warst Du wohl einen Tick schneller...

Grüße Hopes  

03.03.01 19:12

9161 Postings, 7847 Tage hjw2@hailwood..Japan

Etwas älter aber aktuell..


Steht Japans Wirtschaft vor dem Absturz?

Von Uwe Jean Heuser



Der japanischen Volkswirtschaft geht es schlecht. Der schwache Aufschwung ist schon wieder dahin, die Wachstumsprognose von 1,5 Prozent für 2001 Makulatur. Die Verbraucher sind depressiver Stimmung, die Unternehmer schließen sich an. Der Börsenindex Nikkei ist nahe dem Dekadentiefpunkt von 1998 angelangt.

Eigentlich ist das die Zeit der Zentralbanker und Finanzminister. Die einen senken Zinsen, damit Investitionen billiger zu finanzieren sind, die anderen ziehen die Spendierhosen an, um der Nachfrage aufzuhelfen. In Japan haben beide Wohltäter nichts zu bieten. Der Leitzins beträgt 0,25 Prozent - was will man da groß kürzen? Und die japanische Regierung hatte schon alle Schleusen geöffnet. Ein Konjunkturprogramm jagte das nächste, im Jahr 2000 allein verschuldete sich der Staat mit rund zehn Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute machen seine Gesamtschulden mehr als 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus - ohne Bürgschaften für Banken oder Bahn. Zum Vergleich: Deutschland gilt mit rund 60 Prozent schon als hoch verschuldet.

Kraft bezog die japanische Wirtschaft zuletzt aus dem High-Tech-Boom. Vor allem in den Vereinigten Staaten fanden die Exporteure ihre Abnehmer. Nun ist der Boom erst einmal vorbei, Amerikas Konjunktur ist abgeflaut, und die Gewinnerwartungen der japanischen Industrie gehen zurück.

Zudem sitzen japanische Banken auf mehr als einer halben Billion Mark an Krediten, deren Bedienung gefährdet ist. Eine Billion hatten sie schon abgeschrieben. Aber das war eben nur ein Teil, und nun kommen im Abschwung neue Ausfälle hinzu. Immer noch leidet die Finanzwirtschaft unter dem Modell der Japan AG: Sparer legen ihr Geld zu geringen Zinsen an, und die Banken verleihen es billig und großzügig an die heimischen Unternehmen. Vielfach dienten Aktien und Immobilien als Sicherheit, und deren Preise haben sich in den neunziger Jahren auf ein Drittel respektive ein Zehntel reduziert.

Japan müsste aufhören, marode Banken zu unterstützen und große Teile der Wirtschaft gegen Wettbewerb zu schützen. Doch das sagt sich so leicht in einem Land, in dem die Bürger gewohnt sind, dass Staat und Unternehmen sich um sie kümmern. Erst einmal will die Regierung nun den Aktienmarkt stützen, damit die Bankenkrise nicht zum Finanzcrash wird. Aber ob sie nun Firmen gestattet, eigene Aktien zu kaufen, oder selbst am Markt einsteigt - das Ganze ist eine kurzfristige Reaktion auf ein langfristiges Problem.

Und der Rest der Welt? Der Yen-Kurs fällt bereits. Die Tokyoter Regierung hat nichts dagegen, weil das einerseits Ausfuhren verbilligt und Japan andererseits so gut wie keine Auslandsschulden hat. Für Exporteure in anderen asiatischen Ländern wird das Leben schwerer. Werten deswegen auch die Südostasiaten ab, setzen westliche Unternehmen in Asien weniger ab.

Eine weitere Gefahr: Japaner haben über zwei Billionen Mark im Ausland angelegt - Kredite, Aktien, Direktinvestitionen. Ein heimischer Krach könnte dazu führen, dass viele von ihnen ihr Geld zurückholen.

Noch blicken die meisten Skeptiker nach Westen, in die USA. Dabei kann derzeit vor allem ein Land die Weltwirtschaft erschüttern. Und das liegt in Fernost.




(c) DIE ZEIT   04/2001    
Japans Banken ersaufen in Schulden
Aus der FTD vom 15.1.2001

Faule Kredite, schwaches Wachstum und der Werteverfall von Aktien und
Immobilien treiben die Finanzinstitute an den Rand des Ruins. Die hoch
verschuldete Regierung plant wieder einmal zu intervenieren.

Hokkaido, diese zugige Insel im Pazifik, war den Japanern schon immer
suspekt. Zu kalt mit ihren schneereichen Wintern, in denen die Temperaturen
auf minus 40 Grad fallen können. Zu wild als dünn besiedeltes Grenzland,
einen Steinwurf entfernt vom feindlichen Russland. Und zu liberal, denn
lange regierte ein Sozialist diese Zuflucht von Aussteigern und Exoten im
konformistischen Japan.

Die Tokioter Zentralregierung mühte sich, den herausstehenden Nagel
einzuschlagen, die widerspenstige Präfektur "zu entwickeln". Sie ließ die breitesten
Straßen und den längsten Tunnel bauen, einen internationalen Flughafen,
Industriegebiete und Atomkraftwerke. Sogar die Bürgersteige der Hauptstadt Sapporo
wurden im Winter beheizt und unterirdisch entstand ein zweites, eisfreies
Stadtzentrum.

"Faule Kredite"

An der Finanzierung dieser fragwürdigen Projekte war fast immer die
Hokkaido Takushoku Bank beteiligt. Bis zum 17. November 1997. Da offenbarte
die Bank, dass sie die Last faul gewordener Kredite nicht mehr schultern
könne. Doch die eigentliche Sensation damals: Erstmals entließ die
japanische Regierung eine große Bank in die Pleite.

Seitdem gibt es offiziell eine Bankenkrise im Land. Sie ist, drei
Jahre nach dem ersten Totalausfall, weder entschärft noch behoben. Im
Gegenteil: Über den Finanzinstituten braut sich erneut ein böses Gewitter
zusammen.

Die anhaltend schwache Binnennachfrage und die erlahmende Konjunktur
in den USA lassen die Schuldenberge der Kreditinstitute ebenso
anschwellen wie der Wertverfall von Aktien und Immobilien. Zum Ende des
Haushaltsjahres am 31. März muss deshalb mit neuen Pleiten gerechnet werden. Die
Regierung denkt bereits über Rettungsmaßnahmen nach.

"Nutzlose Geldspritzen"

"Die Krise unseres Finanzsystems tritt in ihre letzte Phase ein,"
beschreibt der Volkswirt und unabhängige Bankenberater Takanori Mizuno die
Situation. Ruhe sei nach den staatlichen Finanzspritzen von 1999 nur
oberflächlich eingetreten. Obwohl die Tokioter Regierung damals knapp 540 Mrd. Euro
zur Stützung des maroden Finanzsystems genehmigte, bauten die
Geldinstitute ihre Schuldenberge nur zögerlich ab. Besonders schwer fiel ihnen die
Trennung von immobilen Kreditgarantien. Die Angst vor einem weiteren Verfall
der Bodenpreise sowie vor Gangstersyndikaten, die oft als Mieter
hochpreisiger Objekte agieren, verhinderte das Bereinigen der Bücher.

So haben staatliche Geldspritzen bisher wenig genützt. "Die Regierung
hat sich 1999 bei der Einschätzung des Schuldenproblems verrechnet," sagt
James Fiorillo von ING-Barings. Allein bei den 136 größten Banken des
Landes summieren sich die Problemkredite heute auf rund 300 Mrd. Euro. Und
das, obwohl die Geldinstitute bereits Schulden in Höhe von knapp 466
Mrd.Eabgeschrieben haben. Das gefährdete Kreditportfolio aller Geldinstitute Japans
einschließlich Versicherungen und sonstiger Finanzadressen beträgt stattliche 726
Mrd. Euro - 12 Prozent des gesamten Kreditvolumens.

Die unappetitlichen Zahlen werden bis zum Bilanzabschluss der Banker
weiter anschwellen. Das vergangene Jahr brachte Rekordpleiten. Die
Insolvenzen 2000 werden nach jüngsten Schätzungen zusätzliche Schulden von 180
bis 225 Mrd. Euro bei den Geldinstituten hinterlassen.

Apokalyptische Schuldenberge

Besserung ist nicht in Sicht. Allein die problematischen Kredite der
Bauindustrie, die vornehmlich mit Staatsaufträgen am Leben gehalten wird, betragen
derzeit rund 96 Mrd. Euro. Rechnet man die Kredite von Konkurskandidaten aus
der Immobilienbranche sowie dem Groß- und Einzelhandel hinzu, beläuft
sich das Risikovolumen für 2001 auf gut 880 Mrd. Euro. Allein 20 der
angeschlagenen Großunternehmen verhandeln zurzeit mit Banken und Regierung über den
Verzicht auf Forderungen in einer Gesamthöhe von 20 Mrd. Euro. Mit guten
Chancen. Denn allein neun Baukonzerne hielten die Banken in den vergangenen
drei Jahren auf massiven Druck der Regierung mit Schuldenerlassen über
Wasser. Die apokalyptische Grenze eines faulen Kreditportfolios mit einem
Volumen von 1000 Mrd. Euro könnte also in Kürze erreicht sein.

Verantwortlich für diese Fehlentwicklung sind eine Reihe von
Faktoren. Zunächst das alte Finanzierungsmodell der Japan AG. Bei niedrigsten
Zinsen für die Sparer wurden großzügig Kredite an die Industrie vergeben.
Der holländische Politologe und Japanexperte Karel van Wolferen nannte
dieses Melken der Sparer zu Gunsten einer um Weltmarktanteile ringenden
Industrie einmal: "Umverteilung von unten nach oben im nationalen Interesse".

Verlorene Dekade

Abgesichert wurden die Kredite durch Immobilien oder Aktien, deren
Werte während des Booms der 80er Jahre in Schwindel erregende Höhen
kletterten. 1989 platzte die spekulative Blase an der Börse, ein Jahr später
brach der Immobilienmarkt ein. In den 90er Jahren, die die Japaner als
"verlorene Dekade" bezeichnen, erlebte das Land fünf technische Rezessionen.
Firmenpleiten und der Abbau von Überkapazitäten führten zur Rekordarbeitslosenquote
von 4,9 Prozent. Der Wert japanischer Immobilien beläuft sich heute auf
weniger als zehn Prozent seines Höchststandes von 1990; Aktien liegen um 60
Prozent unterhalb ihres Allzeithochs.

Die Angst vor Arbeitslosigkeit und dem drohenden Zusammenbruch des
Rentensystems lässt die Binnennachfrage erlahmen. Da sie mit knapp 60 Prozent zum
Bruttoinlandsprodukt beiträgt, wuchs Japans Volkswirtschaft höchstens noch marginal. Auch
ein Dutzend Konjunkturbelebungspakete der Regierung im Gesamtwert von
1155 Mrd. Euro (seit 1992) vermochte den Motor nicht wieder anzuwerfen.

Japan vor Rezession

Nun kommt hinzu, dass die Konjunktur in den USA erlahmt. Manch ein
Analyst spricht bereits von einer bevorstehenden Rezession im Reich der
unbegrenzten Möglichkeiten. Für Japans Exporteure ein Horrorszenario: Die
Nachfrage auf dem größten Überseemarkt für japanische Produkte droht
einzubrechen. Bereits im Dezember sank Japans Außenhandelsüberschuss nach Zöllen um
64 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Firmen wie Kawasaki Steel oder
Sumitomo Osaka Cement fahren bereits ihre Produktion runter.

Um den Rückgang japanischer Ausfuhren aufzufangen, hofft Tokio auf
eine anhaltende Yen-Schwäche. "Wir werden nichts unternehmen, unsere
Währung zu stützen,"kommentierte Finanzminister Kiichi Miyazawa den jüngsten
Kursverfall des Yen.

Intervention am Aktienmarkt

Weniger passiv scheinen Tokios Bürokraten die Entwicklung am
Aktienmarkt zu betrachten. Hartnäckig kursieren im Bankenviertel Marunouchi
Gerüchte, dass die Regierung eine Intervention am Aktienmarkt plane. Eine neue
Pleitewelle unter Japans Banken soll damit abgewendet werden. Durch den Einbruch
des Nikkei-Index droht deren Eigenkapitaldecke nämlich derzeit unter Null
zu sacken.

Die größten Sorgenkinder finden sich unter den Regionalbanken, auf
die etwa 46 Prozent aller Ersparnisse und 35 Prozent der Risikokredite
entfallen. "Ich erwarte kein Massensterben, aber einige könnten kollabieren,"
sagt Yushiro Ikuyo von der Commerz Securities in Tokio. Doch auch unter
den Großbanken hat das große Zittern begonnen. "Wenn der Nikkei-225-Index
zum Bilanzschluss in die Gegend von 13.000 Punkte fallen sollte, könnten
ein paar Großbanken ihre Buchgewinne aus Aktienvermögen verlieren,"
schätzt die Rating-Agentur Standard&Poors. Nach Schätzungen von Jardine
Flemming fuhren die 16 Großbanken des Landes seit September bereits einen
Aktienbuchverlust von 20,8 Mrd. Euro ein.

Dabei sind die Kreditinstitute selbst an der negativen Entwicklung
der Börse beteiligt. Im Zuge der japanischenFinanzreform müssen sie sich
bis zum 31. März von Überkreuzbeteiligungen trennen, außerdem erstmalig
ihren Aktienbesitz zu Marktpreisen in den Bilanzen verbuchen. Bisher
arbeiteten sie mit fiktiven Nominalwerten. Folglich stießen die Banken massiv
Aktienpakete ab, jagten damit die Kurse in den Keller und verursachten so neue
Firmenpleiten. Gleichzeitig schwand der Wille, neue Risiken zu übernehmen.

Auch die Regierung hat kaum noch Handlungsspielraum. Sie selbst steht
mit 6089 Mrd. Euro in der Kreide; Japans Gesamtverschuldung entspricht
zum Beginn des neuen Haushaltsjahres 141 Prozent des
Bruttoinlandsproduktes. Ein Fünftel des kommenden Haushalts von 774 Mrd. Euro geht allein in
den Schuldendienst. "Die Finanz- und Geldpolitik hat ihre Grenzen
erreicht," sagt Kazuhiko Ogato von HSBC Securities. Doch die Regierung verkündet
vollmundig, weitere Großbanken müssten nicht geschlossen werden. Eine Krise sei
nicht in Sicht.

Vier Optionen

Am 31. März läuft ein Gesetz aus, welches der Regierung erlaubt, mit
öffentlichen Geldern marode Banken zu retten oder sie zu verstaatlichen. Trotzdem
denken Tokios Bürokraten schon wieder über neue Interventionen nach. Vier
Optionen halten Analysten wie James Fiorillo von ING-Barings für
wahrscheinlich. Entweder wird die Laufzeit des Notstandsgesetzes zur Rettung von
Banken schlicht verlängert. Oder der Staat kauft den Banken Aktienpakete mit
öffentlichen Geldern ab und parkt sie so lange, bis sie sich wieder verkaufen
lassen. Die Regierung könnte den Kreditinstituten auch erlauben, Aktien für
die Rückzahlung der staatlichen Finanzspritzen von 1999 zu nutzen. Die
vierte Option wäre ein Appell an die Unternehmen, den Banken Wertpapiere
abzukaufen und damit Pensionsfonds zu bilden.

Lösen lässt sich die Schuldenmisere so nicht, aufschieben vielleicht,
um das Reformtempo zu verlangsamen. Japans Volkswirtschaft braucht
allerdings genau das Gegenteil. Doch während sich die Finanzminister Europas und
Asiens auf dem Asem-Treffen in Kobe Sorgen um eine "globale
Konjunkturabkühlung" in Folge der japanischen Misere machen, wird in Tokio Facelifting
betrieben. Im Bankenviertel Marunouchi ragen Kräne in die Luft und wachsen
glitzernde Fassaden empor. Der Stadtteil, in dem schon lange nicht mehr das
große Geld verdient wurde, zeigt Verschleißerscheinungen. Die Besitzer
wollen dem Viertel nun neues Leben einhauchen. Damit die Bodenpreise nicht
auch noch durch ein schlechtes Image in den Keller sacken.

Dieser Artikel ist im Internet abrufbar unter der URL:
http://www.ftd.de/ub/fi/FTD979482385028.html?nv=n

 




 

03.03.01 19:17

9161 Postings, 7847 Tage hjw2@Hopes/Grün...ihr habt nat. recht.. o.T.

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