Aktien-Newsletter

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neuester Beitrag: 27.04.05 17:22
eröffnet am: 27.04.05 17:22 von: moya Anzahl Beiträge: 1
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27.04.05 17:22

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1. EDITORIAL / BÖRSENAUSBLICK, KONJUNKTUR, MARKTBERICHT

Die Konjunktur in Deutschland bleibt weiterhin Sorgenkind Nummer 1. So zeigte der erneut schwächelnde ifo-Index hierzulande eine Abkühlung der wirtschaftlichen Leistung. Der Indikator sank um 0,7 auf 93,3 Punkte, und damit unerwartet stark. Die Mehrheit der Experten hatte im Durchschnitt nur einen Rückgang auf 93,5 Punkte erwartet. Seit Januar ist der Indikator damit zum dritten Mal in Folge und um insgesamt 3,1 Punkte gesunken. Bei drei Anstiegen oder Rückgängen in Folge spricht das ifo-Institut traditionell von einer Trendwende. Einige Volkswirte sehen dies aktuell aber nicht so, und eine Rezession ist den Angaben nach nicht in Sicht. Trotzdem sind die Unternehmen skeptisch.

Kein Investitionsklima

So schätzen die Firmen im April sowohl die aktuelle Lage als auch die Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate negativer ein. Dies deutet darauf hin, daß die konjunkturelle Dynamik auch in den nächsten Monaten schwach sein wird, erläuterte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die Lagebeurteilung verschlechterte sich von 93,3 Punkten im Vormonat auf 93,1 Zähler. Die Geschäftserwartungen sanken noch deutlicher von 94,6 auf 93,6 Punkte. Laut ifo-Chefvolkswirt Gernot Nerb ist die Stimmung querbeet durch alle Branchen gedämpft, und die Firmen halten sich mit Investitionen weiter zurück. Eine Trendwende zum Positiven ist ferner derzeit nicht in Sicht. Erst wenn der Investitionszyklus in Gang kommt, dürfte sich die Lage verbessern. Dazu müßten die Firmen aber nachhaltig Vertrauen in einen Aufschwung fassen. Störfeuer wie die aktuelle Kapitalismus-Debatte helfen dabei sicher nicht.

Prognosen gekappt

So sind denn auch die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem jüngsten Frühjahrsgutachten skeptisch gegenüber der deutschen Wirtschaft und kappen die Prognose. Die Experten erwarten für dieses Jahr nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,7%. Im Herbstgutachten gingen sie noch von 1,6% aus. Im kommenden Jahr soll die gesamtwirtschaftliche Leistung dann mit 1,5% wieder etwas kräftiger anziehen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich ihrer Meinung nach im Frühjahr 2005 in einer konjunkturellen Schwächephase. Die Erholung ist zum Stillstand gekommen. Ausschlaggebend dafür ist zum einen die langsamere Expansion der Weltwirtschaft; zum anderen hinterläßt die Aufwertung des Euro Bremsspuren.

Inlandsnachfrage fehlt

Zudem bleiben die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte schwach, so daß das Nachlassen der Exportdynamik nicht ausgeglichen werden kann. Selbst der vorangegangene massive Nachfrageimpuls aus dem Ausland hat keinen nachhaltigen Aufschwung ausgelöst. Die inländische Endnachfrage habe sich nach einem drei Jahre währenden Rückgang im vergangenen Jahr lediglich stabilisiert. In kaum einem anderen Land der Europäischen Union sei die Entwicklung in den vergangenen Jahren so ungünstig verlaufen. Demnach leidet die deutsche Wirtschaft offenbar unter einer fundamentalen Schwäche, heißt es bei den Forschern.

Hoffnung auf 2006

Es gibt aber auch kleine Lichtblicke. Zwar dürfte die konjunkturelle Grundtendenz für das 1. Halbjahr 2005 verhalten bleiben. Im Verlauf des laufenden Jahres sollte die Schwächephase aber allmählich überwunden werden. Die Rahmenbedingungen sind überwiegend günstig. Die dämpfenden Einflüsse durch hohe Ölpreise lassen nach. Darüber hinaus setzt sich die Expansion der Weltwirtschaft in zügigem Tempo fort. Also weiterhin gute Zeiten für den Export. 2006 wird sich die konjunkturelle Erholung dann leicht verstärken, spekulieren die Forscher.

Hoffen auf Reformen

Pferdefuß bleibt aber die Binnenkonjunktur. Die eingetrübten Wirtschaftserwartungen belasten dabei das Konsumklima. Nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts GfK sind die Aussichten daher für den Konsum gedämpft. Deshalb haben die Experten ihre Prognose für das Wachstum des privaten Konsums im laufenden Jahr halbiert. Nach bislang 0,8% rechnet das Institut nur noch mit 0,4%. Die GfK betonte jedoch, daß die Lage nicht nur pessimistisch beurteilt wird. Ein Wachstum des privaten Konsums von 0,4% ist demnach eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr, als der Konsum noch um 0,3% geschrumpft war. Die Experten pochen aber auf eine Fortsetzung der Reformpolitik. Dem kann man eigentlich nur beipflichten.

Wall Street im Blick

Die deutschen Aktienindizes hängen unterdessen nach wie vor an der Wall Street. Hier hält das Auf und Ab an, und die Bilanzen sowie die Konjunktur spielen dabei eine wichtige Rolle. Jede Menge Zahlen und Unternehmensnachrichten gibt es diese Woche aber auch hierzulande. Zahlreiche DAX- und MDAX-Werte warten mit ihren Bilanzen für das 1. Quartal auf. Damit könnten die deutschen Indizes auch etwas an Eigendynamik gewinnen. Allzu viel sollte man aber nicht erwarten, denn nach wie vor bleibt die Wall Street Zugpferd für die Kurse hierzulande.

2. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indizes

Index 27.04.05 % Vorwoche 52weekHigh % 52week
DJ IND 10151,13 +1,39% 10984,46 -2,19%
S&P 500 1151,74 +1,25% 1229,11 +2,09%
NASDAQ 1927,44 +0,71% 2191,6 -4,81%
NIKKEI 225 11005,42 -0,75% 12195,66 -8,91%
DAX 4187,98 +0,22% 4435,31 +3,17%
TecDAX 501,26 -0,15% 616,69 -17,50%
EUROSTOXX 50 2952,65 +0,28% 3117,77 +2,61%

Stand: Mittwoch, 11:30 Uhr

3. Heidelberger Druck ? Suppe oder Streuselkuchen?

In der heutigen Welt spielen moderne Drucktechnologien eine große Rolle. Dabei gilt es nicht nur, die Zeitung von morgen aufs Papier zu bringen. Gedruckt ist auch die Hülle des Kaffeepäckchens, das Etikett auf dem Fruchtsaft oder andere Warenschilder, die erklären, was drin ist: Suppe oder Streuselkuchen. Nicht zu vergessen Formulare, Prospekte und Bücher.

Um die bunten Bildchen und die Lettern auf das Papier zu bringen, sind moderne Drucktechniken nötig. Seit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg hat sich dabei einiges getan. Immer größere Mengen Papier müssen schnell und in hoher Qualität sowie kostengünstig gedruckt und in Form gebracht werden. Ergänzt wird der Druck durch neue Medien wie beispielsweise dem Internet, was neue Anwendungen hervorbringt.

An der Spitze

Die meisten Leute halten sicher jeden Tag ein Produkt in Händen, das auf Maschinen von Heidelberger Druckmaschinen hergestellt wurde. Der Konzern ist mit mehr als 40% Marktanteil der weltweit führende Lösungsanbieter in der Printmedien-Industrie mit Schwerpunkt Offsetdruck. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf die gesamte Prozeß- und Wertschöpfungskette der Formatklassen 35x50 cm bis 70x100 cm (analog den Papierformaten DIN A3 bis DIN A1) im Bereich Bogenoffsetdruck. Dies umfaßt neben Druckmaschinen die Geräte zur Druckplattenbebilderung, Druckweiterverarbeitung und Softwarekomponenten zur Integration aller Prozesse in einer Druckerei. Hinzu kommt ein Schulungsangebot sowie Serviceleistungen, Ersatzteilversorgung, Verbrauchsmaterialien und der Vertrieb von Gebrauchtmaschinen. Zusätzlich begleitet die Gesellschaft die Investitionsvorhaben ihrer Kunden mit Finanzierungskonzepten.

Wachstumsmärkte mit Potential

Angeboten werden die Maschinen und Services aber nicht nur im Inland, die Gesellschaft ist vor allem im Ausland aktiv. Etwa 80% der Umsätze werden hier generiert. Neben den wichtigen Industrienationen ist Heidelberger Druckmaschinen dabei zunehmend auch in Wachstumsmärkten aktiv und verstärkt dort seine Position. Dazu zählen Regionen wie Asien und Osteuropa. Hier sind künftig die größten Chancen für den Absatz der konzerneigenen Produkte zu erwarten.

Wieder schwarze Zahlen

Eine gute Marktposition ist aber nicht alles. Auch die Ergebnisse müssen stimmen. Und hier konnte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 2004/05 (bis Ende März) wieder die Ertragswende schaffen. Nach minus 695 Mio. Euro im Vorjahr, erreichte der Konzern nun nach vorläufigen Angaben einen Überschuß von 61 Mio. Euro. Und das trotz der weiterhin schwierigen Situation in einzelnen Absatzmärkten und der weltweiten Konjunktur, die vor allem in den letzten Monaten nicht die erhoffte Robustheit im Wachstum aufwiesen, wie vom Unternehmen gewünscht. Die Zahlen zeigen aber, daß Heidelberger Druckmaschinen weiterhin auf Kurs ist und die eingeleiteten Sparprogramme greifen. Im operativen Bereich verbesserte sich das Ergebnis unter Einbeziehung des operativen Verlustes von Nexpress von 10 Mio. Euro auf rund 160 Mio. Euro. Den Angaben nach wurde dies vor allem durch tiefgreifende und nachhaltige Restrukturierung geschafft. Im Kerngeschäft kletterte das betriebliche Ergebnis auf 183 Mio. Euro, nach 151 Mio. Euro.

Gut gefüllte Bücher

Aber auch auf der Absatzseite gibt es Fortschritte. So stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 3% auf 3,207 Mrd. Euro. Währungsbereinigt bleibt sogar ein Plus von 5%. Die Erlöse der größten Sparte Press (Offsetdruck) verbesserten sich dabei um 5% auf 2,8 Mrd. Euro. Ohne Wechselkurseinflüsse waren es 7%, erläuterte Firmenlenker Bernhard Schreier. Gleichzeitig kann der Vorstand auf einen guten Auftragsbestand verweisen. Nachdem die Auftragseingänge im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 3,51 Mrd. Euro über dem Vorjahresniveau von 3,25 Mrd. Euro lagen, füllte sich auch das Orderbuch kräftig. Der Auftragsbestand erreichte zum 31. März 2005 mit mehr als 1 Mrd. Euro fast 300 Mio. Euro mehr als zum Ende des Geschäftsjahres 2003/04.

Einigung mit Arbeitnehmern

Nach harten Verhandlungen haben sich Vorstand und Arbeitnehmervertretung zudem geeinigt. In einer Rahmenvereinbarung wurden die Bedingungen der Arbeitszeitverlängerung bei gleichzeitiger Senkung der Personalkosten festgeschrieben. Die Vereinbarung soll bis zum 31. März 2008 gelten. Darin wurde bei Sicherung der bisherigen Anzahl an Arbeitsplätzen ein Kosteneinsparvolumen von rund 100 Mio. Euro jährlich ausgehandelt. Dieses soll nun jährlich ansteigen und im Jahr 2008 voll wirksam werden. Nun hat das Unternehmen Planungssicherheit, und die langfristige Ertragssteigerung hilft der Gesellschaft, wettbewerbsfähig zu bleiben. Beispielsweise können durch die Einsparungen bei den Personalkosten die negativen Effekte aus Materialpreiserhöhungen und dem starken Euro gemildert werden.

Noch kein Ausblick für 2005/06

Beim Ausblick für das laufende Jahr hält sich der Konzern aber noch bedeckt. Für konkrete Zahlen ist es demnach noch zu früh. Näheres dürfte es am 7. Juni auf der Bilanzpressekonferenz geben. Der fehlende Ausblick kam bei einigen Analysten nicht gut an, und auch bei den vorgelegten vorläufigen Zahlen gab es etwas zu mäkeln. So war ihnen der Umsatzanstieg teilweise zu niedrig. Wir teilen diese Meinung nicht. Heidelberger Druckmaschinen hat mit seinen Zahlen bewiesen, daß die Gesellschaft wieder auf Kurs kommt. Sicherlich gibt es noch einiges zu tun, um die Profitabilität weiter auf Vordermann zu bringen. Die jüngste Einigung mit den Arbeitnehmern hat aber gezeigt, daß man hier nach wie vor Fortschritte macht.

Langfristig aussichtsreich

Dies sollte sich auch bald im Aktienkurs widerspiegeln. Nach der Veröffentlichung der Neun-Monatszahlen im Februar ist die Aktie weiter zurückgekommen, so daß aus bewertungstechnischer Sicht derzeit gute Einstiegsmöglichkeiten auszumachen sind. Der Bereich um 21,35 Euro kann dabei als gute Stopp-Loss-Marke fungieren. Kurspotential besteht zunächst bis in die Region von 27,00 Euro. Anschließend sind auch Kurse von mehr als 30,00 Euro drin. Damit ist derzeit ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis gegeben, und langfristig orientierte Investoren dürften Freude an dem Papier haben.

Optionsschein-Trading

Spekulativ ausgerichtete Anleger, die sich der Risiken bewußt sind, können zudem mit Derivaten versuchen, mögliche Kursgewinne zu hebeln. Zertifikate auf die Aktie der Heidelberger Druckmaschinen AG gibt es dabei nur wenige. Darunter findet man aber auch einen interessanten Schein. Das Long-Zertifikat der Société Générale (SG1CS5) ist mit einer unbegrenzten Laufzeit ausgestattet und bietet einen guten Puffer zwischen Knockout-Schwelle und aktuellem Aktienkurs. Der Hebel beträgt etwas mehr als vier.

Generell sollten sich Anleger aber über die erhöhten Risiken beim Handel mit Optionsscheinen bzw. Knockout-Produkten bewußt sein und eine adäquate Limittechnik verfolgen. Anleger sollten verstehen, daß der Handel mit Optionsscheinen unter anderem durch die höhere Reagibilität wesentlich risikoreicher als der physische Aktienhandel ist und vornehmlich der gezielten Nutzung von zeitlich fest definierten Marktchancen dient. Aufgrund der Hebelwirkung ist im Vergleich zum physischen Erwerb der Aktie ferner lediglich ein wesentlich geringerer Kapitaleinsatz erforderlich.

KENNZAHLEN : Heidelberger Druckmaschinen AG
WKN: 731400
ISIN: DE0007314007
Markt: Xetra
Kurs 27.04.05: 22,62 Euro
52-Wochen-Hoch: 31,39 Euro
52-Wochen-Tief: 21,35 Euro
Empfohlener Stopp-Loss: 21,10 Euro
Unser Anlageurteil: Langfristiger Kauf

4. DEUTSCHE TELEKOM ? zeigt sich zufrieden

Die Deutsche Telekom (WKN: 555750) hat auf der Hauptversammlung ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Für das Gesamtjahr 2005 erwartet die Gesellschaft demnach beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) einen Wert zwischen 20,7 und 21 Mrd. Euro. Firmenlenker Kai-Uwe Ricke äußerte sich ferner zufrieden über den Verlauf des vergangenen Fiskaljahres. 2004 war ein positives, sogar ausgesprochen positives Geschäftsjahr, erklärte der Vorstand. Er ging bei seiner Rede insbesondere auf die im vergangenen Jahr eingeleitete Neuausrichtung auf die drei strategischen Geschäftsfelder Breitband/Festnetz, Geschäftskunden und Mobilkommunikation ein. Mit der neuen Struktur will sich die Deutsche Telekom künftig den veränderten Marktbedingungen stellen. Als wesentliche Kernpunkte nannte Ricke dabei Voice over IP, Next Generation Network sowie einen zunehmenden Austausch der Sprachkommunikation weg vom Festnetz hin zum Mobilfunk. Darüber hinaus gilt es, dem wachsenden Konkurrenzdruck entgegenzutreten. Als einen Eckpfeiler der neuen Strategie bezeichnete der Vorstand die Verschmelzung der Tochter T-Online auf den Mutterkonzern. Daraus erwartet Ricke bereits im laufenden Fiskaljahr einen positiven Ergebnisbeitrag. Der volle Effekt wird den Angaben zufolge jedoch erst 2006 sichtbar werden.

5. CEWE COLOR ? bekräftigt Prognose 2005

Der Fotofinisher Cewe Color (WKN: 540390) hat seinen Ausblick für das laufende Jahr bekräftigt. Beim Überschuß erwartet das Unternehmen nach 1,2 Mio. Euro im Vorjahr nun 14 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern soll um 80% auf 26 Mio. Euro steigen. Gleichzeitig rechnet die Gesellschaft beim Umsatz mit einem Plus von 2% auf 437 Mio. Euro. Nach einem saisonbedingten schwächeren 1. Quartal 2005 will der Konzern den weiteren Angaben zufolge mit einem ordentlichen 2. Quartal und einem starken 3. Quartal die Umsatz- und Gewinnergebnisse des Jahres 2004 übertreffen. Das geplante Wachstum soll dabei durch ein verstärktes Marketing und mit Hilfe der Technologie- und Kostenführerschaft erreicht werden, hieß es weiter. Darüber hinaus will Cewe Color Holding den Aktionären höhere Dividenden zahlen als andere Unternehmen.

6. HUGO BOSS ? setzt auf Damenmode

Der Modekonzern HUGO BOSS (WKN: 524553) will sein Damenmode-Geschäft in den kommenden Jahren massiv ausbauen. Laut Vorstand kommt man dem Ziel ein großes Stück näher, 2013 rund ein Drittel des Umsatzes mit der Bekleidung für Frauen zu erzielen, erläuterte Firmenlenker Bruno Sälzer. Im vergangenen Jahr ist der Umsatz in dem Segment um 36% auf 70 Mio. Euro gestiegen. Dabei verbuchte man den Angaben nach sogar einen kleinen Jahresgewinn. Für den Turnaround waren durchgreifende Änderungen in der Modeaussage, in der Paßform und der Produktvielfalt entscheidend. Des weiteren sieht Sälzer Fortschritte bei der Umstrukturierung des Konzerns. Neben der Damenmode forciert der Unternehmenschef den Ausbau der IT-Infrastruktur. Laut Sälzer hinkte der Konzern in diesem Bereich zehn Jahre hinterher. Daher wurde nun das größte und wichtigste Projekt der Firmengeschichte angeschoben: das Strategieprojekt Columbus. Mit diesem Programm sollen die gesamten internen Abläufe optimiert werden, und HUGO BOSS will damit in allen Bereichen effizienter werden. In Zahlen bedeutet dies ab 2007 jährliche Einsparungen im niedrigen einstelligen Millionenbereich.

7. FIELMANN ? will Marktanteil vergrößern

Der Optiker Fielmann (WKN: 577220) hat jüngst seinen Ausblick für das laufende Jahr bekräftigt und bestätigte damit seine im Februar gemachten Angaben. So ist der Vorstand zuversichtlich, weitere Marktanteile in Deutschland und Europa zu gewinnen. Dabei wird mit einer deutlichen Belebung der Nachfrage gerechnet. Bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen für 2004 hatte der Vorstand bereits im Februar berichtet, daß in Deutschland die Stückzahlen für Brillen-Neuaufträge 2005 um 30% über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liegen und im Gesamtjahr eine angemessene Steigerung des Ergebnisses geplant ist. Die erwartete Belebung der Nachfrage wurde mit den Erfahrungen aus den Gesundheitsreformen begründet. In den Jahren nach dem Streichen von Leistungen hätte sich der Absatz auf dem Niveau des letzten unbeeinflußten Jahres bewegt, hieß es. Die Belebung der Nachfrage in den ersten beiden Monaten 2005 wertete der Vorstand als Zeichen, daß das Tal nun durchschritten ist. Im 1. Quartal 2005 wird der erwartete Anstieg von Umsatz und Ergebnis nach damaligen Angaben von Fielmann aber noch nicht so erkennbar sein. Das 1. Quartal 2004 war noch von den Überhängen aus dem 4. Quartal 2003 gekennzeichnet.

8. SAP ? startet Zusammenarbeit mit Microsoft

SAP (WKN: 716460) und Microsoft wollen gemeinsam ein Softwareprodukt entwickeln und verkaufen. Das neue Produkt unter dem Code-Namen Mendocino soll Microsofts Office-Pakete mit der ERP-Anwendung mySAP von SAP integrieren, teilten die Unternehmen gemeinsam mit. Dazu gehören beispielsweise Zeitmanagement, Budgetkontrolle und Reiseplanung. Ab dem 4. Quartal 2005 soll das neue Produkt dann für ausgewählte Kunden verfügbar sein. Mendocino gilt als weiteres Indiz für die zunehmende Partnerschaft der beiden Softwarefirmen, seit die Fusionsgespräche im vergangenen Jahr gescheitert waren. Im Rahmen der gewachsenen Kooperation wollen SAP und Microsoft zudem die gesamten Lösungen des jeweiligen Partners vertreiben. Diese in 2006 verfügbare Plattform dient dann als Grundlage für die Entwicklung weiterer gemeinsamer Anwendungen.

9. INFINEON ? rutscht in die roten Zahlen

Der Chiphersteller Infineon (WKN: 623100) verbuchte im 2. Quartal 2004/05 (bis Ende September) einen Rückgang beim Umsatz und Ergebnis. Demnach sanken die Umsätze auf 1,61 Mrd. Euro, nach 1,67 Mrd. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das EBIT verschlechterte sich von 71 Mio. Euro auf nun minus 117 Mio. Euro. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 114 Mio. Euro an, nach einem Überschuß von 39 Mio. Euro. Wenig Erfreuliches gab es auch beim Ausblick. So erwartet Infineon keine wesentliche Nachfragesteigerung im 3. Quartal. Ferner dürfte der Preisdruck weiter anhalten, insbesondere bei Chipkarten-ICs, Speicherprodukten und Produkten für Mobiltelefone. Ein Wachstum im Stückzahlvolumen, speziell bei den Speicherprodukten, dürfte jedoch die Auswirkungen des Preisdrucks auf den Umsatz und das operative Ergebnis teilweise ausgleichen. Weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit dem geplanten Auslauf der Produktion am Standort München werden zusätzlich negative Auswirkungen auf das Betriebsergebnis haben.

10. PUMA ? Wachstum verlangsamt sich

Der Sportartikelhersteller Puma (WKN: 696960) konnte im 1. Quartal beim Ergebnis zulegen und bestätigte seine Gewinnprognose. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im Berichtszeitraum bei 131,5 Mio. Euro, nach 116,4 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Beim Vorsteuergewinn erwirtschaftete der Konzern einen Anstieg von 116,9 auf 132,6 Mio. Euro. Der Überschuß kletterte von 80,1 auf 90,9 Mio. Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der Umsatz um 11,9% auf 496,5 Mio. Euro. Ohne die Berücksichtigung von Wechselkurseffekten lag der Erlösanstieg bei 13,9 Prozent. Wie von Analysten und dem Unternehmen selbst erwartet, hat sich das Wachstumstempo bei dem Sportartikelhersteller damit verlangsamt. Im Vorjahresquartal hatte Puma das Konzernergebnis verglichen mit 2003 um rund 65% und den Umsatz um knapp 30% steigern können. Für das Gesamtjahr stellt Puma nun weiterhin einen Umsatz- und Gewinnanstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht.

11. MERCK KGAA ? meldet kräftigen Gewinnanstieg

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA (WKN: 659990) konnte seinen Umsatz sowie das Ergebnis im 1. Quartal 2005 deutlich steigern. Bei den Erlösen schaffte das Unternehmen eine Steigerung um 7,6% auf 1,38 Mrd. Euro. Dazu beigetragen hat ein gutes organisches Wachstum, dem nur vergleichsweise geringe negative Währungseffekte gegenüberstanden. Das operative Ergebnis kletterte um 17% auf 198 Mio. Euro, wozu insbesondere die Pharma-Sparten Generics, Ethicals und Consumer Health Care einen großen Beitrag leisteten. Das EBIT erhöhte sich um 4% auf 196 Mio. Euro, wobei im Vorjahreswert von 189 Mio. Euro noch die Ergebnisse von VWR International enthalten waren. Für den weiteren Jahresverlauf erwartet Merck nun eine Fortsetzung der positiven Entwicklungen in den beiden Unternehmensbereichen. Der Gesamtjahresumsatz soll daher eine Wachstumsrate im einstelligen Bereich erreichen. Dies gilt unter dem Vorbehalt, daß sich ungünstige Währungseffekte nicht vergrößern.

12. VOSSLOH ? meldet Ergebnisrückgang

Der Bahntechnikkonzern Vossloh (WKN: 766710) mußte im 1. Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. So lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern im Berichtszeitraum bei 11,1 Mio. Euro, nach 16,7 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Beim Konzernergebnis verbuchte das Unternehmen einen Rückgang von 8,5 auf 3,5 Mio. Euro. Und auch der Umsatz verringerte sich von 198,2 auf 185,4 Mio. Euro. Wesentlichen Anteil an dem Ergebnisrückgang hatten dabei die deutlich gestiegenen Stahlpreise sowie Restrukturierungsaufwendungen. Trotz der mäßigen Zahlen bestätigte die Gesellschaft dennoch ihre Prognosen für das Gesamtjahr. Vossloh geht unverändert von einem EBIT von 93,4 Mio. Euro aus, nach 105,8 Mio. Euro im Vorjahr. Der Überschuß soll bei 47,4 Mio. Euro liegen, nachdem man 2004 etwa 57,2 Mio. Euro erreichte. Beim Konzernumsatz peilt das Unternehmen ein Plus von 15 % auf 1,06 Mrd. Euro an.

13. RATINGS / DAX, MDAX, TecDAX, deutsche Standardwerte

Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten schnell auffinden können. Die Ratings der letzten Tage:

TITEL RATING INSTITUT DATUM
Aareal Bank Underperformer LRP 25.04.05
adidas-Salomon outperform HypoVereinsbank 21.04.05
adidas-Salomon neutral J.P. Morgan Sec. 26.04.05
Allianz overweight J.P. Morgan Sec. 25.04.05
ALTANA halten Helaba Trust 21.04.05
ALTANA Outperformer LRP 22.04.05
ALTANA verkaufen Hamburger Spark. 25.04.05
AT&S outperform WestLB 22.04.05
BASF hold Smith Barney Citig 25.04.05
BASF overweight J.P. Morgan Sec. 22.04.05
Beiersdorf hold SEB 22.04.05
Commerzbank neutral HypoVereinsbank 25.04.05
Commerzbank Outperformer LRP 26.04.05
DaimlerChrysler overweight J.P. Morgan Sec. 26.04.05
DaimlerChrysler halten Helaba Trust 22.04.05
Degussa Marketperform. LRP 26.04.05
Deutsche Bank overweight J.P. Morgan Sec. 26.04.05
Dt. Lufthansa overweight Morgan Stanley 21.04.05
Deutsche Postbank outperform HypoVereinsbank 25.04.05
Deutsche Telekom buy Smith Barney Citig 22.04.05
Fresen. Med. Care kaufen BÖRSE a Sonntag 25.04.05
Fresen. Med. Care Outperformer LRP 22.04.05
Hannover Rück buy DZ BANK 25.04.05
HeidelbergCement verkaufen Helaba Trust 26.04.05
Heidelb. Druck halten Hamburger Spark. 26.04.05
Heidelb. Druck kaufen Bankhaus Lampe 25.04.05
Heidelb. Druck Marketperform. LRP 25.04.05
Heidelb. Druck neutral HypoVereinsbank 25.04.05
Henkel akkumulieren Bankgesell. Berlin 22.04.05
HUGO BOSS halten Hamburger Spark. 21.04.05
HUGO BOSS kaufen Bankhaus Lampe 25.04.05
Infineon buy Smith Barney Citig 25.04.05
Infineon underweight J.P. Morgan Sec. 25.04.05
Infineon halten Helaba Trust 22.04.05
Infineon Marketperform. LRP 26.04.05
Infineon neutral HypoVereinsbank 22.04.05
LEONI buy HypoVereinsbank 25.04.05
Linde halten Helaba Trust 26.04.05
MEDION Marketperform. LRP 22.04.05
Merck Marketperform. LRP 26.04.05
Merck verkaufen Helaba Trust 26.04.05
METRO neutral HypoVereinsbank 26.04.05
METRO neutral J.P. Morgan Sec. 26.04.05
MLP outperform HypoVereinsbank 21.04.05
MLP akkumulieren Nord LB 22.04.05
MLP halten Helaba Trust 25.04.05
MLP Marketperform. LRP 21.04.05
PUMA overweight J.P. Morgan Sec. 22.04.05
PUMA kaufen Bankhaus Lampe 26.04.05
PUMA Marketperform. LRP 26.04.05
SAP accumulate Jyske Bank 21.04.05
SAP buy M.M.Warburg & CO 21.04.05
SAP buy Smith Barney Citig 22.04.05
SAP buy WestLB 21.04.05
SAP neutral-weight Prudential Financ. 21.04.05
SAP outperform HypoVereinsbank 22.04.05
SAP overweight J.P. Morgan Sec. 22.04.05
SAP strong buy SEB 21.04.05
SAP halten Hamburger Spark. 25.04.05
SAP halten Helaba Trust 21.04.05
SAP kaufen Bankgesell. Berlin 22.04.05
SAP kaufen Nord LB 22.04.05
SAP Outperformer LRP 21.04.05
Schering hold SEB 26.04.05
Schering overweight Morgan Stanley 26.04.05
Schering halten Nord LB 25.04.05
Schering neutral HypoVereinsbank 25.04.05
Schering verkaufen Helaba Trust 25.04.05
Siemens buy Merrill Lynch 22.04.05
Siemens outperform HypoVereinsbank 25.04.05
Siemens overweight J.P. Morgan Sec. 21.04.05
Siemens halten Helaba Trust 26.04.05
Software AG underweight J.P. Morgan Sec. 21.04.05
ThyssenKrupp equal-weight Morgan Stanley 25.04.05
ThyssenKrupp overweight J.P. Morgan Sec. 25.04.05
ThyssenKrupp Outperformer LRP 25.04.05
Volkswagen buy HypoVereinsbank 21.04.05
Volkswagen buy SEB 21.04.05
Volkswagen sell Commerzbank 21.04.05
Volkswagen sell Merrill Lynch 21.04.05
Volkswagen neutral J.P. Morgan Sec. 21.04.05
Volkswagen Outperformer LRP 21.04.05
Volkswagen verkaufen Helaba Trust 21.04.05
Gruß Moya

 

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