ARGENTINIEN-PLEITE "Räuberische Regierung"

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eröffnet am: 16.06.04 10:08 von: bammie Anzahl Beiträge: 1
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8970 Postings, 6576 Tage bammieARGENTINIEN-PLEITE "Räuberische Regierung"

Die Vereinigung deutscher Privatgläubiger Argentiniens, die so genannte IG Argentinien, hat Gespräche mit Buenos Aires über eine Umschuldung abgebrochen. Nun wollen sich die erbosten Kleinanleger an den Internationalen Währungsfonds wenden.

Buenos Aires - Die Regierung von Präsident Néstor Kirchner unternehme offenbar alles, damit "wir sie für Räuber halten", sagte Stefan Engelsberger am Montag nach einem Treffen mit Finanzstaatssekretär Guillermo Nielsen in Buenos Aires. Dabei seien keine neuen Vorschläge auf den Tisch gekommen, klagte Engelsberger.

Er rief alle Gläubiger Argentiniens auf, nicht auf das "erzwungene" Umschuldungsangebot des Landes einzugehen. Dem IWF werde die Vereinigung raten, bei der gerade begonnenen dritten Überprüfung der Einhaltung von Kreditbedingungen deren Missachtung festzustellen.

Die IG Argentinien vertritt nach eigenen Angaben etwa 200 Gläubiger mit Forderungen im Gesamtumfang von 200 Millionen Euro. Das seit fast zweieinhalb Jahren gegenüber privaten Geldgebern zahlungsunwillige Argentinien will nur etwa 25 Prozent der insgesamt aufgelaufenen Schulden von fast 100 Milliarden Dollar zahlen.

Der IWF tagt

Derzeit feiert der IWF den 60. Jahrestag seiner Gründung. Der neue IWF-Direktor Rodrigo Rato hat bei der Konferenz die USA zum Abbau ihres Leistungsbilanz-Defizits aufgefordert. Dazu sei ein "aktives Bemühen" notwendig. An die Europäer und Japaner appellierte der Nachfolger von Horst Köhler am Montag, durch Strukturreformen mehr zu einem ausgeglichenen und dauerhaften Weltwirtschaftswachstum beizutragen.

Die aktuelle Prognose, die von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 4,6 Prozent ausgeht, werde kurzfristig nicht verändert, sagte der ehemalige spanische Wirtschaftsminister zur Eröffnung der zweitägigen Konferenz in Madrid. Diese Marke könne auch angesichts der Ölpreisentwicklung geschafft werden. Zu Europa meinte der neue IWF-Chef, die Erholung der Binnennachfrage und höhere Steuereinnahmen seien eine "großartige Gelegenheit", steuerliche Unausgewogenheiten zu bereinigen.

An der Konferenz in Madrid unter dem Titel "Dollars, Schulden und Defizite - 60 Jahre nach Bretton Woods" nehmen unter anderen der spanische Wirtschaftsminister Pedro Solbes und der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean Claude Trichet, teil. Auch der Vizepräsident der Bundesbank, Jürgen Stark, wollte zu dem Treffen anreisen.

IWF und Weltbank waren im Juli 1944 im amerikanischen Bretton Woods ins Leben gerufen worden. Kritiker hatten den Institutionen in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen, mit ihren strengen Auflagen, die Armut in den Krisenländern noch zu verschlimmern.



Diese Scheine wurden damals noch vom Spekulanten Newsletter empfohlen.


Quelle: MM.de  

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